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Die Entstehung meines Gartens (Gelesen 65431 mal)

Gartengestaltung von Planen, Gelände und Boden über generelle Anlage, Wege, Steine, Zäune, Beete bis hin zu Kunst und Handwerk

Moderatoren: Nina, AndreasR

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AndreasR
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Re: Die Entstehung meines Gartens

AndreasR » Antwort #390 am:

@polluxverde: So trocken ist die Ecke eigentlich nicht, im Winterhalbjahr ist es hier dauernass, weil die Sonne nur am frühen Morgen ein paar Strahlen auf Schneeglöckchen und Co. wirft, aber klar, im Sommer muss ich natürlich gießen, wenn es lange nicht regnet. Aktuell ist es dort wahrscheinlich am sonnigsten, weil die Sonne nun wieder höher aufsteigt, der Schatten der Haselnuss aber noch fehlt. Da es nun seit etwa einem Monat nicht mehr nennenswert geregnet hat, ist der offene Boden oberflächlich etwas ausgetrocknet, aber gießen ist zum Glück noch nicht nötig.

@oile und solosunny: Kleine Steinchen sind da auch noch drin, aber ich wollte das grobe Material herausbekommen. Ich hätte gerne noch mehr Sand beigefügt, aber im Moment habe ich leider keinen greifbar, also habe ich reichlich Kompost eingemischt, das sollte erstmal für ausreichende Fluffigkeit sorgen. Der Boden dort ist zum Glück kein Hardcore-Lehm wie unten im Garten, man kann die Brocken ganz gut zerkrümeln. Ich hatte dort vor ein paar Jahren schon einmal Erde "abgebaut", die war auch recht sandig, die hatte ich in die unteren Beetteile eingefüllt, und wie man sieht, ist dort ja alles toll gewachsen.

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Gestern habe ich den fertiggestellten Teil erstmal bepflanzt, die Pflanzen in der vorderen Reihe waren schon da, aber es fehlte seit jeher ein hinterer Abschluss, also sind ein paar der schon ewig im Topf wartenden Pflanzen dort eingezogen, außerdem habe ich ein paar zuvor ausgebuddelte Schneeglöckchen und Scharbockskraut-Sämlinge von Sorten eingepflanzt, dazu ein paar Sämlinge vom weißen Lerchesporn als Lückenfüller. Auch das Lungenkraut hatte ich einfach irgendwo ausgebuddelt, und lustigerweise hatte sich eine Puschkinie in den Schneeglöckchenpulk eingeschmuggelt, die ist dann kurzerhand auch ins Beet gewandert.

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Danach stand der harte Teil an, das Ausheben des restlichen Beets, an einer Stelle, wo der Hang schon ordentlich Gefälle hat. Als ich den Root Slayer beherzt in die Erde stieß, machte der seinem Namen gleich mal alle Ehre und knabberte eine Wurzel vom Schneeball an, also grub ich erstmal vorsichtig mit der Grabegabel, was prompt eine noch viel dickere Wurzel zu Tage förderte. Also habe ich gegraben, wieder Erde gesiebt, ein paar der Pflanzen aus der hinteren Reihe im vorderen Beetteil ausgebuddelt, die ganzen Steine herangeschleppt, das hat alles unendlich lange gedauert, so dass ich gestern Abend fix und alle war.

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Aber so konnte ich mich heute dem angenehmeren Teil widmen, die Steine zu einem Wall zusammenpuzzeln, was nicht immer ganz einfach war, weil die Dinger wirklich extrem unförmig sind, da passt irgendwie gar nichts zusammen. Irgendwann hatte ich dann einen Wall errichtet, den ich mit der nochmal mit ordentlich Kompost versetzten Erde füllen konnte. Zum Glück muss das Mäuerchen außer sich selbst nichts halten, großartige Erdbewegungen wird es wohl nicht geben, selbst Starkregen wird durch das Blätterdach vom Schneeball gut gedämpft.

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Vor anderthalb Jahren musste ich mir ja unbedingt eine Corylopsis pauciflora bestellen, die seitdem im Topf herumstand, aber für dieses kleine Beet im Halbschatten dürfte sie gut geeignet sein, auch wenn ich im Sommer natürlich gießen muss. Dann ist das Sammelsurium der anderen schon ewig wartenden Stauden ins Beet gewandert, teils Spontankäufe, teils von der Resterampe gerettete Pflanzen, was halt alles in so ein buntes Schattenbeet passt. ;) Das Einpflanzen war wieder ziemlich mühsam, ständig musste ich aufpassen, am Hang nicht abzurutschen, mich an den Steinen festhalten und übers Beet beugen, aber das Topflager hat sich gut reduziert.

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Den Arum italicum hatte ich ausgraben müssen, weil er den Steinen im Weg stand, und ich habe versucht, es so vorsichtig wie möglich zu machen, aber leider hat die Knolle doch einen Knacks bekommen. :( Ich hoffe, er nimmt es mir nicht übel und geht ein, das wäre sehr schade, weil er gerade so prächtig ausgetrieben ist. Zwischen den Stauden habe ich noch ein paar "Special Leaf"-Herbstalpenveilchen aus Renate Brinkers Grabbelkiste gepflanzt, die restlichen Lücken bepflanze ich mit noch mehr Schneeglöckchen und anderen Geophyten, vielleicht finde ich auch noch ein, zwei klein bleibenden Bodendecker, die dann im Sommer die Lücken füllen.
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