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Kulturheidelbeeren in Kübelhaltung (Gelesen 58132 mal)

Obstgehölze, Beerensträucher und Wein (Veredlungen, Unterlagen, Schnitte und Selektionen) sowie Staudenobst (Erdbeeren)

Moderator: cydorian

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Granate
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Re: Kulturheidelbeeren in Kübelhaltung

Granate » Antwort #225 am:

Hallo Maja,
Was meinst du genau mit „lohnt sich der Aufwand“?
Lohnt sich der Aufwand die kranke Pflanze zu retten? Oder meinst du generell der Aufwand Kulturheidelbeeren zu ziehen?

Bei Ersteres: ich möchte gerne jeder Pflanze ne Chance geben weiter zu leben, und nur so kann ich auch für spätere Pflanzen lernen, wie ich mit Problem xyz umgehen muss.

Bei Zweiteres: ich finde es ist überhaupt kein Aufwand Heidelbeeren zu kultivieren.
Heidelbeeren sind sehr winterhart. Ich lasse sie komplett ohne Schutz draußen im Winter stehen. Sie brauchen ansonsten wie jede Pflanze auch Dünger und einen regelmäßigen Schnitt. Das war’s im Grunde schon.
Nervig sind die Engerlinge, aber die hat man nun mal leider nicht nur bei Heidelbeeren, sondern im Grunde bei allen Pflanzen, die in Kübeln stehen. (Hatte sie beispielsweise im Kartoffeltopf).

Letztes Jahr hatte ich um die 2,5 Kilo Ernte (Von 3 Pflanzen). Mit kleinen Kindern ist die Ernte schnell verputzt. :)

Vom Geschmack kann ich nur sagen, dass uns unsere frisch geernteten Heidelbeeren hundertmal besser schmecken, als gekaufte Ware.
Richtig knackig und fruchtig, was Lust auf viel mehr macht :D daher sind letztes Jahr neue Pflanzen dazugekommen, die dieses Jahr auch schon ordentlich Blüten gebildet haben.
Insgesamt habe ich 6 Pflanzen plus die Kranke.
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555Nase
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Re: Kulturheidelbeeren in Kübelhaltung

555Nase » Antwort #226 am:

Topfkultur wegen Platzmangel oder warum pflanzt du nicht ins Freiland ?
Gruß aus Karl-Chemnitz-Murx
Granate
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Re: Kulturheidelbeeren in Kübelhaltung

Granate » Antwort #227 am:

555Nase hat geschrieben: 14. Mai 2026, 16:11 Topfkultur wegen Platzmangel oder warum pflanzt du nicht ins Freiland ?
Na, die brauchen doch saure Erde?
Oder meinst du komplett den Topf einbuddeln? Aber dann habe ich das Problem mit den Engerlingen auch.

Dort, wo die Heidelbeeren jetzt stehen, ist der Platz perfekt. Im Sommer genug Sonne, im Winter keine Sonne. Theoretisch könnte ich die Kübel einbuddeln, aber dann könnte man nicht mehr so gut an die Hecke kommen, wenn man sie wieder zurückschneiden muss.


Microcitrus hat geschrieben: 14. Mai 2026, 15:46 Betreff Abdecken um Engerlinge zu vermeiden:
Es gibt Jutestreifen zum Anbinden von Bäumen. Die könntest du kreuz und quer spannen, zuerst mit einem Gummiband am Tropf fixieren und am Schluss mit Gafferband einmal rundum
Ah, interessant, das klingt machbar, wenn auch mit etwas Aufwand. Die Konstruktion muss dann spätestens im Juli weg, damit der neue Austrieb durchkommt, oder?
ringelnatz
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Re: Kulturheidelbeeren in Kübelhaltung

ringelnatz » Antwort #228 am:

Maja hat geschrieben: 14. Mai 2026, 15:22 Hallo,
passt jetzt vielleicht nicht wirklich zur Diskussion: Aber lohnt sich denn der Aufwand? Ich bin ehrlich gesagt ziemlich enttäuscht vom Geschmack der Kulturheidelbeeren.

LG Maja
Ja, definitiv. Im Garten kannst du ausreifen lassen, viel besser als das Peru/Spanien-Zeug aus dem Supermarkt
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555Nase
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Re: Kulturheidelbeeren in Kübelhaltung

555Nase » Antwort #229 am:

Granate hat geschrieben: 14. Mai 2026, 16:26
555Nase hat geschrieben: 14. Mai 2026, 16:11 Topfkultur wegen Platzmangel oder warum pflanzt du nicht ins Freiland ?
Na, die brauchen doch saure Erde?
Oder meinst du komplett den Topf einbuddeln? Aber dann habe ich das Problem mit den Engerlingen auch.
Ein spatentiefes Loch, so lang und breit für die Anzahl der Pflanzen und mit Rhododendron Erde auffüllen. Ohne Töpfe. Die Heidelbeeren stehen seit jahren prächtig bei mir. Dafür gibt es auch schwefelsauren Dünger. Ich weiß nicht wie kalkhaltig das Leitungswasser so im ganzen Land ist, ich gieße immer mit Leitungswasser.

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hobab
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Re: Kulturheidelbeeren in Kübelhaltung

hobab » Antwort #230 am:

Topfkultur funktioniert bei Heidelbeeren hier viel, viel besser als ausgepflanzt. Das sind zickige Mimosen die in der freien Wildbahn meist nur eines schaffen: rückwärts wachsen. Leitungswasser ist hier sehr kalkhaltig.
Und statt komplizierte Jutekonstrunktionen, kann man Töpfe in wassergefüllte Untersetzer auf Brettchen stellen, damit der Topf nicht im Wasser steht. Sollte auch Ameisen abhalten.
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thuja thujon
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Re: Kulturheidelbeeren in Kübelhaltung

thuja thujon » Antwort #231 am:

Granate, wegen der Bilder auf der letzten Seite mit den absterbenden Trieben, schau mal unter Godronia-Triebsterben: https://hortipendium.de/Schadbilder_an_Heidelbeeren
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verwurzelt
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Re: Kulturheidelbeeren in Kübelhaltung

verwurzelt » Antwort #232 am:

555Nase hat geschrieben: 15. Mai 2026, 01:10 Ein spatentiefes Loch, so lang und breit für die Anzahl der Pflanzen und mit Rhododendron Erde auffüllen. Ohne Töpfe. Die Heidelbeeren stehen seit jahren prächtig bei mir. Dafür gibt es auch schwefelsauren Dünger. Ich weiß nicht wie kalkhaltig das Leitungswasser so im ganzen Land ist, ich gieße immer mit Leitungswasser.
Gibst du die Rhododendronerde einfach so in das Pflanzloch? Hier ist die gängige Methode, das Pflanzloch mit Unkrautvlies o.ä. auszulegen, damit sich die saure Erde nicht mit der vorhandenen vermischt.
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hobab
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Re: Kulturheidelbeeren in Kübelhaltung

hobab » Antwort #233 am:

Das dürfte wenig bringen, da die Folien wasserdurchlässig sind und Osmose auch den pH-Wert nicht ausparen dürfte. Nach ein paar Jahren müsste man dann neu graben. Hat thuja nicht mal für Containerkultur plädiert? Wäre auch meine Erfahrung.
Abgesehen davon war meine am besten wachsende Vaccinum an einen vollsonnigen dauerfeuchten Lehmboden…die wachsen hier oft am miesesten, wo sie sich am wohlsten fühlen sollten
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Re: Kulturheidelbeeren in Kübelhaltung

thuja thujon » Antwort #234 am:

Hier haben viele Gärten diverse Heidelbeeren. Topf eingesenkt ist schon problematisch, weil der umliegende Boden sehr kalkhaltig ist und das Bodenwasser bei eingesenkten Kübeln mit der Zeit auch in den Topf findet. das verhindert Wurzelwachstum, es mickert. Gruben mit Teichfolie ausgelegt und Substrat aufgefüllt, macht kaum einer und wenn hälts auch nicht lange. Gießen mit Leitungswasser ist schon ein Problem, keine Weichholzsägespäne im Substrat auch. Zusammengebacktes Substrat nach 3 Jahren auch. Viele Sträucher sind hier gelb, wachsen kaum.

Ich habe die Tage gießen vergessen, eine war leicht angewelkt. Habe gewässert, einen Tag später trotzdem Blattschäden.
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verwurzelt
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Re: Kulturheidelbeeren in Kübelhaltung

verwurzelt » Antwort #235 am:

Interessant, dass ihr da so andere Erfahrungen gemacht habt, hier ist das wirklich gängige Praxis. Heidelbeeren in Kübelhaltung sieht man hier dagegen eher selten.
hqs
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Re: Kulturheidelbeeren in Kübelhaltung

hqs » Antwort #236 am:

Ich hab vor ein paar Jahren einfach ein großzügiges rundes Loch in die Wiese gebuddelt in den festen Lehm, ein paar Steine als Abgrenzung und das Loch mit der neuen Erdmischung befüllt. Durchmesser ca. 1 m und etwa spatentief in der Mitte, am Rand flacher. Bisher hat das geklappt, mal sehen, wie es in ein paar weiteren Jahren dann ist. Folie oder ähnliches hab ich nicht verwendet. Gegossen wird vorzugsweise mit Regenwasser, selten mal Leitungswasser. Jedes Jahr mit etwas Rhododendronerde, Kiefernnadeln und Rindenmulch aufgefüllt.

Die Preiselbeere wächst darunter gut, die Cranberry mickert eher etwas vor sich hin, weiß nicht warum. Habe das Gefühl die ist nicht gut eingewurzelt.

Dieses Jahr hab ich an anderer Stelle nochmal eine Heidelbeere gepflanzt, da ist die benachbarte Beeterde etwas lockerer und humoser, wird man sehen, ob sich das vermischt.
ringelnatz
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Re: Kulturheidelbeeren in Kübelhaltung

ringelnatz » Antwort #237 am:

Üblich ist ja auch eine Dammkultur, mit Tröpfchenbewässerung und Fertigation. Da gibts auch keine Probleme mit pH-Ausgleich, zumindest auf dem Brandenburger Sand.
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Frau P
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Re: Kulturheidelbeeren in Kübelhaltung

Frau P » Antwort #238 am:

Ich habe letztes Jahr im Frühjahr 4 Heidelbeeren in Kübel gepflanzt. Im Kübel sind Rhododendronerde, Fichtennadeln und etwas Rindenmulch. Unten im Topf eine Drainageschicht mit Blähton. Ab und zu gebe ich etwas Fichtennadeln oben auf die Erde. Gießen je nach Trockenheit. Im Winter habe ich sie in die abgedunkelte Laube gestellt und gelegentlich gegossen. Werde sie vorerst auch in Kübeln lassen, weil ich mich noch nicht für einen endgültigen Standort entschieden habe.
Hier in der Gartenanlage gibt es einige mit Blaubeeren, alle eingepflanzt. Ich werde mal zur Erntezeit ein bisschen spazierengehen und schauen, wie dort die Blaubeeren wachsen.
Der Boden hier ist lehmig und kalkhaltig, deshalb - und wegen des Arbeitsaufwandes - habe ich vorerst in Kübel gepflanzt.
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