@pearl: Ein dekonstruktivistischer Garten - so habe ich es noch nicht gesehen, aber stimmt, meine Kombinationen sind manchmal schon etwas speziell. Ich mag solche Dinge wie die Regentonnen auch gar nicht verstecken, die gehören zum Garten dazu, und die "blaue Linie" ziehe ich ja auch überall durch. Der Garten lebt von Kontrasten, teils geplant, teils ungeplant, aber immer in leuchtenden Farben, das hatte mir schon meine Grundschullehrerin im Zeugnis der ersten Klasse attestiert.
@polluxverde: Ja, der Farnblättrige Lerchensporn ist so ein Unikum, ich mag ihn, denn er bringt zum einen ganzjährig eine interessante Blattstruktur ins Beet, und leuchtet im Frühling zusätzlich noch strahlend gelb, passend zu meinen unzähligen Narzissen in den sonnigeren Beeten. Die Farne legen hier mittlerweile auch los, der Austrieb ist immer ein Hingucker!
@cydora: Dein Weißdornbeet mit dem üppigen Großblättrigen Scheinschaumkraut, der gelb leuchtenden Segge und die vielen kleinen Blütensterne der Anemonen und vom Scharbockskraut strahlen wirklich herrlich in der Frühlingssonne. Auch die blauen Muscari in der Kiesspirale gefallen mir, so kommen sie gut zur Geltung und verschwinden nicht komplett in den überbordenden Beeten. Irgendwann muss ich mir auch nochmal so ein Meer aus Hyazinthen pflanzen, der Duft wabert bestimmt durch den halben Garten.
@Veilchen-im-Moose: Meine Narzissen liebe ich sehr, schon als Kind habe ich die immer bewundert, wenn ich bei meiner Oma zu Besuch war. Und sie haben sich all die Jahre gehalten, viele sind immer noch Abkömmlinge von damals, auch wenn ich selbst natürlich nochmal ordentlich nachgelegt habe. Viele Sorten sind zwar wieder verschwunden, der Rest ist dafür umso dauerhafter.
@Gartenlady: Die Bepflanzung auf der Fensterbank strahlt ja mindestens genauso bunt wie mein Garten.

Eigentlich ist der gar nicht soooo groß, aber natürlich auch nicht ganz klein. Manchmal wünsche ich mir, er wäre etwas größer, damit ich all das unterbringen könnte, was mir gefällt, andererseits würde ich dann wohl auch kaum noch mit der Pflege hinterher kommen.
@Gänselieschen: Deine Fotos sind verglichen mit den frühlingsbunten Gärten, die hier gezeigt wurden, tatsächlich ein Kontrastprogramm, wobei sich das mit Schneeglöckchen und Narzissen sicher beheben ließe - aber vermutlich fühlen die sich in der Brandenburger Streusandbüchese nicht so wohl... Aber da steht ja schon so einiges Verheißungsvolles in den Startlöchern, eine Magnolie, üppige Kaiserkronen, Storchschnabel, Zierlauch und Co. Und natürlich muss sich die Katze auch immer ins Bild mogeln ...
@thuja thujon: Mit Obst und Gemüse habe ich es ja nicht so, aber das Mirabellenspalier sieht wirklich erstklassig aus, das ist hohe Gartenbaukunst!
@Gardengirl: Bei mir ragen auch immer irgendwelche Nachbarhäuser, Gerümpel in den Nachbargärten und Co. ins Bild, ich bin da ziemlich schmerzbefreit und lichte es halt mit ab, wenn es sich nicht vermeiden lässt.

Narzissen, Hyazinthen und Co. leuchten sehr schön in der Sonne, da spaziert man sicher gerne jeden Tag entlang und begrüßt die neu aufgeblühten Frühlingsblüher.
@Arthur: Für vier Wochen Bodenfrost sieht das ja noch halbwegs gut aus, hier leiden die Veilchenblüten meist schon nach einer Frostnacht, wenn das Thermometer mehr als drei, vier Grad unter Null geht...
Und weil's gerade so schön ist, zeige ich noch ein paar Bilder von meinen aktuellen Gartenrundgängen, die großen Stars sind natürlich immer noch die unzähligen Narzissen und Schlüsselblumen.
Im Moment kann man den Blick von der Terrasse in vollen Zügen genießen, und sowohl Beete als auch die Wiese sind bedeckt mit einem gelben Meer. Hier und da finden sich ein paar rote, blaue und weiße Farbtupfer, die Forsythie ist mittlerweile aber am Ende ihrer Blütezeit angelangt. Das macht aber gar nichts, andere Pflanzen übernehmen das Zepter, gerade im Frühling herrscht diesbezüglich ja Überfluss. Noch leuchtet das zarte Rosa von Prunus 'Accolade', leider durch Frost und Regen ein bisschen gebeutelt, aber in ein, zwei Tagen wird die Felsenbirne aufblühen und den Reigen weiterführen.
Während Prunus 'Okame' mittlerweile schon Format gewonnen hat, ist meine 'Accolade' noch recht klein, aber in zwei, drei Jahren wird das schon anders aussehen, da kann ich dann sicher auch meine Konstruktion aus Bambusstäben entfernen, so dass die langen Zweige von selbst aufrecht stehen und eine schöne Vasenform entsteht. Die Schlüsselblumen werden jedenfalls immer mehr, es lohnt sich, sie aussamen zu lassen, und sie vermischen sich munter mit den roten Primeln und bringen Sämlinge in allen Schattierungen von hellgelb bis dunkelrot hervor. Zwar wird die Wiese im Mai dann recht wild, und ich muss die Grashalme mehrmals einkürzen, damit sie nicht blühen und meinen Heuschnupfen triggern, aber es ist die Mühe wert.
Leider hat der Frost auch ein paar Narzissenblüten abknicken lassen, aber die meisten sind zum Glück verschont geblieben, sogar die Schnecken haben sich zurückgehalten, ich hoffe, ich habe schon früh im Jahr einige durch das breitwürfige Ausstreuen von Schneckenkorn erwischt. Mittlerweile ist auch der blaue Polsterehrenpreis aufgeblüht, er hat sich durch alle anderen Stauden durchgewebt und bildet nun einen schönen Teppich, der auch das wuchernde Unkraut einigermaßen abdeckt. Das "Gestrüpp" dazwischen sind die Reste der letztjährigen Triebe von Euphorbia 'Fens Ruby', die blüht auch sehr hübsch, wächst aber ebenfalls überall hindurch...
Ein netter Hingucker sind auch die leuchtend roten Tulpen (Tulipa praestans 'Füsilier'), die ich eigentlich nur aus Verlegenheit in die kleine Baumscheibe der Fothergilla gepflanzt hatte, weil ich mal wieder so einen 1,-€-Beutel im November aus dem Gartencenter mitschleppen musste. Aber hier scheinen sie besser vor den Mäusen geschützt zu sein, während 'Purissima' im Beet vor einiger Zeit stark dezimiert wurde. Immerhin sind die Reste nun wieder blühfähig und haben sogar kleine Gruppen gebildet. Ich hatte gehofft, die Mäuse hätten wenigstens alle schlüpferfarbenen Tulpen verschlungen, aber natürlich haben sie auch hier welche übrig gelassen.
Zum Schluss noch ein paar Einblicke in die etwas schattigeren Ecken. Primula elatior steht dieses Jahr ausgesprochen gut da, vermutlich haben ihr die reichlichen Regenfälle gut getan, wie auch vielen anderen Pflanzen, die in den Dürrejahren sichtbar gelitten hatten. Die Scharbockskraut-Sämlinge mit verschiedenfarbigem Laub sind ebenfalls gut gewachsen und sorgen für gelbe Farbtupfer in meiner kleinen "Felsenlandschaft". Dankbar ist auch Anemone blanda 'Charmer' und 'White Splendour', die müssen sich zwar immer einen Weg durch die dichte Vegetation bahnen, leuchten aber zusammen mit den Primeln schön in der Vormittagssonne.