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Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen) (Gelesen 2694835 mal)

Obstgehölze, Beerensträucher und Wein (Veredlungen, Unterlagen, Schnitte und Selektionen) sowie Staudenobst (Erdbeeren)

Moderator: cydorian

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thuja thujon
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Re: Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)

thuja thujon » Antwort #10485 am:

Es wäre auch hilfreich den Inhalt wieder zu geben und nicht nur einen Link zu setzen. Wir reden hier ja noch und arbeiten nicht nahtlos in einer App voller APIs und mit FAIR Data.
Bei mir hat Google als Quelle das pdf von Bayern angeführt, Titel Achtung Hobbygärtner

https://www.lwg.bayern.de/mam/cms06/wei ... cd-neu.pdf
Keine Pflanzung wurzelechter Reben! Dies gilt auch für Hausrebstöcke.
In Supermärkten werden immer wieder wurzelechte Europäerreben zum Verkauf angeboten.
Trotz Zulässigkeit des Verkaufs dürfen diese in Bayern nicht ausgepflanzt werden.
Das schlecht ausformulierte, Bundesweit geltende Gesetz ist in dem Punkt leider nicht präzise genug formuliert.
Unterm Strich gibts aber kein Bundesland, wo es erlaubt ist, wurzelechte Reben zu pflanzen. In Österreich mit den Kantonen dürfte es ähnlich sein.
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cydorian
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Re: Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)

cydorian » Antwort #10486 am:

Baden-Württemberg, Verordnung des Ministeriums Ländlicher Raum zur Änderung der Weinrechts-DVO BW, Ausgegeben Stuttgart, Freitag, 21. November 2025 im Gesetzblatt Nr. 110:

Es dürfen nur Unterlagsreben, die nach § 4 Absatz 2 der Reblausverordnung nicht für die Wurzelreblaus anfällig sind, angebaut werden. Das Julius Kühn-Institut – Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen gibt die Rebsorten, die als nicht anfällig für die Wurzelreblaus gelten, im Bundesanzeiger bekannt. Unterscheidung zwischen Hausgarten und Weinberg gibts nicht.

Text ist auch sonst interessant. Es gibt auch eine Verpflichtung zur Entfernung oder Abtötung von Edelreiswurzeln,
Unterlagsreben oder Rebstöcken in Drieschen.

https://www.baden-wuerttemberg.de/index ... signed.pdf
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Re: Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)

thuja thujon » Antwort #10487 am:

In RLP ist zusätzlich zu dem was in BaWü gilt der (sachgerechte) Pflanzenschutz zwingend vorgeschrieben.
Im Hobbygarten ist das allerdings nicht möglich, da es kaum zugelassene Mittel gibt und auch die Low Risk Produkte, die eigentlich Zulassungsfähig wären, keine Zulassung haben, weil der Inverkehrbringer kein Interesse daran hat. Stichwort Natrisan als Fungizid weil der Wirkstoffgleiche Grundstoff Natriumhydrogencarbonat nicht dafür verwendet werden darf. Zumindest für Weinreben, ob Tafeltrauben betroffen sind ist weiter unklar, und wann Weinrebensorten zu Tafeltrauben werden ist zwar geregelt, aber nicht beim Hobbyanbauer.

Tolles Behördenwirrwarr.
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Re: Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)

kolumbus » Antwort #10488 am:

Ich habe einen interessanten Bericht über den Tafeltrauben Anbau unter Glas in Belgien gelesen (nieuw.tafeldruif_be).
Die Sorten sind auch interessant und werden wohl Landesweit seit Generationen gut vermarkt.
Wer kennt die Sorten: die blaue Leopold III und das Gegenstück die weiße Cannon Hall Muscat?
Die Tischtennisball große Leopold III sieht schon sehr interessant aus (Durchmesser von 44mm), aber ingendwelche Nachteile müssen die ja auch haben, in den gängigen Rebschulen habe ich sie nicht gefunden >:( .

Besten Dank
Kolumbus
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Re: Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)

adiclair » Antwort #10489 am:

Wer kontrolliert die Kontrolleure?
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Re: Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)

cydorian » Antwort #10490 am:

Super Sorten mit sehr langer Historie, Klassiker in englischen Gewächshäusern der Oberschicht, dann Benelux.

Sind halt reine vitis vinifera mit Pflanzenschutz, der im Freiland als Privatier kaum zu leisten wäre, riesige Beeren die im Freiland Mitteleuropas leicht platzen und nicht so makellos werden, dazu niedrige Erträge. Marktbedeutung keine, ist was für Liebhaber, Premium und Spitzengastronomie. Es gibt noch weltweit mehr solche Sorten, der Abkömmling Pione aus Japan ist eine Bekannte, zu Preisen verkauft die absurd hoch klingen.

Wenn du dein Gewächshaus damit bestocken willst, wärs was fürs Glashaus: viewforum.php?f=21
Im Freiland würde ich das nur an einer Hauswand gut geschützt probieren und auch da wird man Klasse A Kenntnisse über die Bekämpfung von echtem Mehltau benötigen.
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Re: Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)

thuja thujon » Antwort #10491 am:

Das machts spannend. Wo gibts genetisches Material von dem Stoff?
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Im Nordosten Bayerns - kalt und Kalk.

Re: Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)

Starking007 » Antwort #10492 am:

".........wann formierst du die Triebe? .............."
Nicht drauf geachtet wann. Wenn ich Bock habe...
Übrigens ist kein Trieb mehr abgestorben. Demnächst Triebe ausdünnen, weil zuviel, weil ja Bruch eingerechnet war. Und eine Traube pro Trieb, und keine wo man später schlecht rankommt (ich organziere ;) ).

Große Beeren: Ich hab hier ne Schmidt-Nummernsorte, gesund und große Beeren, die fliegt raus,
weil ich keine Zuckerwasserbomben brauche.

".....Gepflanzt vor 3 Jahren, hatten sie letztes Jahr schon reichlich Trauben dran. .....5 Träubchen schafften es dann noch zur Reife...."
Und das mit Hagelschaden. Um Gottes willen! Eine 3 Jahre alte Rebe dürfte bei mir keine einzige Traube haben, selbst wenn sie super wächst. Sie soll erst mal Wurzeln machen und dann Holz. So kann sie später gute Trauben ernähren. Es besteht die Gefahr dass sie so jung vergreisen, verkrüppelte dünne Basis, die nie mehr einen guten Saftstrom ermöglicht. Wenn das so ist, runterschneiden, neu aufbauen.
Gruß Arthur
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