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Tops und Flops beim Pflanzenversand (Gelesen 2054943 mal)

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Veilchen-im-Moose
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Re: Tops und Flops beim Pflanzenversand

Veilchen-im-Moose » Antwort #10860 am:

Geht mir genauso. Meine beiden Hamamelis habe ich dort gekauft. Jedes mal wurden mir von den bereits etwas größeren Pflanzen Fotos zugeschickt. Ich konnte also eine Wahl treffen. Hat sich gelohnt... tolle Gehölze und eine durchweg nette Kommunikation.
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Aineias
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Re: Tops und Flops beim Pflanzenversand

Aineias » Antwort #10861 am:

Montag war es soweit. Eine große Traditionsbaumschule kündigte endlich die Lieferung unserer Kirschbäume an. Dass das etwas besonderes war, erfordert etwas Kontext. Vor zwei Jahren bestellten wir drei Kirschbäume zur Abholung (Swing, Papillon, Regina). Da es dort diverse Kommunikationspannen zwischen den verschiedenen Abteilungen gab und unserer Bäume vergessen wurden, bekamen wir erst auf Nachfrage sechs Wochen später einen Termin, der schon außerhalb der eigentlichen Rodungssaison lag. Da wir in der Herbstpflanzzeit nicht mehr über eine Abholmöglichkeit verfügen würden und eine Lieferung nach Auskunft zu teuer sei, machten wir dennoch mit. Allerdings gingen zwei Bäume ein, Regina kämpft bis heute mit offenem Ergebnis. Vielleicht zu spät gepflanzt, vielleicht zur Kompensation zu viel gegossen, wie auch immer, im nächsten Frühjahr schickten wir ein Bild mit der Frage, wie die Regina zu retten sei. Als Ergebnis bekamen wir das Angebot, aus Kulanzgründen zum extrem reduzierten Selbstkostenpreis von je 50 € uns zwei neue Bäume als Ersatz aussuchen zu dürfen, allerdings müssten wir auf eine Großsendung in unsere Richtung warten, bei dem unsere Bäume dazu gepackt werden könnten. Da das Angebot durchaus großzügig war, machten wir mit und entschieden uns dieses Mal für Papillon und eine weiße Spanische. Weder im letzten Frühjahr noch im letzten Herbst ließ sich jedoch ein solcher Termin finden. Auch jetzt im Frühjahr mussten Termine und Auslieferungen wieder abgesagt/verschoben werden. Nach einem Dutzend Telefonaten war jetzt also Liefertermin. Als der Mitarbeiter auf dem Rückweg mit den letzten beiden Bäume, unseren Halbstämmen, ankam, war die Verwirrung nicht schlecht. Es gab keine Etiketten oder sonstigen Beschriftungen. Als wir darauf hinwiesen, gab er uns den Lieferzettel. Darauf standen eine Papillon und eine Regina(!), was aber die Zuordnung nicht erleichterte und ja außerdem anscheinend die falsche Sorte war. Über unseren Sorteneinwand ging er hinweg, weil der Baum ja dicker sei als bestellt(!), die Bäume habe er heute morgen kurzfristig auf den Transport genommen und es sei keine Zeit mehr für die Etiketten gewesen ... er rief dann aber in der Zentrale an, die bestätigte, dass der größere Baum die Regina sei, die Falschlieferung erwähnte er gar nicht erst. Da wir drei Saisons auf den Ersatz warten mussten, das Überleben der alten Regina immer noch unklar ist, der Baum schön gewachsen und deutlich über 4m hoch war und dann doch, wie sich später herausstellte, trotzdem noch Versandkosten über 150€ anfielen, entschied ich, den Baum dennoch entgegenzunehmen und noch einen neuen Platz zu finden...
Dass wir grundsätzlich Kirschen auf unserem Boden anpflanzen und pflegen können, dürfte sich dadurch belegen lassen, dass unsere vier anderen Bäume von anderen Baumschulen alle gut angewachsen sind (Vanda und Hudson auf Gisela 5, wurzelnackt von Kiefer, Narana auf Gisela 5, Container von Wolfgang Müller und - nach der ersten Ernte unsere neue absolute Lieblingskirsche - Carmen auf Gisela 5, Container von Kremer). Die drei anderen sind allerdings auf Sämling, aber das sollte die Sache ja eigentlich nicht erschweren?
Übrigens haben wir noch am Montag einen kleinen wurzelnackten Sämling mit der weißen Spanischen bei Pflanzlust/Biobaumversand bestellt. Es kam schon am Donnerstag, ein schön gewachsenes Bäumchen und auch eine Kategorie größer als eigentlich geordert. Hoffentlich ist das Thema Süßkirschenkauf damit für uns erledigt ...

Ob wir nun wirklich eine Regina und eine Papillon bekommen haben? Verwechslungen würden mich bei dem Chaos jedenfalls nicht wundern. Der Post würde sich daher auch in den Verwechslungsfaden einfügen, im Zentrum sollten aber hier die Versandschwierigkeiten stehen.
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Starking007
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Re: Tops und Flops beim Pflanzenversand

Starking007 » Antwort #10862 am:

".............extrem reduzierten Selbstkostenpreis von je 50 €..............."

Bei einer lokalen Baumschule (die es nicht überall gibt), kaufe ich Obst wurzelnackt für max. 32,50€.
Besondere Sorten gibt es auf Vorbestellung. Bei Abholung prüfe ich den Baum ob er meine Qualitätsansprüche erfüllt.
Wurzelnackt wachsen sie immer noch am Besten an. Je größer, desto schlechter, so meine langjährige Erfahrung.
Bei euren bisherigen Lieferanten sehe ich auch gute!
Gruß Arthur
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