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Feigen Ficus Carica: Sorten, Erfahrungen, Winterhärte (Gelesen 4967233 mal)

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Moderator: cydorian

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cydorian
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Re: Feigen Ficus Carica: Sorten, Erfahrungen, Winterhärte

cydorian » Antwort #33210 am:

husar2003 hat geschrieben: 8. Jun 2026, 15:02 Bei RdB habe ich nur Herbstfeigen, ab Mitte Oktober.
Bei intakten Knospen schaffts sies auch im Norden etwas früher. Übrigens hab ich bei der RdB die letzten Jahre immer Brebas, sind sortenbedingt aber nicht viele. Muss dann ab Ende März bei Bedarf vor Nachtfrost geschützt werden. Grosse Haube, unten Wärmequelle drin. Der Punkt ist: Auch da ist nicht mehr Winterfrost am ungeschützten Gehölz das Problem, sondern immer Spätfröste im oder nach Austrieb.

Zeigen auch andere Sorten. Brebas gibts immer häufiger. Früher sind die kleinen Fruchtanlagen regelmässig im Winter abgefroren. Angesetzt werden sie ja schon im Vorjahr.
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Arni99
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Re: Feigen Ficus Carica: Sorten, Erfahrungen, Winterhärte

Arni99 » Antwort #33211 am:

RdB Herbstfeigen reifen im Wiener Raum ab Anfang August frühestens.
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Re: Feigen Ficus Carica: Sorten, Erfahrungen, Winterhärte

husar2003 » Antwort #33212 am:

Arni99 hat geschrieben: 8. Jun 2026, 15:40 RdB Herbstfeigen reifen im Wiener Raum ab Anfang August frühestens.
Das wären 10 Wochen vor meinem Standplatz in Hamburg.
Das Frühjahr kommt hier wohl 4 bis 6 Wochen später. 3 bis 4 Wochen sind es im Vergleich zu Köln. Den Rest der Differenz dürften die niedrigeren Temperaturen hier verursachen.

Als Ausgleich zum Feigenlotto haben wir hier längere Tage im Sommer und Frost kommt sehr spät, manchmal erst zu Weihnachten.
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Re: Feigen Ficus Carica: Sorten, Erfahrungen, Winterhärte

husar2003 » Antwort #33213 am:

cydorian hat geschrieben: 8. Jun 2026, 15:24
husar2003 hat geschrieben: 8. Jun 2026, 15:02 Bei RdB habe ich nur Herbstfeigen, ab Mitte Oktober.
Bei intakten Knospen schaffts sies auch im Norden etwas früher. Übrigens hab ich bei der RdB die letzten Jahre immer Brebas, sind sortenbedingt aber nicht viele. Muss dann ab Ende März bei Bedarf vor Nachtfrost geschützt werden. Grosse Haube, unten Wärmequelle drin. Der Punkt ist: Auch da ist nicht mehr Winterfrost am ungeschützten Gehölz das Problem, sondern immer Spätfröste im oder nach Austrieb.

Zeigen auch andere Sorten. Brebas gibts immer häufiger. Früher sind die kleinen Fruchtanlagen regelmässig im Winter abgefroren. Angesetzt werden sie ja schon im Vorjahr.
Einzelne Brebas hatte ich auch schon, wurden aber leider abgeworfen.
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Re: Feigen Ficus Carica: Sorten, Erfahrungen, Winterhärte

thuja thujon » Antwort #33214 am:

Hier sind BT im Juli reif, vielleicht 4 Wochen früher wie in Hamburg. Zweite Ernte gibts im September und Oktober. Frost meist erst nach Weihnachten.
Gießen, bloß nicht bei Feigen, das verzögert die Reife. Hamburg ist nass im Vergleich zum Oberrhein (nass, nicht feucht, 800mm ist was ganz anderes als 500). Auch kein Dünger oder Kompost geben, möglichst gar keine Pflege außer verhalten schneiden. Im Schotter unter der Straße der Boden ist anzustreben.

Holzreife erkennen: Nicht den Triebdurchmesser beurteilen, sondern den Triebquerschnitt. Wie hoch ist der Anteil vom Mark im Vergleich zum Holz? Je mehr Mark, desto weniger Holzreife.
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cydorian
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Re: Feigen Ficus Carica: Sorten, Erfahrungen, Winterhärte

cydorian » Antwort #33215 am:

Bei Niederschlägen ist die Verteilung entscheidend, nicht nur die Jahressumme. Hier ist ab Frühjahr seit 2018 immer "Trockenzeit".
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Re: Feigen Ficus Carica: Sorten, Erfahrungen, Winterhärte

Feigen+Tomaten » Antwort #33216 am:

Bei meinem großen Feigenbaum sind auf den Blättern weiße Punkte wie Zuckerkristalle. Auf der Blattunterseite sind wie so kleine Larven. Es müsste der Feigenblattsauger sein. Hatte das schon mal jemand von euch und sollte man was dagegen unternehmen. Das ist natürlich bei einem großen Baum nicht einfach.
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Gruß Feigen+Tomaten
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Re: Feigen Ficus Carica: Sorten, Erfahrungen, Winterhärte

husar2003 » Antwort #33217 am:

thuja thujon hat geschrieben: 8. Jun 2026, 15:54 Hier sind BT im Juli reif, vielleicht 4 Wochen früher wie in Hamburg. Zweite Ernte gibts im September und Oktober. Frost meist erst nach Weihnachten.
Gießen, bloß nicht bei Feigen, das verzögert die Reife. Hamburg ist nass im Vergleich zum Oberrhein (nass, nicht feucht, 800mm ist was ganz anderes als 500). Auch kein Dünger oder Kompost geben, möglichst gar keine Pflege außer verhalten schneiden. Im Schotter unter der Straße der Boden ist anzustreben.

Holzreife erkennen: Nicht den Triebdurchmesser beurteilen, sondern den Triebquerschnitt. Wie hoch ist der Anteil vom Mark im Vergleich zum Holz? Je mehr Mark, desto weniger Holzreife.
Ich weiß nicht wo und wann es nass ist in Hamburg, vielleicht direkt an Gewässern. Es ist meist f*rztrocken, weil der Regen, den wir in der wärmeren Jahreszeit aus der Kölner Bucht bekommen sollten schon südlich der Elbe ausgelöscht wurde. Wenn jemand ohne Regenschirm leben möchte, bitteschön, bei uns. Die Statistik mit den 800mm ist mir seit 30 Jahren ein Rätsel. Vielleicht kommt alles auf einmal in einer Herbstnacht runter und ich verschlaf das ;)

Aber danke für die Gießwarnung. Die Teile hängen dann eben runter. Wenn sie total am Ende sind, dann bekommen sie gezielt Regenwasser.
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Der Buddler
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Re: Feigen Ficus Carica: Sorten, Erfahrungen, Winterhärte

Der Buddler » Antwort #33218 am:

philippus hat geschrieben: 8. Jun 2026, 09:31 Bei einer BT wird in einem solchen Klima immer das Risiko bestehen, dass diese zu spät reifen. Dazu kommt die deutlich stärkere Anfälligkeit der Früchte auf nasse Wetter- und Bodenverhältnisse in qualitativer Hinsicht (extrem verwässerte Früchte, die dann nach wenig schmecken).
Ich denke die "nordischen" BTs, auch z
B. auf Bornholm, profitieren von den ozeanischen Wintern. Dadurch überleben die Brebas. Wegen der kühlen Sommer reifen diese dann August/September. Herbstfeigen sind denke ich gar nicht erst Thema. Verglichen mit Brebas wird RdB dort dann natürlich als spät empfunden.
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Re: Feigen Ficus Carica: Sorten, Erfahrungen, Winterhärte

husar2003 » Antwort #33219 am:

Der Buddler hat geschrieben: 8. Jun 2026, 18:52
philippus hat geschrieben: 8. Jun 2026, 09:31 Bei einer BT wird in einem solchen Klima immer das Risiko bestehen, dass diese zu spät reifen. Dazu kommt die deutlich stärkere Anfälligkeit der Früchte auf nasse Wetter- und Bodenverhältnisse in qualitativer Hinsicht (extrem verwässerte Früchte, die dann nach wenig schmecken).
Ich denke die "nordischen" BTs, auch z
B. auf Bornholm, profitieren von den ozeanischen Wintern. Dadurch überleben die Brebas. Wegen der kühlen Sommer reifen diese dann August/September. Herbstfeigen sind denke ich gar nicht erst Thema. Verglichen mit Brebas wird RdB dort dann natürlich als spät empfunden.
Auf den Punkt gebracht.
BT Brebas sind reif 7. bis maximal 20. 8. bei mir. Isi d'Oro vielleicht eine Woche früher. Beide Sorten zuverlässig.
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philippus
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Re: Feigen Ficus Carica: Sorten, Erfahrungen, Winterhärte

philippus » Antwort #33220 am:

husar2003 hat geschrieben: 8. Jun 2026, 18:43
thuja thujon hat geschrieben: 8. Jun 2026, 15:54 Hier sind BT im Juli reif, vielleicht 4 Wochen früher wie in Hamburg. Zweite Ernte gibts im September und Oktober. Frost meist erst nach Weihnachten.
Gießen, bloß nicht bei Feigen, das verzögert die Reife. Hamburg ist nass im Vergleich zum Oberrhein (nass, nicht feucht, 800mm ist was ganz anderes als 500). Auch kein Dünger oder Kompost geben, möglichst gar keine Pflege außer verhalten schneiden. Im Schotter unter der Straße der Boden ist anzustreben.

Holzreife erkennen: Nicht den Triebdurchmesser beurteilen, sondern den Triebquerschnitt. Wie hoch ist der Anteil vom Mark im Vergleich zum Holz? Je mehr Mark, desto weniger Holzreife.
Ich weiß nicht wo und wann es nass ist in Hamburg, vielleicht direkt an Gewässern. Es ist meist f*rztrocken, weil der Regen, den wir in der wärmeren Jahreszeit aus der Kölner Bucht bekommen sollten schon südlich der Elbe ausgelöscht wurde. Wenn jemand ohne Regenschirm leben möchte, bitteschön, bei uns. Die Statistik mit den 800mm ist mir seit 30 Jahren ein Rätsel. Vielleicht kommt alles auf einmal in einer Herbstnacht runter und ich verschlaf das ;)

Aber danke für die Gießwarnung. Die Teile hängen dann eben runter. Wenn sie total am Ende sind, dann bekommen sie gezielt Regenwasser.
Vielleicht ist es bei dir speziell trocken ?
Ich will deine individuelle Wahrnehmung nicht anzweifeln, aber ich habe aus Hamburg ganz anderes gehört. Und objektiv stimmt das zumindest im Fall von Fuhlsbüttel nicht. Und das ist ja nördlich der Elbe.

In den Wetteraufzeichnungen ist kein trockenes Klima zu erkennen. Weder in diesem noch in vergangenen Jahren.
In den ersten 5 Monaten 2026, hat es in Fuhlsbüttel knapp 250 mm geregnet. Das ist nicht sehr viel, aber immerhin verteilt sich diese Summe auf bisher schon ca. 50 Regentage (mind. 1 mm Niederschlag).

Wien Hohe Warte im Vergleich hat mit heutigem Tag (also hier ist schon die erste Juniwoche dabei) eine Summe von 161 mm, verteilt auf ca. 30 Regentage (mind. 1 mm Niederschlag). Mit den höheren Temperaturen und mehr Sonnenschein ist auch die Verdunstung höher. Hier ist es zwar aktuell recht trocken, aber den Feigen geht es gut. Gegossen habe ich sie seit dem Jahr der Pflanzung nicht.

Juli 25 in Fuhlsbüttel immerhin 147 mm, verteilt auf 15 Regentage. Da scheinen mehrere richtig nasse Tage dabei gewesen zu sein

In Neuwiedenthal (sollte südlich der Elbe sein) sieht es nicht viel anders aus.
Zuletzt geändert von philippus am 8. Jun 2026, 22:25, insgesamt 1-mal geändert.
philippus
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Re: Feigen Ficus Carica: Sorten, Erfahrungen, Winterhärte

philippus » Antwort #33221 am:

Arni99 hat geschrieben: 8. Jun 2026, 15:40 RdB Herbstfeigen reifen im Wiener Raum ab Anfang August frühestens.
Anfang August ist jetzt nicht Standard. Hier im Durchschnitt zwischen 15. und 20.8.
datou
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Re: Feigen Ficus Carica: Sorten, Erfahrungen, Winterhärte

datou » Antwort #33222 am:

husar2003 hat geschrieben: 8. Jun 2026, 19:32 Auf den Punkt gebracht.
BT Brebas sind reif 7. bis maximal 20. 8. bei mir. Isi d'Oro vielleicht eine Woche früher. Beide Sorten zuverlässig.
Und mit Isi d'Oro dann auch DK.

Und welche Sorten sind in Hamburg noch zu empfehlen? Ich sammle (in Hamburgs sonnigem Süden) gerade Erfahrungen mit DK, OP und RdB ausgepflanzt, die mich bisher allesamt ermutigen. In einem großen "Hamburger Park mit gutem Feigenbestand" 8) findet sich übrigens eine Sorte mit sehr tief eingeschnittenen Blättern in mehreren Exemplaren, bei der es sich um LdA handeln könnte. Wer von euch Hamburger Jungs/Mädels hat die denn am Start und hat sie sich bei euch bewährt?
Feigen ausgepflanzt: Ronde de Bordeaux, Desert King, Osborne Prolific
Feigen getopft: Ronde de Bordeaux, Michurinska-10, Montana Nera, Figo Moro, Desert King, Hardy Chicago
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