Vielen Dank für deine Antwort markoxyz.
Ich habe Prima Orange auch letztes Jahr angebaut und da waren die Keimblätter grün. Daher war ich verwundert und dachte, dass die Pflanze krank ist. Ich werde sie weiter kultivieren und schauen, ob sie weiter wächst oder nicht.
Ja du hast auch recht, was die Erde betrifft. Ich habe nur sehr wenig gegossen, weil ich letztes Jahr Probleme mit Wurzelfäule hatte. Dachte diesmal lieber weniger gießen. Ich muss sagen, dass ich mich generell schwer tue die richtige Gießmenge zu finden…
Kann ich die Pflanzen mit den gelben Blatträndern irgendwie retten? Eventuell mit Düngen? Oder liegt das am Wasserstress?
Ich habe tatsächlich alle Melonen und Gurken mit den exakten Bedarf auf einmal ausgesät und habe keine Reserve Pflanzen.
Nächstes Jahr werde ich die versetzte Aussaat ausprobieren, danke.
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Wassermelonen, Citrullus Lanatus (Gelesen 67788 mal)
Re: Wassermelonen, Citrullus Lanatus
So monströs wie die Pflanze hinten links aussieht haben die reichlich Nährstoffe zur Verfügung. Die sieht mir allerdings kränker aus als die vorne, scheint trockene Blattränder zu haben. Das gelb sollte sich hingegen raus wachsen. Die Blätter wachsen ja gerade erst los.
Ohne zu wissen wie die übrigen Bedingungen für die Pflanzen sind würde ich die Probleme immer noch als erstes auf die trockene Erde schieben. Wenn die Wurzeln letztes Jahr Probleme gemacht haben würde ich eher die weiteren Standortbediungen hinterfragen und den Zeitpunkt wann die Wurzeln faulten.
Meine Pflanzen stehen z.B. in diesem Stadium in Fenster Nähe und sehen dort auch mal die echte Sonne durch die Scheibe, mit zusätzlichem Kunstlicht nach Bedarf. In Heizungsnähe bei 17-23°C schwankend. In billig Erde. Ausgesät und bis zur Durchwurzelung in 0,2L Bechern. Und da achte ich dann immer darauf, dass die Erde nie durchtrocknet. Wenn ich wässere, dann richtig durchdringend von oben bis es unten rausläuft und sich der Ballen komplett vollgesogen hat und deutlich schwer wird. Die letzten Jahre habe ich so um die 40 Wassermelonen und 20 Gurken vorgezogen und noch nie sind mir Wurzeln gefault. Deswegen würde ich das Problem nicht beim Wässern suchen, sondern bei den Anderen Faktoren. Denn sonst tauscht man nur ein Problem gegen ein anderes. Ich habe jedenfalls beobachtet, dass wenn alles passt, viel Wässern und Feuchtigkeit besser ist als zu wenig, in diesem Stadium. Allerdings auch, dass wenn die Pflanzen in ihren 0,2L Bechern mal "ausgewachsen" sind, also für gesundes deutliches Wachstum dringend einen größeren Topf bräuchten und trotzdem in den kleinen Bechern bleiben,... ich so eine Pflanze dann einfach in eine Ecke im Zimmer stelle, ohne Kunstlicht, ohne direkte Wärmequelle, ohne Dünger, ohne Wasser mit etwas indirektem Tageslicht,... also irgendwann komplett durch getrocknet,... dann lebt so eine Pflanze teils noch Wochen lang ohne durch zu hängen. Verkümmert eher oder bekommt Schädlinge, als dass sie vertrocknet. Was ich damit sagen will, beide Extreme bringen junge Wassermelonen Sämlinge nicht so schnell um. Wenn doch, dann liegt es wahrscheinlich nicht an diesen Extremen (Wasserhaushalt), sondern an etwas anderem (Substrat, Temperaturen, Luftfeuchtigkeit, Belüftung, vorschnelles Düngen, zu wenig vorgedüngtes Substrat, Trauermückenlarven, Beleuchtung,...
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Ohne zu wissen wie die übrigen Bedingungen für die Pflanzen sind würde ich die Probleme immer noch als erstes auf die trockene Erde schieben. Wenn die Wurzeln letztes Jahr Probleme gemacht haben würde ich eher die weiteren Standortbediungen hinterfragen und den Zeitpunkt wann die Wurzeln faulten.
Meine Pflanzen stehen z.B. in diesem Stadium in Fenster Nähe und sehen dort auch mal die echte Sonne durch die Scheibe, mit zusätzlichem Kunstlicht nach Bedarf. In Heizungsnähe bei 17-23°C schwankend. In billig Erde. Ausgesät und bis zur Durchwurzelung in 0,2L Bechern. Und da achte ich dann immer darauf, dass die Erde nie durchtrocknet. Wenn ich wässere, dann richtig durchdringend von oben bis es unten rausläuft und sich der Ballen komplett vollgesogen hat und deutlich schwer wird. Die letzten Jahre habe ich so um die 40 Wassermelonen und 20 Gurken vorgezogen und noch nie sind mir Wurzeln gefault. Deswegen würde ich das Problem nicht beim Wässern suchen, sondern bei den Anderen Faktoren. Denn sonst tauscht man nur ein Problem gegen ein anderes. Ich habe jedenfalls beobachtet, dass wenn alles passt, viel Wässern und Feuchtigkeit besser ist als zu wenig, in diesem Stadium. Allerdings auch, dass wenn die Pflanzen in ihren 0,2L Bechern mal "ausgewachsen" sind, also für gesundes deutliches Wachstum dringend einen größeren Topf bräuchten und trotzdem in den kleinen Bechern bleiben,... ich so eine Pflanze dann einfach in eine Ecke im Zimmer stelle, ohne Kunstlicht, ohne direkte Wärmequelle, ohne Dünger, ohne Wasser mit etwas indirektem Tageslicht,... also irgendwann komplett durch getrocknet,... dann lebt so eine Pflanze teils noch Wochen lang ohne durch zu hängen. Verkümmert eher oder bekommt Schädlinge, als dass sie vertrocknet. Was ich damit sagen will, beide Extreme bringen junge Wassermelonen Sämlinge nicht so schnell um. Wenn doch, dann liegt es wahrscheinlich nicht an diesen Extremen (Wasserhaushalt), sondern an etwas anderem (Substrat, Temperaturen, Luftfeuchtigkeit, Belüftung, vorschnelles Düngen, zu wenig vorgedüngtes Substrat, Trauermückenlarven, Beleuchtung,...
Re: Wassermelonen, Citrullus Lanatus
Hier noch mal ein paar Fotos.
So sieht bei mir eine Pflanze aus, die bald umgetopft (12er Töpfe) wird, oder jetzt veredelt wird:

Nach dem Wässern sieht man, das Wasser richtig durch den weißen Becher, die grauen Punkte:

Hier eine, die ich vorhin veredelt hatte, der Rest, wurde wohl heut morgen gewässert:

Und so sieht der Ballen aus. Nass mit gesunden Wurzeln die unten teils schon Ringe bilden oder aus den kleinen Löchern im Becherboden wachsen (Becher ohne Löcher als "Übertopf", so trocken die rauswachsenden Spitzen nicht ab):

Natürlich stehen die nicht die ganze Zeit so klatsch nass. Aber halt schon alle paar Tage nach dem Gießen.
So sieht bei mir eine Pflanze aus, die bald umgetopft (12er Töpfe) wird, oder jetzt veredelt wird:

Nach dem Wässern sieht man, das Wasser richtig durch den weißen Becher, die grauen Punkte:

Hier eine, die ich vorhin veredelt hatte, der Rest, wurde wohl heut morgen gewässert:

Und so sieht der Ballen aus. Nass mit gesunden Wurzeln die unten teils schon Ringe bilden oder aus den kleinen Löchern im Becherboden wachsen (Becher ohne Löcher als "Übertopf", so trocken die rauswachsenden Spitzen nicht ab):

Natürlich stehen die nicht die ganze Zeit so klatsch nass. Aber halt schon alle paar Tage nach dem Gießen.
Re: Wassermelonen, Citrullus Lanatus
Ok, ich habe dann viel zu wenig gegossen, alle paar Tage mal ein Schlückchen Wasser, nie so viel, dass unten alles runterläuft.
Die Erde war immer wieder fast komplett trocken.
Solche gut durchwurzelten Töpfe hatte ich bisher nie, auch nicht bei den Gurken oder den Tomaten.
Alle Pflanzen wurden zur gleichen Zeit gesät und haben identische Bedingungen, gleiches Substrat und Kunstlicht, da sie im Keller stehen. Ich wollte jetzt demnächst mit dem Abhärten anfangen, dann würden sie Sonnenlicht bekommen.
Hast du keine Probleme damit, dass die Melonen erst in 0,2Liter Becher wachsen und dann umgetopft werden? Ich dachte, man darf Melonen nicht pikieren, daher habe ich gleich größere Töpfe genommen.
Hab gestern noch eine Thora und eine rote F1 Hybride gesät.
Die Erde war immer wieder fast komplett trocken.
Solche gut durchwurzelten Töpfe hatte ich bisher nie, auch nicht bei den Gurken oder den Tomaten.
Alle Pflanzen wurden zur gleichen Zeit gesät und haben identische Bedingungen, gleiches Substrat und Kunstlicht, da sie im Keller stehen. Ich wollte jetzt demnächst mit dem Abhärten anfangen, dann würden sie Sonnenlicht bekommen.
Hast du keine Probleme damit, dass die Melonen erst in 0,2Liter Becher wachsen und dann umgetopft werden? Ich dachte, man darf Melonen nicht pikieren, daher habe ich gleich größere Töpfe genommen.
Hab gestern noch eine Thora und eine rote F1 Hybride gesät.
Re: Wassermelonen, Citrullus Lanatus
Naja, "pikieren" im Sinne von 10 Kerne zusammen in eine Schale säen und wenn die ersten echten Blätter schieben auseinander zupfen und einzeln topfen, wie es z.B. bei Salat gut funktioniert, wäre schlecht, weil die Melonen Wurzeln sehr brüchig sind. Das bedeutet aber nicht, dass man sie gar nicht umtopfen darf. Solange die Erde genug Struktur hat das der Ballen nicht zerfällt, man ihn vorsichtig aus dem Topf holt und die Wurzeln sanft löst und nicht stark drückt, zieht oder reißt, ist alles OK. Da selbe gilt auch beim einpflanzen später: nicht den Ballen andrücken. Um ein Gefühl für die Wurzeln zu bekommen kann man auch mal im Sommer testweise ein paar Kerne in Töpfen versenken und Jungpflanzen anziehen. Dann kann man mal üben, wie man den Ballen am besten heile raus bekommt, vielleicht vorher auch schon mal mit unterschiedlichen Wassergaben die Entwicklung vergleichen und am Ende mal mit den Fingern ein wenig an den Wurzeln ziehen, die Pflanze anfassen und schütteln und sehen und fühlen wie schnell und wo die Wurzeln brechen. Ich denke, wenn man sich da unsicher ist und einem die Melonen wichtig sind, wäre das mal eine gute Übung um die Pflanzen besser kennen zu lernen und zu verstehen um die dann besser handhaben zu können, wenn es ernst wird.
Ja, ich säe alle Melonen, Gurken, Kürbisunterlagen und einiges andere in die 0,2 L Becher und topfe die später in größerer Vierkant Töpfe ohne Probleme.
Ja, ich säe alle Melonen, Gurken, Kürbisunterlagen und einiges andere in die 0,2 L Becher und topfe die später in größerer Vierkant Töpfe ohne Probleme.
Re: Wassermelonen, Citrullus Lanatus
Das ist ja echt ne clevere Idee, einfach im Sommer Samen auszusäen und die Keimlinge und ihre Wurzeln dabei näher kennenzulernen! So eine Idee kam mir nicht in den Sinn! Danke 