News: Problem bei der Anmeldung? Bitte Mail über das Kontaktformular ganz unten! | garten-pur unterstützen mit einer Spende oder über das Partnerprogramm!

Winteranbau in Freiland und Kalthaus (Gelesen 69312 mal)

Wurzelgemüse, Knollengemüse, Blattgemüse, Stielgemüse, Fruchtgemüse, Kohlgemüse
Antworten
hqs
Beiträge: 912
Registriert: 30. Jan 2024, 20:00
Wohnort: Kassel, Nordhessen
Höhe über NHN: 190
Bodenart: lehmig
Winterhärtezone: 7a: -17,7 °C bis -15,0 °C

Re: Winteranbau in Freiland und Kalthaus

hqs » Antwort #435 am:

Der Feldsalat aus viewtopic.php?p=4422333#p4422333 im Hochbeet ist übrigens noch gut weitergewachsen, habe ich vor ein paar Tagen abgeerntet. Wurde jetzt aber auch Zeit, weil er begann, Triebe zu bilden. Hat ziemlich lange gedauert, Aussaat war 12. September.
20260408_102409a.jpg
20260408_102644a.jpg

Der im Gewächshaus überwinterte Mizuna hat super geblüht, ein unglaublicher Insektenmagnet und das ganze Gewächshaus riecht wie ein Rapsfeld ;D

Irgendeine Pflanze hat mich vorhin im Beet überrascht, die hat wohl als Wurzel überwintert und treibt jetzt wieder aus. Bin nicht sicher, was es genau ist, Radicchio evtl., werde ich beobachten.
Benutzeravatar
Tempel-Hof-Gärtner
Full Member
Beiträge: 334
Registriert: 14. Aug 2025, 17:21
Region: BB-Streusandbüchse
Höhe über NHN: 30
Bodenart: sandig-humos
Winterhärtezone: 7b: -14,9 °C bis -12,3 °C

Re: Winteranbau in Freiland und Kalthaus

Tempel-Hof-Gärtner » Antwort #436 am:

Stimmt, da war noch was... ;)
Also auch mal von mir ne "kleine" erste, Winteranbau-Bilanz:

Feldsalat: Freiland-(Hochbeet) gepflanzter aus Aussaat von Mitte September habe ich vor genau einer Woche den letzten ordentlichen geerntet.
Der war 17.09. in QP gesät und Ende Oktober (schon leicht überständig, wie ich durch das kritische Auge von tt gelernt habe) gepflanzt.
Auf dem Hochbeet direkt daneben war 4 Tage zuvor direkt gesäter bis Ende März ähnlich okay; hingegen noch später (26.09.) ebenfalls direkt gesäter bei weitem nicht mehr so schön, sondern spitzte, gilbte und rötelte schon deutlich.
Zusammengefasst: Lern-Erfahrung: Späteste sinnvolle Feldsalat-Aussaat: Mitte September, egal, ob via Voranzucht-Schleife oder direkt gesät.
Selbst ein "richtiger" (traditioneller / langer) Winter bringt keinen Feldsalat ins Wanken. Und sogar die absolute hinterste Ernte-Grenze verschiebt sich nicht oder kaum, sondern bleibt stabil um den 10. April - bei ordentlicher Qualität. Mit leichten Abstrichen auch noch bis Mitte April: Dann ist aber defintiv Schicht im Schacht - zumindest in Winterhärtezone 7b...

Winterportulak: Da, wo der Feldsalat endet, hat er noch seinen großen Auftritt.
Ein Novum in diesem Winter: Dass er im März NICHT kommt, habe ich noch nicht erlebt, seitdem ich ihn kenne (ca. 10 Jahre): Im "Idealfall" ("perfekter" klimagewandelter Warm-Winter) konnte ich bis zum Schießen spätestens Ende April mindestens 3, meistens 4, im besten Fall aber auch bis zu 5 Ernteschnitte davon machen (letzterer dann nicht mehr sattgrüne Blätter, sondern ins Hellgrün-Gelbliche gehende mit Blüten drauf, aber für Spinat noch tadellos!), weil er bei moderaten Spätwinter-/ Vorfrühlings-Temperaturen wunderbar immer wieder nachwächst.
GANZ anders in diesem Winter: Teilweise in kleinen Kübeln (10 Liter-Eimern) tatsächlich erfroren. Was in größeren Behältnissen, im Tief- & Hochbeet nicht erfroren war, hatte dann aber über den ganzen März statt explosiver Wachstums- lediglich laaangsaaame Rekonvaleszenz-Zeit vom Januar- & Februar-Dauerfrost.
Richtiger Wachstumsstart war erst Ende März/ Anfang April, so dass nun bereits die Blüte "droht", d.h. es wird lediglich noch einen einzigen Nach-Wuchs-Zyklus geben bei all dem nun (endlich) in frischem Grün stehenden und aktuell beerntbaren Winterportulak. - Zum illustren Vergleich im Bild mal eine Gegenüberstellung der "Performance" 2025 zu der 2026 im Tiefbeetteil des Tomatenhauses.

Andere Salate: Dieser Winter (d.h. die seeehr lange Dauer-Frostperiode bis über Mitte Februar hinaus) hat selbst robustesten Kandidaten wie dem Winterportulak und dem 'Baquieu' das Fürchten geleert. Winterportulak ist im geschützten Tomatenhaus (bedacht + zusätzlich Vlies-geschützt) ebenso erfroren wie die anderen, in vorangegangenen Wintern schon gut überlebt habenden Winter-Salate (Merlot, Mizuna, Hirschhorn-Salat). Einziger Überlebender an diesem "Extrem-Standort": 50% der Winterkresse.
Hatte dadurch aber die Möglichkeit, im Kaltgewächshaus zu dicht stehende und sämtlich überlebende Wintersalate - als der massive Schaden 1 Woche nach Abklingen des Langzeitfrostes absehbar war - am 01. März in die frei-gefrorenen Plätze im Tomatenhaus umzupflanzen und habe nun mit diesen eine zeitversetzt anstehende Salat-Ernte, die nächste Woche beginnen kann, während die im natürlich wärmeren Kaltgewächshaus allmählich alle schiessen... :D

Last, but not least: Kaltgewächshaus: Hier ALLES im grünen Bereich: Nix erforen, alles wächst bestens. Seit Mitte März fortlaufende Einzelblatternten. Salate gehen jetzt peu à peu ins Schiessen über, der breitblättrige Endivien voran, gefolgt vom krausen.
Auf den Plätzen dahinter: Hirschhornsalat, Gelber Winter, Forellenschluss & Maikönig (in absteigender Reihenfolge ihrer Wuchsfreudigkeit).
Dateianhänge
Winterportulak-Vergleich 2025 - 2026
Winterportulak-Vergleich 2025 - 2026
Tomatenhaus_Neubepflanzung ab 01. März im 3-Wochen-Abstand
Tomatenhaus_Neubepflanzung ab 01. März im 3-Wochen-Abstand
Wintersalate im Kalt-Gewächshaus - Januar bis April
Wintersalate im Kalt-Gewächshaus - Januar bis April
Wer einen Tag lang glücklich sein will, der betrinke sich.
Wer einen Monat lang glücklich sein will, der schlachte ein Schwein und esse es auf.
Wer ein Jahr glücklich sein will, der heirate.
Wer ein Leben lang glücklich sein will, der werde Gärtner.
Benutzeravatar
thuja thujon
Beiträge: 23692
Registriert: 28. Apr 2016, 21:50
Region: Gemüsegarten Vorderpfalz
Höhe über NHN: 90
Winterhärtezone: 8b: -9,4 °C bis -6,7 °C

Re: Winteranbau in Freiland und Kalthaus

thuja thujon » Antwort #437 am:

Letztes Fenster für die Aussaat von Feldsalat Mitte September sehe ich auch so, aber das schossen ist hier in 8b schon deutlich früher im März.

Am 12.3.2026 schon durch
Feldsalat 20260312.jpeg


Am 24.3. die Reste abgeräumt damit Platz für die Frühjahrssaaten ist
Feldsalat 20260324.jpeg

edit: Am 12.9.2025 gesät. Bei späten Saaten ist deutlich weniger Unkraut drin.
Feldsalat 20250912.jpeg
gesundes und krankes Gemüse in Amish-Qualität
hqs
Beiträge: 912
Registriert: 30. Jan 2024, 20:00
Wohnort: Kassel, Nordhessen
Höhe über NHN: 190
Bodenart: lehmig
Winterhärtezone: 7a: -17,7 °C bis -15,0 °C

Re: Winteranbau in Freiland und Kalthaus

hqs » Antwort #438 am:

- Feldsalat würde ich hier auch spätestens Mitte September säen nach den bisherigen (nicht allzu üppigen) Erfahrungen.

- Winterportulak hat jetzt im Frühling lange Zeit nicht viel gemacht, vor ein paar Tagen ist er explodiert, aber auch gleich mit Blüten dann. Interessanterweise hab ich im Nachbarbeet noch ganz viel frisch gekeimten unter dem Vlies, der sich dort selbst ausgesät hatte.

- Baquieu teils im Herbst teils im Frühling gekeimt im Gewächshaus. Da kann man so langsam die ersten kleinen ernten. Weitere pikierte hab ich in den letzten Wochen nach draußen gepflanzt, die stagnieren aber noch. Gestern noch weitere ca. 30 :o nach draußen gepflanzt damit wieder Platz ist für Tomaten etc. Bin gespannt. Schießen tut noch nichts.

- Endivie Escariol grüner, nur die im Eimer gepflanzten leben noch im Gewächshaus und kann man blattweise beernten, schießen noch nicht. Pikierte Jungpflanzen in Töpfen alle gestorben im Frühjahr.
Benutzeravatar
thuja thujon
Beiträge: 23692
Registriert: 28. Apr 2016, 21:50
Region: Gemüsegarten Vorderpfalz
Höhe über NHN: 90
Winterhärtezone: 8b: -9,4 °C bis -6,7 °C

Re: Winteranbau in Freiland und Kalthaus

thuja thujon » Antwort #439 am:

Ein Frisee von einem der in den Winter gegangen ist steht bei mir auch noch, wird aber gerade von Narzissen überwuchert. Ich glaube der schießt auch.

Was nicht schießt, und das wundert mich, ist Catalogna. Der steht eigentlich ganz gut da. Da war auch nix mit Frost- oder Winterschäden.
Catalogna 20260411.jpeg

Catalogna 20260418.jpeg
gesundes und krankes Gemüse in Amish-Qualität
Benutzeravatar
lucullus_52
Beiträge: 777
Registriert: 7. Mär 2015, 18:58
Kontaktdaten:

Mittelfranken, Winterhärtezone 6b

Re: Winteranbau in Freiland und Kalthaus

lucullus_52 » Antwort #440 am:

Feldsalat spätestens Mitte September ist ja ein netter Vorsatz .... wenn man denn zu Hause ist ;)
Nach meiner Rückkehr aus dem Urlaub hatte ich Ende September einen ersten Schwung ausgesät, dessen spärliche Reste auf dem Bild gestern in den Salat gewandert sind.
Feldsalat2.jpg
Die 2. Aussaatserie erfolgte Anfang Oktober und wird jetzt noch zum Erweitern von 1-2 gemischten Salaten reichen. Einzelne "strecken" sich jetzt auch schon, die sind gestern ebenfalls geerntet worden.
Feldsalat1.jpg
Hauptsache, es blüht
Benutzeravatar
Tempel-Hof-Gärtner
Full Member
Beiträge: 334
Registriert: 14. Aug 2025, 17:21
Region: BB-Streusandbüchse
Höhe über NHN: 30
Bodenart: sandig-humos
Winterhärtezone: 7b: -14,9 °C bis -12,3 °C

Re: Winteranbau in Freiland und Kalthaus

Tempel-Hof-Gärtner » Antwort #441 am:

thuja thujon hat geschrieben: 18. Apr 2026, 13:11 Letztes Fenster für die Aussaat von Feldsalat Mitte September sehe ich auch so, aber das schossen ist hier in 8b schon deutlich früher im März.
Vorteil 7b... - endlich hat die Kaltgärtnerei hierzulande auch mal einen Pluspunkt... ;D

hqs hat geschrieben: 18. Apr 2026, 13:26 - Feldsalat würde ich hier auch spätestens Mitte September säen nach den bisherigen (nicht allzu üppigen) Erfahrungen.
Was meinst Du mit "nicht allzu üppigen Erfahrungen"? Dass Du Dir wünschst, Du hättest schon öfter & mehr davon angebaut - oder dass es beim Output dieser Kultur noch Luft nach oben gibt...?
Witzig finde ich aber: GANZ großer Konsenz bei allen am Ende bemerkenswerten Unterschieden von 7a bis 8b: Feldsalat gehört spätestens bis Mitte September gesät...!

@lucullus_52 (Feldsalat spätestens Mitte September ist ja ein netter Vorsatz .... wenn man denn zu Hause ist ;)):
Das ist ja genau der Punkt: Wenn es nicht nur blühen soll, sondern auch Ertrag bringen darf, ist "zu" frühe Aussaat deutlich besser als zu späte:
Mitte / Ende Juli kann es ja durchaus damit losgehen; meine besten anno 2025/2026 kamen aus den August-Aussaaten 10. + 24.08. [die frühere vom 20.07. vermehltaute leider... >:( ]).
Da es bei Dir mit Klimazone 6b aber ja nochmal nen Zahn verschärfter zugeht, ist das frühe Pflanzen vermutlich noch wichtiger.
Hatte auch gehofft, dass aus den kleinen Pflänzchen der späten (Direkt-) Aussaat (26.09.) halt bis jetzt noch was Ordentliches werden würde; aber die Hoffnung ging (nicht das erste Mal) ins Leere. Merke: Feldsalat ist (anders als der Portulak) eher ein Herbst- denn ein Frühlings-Wachser...

hqs hat geschrieben: 18. Apr 2026, 13:26 - Winterportulak hat jetzt im Frühling lange Zeit nicht viel gemacht, vor ein paar Tagen ist er explodiert, aber auch gleich mit Blüten dann. Interessanterweise hab ich im Nachbarbeet noch ganz viel frisch gekeimten unter dem Vlies, der sich dort selbst ausgesät hatte.
Ist hierzulande 1:1 identisch, sowohl in Bezug auf die sehr verlängerte Winterruhe, wie das explosive Wachstum über die letzten beiden Wochen mit der ungewohnten sofortigen Blüh-Neigung.
Kann mich nicht entsinnen, das schonmal gesehen zu haben! Gestern auch auf einem Beet MASSENHAFT keimenden Winterportulak entdeckt: Hat der se noch alle aufm Christbaum? Was um alles in der Welt bringt denn die Natur DERART aus dem Lot, dass dem in den Sinn kommt, JETZT zu keimen...??? (siehe Foto)
hqs hat geschrieben: 18. Apr 2026, 13:26 Baquieu teils im Herbst teils im Frühling gekeimt im Gewächshaus. Da kann man so langsam die ersten kleinen ernten. Weitere pikierte hab ich in den letzten Wochen nach draußen gepflanzt, die stagnieren aber noch. Gestern noch weitere ca. 30 :o nach draußen gepflanzt damit wieder Platz ist für Tomaten etc. Bin gespannt. Schießen tut noch nichts.
Jupp, alles in allem tut sich der Baquieu auch bei mir erneut als Winter-Gesamtsieger nach Punkten unter den Kopfsalaten hervor: In einem Hochbeet ist er der einzige, der (neben einem Palla Rossa) überhaupt überlebt hat (unter Abdeckung). Aber das SO prekär, dass nach laaanger Stillstandphase bis in den März hinein die nun endlich wieder langsam wachsenden Köpfe immer noch sehr klein sind im Vergleich zu denen aus dem Kalt-GH, die ich Anfang März ins Tomatenhaus gepflanzt hatte und die nun anfangen, nach dem Erntemesser zu rufen.

Im Kalthaus haben (nahezu) alle im Oktober / November aus September-Voranzucht gepflanzten Salate ziemlich ausnahmslos überlebt:
Der Baquieu gehörte schon aus den vergangenen Jahren zu den Kandidaten, denen das meiste Potential zugetraut wurde, aber auch Asia-Salate (Mizuna & Red Giant), Endivie 'Breadblad', Gelber Winter, Humil, Maiwunder, Teufelsohr, Trémont und Unikum AS haben wunderbar mitgemacht.
Lollo Rossa fiel dem ordentlichen Januarfrost (auch im GH <10°) zum Opfer, Maikönig war insgesamt kein Überflieger. So mittelprächtig Grüner Eishäuptl.
(Auf den mittleren Bildern eine zusammenfassende Bilanz mit monatlichen Bildern. Das auf dem letzten Bild sichtbare frische Grün sind Zuckererbsen, die am 01.03. gesät wurden und die Salate allesamt inzwischen überwuchert haben (auch wenn davon nur ein knappes Drittel gekeimt ist).

Kennt jemand nen noch besseren Winter-Kopfsalat als Baquieu...?

Da im Tomatenhaus draußen (wenn auch unter Regendach) in der langen Januar- & Februar-Frostperiode alles eingegangen war (bis auf die Hälfte der Winterkresse & einen einzigen (von 10)Winterportulaks!!) alles eingegangen war, was im Kaltgewächshaus problemlos überlebt hatte, hatte ich da - aus Beständen im GH - ja am 01.03. neu gepflanzt (d.h. Salate aus den Eimern im GH mit großzügigem Wurzelballen umgepottet). Das hat wunderbar geklappt und sichert nun in den nächsten Wochen die Salaternte, wo die Salate im GH ihrerseits alle schiessen...
Dateianhänge
&quot;des-orientierter&quot; Winter-Portulak mit Frühjahrs-Keimung...!?
"des-orientierter" Winter-Portulak mit Frühjahrs-Keimung...!?
Bilanz Wintersalate Kalt-Gewächshaus<br />Rot &amp; orange: eingegangen (Wurzelfäule / Grauschimmel); Gelb-orange: umgepflanzt (Tomatenhaus)
Bilanz Wintersalate Kalt-Gewächshaus
Rot & orange: eingegangen (Wurzelfäule / Grauschimmel); Gelb-orange: umgepflanzt (Tomatenhaus)
&quot;Nach&quot;-gepflanzte Wintersalate (aus GH) im 3-Wochen-Abstand: 01.03./22.03./16.04.
"Nach"-gepflanzte Wintersalate (aus GH) im 3-Wochen-Abstand: 01.03./22.03./16.04.
Wer einen Tag lang glücklich sein will, der betrinke sich.
Wer einen Monat lang glücklich sein will, der schlachte ein Schwein und esse es auf.
Wer ein Jahr glücklich sein will, der heirate.
Wer ein Leben lang glücklich sein will, der werde Gärtner.
hqs
Beiträge: 912
Registriert: 30. Jan 2024, 20:00
Wohnort: Kassel, Nordhessen
Höhe über NHN: 190
Bodenart: lehmig
Winterhärtezone: 7a: -17,7 °C bis -15,0 °C

Re: Winteranbau in Freiland und Kalthaus

hqs » Antwort #442 am:

Tempel-Hof-Gärtner hat geschrieben: 19. Apr 2026, 21:19 Was meinst Du mit "nicht allzu üppigen Erfahrungen"? Dass Du Dir wünschst, Du hättest schon öfter & mehr davon angebaut - oder dass es beim Output dieser Kultur noch Luft nach oben gibt...?
Damit meine ich ganz einfach, dass ich noch nicht so oft Feldsalat angebaut habe und deshalb nicht viel Erfahrung habe.
Tempel-Hof-Gärtner hat geschrieben: 19. Apr 2026, 21:19 Kann mich nicht entsinnen, das schonmal gesehen zu haben! Gestern auch auf einem Beet MASSENHAFT keimenden Winterportulak entdeckt: Hat der se noch alle aufm Christbaum? Was um alles in der Welt bringt denn die Natur DERART aus dem Lot, dass dem in den Sinn kommt, JETZT zu keimen...??? (siehe Foto)
Ich meine mich erinnern zu können, dass der bei mir in den letzten Jahren auch schon mal in einer kalten Phase im Sommer gekeimt ist. Ich weiß aber leider nicht mehr, was daraus geworden ist.
Benutzeravatar
Monti
Beiträge: 1257
Registriert: 21. Apr 2014, 13:20
Kontaktdaten:

530 m ü. NN

Re: Winteranbau in Freiland und Kalthaus

Monti » Antwort #443 am:

thuja thujon hat geschrieben: 19. Apr 2026, 10:18 Was nicht schießt, und das wundert mich, ist Catalogna. Der steht eigentlich ganz gut da. Da war auch nix mit Frost- oder Winterschäden.
Mittlerweise ist dein Catalogna ja geschossen, las ich im Erntefred oder in der Küchenabteilung. Mein Puntarelle sah aber immer anders aus. Ich dachte immer, Catalogna und Puntarelle sind synonym. Sind sie es wohl nicht.


Der über Winter angebaute Kopfsalat Maribor / Roter Butterhäuptel wird derzeit noch verspeißt (Bilder vom 27. April).
Bild Bild
Etwas braune Ränder haben sie. Kommt vielleicht von der Vliesauflage als drauf gegossen wurde in Verbindung mit der starken Sonneneinstrahlung.
Etwas Stichstoff zur rechten Zeit wäre sicher von Vorteil gewesen für größere Köpfe. Jetzt bereitet er sich auf das Schossen vor. Drei, vier lasse ich vielleicht.
Der gepflanze Kopfsalat im GWH ist nicht viel später dran. Einziger Vorteil beim überwinterten Salat ist, dass man sich die (schwierige) Anzucht im Frühjahr bei zu wenig Licht oder zu hoher Temperatur sparen kann.
Und womöglich hätte ich mit Vlies/Lochfolie noch mal einige Tage rausholen können.
Antworten