Stimmt, da war noch was...
Also auch mal von mir ne "kleine" erste, Winteranbau-Bilanz:
Feldsalat: Freiland-(Hochbeet) gepflanzter aus Aussaat von Mitte September habe ich vor genau einer Woche den letzten
ordentlichen geerntet.
Der war 17.09. in QP gesät und Ende Oktober (schon leicht überständig, wie ich durch das kritische Auge von tt gelernt habe) gepflanzt.
Auf dem Hochbeet direkt daneben war 4 Tage zuvor
direkt gesäter bis Ende März ähnlich okay; hingegen noch später (26.09.) ebenfalls direkt gesäter bei weitem nicht mehr so schön, sondern spitzte, gilbte und rötelte schon deutlich.
Zusammengefasst: Lern-Erfahrung: Späteste sinnvolle Feldsalat-Aussaat: Mitte September, egal, ob via Voranzucht-Schleife oder direkt gesät.
Selbst ein "richtiger" (traditioneller / langer) Winter bringt keinen Feldsalat ins Wanken. Und sogar die absolute hinterste Ernte-Grenze verschiebt sich nicht oder kaum, sondern bleibt stabil um den 10. April - bei
ordentlicher Qualität. Mit leichten Abstrichen auch noch bis Mitte April: Dann ist aber defintiv Schicht im Schacht - zumindest in Winterhärtezone 7b...
Winterportulak: Da, wo der Feldsalat endet, hat er noch seinen großen Auftritt.
Ein Novum in diesem Winter: Dass er im März NICHT kommt, habe ich noch nicht erlebt, seitdem ich ihn kenne (ca. 10 Jahre): Im "Idealfall" ("perfekter" klimagewandelter Warm-Winter) konnte ich bis zum Schießen spätestens Ende April mindestens 3, meistens 4, im besten Fall aber auch bis zu 5 Ernteschnitte davon machen (letzterer dann nicht mehr sattgrüne Blätter, sondern ins Hellgrün-Gelbliche gehende mit Blüten drauf, aber für Spinat noch tadellos!), weil er bei moderaten Spätwinter-/ Vorfrühlings-Temperaturen wunderbar immer wieder nachwächst.
GANZ anders in diesem Winter: Teilweise in kleinen Kübeln (10 Liter-Eimern) tatsächlich erfroren. Was in größeren Behältnissen, im Tief- & Hochbeet nicht erfroren war, hatte dann aber über den ganzen März statt explosiver Wachstums- lediglich
laaangsaaame Rekonvaleszenz-Zeit vom Januar- & Februar-Dauerfrost.
Richtiger Wachstumsstart war erst Ende März/ Anfang April, so dass
nun bereits die Blüte "droht", d.h. es wird lediglich noch
einen einzigen Nach-Wuchs-Zyklus geben bei all dem nun (endlich) in frischem Grün stehenden und aktuell beerntbaren Winterportulak. - Zum illustren Vergleich im Bild mal eine Gegenüberstellung der "Performance" 2025 zu der 2026 im Tiefbeetteil des Tomatenhauses.
Andere Salate: Dieser Winter (d.h. die seeehr lange Dauer-Frostperiode bis über Mitte Februar hinaus) hat selbst robustesten Kandidaten wie dem Winterportulak und dem 'Baquieu' das Fürchten geleert. Winterportulak ist im geschützten Tomatenhaus (bedacht + zusätzlich Vlies-geschützt) ebenso erfroren wie die anderen, in vorangegangenen Wintern schon gut überlebt habenden Winter-Salate (Merlot, Mizuna, Hirschhorn-Salat). Einziger Überlebender an diesem "Extrem-Standort": 50% der Winterkresse.
Hatte dadurch aber die Möglichkeit, im Kaltgewächshaus zu dicht stehende und
sämtlich überlebende Wintersalate - als der massive Schaden 1 Woche nach Abklingen des Langzeitfrostes absehbar war - am 01. März in die frei-gefrorenen Plätze im Tomatenhaus umzupflanzen und habe nun mit diesen eine zeitversetzt anstehende Salat-Ernte, die nächste Woche beginnen kann, während die im natürlich wärmeren Kaltgewächshaus allmählich alle schiessen...
Last, but not least:
Kaltgewächshaus: Hier ALLES im grünen Bereich: Nix erforen, alles wächst bestens. Seit Mitte März fortlaufende Einzelblatternten. Salate gehen jetzt peu à peu ins Schiessen über, der breitblättrige Endivien voran, gefolgt vom krausen.
Auf den Plätzen dahinter: Hirschhornsalat, Gelber Winter, Forellenschluss & Maikönig (in absteigender Reihenfolge ihrer Wuchsfreudigkeit).
Wer einen Tag lang glücklich sein will, der betrinke sich.
Wer einen Monat lang glücklich sein will, der schlachte ein Schwein und esse es auf.
Wer ein Jahr glücklich sein will, der heirate.
Wer ein Leben lang glücklich sein will, der werde Gärtner.