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Nisthilfen für Wildbienen (Gelesen 453756 mal)

Tiere beobachten, schützen und erkennen

Moderator: partisanengärtner

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Chica
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Re: Nisthilfen für Wildbienen

Chica » Antwort #2235 am:

Sieht gut aus, lass ihn jetzt so! Jetzt ist für alle etwas dabei ;) . Ich habe meine aufgestellten Totholzstämme so gelassen wie sie waren, der Rest ist eine Frage der Zeit und der "Natur".

Staudo hat geschrieben: 10. Mai 2026, 07:28 Mal zum Verständnis. Ist das Aufhängen von Insektenhotels nicht ähnlich sinnvoll wie die Vögelfütterung? Der Mensch macht es in erster Linie für sich. Die Tiere kämen auch gut ohne aus und obendrein werden vor allem sehr häufige Arten unterstützt.
Westrich:

Frage:
Sind Nisthilfen für Hohlraumbesiedler ein geeignetes Mittel, dem vieldiskutierten »Insektensterben« oder dem sogenannten »Bienensterben« entgegenzuwirken?

Antwort: Nein!
Das Anbieten solcher Nistmöglichkeiten ist kein wirksamer Beitrag zum Schutz bedrohter Arten, weil die Arten, die darin nisten, entgegen oftmals geäußerter Behauptungen nicht darauf angewiesen sind (v. a. gilt dies für die Gehörnte und die Rostrote Mauerbiene). Grundsätzlich ist ein nachhaltiger Schutz der Wildbienen, vor allem der gefährdeten Arten, nur durch die Erhaltung, Pflege und Förderung der natürlichen oder naturnahen Nistplätze und Nahrungsräume möglich. Der Schutz der Lebensräume hat höchste Priorität.

Sind sie dennoch sinnvoll? Ja!
Nisthilfen für Hohlraumbesiedler sind, sofern sie etwas taugen (!), sehr gut für die Naturbeobachtung und für pädagogische Zwecke geeignet. So ähnelt diese Maßnahme dem Anbringen von Nistkästen für häufige höhlenbrütende Vögel wie z. B. Kohlmeisen oder Hausrotschwänze. Allerdings müssen sie über Jahre hinweg sachkundig betreut werden, was leider viel zu häufig vernachlässigt wird."

Hyla hat geschrieben: 10. Mai 2026, 12:35 Ich weiß nicht, ob auch andere Wildbienenarten in oder unter der ziemlich rauhen Rinde eine Unterkunft finden, würde es aber nicht ausschließen. Hier nisten sie in allen möglichen und unmöglichen Ecken.
Es gibt, bis auf Xylocopa violacea und die anderen Holzbienen sowie einige Halictus- und Lassioglossum-Arten keine als Imago überwinternden Wildbienen. Bei letzteren überwintern die befruchteten Weibchen im Boden. Über's Jahr schlafen adulte Wildbienen im Freien. Die Weibchen schlafen in ihren Nestern. Ich finde es spannend, was für abenteuerliche Vorstellungen Du manchmal so hast ;D :-* .
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Chica
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Re: Nisthilfen für Wildbienen

Chica » Antwort #2236 am:

Gartenplaner hat geschrieben: 10. Mai 2026, 22:45
Ich bin der Meinung, dass Naturgärten größere allgemeine Akzeptanz finden könnten mit klar erkennbaren Gestaltungselementen, das wäre definitiv sowas 8)
Etwas OT: Ich bin dabei, mich mit der Spreeakademie zu verbändeln. Die wollen bei mir einfallen und ich soll einen Workshop machen. Ich habe denen ein paar meiner Gestaltungselemente aufgeschrieben und nun sind sie heiß ;D .
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Re: Nisthilfen für Wildbienen

Gartenplaner » Antwort #2237 am:

Chica hat geschrieben: 11. Mai 2026, 07:28 Sieht gut aus, lass ihn jetzt so! …
Angesichts der Mühsal, gern! 🤪
Den Stamm aus dem Frage-Post mit den Spechtlöchern lass ich komplett in Ruhe.
Chica hat geschrieben: 11. Mai 2026, 07:28 …Ich habe meine aufgestellten Totholzstämme so gelassen wie sie waren, der Rest ist eine Frage der Zeit und der "Natur". …
Ich bisher auch.
Den in der Eibenhecke hatte ich vor mehr als 10 Jahren komplett geschält, weil da die Rinde fast über die ganze Stammlänge einen langen Riss entwickelte und auch insgesamt bis auf die Gegenseite des Risses wesentlich gelockerter war, als jetzt an den beiden Exemplaren.
Bei denen gab’s einige „nackte“ Flächen mit sichtbaren Käferfraßgangöffnungen und „Gedränge“ und anscheinend Vetreibungsbemühungen.
Mit dem Abziehen hab ich jetzt immerhin noch einige weitere freigelegt 😊
Die restliche Rinde sitzt noch bombenfest.
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