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Tomaten 2026 (Gelesen 75330 mal)

Wurzelgemüse, Knollengemüse, Blattgemüse, Stielgemüse, Fruchtgemüse, Kohlgemüse
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Der Buddler
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Re: Tomaten 2026

Der Buddler » Antwort #1230 am:

Tempel-Hof-Gärtner hat geschrieben: 16. Mai 2026, 16:49 Herrlich konkret, danke Buddler!
Und ja exakt auf der Linie, die TT als erstmal schwer zu glaubende These in die Welt gesetzt hat, weil man ja diesbezüglich so GANZ anders sozialisiert ist...

Und noch ne gute Nachricht: 0° sind an der Küste genauso kalt oder warm wie im Oberrheingraben, denn Temperatur bleibt imho DER haupt-entscheidende Faktor.
Dass darüber hinaus auch andere Nebenfaktoren in dieser Kälte-Toleranz-Frage mit hineinspielen, die von Mottischa genannten ebenso wie eine (sehr) gute Kalium-Versorgung und die Frage des richtigen Übergangszeitpunktes zwischen der Anzucht drinnen und dem Rau-Klima draußen bzw. im Tunnel oder Kaltgewächshaus, das können ja alles Faktoren sein, die wir im kommenden Frühjahr in einem Extra-Strang auf dem Schirm haben.

Ich bin trotz der generellen Ernsthaftigkeit von TT (im großen & ganzen jedenfalls... 8) ) und den (leider noch nur sehr wenigen) Erfahrungen, die hier "erkämpft" wurden, noch nicht ganz überzeugt und will das Experiment mit ein paar "Opferpflanzen" im nächsten Jahr auf jeden Fall machen - und freue mich natürlich über Mit-Macher.

Für dieses Jahr ist der Dropps nun final gelutscht: Ab sofort ist Sommer befohlen... ;)
Null Grad sind natürlich null Grad, aber es geht ja auch um Faktoren wie Dauer der Tiefsttemperatur, Tagestemperatur als Wachstumsimpuls, etc. Man kennt das auch von Palmen, Oliven, etc., die im Süden Tiefsttemperaturen überleben, die in Mitteleuropa schnell den Exitus bewirken.

Mal al Beispiel: Wenn eine Tomatenpflanze bei mir 5 Nächte hintereinander 0 Grad abbekommt, es tagsüber aber auf 15-20 Grad inkl. Sonne hochgeht, dann bin ich mir sicher, dass eine Tomate in Hamburg mit nachts gleichen Werten, tagsüber jedoch 8-12 Grad und Regen weitaus schlechter durchkommen wird.
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Tempel-Hof-Gärtner
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Re: Tomaten 2026

Tempel-Hof-Gärtner » Antwort #1231 am:

Eben, all das können wir dann ja als Hobby-Wissenschaftler miteinander (im Extra-Faden) diskutieren...
(Die bottom-line-Message ist ja sowieso NUR: Wie weit kann man wegkommen von der prophylaktischen Kalt-Temperatur-Angst in der Anzucht, um sich das Rein-Raus-Gedöns ein bisserl erleichtern zu können, wenn die Umstände es erlauben... ;) )
edit: Ich sage zu dem Thema jetzt hier erstmal nix mehr: Habe genügend gelbe Karten gesammelt... *gg*
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adiclair
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Re: Tomaten 2026

adiclair » Antwort #1232 am:

Ja, hier will jemand mit aller Gewalt manifestieren, dass jede Tomate an jedem Ort bei jedem Klima (vor allem Kälte) überleben wird (und sucht Jünger diese ihm bedingungslos folgen).

edit:
Und schon bereue ich diesen Beitrag, weil der eh nur Wasser auf deine Mühle ist.
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Tempel-Hof-Gärtner
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Re: Tomaten 2026

Tempel-Hof-Gärtner » Antwort #1233 am:

o si tacuisses... ;)
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Monti
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Re: Tomaten 2026

Monti » Antwort #1234 am:

Die Pflanzen auf dem neu erschlossenen Gemüsegartenstück haben Ansätze von Chlorosen:
Bild Bild
Schwefelmangel? Ein wenig N könnten die so oder so noch vertragen. Wollte eigentlich KAS geben, wengen dem Kalk. Vielleicht ASS und KAS gemischt?
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Re: Tomaten 2026

thuja thujon » Antwort #1235 am:

Schwefelmangel kommt hin, da würde ich entweder ASS oder KAS und Patentkali geben, je nach Vorgeschichte wenn Acker eher letzteres.
https://www.yara.de/pflanzenernaehrung/tomato/n/
Hyla hat geschrieben: 16. Mai 2026, 14:32 Jetzt würde mich aber mal interessieren, wie du das Wasser an die Pflanze bekommst. ;)
Töpfe sollen wir ja nicht einbuddeln, bleibt eigentlich nur noch Gießring oder eine Gießrinne durchs Beet.
Es gab mal eine Zeit da haben Hobbygärtner gelernt, dass der Boden das wichtigste ist für die Pflanzen und Mulch sehr wertvoll ist, weil darunter die Erde feucht und Nährstoffreich ist und so Lebensraum für Viecher, Mikroben und Wurzeln bietet. Das vergisst man wohl gerne, wenn man von irgendwo hört, das Plastikmüll vergraben die Lösung ist.

Wenn man lebenden Boden nicht möchte kann man ja in Steinwollewürfeln anziehen und in Rinnen ziehen wie die Holländer, nach 15m Tomatenwachstum und über 30 Rispen können wir dann ja mal vergleichen, ob es besser ist, die erste und fast einzige Fleischtomate Mitte August kurz vor Reife, es regnet fast immer 2 Tage vorher und das Rekordmonster reißt am Stielansatz auf und vergammelt, also geerntet wird fast nix, was da besser ist. Lässt sich halt nicht vergleichen, deswegen mühselig drüber zu diskutieren, wenn nicht klar ist, über was genau geredet wird. Deswegen bin ich bei der allgemeinen Diskussion raus, konkrete Fragen allerdings gerne. Und da interessiert mich tatsächlich auch das Geschehen in Norddeutschland. Übrigens auch das in Spanien, es gibt halt 2 Richtungen.
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Re: Tomaten 2026

Tempel-Hof-Gärtner » Antwort #1236 am:

Wort zum Sonntag... ;)

Es gab(?) auch mal eine Zeit, da hielt man es noch für möglich, dass das eine das andere nicht ausschließen muss...
Ein Plastikbehälter, der eine sinnvolle Funktion erfüllt, der Abgrenzung wegen als "Müll" zu bezeichnen, ist imho nicht sehr austausch-fördernd!

Weitere "moderne" Kulturtechnik: Das Erfinden von Absichten (hier: in Steinwolle ziehen wollen; anderes Beispiel konnte ja kürzlich an meinem Vorschlag zu einem hobby-wissenschaftlichen Experiment "bewundert" werden), die dem Gegenüber im Traum sicher nicht eingefallen wäre.

Warum also eigentlich dieser Ton...?
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Re: Tomaten 2026

thuja thujon » Antwort #1237 am:

Ich bezweifle, dass der Plastikbehälter eine Sinnvolle Funktion erfüllt, weil Tomatenwurzeln woanders wachsen. Immer nach außen, teils mehrere Meter.

Auch Dünger nur an den Stamm oder die Basis zu geben macht wenig Sinn, weil dort keine Wurzeln sind, die den Dünger aufnehmen können. Sieht man leider immer wieder.
Dünger Basis.jpeg
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Re: Tomaten 2026

adiclair » Antwort #1238 am:

...darum versorge ich meine Tomaten (und Gurken) über diese Bewässerungsringe mit Wasser.

Ich würde auch gern mal diese Bewässerungsringe ausprobieren, aber die scheint es nur in GB käuflich zu erwerben geben.
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Re: Tomaten 2026

Tempel-Hof-Gärtner » Antwort #1239 am:

Die erreichen den vom Fachmann nun mal als Sach-Argument eingebrachte Wurzelzonen-Theorie (Tomaten = Streu-Flachwurzler) aber auch erst, wenn sie in das Müll-Lebensalter in Form von sich zersetzendem Mikroplastik eintreten... *gg*

Das englische Modell sieht interessant aus! Bringt mich auf den Gedanken, ob man sowas mit nem Stück Dränrohr DN50 vielleicht selber basteln kann (mit nem großen Loch als Einfülltrichter)...?
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Re: Tomaten 2026

Monti » Antwort #1240 am:

Was verspricht man sich denn von so einem Gießring? ???

Warum nicht einfach auf den Boden gießen?

Hier sieht man Tomatenwurzeln an der Erdoberfläche, ca. 15 bis 20 cm von der Pflanze entfernt, weniger als 2 Wochen nach dem Pflanzen.
20260513_104022.jpg
Wasser muss auch auf die Fläche, da sind die Nährstoffe die die Pflanze haben will. Für Gurken gilt das noch mehr.
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Re: Tomaten 2026

adiclair » Antwort #1241 am:

Und du versorgst die Tomaten mit Wasser mittels Tropfleitung direkt an die Pflanze(n)?

Da versorgt ein Gießring aber einen größeren Umfang mit Wasser.
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Re: Tomaten 2026

Hyla » Antwort #1242 am:

Tropfbewässerung macht Sinn, wenn man in Reihen anbaut. Verteilt man die Pflanzen aber im Garten, ist der Vorteil dahin.
Liebe Grüße!


Wenn du denkst es geht nicht mehr,
kommt irgendwo ein Lichtlein her.
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Re: Tomaten 2026

ringelnatz » Antwort #1243 am:

adiclair hat geschrieben: 17. Mai 2026, 13:34 Und du versorgst die Tomaten mit Wasser mittels Tropfleitung direkt an die Pflanze(n)?

Da versorgt ein Gießring aber einen größeren Umfang mit Wasser.
Missverständnis: es geht nicht darum, nur an der Pflanze selbst zu wässern. Durch eine sinnvolle Anordnung der Tropfschläuche in Reihen mit nicht zu großen Abständen und durch sinnvolle Tropfdauer bekommt man eine gute Durchfeuchtung des Beetes insgesamt hin. Mulchen kann zusätzlich unterstützen.

Das mag in sehr trockenen Gegenden mit Wassermangel anders gewünscht sein, da wässert man evtl. nur die Pflanze selbst. Mir geht es v.a. darum, hydrophoben Sandboden zu vermeiden (gießen klappt dann nicht mehr) und standige mehrstündige Gießorgien zu umgehen. (noch dazu mit kaltem Wasser)

Zugegeben: gelingt mir z.B. im Gewächshaus nicht gut, da hab ich immer trockene Ecken. Im Freiland deutlich besser, weil ich da wirklich Tropfschlauch-Reihen lege.
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