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Anwendung von Fetrilon-13 bei Birne (Gelesen 1055 mal)

Pflanzenstärkung, Krankheiten und physiologische Störungen

Moderator: Nina

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Obstliebhaber
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Re: Anwendung von Fetrilon-13 bei Birne

Obstliebhaber » Antwort #15 am:

Junge Boscs auf Pyrodwarf, 4. Standjahr!
Blattschäden Mai 2025 kurz nach Anwendung von Fetrilon. Ursächlicher Zusammenhang, d.h. Phytotox — nach der Anwendung waren Rückstände auf den Blättern verblieben — oder Pilzerkrankung?
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boscs_blattschaeden_2025-Mai-20crop.jpg
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Da sich die Ursache nicht eindeutig feststellen lässt habe ich dieses Mal zur Vorsicht die Dosierung herunter gedrosselt.
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Blattsymptome Williams, Mai 2025.
Scheckige Blätter aufgrund Befall mit Phytoplasmen oder chlorotische Anzeichen?
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Williams_QuitteA_20250520_scheckige-blaetter_crop.jpg
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ici en détail:
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Williams_QuitteA_20250520_scheckn-detail_crop.jpg
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thuja thujon
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Re: Anwendung von Fetrilon-13 bei Birne

thuja thujon » Antwort #16 am:

Zu den Blattschäden von Mai 2025: absolut untypisches Bild für Phytotox durch eine Spritzung, aber es zeigt alles in eine Richtung, evtl Richtung Sonne. Von daher unklar, damit ist Phytotox nicht auszuschließen. Vom Gefühl her spricht nichts dafür, aber sicher ists nicht. Habe ich so noch nie gesehen, aber andere Geschichten, die eine ungeklärte Ursache haben und nicht bewiesen sind, kann man schlecht als Gegenargument bringen. Beim Austrieb und kurz danach passieren halt 35 Dinge parallel.
Fazit: unklar.
Die Reaktion darauf weniger konzentriert zu spritzen, genau richtig.

Die Blattsymptome, gekrümmte Blätter mit Zeichnung, oft vermutet man die Blattlaus, die sticht ein, überträgt Virus, nach 2 Stunden wird sie von einer Kohlmeise gefressen, Schaden ist aber da. 2 Tage später kommt der Gärtner mal wieder vorbei, sieht natürlich nichts außer dem Blatt. Was wars jetzt? Birnblattsauger? Sonneneruption?
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cydorian
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Re: Anwendung von Fetrilon-13 bei Birne

cydorian » Antwort #17 am:

Die letzten beiden Bilder zeigen meiner Ansicht nach Chlorose, unregelmässige marmorierte Aufhellung, aber keine Nekrosen oder Ringflecken, also kein Virus oder Plasmodien. Zu sehen ist aber auch, dass einzelne Triebe stärker betroffen sind, das weist auf ein Wurzel- oder Bodenproblem hin.

Wenn das schon das vierte Standjahr von Boscs auf Pyrodwarf zeigt, dann hast du wirklich ein deutliches Bodenproblem das nicht den ph-Wert betrifft, denn für diese Unterlage in diesem Standjahr ist der Baum viel zu schwach. Der Boden ist ganz offenbar nach wie vor viel zu tonig, in der Tiefe vermutlich verdichtet. In der oberen Schickt wird man da wenig sehen, weil man da jahrelang verbessert hat. Hast du viel gegossen? Darauf reagieren Birnen auf so einem Boden sehr verschnupft. Eisendünger als Einzelmassnahme ist da zu wenig. Ähnlich wie bei mir stellt sich da auch die Frage, ob man mit vernünftigem Aufwand überhaupt zu einer birnengeeigneten Bodensituation kommt.
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Obstliebhaber
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Re: Anwendung von Fetrilon-13 bei Birne

Obstliebhaber » Antwort #18 am:

Boscs, auf dem ersten Bild, machte schon ab dem Veredelungszeitpunkt Zicken. Das Edelreis war kein zertifiziertes. Die Condo auf Pyrodwarf ging weitaus besser ab. Die anderen beiden Bilder sind von besagter Williams. Die komischen Schecken auf den Blättern zeigte sie letztes Jahr zum ersten Mal. Wenn das Zeug von der hiesigen Kompostanlage nicht so dermaßen übelst mit Mikroplastik verseucht wäre hatte ich dem Garten bereits üppige Kompostgaben spendiert. Hätte, hätte ;-) Ansonsten gab und gibt es Sand, Sand und nochmal Sand. Lt. Bodenanalyse in 2019 war der Humusanteil leicht erhöht. Fortwährend wird zwar Biomasse von den hohen Bäumen herüber geblasen und eingearbeitet weil das Wegräumen zu zeitaufwändig wäre aber da der Kalk den Humus schneller wegputzt als neuer drauf kommt muss ich in Sachen Humusaufbau vielleicht mal was verbessern... der Komposthaufen wächst und wächst. Gartenarbeit ist kein Ponyschlecken.
Allmählich frage ich mich auch ob der jahrelange Einsatz von Ammonsulfatsalpeter (wegen Überschuss an Kali und Phosphor) auf längere Sicht wiederum Festlegungen anderer Makro- und / oder Mikronährstoffe begünstigt. Hab auch immer wieder Probleme mit Blütenendfäule und letztjährig mit Stippe (oder doch Folgen von Wanzenbissen?) bekommen, nachdem es die ersten Äpfel überhaupt zu ernten gab.

In der Tat habe ich die Birnen relativ viel gegossen! Im Sommer bei Trockenheit bestimmt pro Baum sukzessive 15—20 Liter alle drei Tage. P.S.: Da wo die Williams steht, am Rand der Hecke ist der Boden besonders tonig.
aber es zeigt alles in eine Richtung, evtl Richtung Sonne
Jo, von Nord nach Süd, im Norden stehen 25 m hohe Eschen und Erlen die bis zum Gartenrand ragen. Habe dafür leider noch keine Rodungsgenehmigung bekommen, da nicht mein Eigentum ;D
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