Die Pflanzen sind nicht sofort hin, aber der Übergang ist fließend, sag ich mal. Leichter Frost sorgt für Blattschäden und dann nimmt das halt zu, bis die gesamte Pflanze erfroren ist.
Man sieht's am nächsten Morgen oft schon.
Auf die vermeintliche Frosthärte würde ich nicht spekulieren, weil manchmal schon die falsche Windrichtung reicht und alles ist futsch.
Im Gwh ist's etwas anders, weil der Wind fehlt und die Dauer der Frosteinwirkung kürzer ist.
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Gemüse-Aussaat & -anzucht 2026 (Gelesen 7695 mal)
- Hyla
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Re: Gemüse-Aussaat & -anzucht 2026
Liebe Grüße!
Wenn du denkst es geht nicht mehr,
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- verwurzelt
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Re: Gemüse-Aussaat & -anzucht 2026
Die "Akklimatisationsphase" klingt nach Abhärten, das macht man ja (zumindest hierzulande) sowieso, nicht nur der Temperaturen, sondern auch der Lichtverhältnisse wegen. Also unabhänging davon, ob die Pflanzen am Ende ins Gewächshaus oder ins Freiland wandern.
Ich bin wahrscheinlich etwas übervorsichtig, aber ich pflanze meine Tomaten auch ins unbeheizte Gewächshaus erst, wenn Nachtfröste nur noch sehr unwahrscheinlich sind. Ich habe aber auch nicht die Muße, dort viel mit Vlies, Kerzen usw rumzuwerkeln bzw auch die Befürchtung, dass ich dann vielleicht gerade zum kritischen Zeitpunkt nicht vor Ort bin.
Ich bin wahrscheinlich etwas übervorsichtig, aber ich pflanze meine Tomaten auch ins unbeheizte Gewächshaus erst, wenn Nachtfröste nur noch sehr unwahrscheinlich sind. Ich habe aber auch nicht die Muße, dort viel mit Vlies, Kerzen usw rumzuwerkeln bzw auch die Befürchtung, dass ich dann vielleicht gerade zum kritischen Zeitpunkt nicht vor Ort bin.
- thuja thujon
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Re: Gemüse-Aussaat & -anzucht 2026
Man muss das praktisch sehen. Spätfrost kanns manchmal am 20. April geben, woanders auch Anfang Juni nochmal. Wenn die Pflanzen schon länger stehen und akklimatisiert sind, da machen die eine oder zwei Nächte nicht viel aus. Zu kalt pflanzen bringt aber auch nichts. Man sollte es nicht drauf ankommen lassen, aber eine normale kalte Nacht muss keine Katastrophe sein. Ich hatte 2025 Anfang März die Tomaten in den Garten gestellt. An manchen kalten Nächten eben auf der Terrasse mit Dach drüber, Stichwort Mikroklima. Das ging gut, weil es 2025 keinen Spätfrost gab.
Vor ein paar Jahren waren sie längst gepflanzt, als es eine Woche nach den Eisheiligen eine Woche kalt mit manchmal Nachtfrost gab, vorher um die Eisheiligen 25°C plus. Da waren sie wegen der längeren Kälte abgehärtet, haben auch die violetten Blätter vom Phosphormangel gezeigt, Frost mit minus 2 (am Boden, vielleicht auch -3) also auf 2m eher 0, ohne Schäden. Das war vor über 10 Jahren, seitdem gabs so eine Wetterlage nicht wieder.
Vor ein paar Jahren waren sie längst gepflanzt, als es eine Woche nach den Eisheiligen eine Woche kalt mit manchmal Nachtfrost gab, vorher um die Eisheiligen 25°C plus. Da waren sie wegen der längeren Kälte abgehärtet, haben auch die violetten Blätter vom Phosphormangel gezeigt, Frost mit minus 2 (am Boden, vielleicht auch -3) also auf 2m eher 0, ohne Schäden. Das war vor über 10 Jahren, seitdem gabs so eine Wetterlage nicht wieder.
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Re: Gemüse-Aussaat & -anzucht 2026
Hmm...,
vielleicht ist das ja dann auch einfach bei den Nord-Tomaten in Niedersachsen anders als bei pfälzischen Süd-Tomaten...
-2 bis -3 folgenfrei überlebbar klingt ja schon ganz "spannend" für angebliche totale Frostbeulen.
Wird mich als noch-nicht-Tomaten-Fachmann jedenfalls so mutig machen, dass ich das Auspflanzen im Kaltgewächshaus schon zu ungewohnter Früh-Zeit wagen werde, zumal ja dort durch die Aufwärmung am Tag / Wärmespeicherung in der Erde ein erheblicher Sicherheitspuffer besteht und es draußen dann ruhig einige Minusgrade haben kann, ohne das drinnen was passiert (werde das mit dem Hintergrund nin diesem Jahr mal genauer beobachten).
vielleicht ist das ja dann auch einfach bei den Nord-Tomaten in Niedersachsen anders als bei pfälzischen Süd-Tomaten...
-2 bis -3 folgenfrei überlebbar klingt ja schon ganz "spannend" für angebliche totale Frostbeulen.
Wird mich als noch-nicht-Tomaten-Fachmann jedenfalls so mutig machen, dass ich das Auspflanzen im Kaltgewächshaus schon zu ungewohnter Früh-Zeit wagen werde, zumal ja dort durch die Aufwärmung am Tag / Wärmespeicherung in der Erde ein erheblicher Sicherheitspuffer besteht und es draußen dann ruhig einige Minusgrade haben kann, ohne das drinnen was passiert (werde das mit dem Hintergrund nin diesem Jahr mal genauer beobachten).
Wer einen Tag lang glücklich sein will, der betrinke sich.
Wer einen Monat lang glücklich sein will, der schlachte ein Schwein und esse es auf.
Wer ein Jahr glücklich sein will, der heirate.
Wer ein Leben lang glücklich sein will, der werde Gärtner.
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ringelnatz
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Re: Gemüse-Aussaat & -anzucht 2026
Ja, absolut, kann dich darin nur bestärken. Zusätzlich noch Vlies drüber, vielleicht ein paar wassergefüllte Becher daneben, dann passiert da nix...
- Hyla
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Re: Gemüse-Aussaat & -anzucht 2026
Ins Gwh könnte ich schon auspflanzen. Laut Wetterbericht gibt's in den nächsten zwei Wochen minimal +1 Grad nachts.
Nur sind meine Tomaten gerade erst gekeimt, also gestern.
Die Gewächshaussaison beginnt bei mir erst am übernächsten Wochenende, dann ist es sicher frostfrei.
Ich gewinne einfach nichts dadurch, wenn ich noch früher auspflanze. Die alten Tomatensamen im Gwh, die aus abgefallenen Tomaten stammen, keimen auch gerade erst. Nach unserer Erfahrung kann es aber nochmal einen kräftigen Frost geben und alle sind hin. Dann keimen die Nächsten und überleben. Ein Stück weit Survival of the fittest.
Aber probier's ruhig aus. Was bei mir aufgrund des Kleinklimas nicht klappt, kann in anderen Lagen bestens funktionieren.
Ich bin gespannt, wie's läuft.
Heute wieder welche ausgesät:
Ananas
Golden Hour
Currant Sweet Pea
Absinthe
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Die Gewächshaussaison beginnt bei mir erst am übernächsten Wochenende, dann ist es sicher frostfrei.
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Re: Gemüse-Aussaat & -anzucht 2026
Klaro, das Vlies war natürlich in der potentiellen worst-case-Kalkulation auch schon mitgedacht...ringelnatz hat geschrieben: ↑24. Mär 2026, 16:55 Ja, absolut, kann dich darin nur bestärken. Zusätzlich noch Vlies drüber, vielleicht ein paar wassergefüllte Becher daneben, dann passiert da nix...
Aber was sollen die "wassergefüllten Becher" dabei...? Vermute mal was Richtung Wärmepuffer...? Aber dafür ist doch hauptsächlich die Erde selber schon da...!
Und "Becher"...? Wenn es tatsächlich richtig krass kalt angekündigt wäre, würde ich da dann eher einige schwarze Wasser-EIMER noch mit reinstellen...
Ganz praktisch: Du scheinst mit dem Beobachten der Temperatur-Differenzen draußen-drinnen schon bewußtere Erfahrungen gemacht zu haben: Wie viel Grad beträgt die mögliche Differenz bei Dir bei welcher Art von Gewächshaus-"Isolierung" (ich habe 6 mm Doppelstegplatte)?
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ringelnatz
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Re: Gemüse-Aussaat & -anzucht 2026
Ich habe es nicht bewusst drauf ankommen lassen, die Tomaten unter den Gefrieepunkt kommen zu lassen.
Im Gewächshaus (aus alten Fenstern, lausig isoliert) nutze ich ein Holzfrühbeet. Darin ein Heizkabel, dass ich mit Thermostat auf mindestens 5 Grad einstelle, da ich dort auch Paprika und Aubergine halte.
Dort war ich immer frostfrei (wegen des Heizkabels)
Im Freiland pflanze ich meist Anfang Mai und pack einen Folientunnel drüber.
Zu der Zeit, manchmal auch noch bis in den Juni, gibt es natürlich noch häufiger Bodenfrost. Ich habe aber im Tunnel nie gemessen, daher kann ich keine Differenz benennen und weiß nicht, ob es dort rein auch gefroren hat. Auf jeden Fall kam es dort nie zu Schäden.
Wenn du nicht genug Pflanzen hast, um ins Risiko zu gehen, würde ich empfehlen, an verschiedenen Orten Thermometer mit Min/Max Funktion auszulegen. Gibt es in Drogeriemärkten für 7 Euro (mit Sensoren Gerät + Kabel mit Sensor.
Dann kannst du darüber Daten sammeln.
Was man natürlich klar sagen muss: 10 Tage mit regelmäßig leichtem Nachtfrost und bewölkten Tagesmaxima unter 10 Grad, sind es sicher nicht wert, es zu versuchen.
Thuja hat das wesentliche gesagt: wenn die Witterung längere Zeit sehr günstig ist, kann man das Zeitfenster trotz späterem Frostrisiko nutzen. Dann überwiegt der Vorteil den potentiell späteren Nachteil.
Wenn aber dann -6 Grad kommen, wird man u.U. schnell in die Bredouille kommen.
Wasser"becher*: naja, wenn die vielen Pflanzen nicht mehr in den Frühbeetkasten passen und es trotzdem nochmal eisig wird, stell ich schonmal einen Wassereimer zwischen die größeren Töpfe + Vlies drüber. Obs was bringt, weiß ich nicht. Becher sind wahrscheinlich weniger nützlich als Eimer..Aber grundsätzlich muss für das Gefrieren des Wassers auch in den Bechern sehr viel Energie abgezogen werden, sodass das Wasser wohl doch noch eher wärmer bleibt als die Luftschicht über dem Boden selbst. (denke ich mir)
Man kennt das ja auch vom Abpuffern von Spätfrösten im Obstbau. Boden ordentlich wässern, um die gespeicherte Wärme zu erhöhen.
Sollte es dieses Jahr wieder mal eisige Mai-Nächte geben, probiere ich es unter dem kleinen Kirschbaum mal mit einem Planschbecken..mal sehen
Im Gewächshaus (aus alten Fenstern, lausig isoliert) nutze ich ein Holzfrühbeet. Darin ein Heizkabel, dass ich mit Thermostat auf mindestens 5 Grad einstelle, da ich dort auch Paprika und Aubergine halte.
Dort war ich immer frostfrei (wegen des Heizkabels)
Im Freiland pflanze ich meist Anfang Mai und pack einen Folientunnel drüber.
Zu der Zeit, manchmal auch noch bis in den Juni, gibt es natürlich noch häufiger Bodenfrost. Ich habe aber im Tunnel nie gemessen, daher kann ich keine Differenz benennen und weiß nicht, ob es dort rein auch gefroren hat. Auf jeden Fall kam es dort nie zu Schäden.
Wenn du nicht genug Pflanzen hast, um ins Risiko zu gehen, würde ich empfehlen, an verschiedenen Orten Thermometer mit Min/Max Funktion auszulegen. Gibt es in Drogeriemärkten für 7 Euro (mit Sensoren Gerät + Kabel mit Sensor.
Dann kannst du darüber Daten sammeln.
Was man natürlich klar sagen muss: 10 Tage mit regelmäßig leichtem Nachtfrost und bewölkten Tagesmaxima unter 10 Grad, sind es sicher nicht wert, es zu versuchen.
Thuja hat das wesentliche gesagt: wenn die Witterung längere Zeit sehr günstig ist, kann man das Zeitfenster trotz späterem Frostrisiko nutzen. Dann überwiegt der Vorteil den potentiell späteren Nachteil.
Wenn aber dann -6 Grad kommen, wird man u.U. schnell in die Bredouille kommen.
Wasser"becher*: naja, wenn die vielen Pflanzen nicht mehr in den Frühbeetkasten passen und es trotzdem nochmal eisig wird, stell ich schonmal einen Wassereimer zwischen die größeren Töpfe + Vlies drüber. Obs was bringt, weiß ich nicht. Becher sind wahrscheinlich weniger nützlich als Eimer..Aber grundsätzlich muss für das Gefrieren des Wassers auch in den Bechern sehr viel Energie abgezogen werden, sodass das Wasser wohl doch noch eher wärmer bleibt als die Luftschicht über dem Boden selbst. (denke ich mir)
Man kennt das ja auch vom Abpuffern von Spätfrösten im Obstbau. Boden ordentlich wässern, um die gespeicherte Wärme zu erhöhen.
Sollte es dieses Jahr wieder mal eisige Mai-Nächte geben, probiere ich es unter dem kleinen Kirschbaum mal mit einem Planschbecken..mal sehen