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Pulsatilla (Gelesen 287761 mal)
Moderatoren: Nina, Phalaina, AndreasR
Re: Pulsatilla
Guter Tipp, knorbs, werde mal Algenkalk hinzufügen. Vielleicht hilft´s.
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FromHolland
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- Starking007
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Im Nordosten Bayerns - kalt und Kalk.
Re: Pulsatilla
Die normalen haben nur mehr wenige Blüten, ich habe begonnen die werdenden Samenstände abzureissen.
P. vernalis blühen etwas früher, so besuchte ich einen unserer zwei Naturstandorte um zu sehen wie sich da der Samen entwickelt.
Der ganze Standort macht einen abgängigen Eindruck, sehr schwache Pflanzen, nur einzelne mickrige Samenstände, weniger weit als meine zu Hause.


P. vernalis blühen etwas früher, so besuchte ich einen unserer zwei Naturstandorte um zu sehen wie sich da der Samen entwickelt.
Der ganze Standort macht einen abgängigen Eindruck, sehr schwache Pflanzen, nur einzelne mickrige Samenstände, weniger weit als meine zu Hause.
Gruß Arthur
- knorbs
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Re: Pulsatilla
Das ist schade...hast du eine Vorstellung, woran das liegen könnte? Bedrängende andere Pflanzen, Bodenveränderung?
sapere aude
- Starking007
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Im Nordosten Bayerns - kalt und Kalk.
!
Eiszeitrelikt - die ist nun mal lange vorbei.
Standorte, die ich ausserhalb alpin kenne, sind kreidezeitliche lehmige Sande, oberflächlich entkalkt, unten feucht. Und immer Ruderalstandorte, Altstrassen, Militär über Jahrhunderte.
Das Streurechen hat den Erhalt lange Jahre begünstigt.
Alles vorbei. Dafür Klimawandel, trockener, heißer.
Wiki: "...tritt die Frühlings-Kuhschelle in Gebirgssenken auf, in denen sich Kaltluft sammelt und auch tagsüber als Kaltluftsee durch Inversionslage erhalten bleibt, sodass hier ein kühleres Mikroklima herrscht als sonst zu erwarten wäre. Solche Kaltluftsee-Vorkommen werden beispielsweise aus den Julischen Alpen in Slowenien beschrieben, in denen die kälteliebende (psychrophile) Art Frühlings-Kuhschelle mit dem Glazialrelikt der Silberwurz vergesellschaftet ist...."
Der andere Standort ist nicht so trocken, aber natürliche Aussaat hab ich viele Jahre nicht gesehen,
m.E. mangels Störung, Motocross wäre gut!
Auch der wird zu Ende gehen......
Standorte, die ich ausserhalb alpin kenne, sind kreidezeitliche lehmige Sande, oberflächlich entkalkt, unten feucht. Und immer Ruderalstandorte, Altstrassen, Militär über Jahrhunderte.
Das Streurechen hat den Erhalt lange Jahre begünstigt.
Alles vorbei. Dafür Klimawandel, trockener, heißer.
Wiki: "...tritt die Frühlings-Kuhschelle in Gebirgssenken auf, in denen sich Kaltluft sammelt und auch tagsüber als Kaltluftsee durch Inversionslage erhalten bleibt, sodass hier ein kühleres Mikroklima herrscht als sonst zu erwarten wäre. Solche Kaltluftsee-Vorkommen werden beispielsweise aus den Julischen Alpen in Slowenien beschrieben, in denen die kälteliebende (psychrophile) Art Frühlings-Kuhschelle mit dem Glazialrelikt der Silberwurz vergesellschaftet ist...."
Der andere Standort ist nicht so trocken, aber natürliche Aussaat hab ich viele Jahre nicht gesehen,
m.E. mangels Störung, Motocross wäre gut!
Auch der wird zu Ende gehen......
Gruß Arthur
- Mediterraneus
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Re: Pulsatilla
Sei froh, dass du keinen Kaltluftsee im Garten hast 
LG aus dem südlichen Main-Viereck
Mediterraneus
Andere haben schließlich auch irgendeine Ahnung
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Re: !
Nicht nur dank Klimawandel. Auch dank neuer Ansichten in Sachen "Naturschutz". Magerrasen ist out, Wolf und Biber sind mega. Beides verträgt sich nicht miteinander. Kleine Biotop-Inseln verschwinden so immer mehrStarking007 hat geschrieben: ↑30. Apr 2026, 06:40 Eiszeitrelikt - die ist nun mal lange vorbei.
Standorte, die ich ausserhalb alpin kenne, sind kreidezeitliche lehmige Sande, oberflächlich entkalkt, unten feucht. Und immer Ruderalstandorte, Altstrassen, Militär über Jahrhunderte.
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LG aus dem südlichen Main-Viereck
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- Starking007
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Im Nordosten Bayerns - kalt und Kalk.
Re: Pulsatilla
OT:
"...........Nicht nur dank Klimawandel. Auch dank neuer Ansichten in Sachen "Naturschutz". Magerrasen ist out, Wolf und Biber sind mega. Beides verträgt sich nicht miteinander. Kleine Biotop-Inseln verschwinden so immer mehr ....."
Die Zusammenhänge in diesem Text erschließen sich mir nicht.
Wolf und Biber sind dem modernem Menschen suspekt,
E-Autos mit 3 Tonnen Gewicht und paar hundert PS nicht, weil "emissionsfrei"
So auch diese Texte etwas zusammenhanglos:
Naturschutz ch: "...Wölfe sind nur für circa zwei Prozent der toten Schafe in der Schweiz verantwortlich. Am häufigsten sterben die Schafe wohl an Krankheiten, der Witterung und schlechten Haltungsbedingungen...."
KI: "...In Deutschland ereignen sich jährlich etwa 250.000 bis 300.000 Wildunfälle mit Paarhufern (vor allem Reh-, Dam-, Rothirsch und Wildschwein). Dies entspricht rein rechnerisch einem Wildunfall alle 90 Sekunden bis zwei Minuten......" Die krepieren teils über Tage und Wochen hinweg. Dagegen ist der Wolf eine Erlösung.
Der Biber staut weniger Wasser als der Mensch, der Angler und Fischer verzehrt mehr Fische als Kormoran und Fischotter & C.
Biotopinseln:
Wenn man sich die Karten des Urkatasters ansieht und die heutige Landschaft - da ist wenig übrig.
Der Landwirt bewirtschaftet bezuschußt bis zum letzten Millimeter, Gewerbe und Industrie bauen einstöckig breit in die Fläche.
Der Durchschnittsbürger strebt sein Einfamilienhäuschen am Ortsrand an und nicht das Mehrfamilienhaus im Zentrum. Altbauten stehen leer, hier in Dörfern teils über 50% der Bauten.
Zeitgleich wird Wohnraumnot festgestellt, Flüchtlinge in Container gepfercht.
Und dann bedauern ein paar Insektenhotel-Aufhänger das Verschwinden ihrer Erholungslandschaft.
Dann fahren sie halt nach Slowenien zum Raften und Canyoning - weil hier ist ja nix mehr....
Action!
"...........Nicht nur dank Klimawandel. Auch dank neuer Ansichten in Sachen "Naturschutz". Magerrasen ist out, Wolf und Biber sind mega. Beides verträgt sich nicht miteinander. Kleine Biotop-Inseln verschwinden so immer mehr ....."
Die Zusammenhänge in diesem Text erschließen sich mir nicht.
Wolf und Biber sind dem modernem Menschen suspekt,
E-Autos mit 3 Tonnen Gewicht und paar hundert PS nicht, weil "emissionsfrei"
So auch diese Texte etwas zusammenhanglos:
Naturschutz ch: "...Wölfe sind nur für circa zwei Prozent der toten Schafe in der Schweiz verantwortlich. Am häufigsten sterben die Schafe wohl an Krankheiten, der Witterung und schlechten Haltungsbedingungen...."
KI: "...In Deutschland ereignen sich jährlich etwa 250.000 bis 300.000 Wildunfälle mit Paarhufern (vor allem Reh-, Dam-, Rothirsch und Wildschwein). Dies entspricht rein rechnerisch einem Wildunfall alle 90 Sekunden bis zwei Minuten......" Die krepieren teils über Tage und Wochen hinweg. Dagegen ist der Wolf eine Erlösung.
Der Biber staut weniger Wasser als der Mensch, der Angler und Fischer verzehrt mehr Fische als Kormoran und Fischotter & C.
Biotopinseln:
Wenn man sich die Karten des Urkatasters ansieht und die heutige Landschaft - da ist wenig übrig.
Der Landwirt bewirtschaftet bezuschußt bis zum letzten Millimeter, Gewerbe und Industrie bauen einstöckig breit in die Fläche.
Der Durchschnittsbürger strebt sein Einfamilienhäuschen am Ortsrand an und nicht das Mehrfamilienhaus im Zentrum. Altbauten stehen leer, hier in Dörfern teils über 50% der Bauten.
Zeitgleich wird Wohnraumnot festgestellt, Flüchtlinge in Container gepfercht.
Und dann bedauern ein paar Insektenhotel-Aufhänger das Verschwinden ihrer Erholungslandschaft.
Dann fahren sie halt nach Slowenien zum Raften und Canyoning - weil hier ist ja nix mehr....
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Gruß Arthur
- RosaRot
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Regenschatten Schattenregen Nordöstliches Harzvorland, Podsol, Regosol 7b 123m
Re: Pulsatilla
Wir haben einen am Weg, ein paar hundert Meter weiter nach Westen.Mediterraneus hat geschrieben: ↑30. Apr 2026, 07:36 Sei froh, dass du keinen Kaltluftsee im Garten hast![]()
Hier verschwinden die Magerrasen wegen mangelnder Beweidung, damit die Pflanzen und die Insekten...
Gestern bekam ich Pulsatilla scherfelii, die ist ja womöglich so eine Kaltluftseepflanze oder? Wo setze ich die hin? Ideen?
Als Brockenanemone müsste sie aber mit Knallsonne/Hitze klar kommen, Heidelandschaft habe ich hier auch in Restrelikten noch im Garten und bin dabei diese Relikte weiter auszubauen.
Viele Grüße von
RosaRot
RosaRot
- Mediterraneus
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Re: Pulsatilla
Eben. Keine Weidetiere, keine Beweidung bzw. kein Grund zu mähen wegen Futter.
Ein Umweltschützer stellt sich nicht stundenlang in die Sonne und mäht die Wiesen zur rechten Zeit. Hab noch keinen gesehen. Die hört man bloß.
Wenn Beweidung nur noch mit 2m-Elektrozaun funktioniert, hält niemand mehr 10 Schafe, das ist dann das Aus für kleinräumige Magerstandorte.
Hier wurden vor 2 Wochen 5 Lämmer vom Wolf gerissen. Von einem Anwesen mit viel bunter Wiese drumrum. Da ist die Wiesenwelt echt noch in Ordnung und die Artenvielfalt auch, Verbuschung wird sinnvoll verhindert.
Jetzt vielleicht nicht mehr, wird wohl künftig von dem (größeren) Bauern gemäht, der überall mäht. Weg und weg. Traurig
Küchenschellen haben wir keine, P. vulgaris kommt hier nur auf Kalkstandorten vor..
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Re: Pulsatilla
Meine P. scherfelii sind letzte Woche eingetroffen...haben wir wohl die gleiche Quelle
Das Problem ist, dass vollsonniger Standort im Flachland natürlich anders ist als vollsonnig im (Mittel -)Gebirge. Dort ist es bei vollsonnigem Stand im gesamten Tagesverlauf gesehen länger kühler und vor allem luftfeuchter. Ich habe meine scherfelii in mein Moor gesetzt, am höchsten Punkt, sehr feucht aber nicht klatschnass und die sauren Substratbedingungen gewährleistet bleiben. So hatte ich sie vor Jahren schon mal gut halten können und auch zum Blühen gebracht wie auf dem älteren Foto zu sehen.
sapere aude