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Kräuselkrankheit bei Pfirsichen, Taphrina deformans (Gelesen 281039 mal)

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Moderator: cydorian

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Granate
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Re: Kräuselkrankheit bei Pfirsichen, Taphrina deformans

Granate » Antwort #1215 am:

kittekat hat geschrieben: 14. Apr 2026, 21:31 Ich denke auch dass es noch zu früh ist für die Kräuselkrankheit. Das kommt doch erst etwas später, dann wenn die Triebe bereits ordentlich ausgetrieben sind.

Ich dachte die Blätter kommen schon beim Austreiben gekräuselt raus, weil sie sich ja in der Knospe infizieren.
Daher dachte ich, dass wenn die jungen Blätter gut aussehen, man schon mit einem Fuß auf der sicheren Seite ist.
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thuja thujon
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Re: Kräuselkrankheit bei Pfirsichen, Taphrina deformans

thuja thujon » Antwort #1216 am:

Ja, Befall ist ab Austrieb sichtbar.
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cat1
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Re: Kräuselkrankheit bei Pfirsichen, Taphrina deformans

cat1 » Antwort #1217 am:

Und dann ist es zu spät ::)
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Granate
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Re: Kräuselkrankheit bei Pfirsichen, Taphrina deformans

Granate » Antwort #1218 am:

Zu spät im Sinne von „es gibt keine Früchte“ oder zu spät, dass der Baum dann daran stirbt?
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Hyla
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Re: Kräuselkrankheit bei Pfirsichen, Taphrina deformans

Hyla » Antwort #1219 am:

Zu spät im Sinne von die ersten Blätter sind teilweise befallen und werden bald abgeworfen. Der Baum bildet dann neue.
Mir ist mal ein Jungbaum daran gestorben, da war ich aber noch so dämlich, mit dem Rasensprenger zu bewässern. Eine Infektion nach der anderen bis er aufgegeben hat. :-[
Zuletzt geändert von Hyla am 15. Apr 2026, 09:24, insgesamt 1-mal geändert.
Liebe Grüße!


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cat1
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Re: Kräuselkrankheit bei Pfirsichen, Taphrina deformans

cat1 » Antwort #1220 am:

Der Baum stirbt nicht, er wird nur nicht unerheblich geschwächt. Früchte kann er krank genauso tragen, wenn er sonst kräftig ist, Qualität und Quantität leiden eben darunter. Weniger funktionstüchtige Blätter bedeuten weniger Assimilationsfläche = weniger und minderwertige Ernte. Und ja, ein junger Baum könnte durchaus daran sterben.
Zuletzt geändert von cat1 am 15. Apr 2026, 09:26, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Kräuselkrankheit bei Pfirsichen, Taphrina deformans

thuja thujon » Antwort #1221 am:

Zu spät für eine Behandlung.
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cydorian
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Re: Kräuselkrankheit bei Pfirsichen, Taphrina deformans

cydorian » Antwort #1222 am:

cat1 hat geschrieben: 15. Apr 2026, 01:55 Und dann ist es zu spät ::)
Es ist genau der richtige Zeitpunkt, sich für den 1. Dezember in den tollen Kalender des Funkfernsprechers einen Termin einzutragen: "Behandlung gegen Kräuselkrankheit vorbereiten".

Ich wundere mich jedes Jahr, wie viele Leute, Nachbarn, Freunde, wegen der Pfirsichkräusel fragen, was man da tun könne, sich das genau erklären lassen und dann im Winterhalbjahr monatelang einfach ignorieren. Auch hier im Forum gibts jedes Jahr eine Erinnerung, sobald der Zeitpunkt gut erscheint. Mein Rat: Einfach mal machen und wenn selbst das nicht klappt, vielleicht hier und heute einen Kalendereintrag mit einer Erinnerung für die kommene Saision machen.
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Re: Kräuselkrankheit bei Pfirsichen, Taphrina deformans

Lady Gaga » Antwort #1223 am:

Gleich gemacht! ;D
Ich gehöre auch zu den Doofen, die bei geschwollenen Knospen drauf kommen, dass es zu spät ist. :-\
Grüße aus dem Burgenland, dem Land der Sonne!
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Re: Kräuselkrankheit bei Pfirsichen, Taphrina deformans

Granate » Antwort #1224 am:

Das heißt, man soll jedes Jahr immer vorsorglich spritzen?

Mein Baum ist erst letztes Jahr gepflanzt und scheint - bis dato - augenscheinlich gesund. Soll ich ihn dann im kommenden Winter spritzen, auch wenn er dieses Jahr nicht daran erkrankt?
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Re: Kräuselkrankheit bei Pfirsichen, Taphrina deformans

DerTigga » Antwort #1225 am:

Granate hat geschrieben: 15. Apr 2026, 10:47 man soll jedes Jahr immer vorsorglich

Mein Baum ist erst letztes Jahr gepflanzt und scheint gesund.
Man MUSS jedes Jahr rechtzeitig früh bzw. vorsorglich..damit man nicht das Nachsehen hat.. ;)

Und das Baumverkäufer ihren Bestand auch spritzen, da kannste mal von ausgehn - ungeschädigte Blätter verkaufen sich einfach besser - und da das Zeug auch nen leicht verlängerten Schutz bewirkt, sprich es können auch mal 1,5+ Jahre vergehen, bis Kräuselursache langsam aber sicher wieder so richtig zuschlägt, kann der fälschliche Eindruck entstehen, eine "besser" resistente (Pfirsich/ Nektarinen) Sorte eingekauft zu haben.
Meinem Lesen nach zerschlägt sich diese Hoffnung wieder und sehr regelmäßig ab Standjahr 2, eben wenn jene 'Langzeitwirkung' entgültig abebbt..dann zuzuwarten und hoffen, das jene Resistenz wiederkommt, das "nur leichte diesjährige" Kräuseln also nur nen dummer Zufall war, könnte eben nach hinten losgehen.
Lasse mich aber gern besserem belehren, das es ohne menschliche Spritzunterstützung über Jahre völlig kräuselfrei bleibende Sorten (konkrete Namen) gibt.. :)
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Re: Kräuselkrankheit bei Pfirsichen, Taphrina deformans

thuja thujon » Antwort #1226 am:

Wenn man sicherstellen kann, dass der Baum im nächsten Winter nicht durch Regen oder Tau feucht wird, braucht man nicht spritzen. Ansonsten ists schon doch zu empfehlen, wenn man keinen Kräuselpfirsich haben möchte. Ganz so beliebt wie die Lockenweide scheinen die ja doch nicht zu sein.
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