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Epimedium, die Elfenblumen 2026 (Gelesen 921 mal)
Moderatoren: Nina, Phalaina, AndreasR
- rocambole
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Hamburg, 8a, trockener, saurer Sandboden, Schatten
Re: Epimedium, die Elfenblumen 2026
Doch, trockener Schatten geht bei fast allen, sonst wären sie hier nichts geworden. Speziell die immergrünen mit dem festen Laub, grandiflorum wohl etwas weniger.
Sonnige Grüße, Irene
- Gänselieschen
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Re: Epimedium, die Elfenblumen 2026
Vor Jahren war die Elfenblume irgendwie mal Blume des Jahres, und ich hatte mir dann im Boga einige gekauft und bekam auch im Forum ein paar geschenkt, eine gelb wuchernde und auch Orangekönigin. Und es ging dabei immer um Stauden, die an schlechten Standorten - vor allem der Sommertrockenheit trotzen können. Nur aus dem Grund habe ich damit angefangen. Bei mir stehen sie jedenfalls auch recht trocken.
Oben bestätigte z.B. Rocambole, dass die bei ihnen trocken stehen (ich meinte den Eintrag weiter oben, hat sich gekreuzt, aber danke
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Oben bestätigte z.B. Rocambole, dass die bei ihnen trocken stehen (ich meinte den Eintrag weiter oben, hat sich gekreuzt, aber danke
Re: Epimedium, die Elfenblumen 2026
rocambole
schätzt ihren Garten immer so ein. Trocken in Brandenburg oder im Oberrheintal ist anders als in Hamburg. Sandig in Brandenburg oder im Oberrheintal ist anders als in den Elbniederungen.
Gaißmayer hat für Elfenblumen eine gute Seite und teilt sie sehr sinnvoll in vier Gruppen. Sommergrüne, Wintergrüne, horstig wachsene und Ausläufer treibende. https://www.gaissmayer.de/web/shop/pfla ... nblume/234.
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Die horstig wachsenden sommergrünen Arten aus Japan brauchen im Sommer hohe Luftfeuchtigkeit und gedeihen auf frischen, eher feuchten Böden, durchlässigen aber tiefgründigen Böden. Nicht auf tonigen Böden.
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Die Ausläufer treibenden, wintergrünen europäischen Arten sind alle für G/GR 2 und G/GR 3 geeignet. Also Gehölz/Gehölzrand mit frischem bis feuchtem durchlässigem aber tiefgründigen Boden. Keine tonigen Böden.
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In Brandenburgs kontinentalem Klima sind die Ostasiatischen Elfenblumen völlig verkehrt und nur Liebhaber mit Wasserkanne, Schlauchanschluss neben der Pflanzung und Wasserzerstäuber werden erfolgreich sein.
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In atlantischem Klima, Hamburg, und höheren Lagen, Bayern oder so, gedeihen Elfenblumen sicher alle sehr gut.
Gaißmayer hat für Elfenblumen eine gute Seite und teilt sie sehr sinnvoll in vier Gruppen. Sommergrüne, Wintergrüne, horstig wachsene und Ausläufer treibende. https://www.gaissmayer.de/web/shop/pfla ... nblume/234.
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Die horstig wachsenden sommergrünen Arten aus Japan brauchen im Sommer hohe Luftfeuchtigkeit und gedeihen auf frischen, eher feuchten Böden, durchlässigen aber tiefgründigen Böden. Nicht auf tonigen Böden.
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Die Ausläufer treibenden, wintergrünen europäischen Arten sind alle für G/GR 2 und G/GR 3 geeignet. Also Gehölz/Gehölzrand mit frischem bis feuchtem durchlässigem aber tiefgründigen Boden. Keine tonigen Böden.
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In Brandenburgs kontinentalem Klima sind die Ostasiatischen Elfenblumen völlig verkehrt und nur Liebhaber mit Wasserkanne, Schlauchanschluss neben der Pflanzung und Wasserzerstäuber werden erfolgreich sein.
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In atlantischem Klima, Hamburg, und höheren Lagen, Bayern oder so, gedeihen Elfenblumen sicher alle sehr gut.
“I love science, and it pains me to think that so many are terrified of the subject or feel that choosing science means you cannot also choose compassion, or the arts, or be awed by nature. Science is not meant to cure us of mystery, but to reinvent and reinvigorate it.”
— Robert M. Sapolsky
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- AndreasR
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Re: Epimedium, die Elfenblumen 2026
Mir ist 'Frohnleiten' jämmerlich vertrocknet, obwohl sie ja als wüchsig und robust beschrieben wird. Aber gut, der Standort unter meiner Tanne war wohl etwas zu "Hardcore", obwohl der Boden da schön humos ist. Einen Wasseranschluss haben sie dort allerdings nicht. 
- Krokosmian
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Re: Epimedium, die Elfenblumen 2026
.Krokosmian hat geschrieben: ↑29. Mär 2026, 22:41.
Die kenne ich "schon immer" anders, dunkler gelb und flachere Blütenform, ...Sind womöglich zweierlei unter dem Namen im Umlauf?
.pearl hat geschrieben: ↑30. Mär 2026, 00:31 Epimedium pinnatum ssp. colchicum Synonym Epimedium pinnatum ssp. colchicum 'Elegans' ist von Gaißmayer...
Eine Liste habe ich irgendwann mal von Koen Van Poucke kopiert. ...Die Art und Unterart der Schwarzmeer-Elfenblume existiert für ihn nicht. Für Wikipedia auch nicht. Außer: "Es gibt zwei Hauptverbreitungsgebiete: zum einen das gemäßigte Asien und zum andern das Gebiet vom Mittelmeerraum bis zum Schwarzmeerraum." Scheint ein Taxonomisches Monstrum zu sein, die Elfenblume.
Was Hans Simon im "aktuellsten" Schacht/Jelitto schrieb, bestätigt deinen letzten Satz, ist mir aber gerade zu viel zum Abtippen. Und überfordert mich jetzt am Abend auch ein bisschen.
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Die Sichtungsbilder bezeichnen die Dunkelgelbe als Epimedium pinnatum ssp. colchicum, wie gehabt. Eine (bzw. die?) Hellgelbe als E. pinnatum ssp. pinnatum. Welche, das geht für mich so gerade noch aus dem S/J hervor, dummerweise auch irgendwann mal E. colchicum hieß. Mir erscheint es gut möglich, dass beide irgendwann mal durcheinandergeraten sind.
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Auch GM kauft zu, dabei ist man oft wie vor Gericht und auf hoher See...
Re: Epimedium, die Elfenblumen 2026
das ist natürlich eine Idee mal in den Jelitto zu schauen!
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— Robert M. Sapolsky
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- Krokosmian
- Beiträge: 14608
- Registriert: 17. Mär 2015, 20:51
Re: Epimedium, die Elfenblumen 2026
Da echte Schattenquartiere rar sind, werden auf Arbeit die Epimedium-Mutterpflanzen seit jeher meist in die Sonne und den schönen batschigen Lehm gesetzt. In der Anwachsphase gab/gibts ne Bewässerung, später nicht mehr. Altbekannte Dampfwalzen wie `Frohnleiten´, `Orangekönigin´, `Sulphureum´... machen das nach wie vor gut mit. Bilden eingewachsen dichte Matten, welche man beim Roden verhackstücken muss, um sie überhaubt rauszubekommen.
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Bei E. grandiflorum und x youngianum hat es dagegen schon immer nur leidlich gut funktioniert, bei zunehmenden Hitzerekorden und Trockenzeiten wird es immer sinnfreier. Wobei das freilich nicht weiter verwundert, eher, dass es so lange geklappt hat.
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Bei E. grandiflorum und x youngianum hat es dagegen schon immer nur leidlich gut funktioniert, bei zunehmenden Hitzerekorden und Trockenzeiten wird es immer sinnfreier. Wobei das freilich nicht weiter verwundert, eher, dass es so lange geklappt hat.
Re: Epimedium, die Elfenblumen 2026
so Jellito, Beitrag Dr. Hans Simon zu Epimedium. "Allgemein lieben Epimedium lichten Schatten und humosen Boden. ... Alle leiden durch Spätfröste und austrocknende Winde. Sommerliche Trockenheit wird ausgehalten, verringert aber den Blütenansatz. Sonne wird mit reichlich Feuchtigkeit leichter ertragen." Das dazu.
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"E. pinnatum Fisch. subsp. colchicum (Boiss.) Busch 1903. In Betrieben und im Handel wird ein Klon häufig noch als E. pinnatum 'Elegans' geführt. Neuere Einführungen aus Abchasien - eine an das Schwarze Meer grenzende Region im Süden des Kaukasus - zeigen, dass die kultivierten Pflanzen zu der gleichen Unterart gehören. Zur Unterscheidung von diesen neu zu benennenden Herkünften oder Klonen ist zu überlegen, ob man den alten Namen 'Elegans' für den älteren Gartenklon wieder aufnimmt, dieses Mal aber der Unterart E. p. subsp. colchicum unterordnet."
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"E. pinnatum Fisch. subsp. colchicum (Boiss.) Busch 1903. In Betrieben und im Handel wird ein Klon häufig noch als E. pinnatum 'Elegans' geführt. Neuere Einführungen aus Abchasien - eine an das Schwarze Meer grenzende Region im Süden des Kaukasus - zeigen, dass die kultivierten Pflanzen zu der gleichen Unterart gehören. Zur Unterscheidung von diesen neu zu benennenden Herkünften oder Klonen ist zu überlegen, ob man den alten Namen 'Elegans' für den älteren Gartenklon wieder aufnimmt, dieses Mal aber der Unterart E. p. subsp. colchicum unterordnet."
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- Krokosmian
- Beiträge: 14608
- Registriert: 17. Mär 2015, 20:51
Re: Epimedium, die Elfenblumen 2026
Sortennamen sind bei sowas immer sinnvoll.
Das p. c. der Sichtung ist jedenfalls m. E. ein anderes als das im Buch, siehe Blütenform.
Das p. c. der Sichtung ist jedenfalls m. E. ein anderes als das im Buch, siehe Blütenform.
Re: Epimedium, die Elfenblumen 2026
mit meinem hellgelb über rotbraunem Laub blühenden Ding bin ich jedenfalls zufrieden. Kann sein, dass andere Klone dieser Unterart mehr krassgelb blühen. Die würde ich rausschmeißen, wozu gibt es Frohnleiten? 
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