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Pflege der Erdbeeranlage (Gelesen 21575 mal)

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Moderator: cydorian

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Gänselieschen
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Re: Pflege der Erdbeeranlage

Gänselieschen » Antwort #105 am:

Nemesia hat geschrieben: 26. Jun 2020, 16:52
Moin Gänsel :)

hier meine Meinung zum Thema und zu Deinen Fragen:
G hat geschrieben: 24. Jun 2020, 08:57
Mein Erdbeerbeet steht jetzt im 3. oder 4. Jahr und ist inzwischen verwuchert und mit Unkraut durchsetzt, was nicht zu ziehen ist. Dann ist es Zeit, das Beet komplett zu roden. Einige Pflanzen haben auch in diesem Jahr noch ausgesprochen große gesunde Früchte getragen[/quote] ich würde ausschliesslich von diesen Pflanzen, die in diesem Jahr gut getragen haben, Ableger nehmen, weil sie entweder tatsächlich auch im 4. Jahr noch gut tragen, oder eben ehemalige Jungpflanzen aus dem letzten Jahr sind
- aber egal wie: diese Pflanzen scheinen recht gesund zu sein. Das sollten also die Mutterpflanzenkanditaten für die Ablegergewinnung sein. Also eine Markierung dran stecken! und - jetzt kommt's: ich würde die Jungpflanzen dieser ausgewählten Mutterpflanzen in eingegrabene Töpfe mit guter Erde leiten.
Warum so viel Aufwand?:

  • 1. Du schreibst, es ist ein altes und verkrautetes Erdbeerbeet. Demzufolge hätten es die Ableger wegen der grossen Konkurenz recht schwer, sich zu entwickeln.

  • 2. die Erde in dem Beet ist "verbraucht" und evtl. mit Schaderregern belastet.

  • 3. die Jungpflanzen geziehlt zu wässern, erscheint mir besser, als die Altpflanzen und das Beikraut auch mit zu giessen.

  • 4. die Jungplanzen kann man so viel besser im Augen behalten.

  • 5. ein unschlagbares ;D Argument: mit bereits getopften und gut bewurzelten Jungpflanzen gewinnst Du kostbare Zeit im Juli/August, wenn du das Beet wieder vorbereiten möchtest. Die bewurzelten Töpfe zur Seite stellen, die Jungpflanzen sind versorgt, ab und an mal die Töpfe wässern und Du kannst dann in Ruhe am Beet arbeiten, weil Dir keine leidlich eingeschlagenen Jungpflanzen Druck machen.


.
hat geschrieben: 1. Jan 1970, 01:00und ausläufern, wie wild. Von diesen Pflanzen werde ich Ausläufer nehmen.[/quote] Wie oben gesagt, ist es meiner Meinung nach besser, sich jetzt die besten Mutter-Pflanzen auszusuchen.

hat geschrieben: 1. Jan 1970, 01:00Irgendwie habe ich von früher noch in Erinnerung, dass man nur im 1. Jahr Ausläufer nehmen soll, dann seien sie besser. Aber es leuchtet mir nicht ein. Gesunde Pflanzen - gesunde Ausläufer.[/quote]ich denke, dass diese "Regel" nicht vorrangig etwas mit der Gesundheit zu tun hat. Es geht meiner Meinung nach darum, dass die 1. Ausläufer hinter der Mutterpflanze die früheste und also auch die kräftigste Jungpflanze ist.
Das wiederum hat viel mit den gewünschten Erntemengen im nächsten Jahr zu tun: Je kräftiger die Pflanze und um so früher die Neuanlage gepflanzt wird, um so besser ist die Erntemenge im Folgejahr - dies insbesondere vor dem Hintergrund, dass Erdbeerpflanzen nur dann im nächsten Jahr blühen, wenn sie im Herbst davor ihre Blütenanlagen ausbilden konnten. Dafür brauchen sie aber eine Mindestanzahl an Blätter (mindestens 6, wird gesagt)
.
Du siehst, auch unter diesem Aspekt, ist es meiner Meinung nach ganz besonders in Falle Deiner Beet- und Kulturvorraussetzungen, eine gute Maßnahme, die Jungpflanzen in Töpfe zu leiten. Es mag zwar jetzt mehr Arbeit sein, rentiert sich aber auf lange Sicht sehr. ( ;D vorausgesetz die Töpfe werden ohne Lücke gut versorgt ;D )
.
[quote]Welche Erfahrungen habt ihr dazu, von alten Pflanzen Ausläufer zu verwenden?
dazu habe ich keine Erfahrungen, weil ich es immer vermeide.
.
[quote] Es wird noch ein paar Früchte zum Naschen geben und ich lasse noch etwas stehen und werde bewässern, damit die Senker kräftiger werden. Und dann tabula rasa.
:) siehe oben :)

[quote]Allerdings muss ich auch das Beet wieder verwenden, was natürlich nicht so schön ist. ....................
.................Ich werde also verdammt viel Kompost brauchen um reichlich neue Erde rein zu bringen.
hm ::) Du hast recht, das ist keine idealer Methode. Hier mein Gedanke:
Wäre es vielleicht denkbar, wenigstens für eine kurze Zeit in der frischen Anlage auf den zukünftigen Wegen eine Gründüngung zu praktizieren? Das hätte den Vorteil, dass sich die Erdbeerjungpflanzen schon entwickeln und einwachsen können und trotzdem könnte man dem Boden einen Pflegeschritt zukommen lassen. (ich würde z.b. Tagetes nehmen. Die frieren schon bei wenigen Froststunden zuverlässig ab)

Aber egal wie Du es machst: Ich wünsche Dir viel Erfolg für Deinen Erdbeersommer 2021 :-*

Nemi



Edit hat noch einen Schreibfehler gefunden ::) und beseitigt :)


Ich möchte berichten, wie es weiter gegangen war mit diesem Erdbeerbeet. Es waren letztlich doch deutlich weniger verwertbare Senker als gedacht und Nemi war so freundlich und hat mir eine große Ladung von 5 verschiedenen Sorten Erdbeerpflanzen gesandt. Alles perfekt verpackt, beschriftet. Die kamen super taufrisch hier an und wurden auch gleich gepflanzt. Ganz wenige waren wirklich noch klein - die meisten waren prima Pflanzen.

Ich hatte zwischenzeitlich das Beet komplett gerodet und sehr viel gute neue Erde mit eingebracht. Wirklich viel. Bodenaustausch wäre ein gewagtes Wort, aber tw. trifft es zu. Leider war der Boden durch herbstlichen Regen und Tritt doch recht verdichtet - ja, auch Sandboden lässt sich verdichten. Ich konnte erst recht spät pflanzen und musste ziemlich oft umgraben und auflockern. War ne Menge Arbeit.

Der Winter war mal wieder ein richtiger Winter mit viel Schnee und Kälte. Im Frühling war hier so gut wie alles vier Wochen zu spät. Auch das Erdbeerbeet kam nicht in die Gänge, trotz viel Liebe und Fleiß. Einige Pflänzchen waren auch ausgewintert. Ich musste auch sehr zeitig anfangen von oben zu bewässern. Um das Beet herum ist auf einer Seite eine Buchsbaumhecke, so dass Pflanzen hinter der Hecke vermutlich erst Sonne sehen, wenn sie wirklich hoch steht.

Jedenfalls hatte ich eine recht kleine Ernte und bissel was zum Naschen. Eine Reihe Pflanzen hat sich toll entwickelt, die Sorte liefere ich mal nach. Wäre ja interessant. Nun stehe ich schon wieder vor der Frage, was ich mache. Soll ich einfach auf das nächste zweite Standjahr hoffen und das Beet nochmal akribisch herrichten?? Oder nochmal alles raus - außer der gut tragenden Reihe - und neue Pflanzen an einer anderen Stelle - nciht mehr in dieses Beet setzen - ich tendiere zu letzterem. Eine Freundin kommt sich die Sache nachher mal ansehen, die hätte auch noch ein paar schöne Senker übrig. Das ginge dann noch recht schnell - immerhin ist schon Oktober.

Gesammelte Fixpunkte:

1. es war ein Beet, auf dem vorher Erdbeeren standen
2. es könnte auch schon dort zu schattig sein
3. zu viel Bewässerung von oben
4. egal, wen man fragt - es war ein mieses Erdbeerjahr.

@ Nemi - falls du noch hier reinschaust über kurz - deine Meinung würde mich natürlich besonders interessieren.

Granate
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Re: Pflege der Erdbeeranlage

Granate » Antwort #106 am:

Wow, ich bin froh, dass ich diesen Faden über die Suchfunktion gefunden habe! Vielen Dank für die zahlreichen Tipps :)

Hier wurde ja öfter auch gefragt, ob ein dauerhaftes Erdbeerbeet funktioniert - wie erwartet nein, jedenfalls nicht ohne Bodenaustausch.

Ich wollte jetzt aber gerne mal fragen, ob jemand Erfahrungen mit einem Wanderbeet hat? Würde das funktionieren, wie ich es mir durchdacht habe:

Ich habe ein Beet 3,5m x 1,20m. Dieses Beet würde ich in drei Unterbeete teilen.
Dabei jeweils einen 40cm Streifen für Erdbeeren vom 1. Standjahr, vom 2. Standjahr und vom 3. Standjahr.

Die 3jährigen Erdbeeren würden nach der Ernte im Juli rausfliegen, im Anschluss dann direkt eine Gründüngung. Diese würde dann nach dem Absterben im Frühjahr eingearbeitet, sodass dann im Anschluss die neuen Ableger kommen (die ich von den 2jährigen entnehme und in Töpfe einwurzeln lasse). Alle anderen Ableger werden konsequent entfernt.
So würden quasi Jahr für Jahr die Unterbeete wandern.

Könnte das so funktionieren? Reicht die Gründüngung aus, um den Boden wieder recht fit zu machen für die neue Runde?
Hier im Faden wurden Tagetes empfohlen, weil sie desinfizieren. Oder doch lieber Phacelia?

Die Unterbeete würde ich mit einer Rasenkantblechschiene von einander trennen, damit man keine Probleme mit dem Umgraben hat.


Wenn das alles so klappt, wie durchdacht:
Wie viele Erdbeeren kann ich auf einen Streifen von 3,5m x 40cm setzen, wenn ich sie im Zickzack setze (Ich würde konsequent alle Ableger ausknipsen)?


Würde mich über Tipps und/oder weitere Anregungen freuen!
Zuletzt geändert von Granate am 12. Jun 2026, 09:19, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Pflege der Erdbeeranlage

Staudo » Antwort #107 am:

Tagetes helfen gegen Älchen. Wenn Erdbeeren jahrelang auf derselben Stelle wachsen, können sich Pilzkrankheiten breitmachen. Deshalb habe ich vor einigen Jahren meinen Gemüsegarten komplett verlegt. Ich habe den Platz dafür.
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Re: Pflege der Erdbeeranlage

Granate » Antwort #108 am:

Das ist schön, wenn man den Platz dafür hat. ;) Dann hätte ich diese Probleme auch nicht.

Mein Platz ist aber leider begrenzt, aber wenn man gut plant und überlegt, wird schon eine gute Lösung dabei rauskommen.
Pilzkrankheiten will ich auf jeden Fall nicht züchten.
Wenn der Plan mit dem Wanderbeet nicht funktioniert, dann muss ich mir was anderes ausdenken.
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Re: Pflege der Erdbeeranlage

thuja thujon » Antwort #109 am:

Du kannst Anfangs im Boden pflanzen, nach 3 Jahren roden und das Beet mit Unkrautvlies abdecken, darauf Erdbeeren in Töpfen anbauen und nach 3 Jahren das Unkrautvlies entfernen und wieder in den Boden pflanzen.
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Re: Pflege der Erdbeeranlage

cydorian » Antwort #110 am:

Granate hat geschrieben: 12. Jun 2026, 09:15 Ich wollte jetzt aber gerne mal fragen, ob jemand Erfahrungen mit einem Wanderbeet hat?
Denke, das machen Viele, auch mein Erdbeerbeet wandert durch den Garten. Jede Reihe wird nach zwei Jahren Erdbeeren gerodet und eine neue Reihe bepflanzt. Und nein, ein Brachejahr mit Gründüngung reicht nicht aus, bevor man erneut Erdbeeren setzt. Drei Jahre Minimum. Vor dem Pflanzjahr dann Vorkultur, Gründüngung.
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Re: Pflege der Erdbeeranlage

Granate » Antwort #111 am:

cydorian hat geschrieben: 12. Jun 2026, 09:58
Granate hat geschrieben: 12. Jun 2026, 09:15 Ich wollte jetzt aber gerne mal fragen, ob jemand Erfahrungen mit einem Wanderbeet hat?
Denke, das machen Viele, auch mein Erdbeerbeet wandert durch den Garten. Jede Reihe wird nach zwei Jahren Erdbeeren gerodet und eine neue Reihe bepflanzt. Und nein, ein Brachejahr mit Gründüngung reicht nicht aus, bevor man erneut Erdbeeren setzt. Drei Jahre Minimum. Vor dem Pflanzjahr dann Vorkultur, Gründüngung.
Ja, die meisten lassen ihre Beete wandern. Sie benutzen dann „frische“ Beete, in denen jahrelang keine Erdbeeren standen.

Meine Frage war, ob man innerhalb eines Beets wandern kann, und dabei eben nur einige wenige Monate Pause hat, in der man Gründüngung aussät.
Geht wohl nicht.

Ich bräuchte also ein zwei identisch große Beete, die ich alle drei Jahre wechseln kann?
Dabei muss ich dann darauf achten, dass ich in dem „Erdbeer-Pause-Beet“ nichts pflanze, was Erdbeerkrankheiten begünstigt oder die gleichen Nährstoffe, wie Erdbeeren verbrauchen? Also auch keine Starkzehrer, wie Tomate, Kartoffeln, Paprika?
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Re: Pflege der Erdbeeranlage

DerTigga » Antwort #112 am:

Beet mit 4 Pflanzstreifen, einer davon bleibt immer nen ganzes Jahr lang ungenutzt bzw. wird nur Nährstoffnachschub technisch 'bestückt' ? Oder käme dir das zu sehr als Verschwendung von (Ernte)Möglichkeiten vor ? :)
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Re: Pflege der Erdbeeranlage

cydorian » Antwort #113 am:

Habe immer drei Reihen Erdbeeren, parallel liegend, nebeneinander. Egal ob man dazu "Beet mit drei Reihen" sagt oder eben nur "drei Reihen". Das ist nur Formsache. Man könnte auch drei Reihen anders im Garten verteilen.

Reihe 1 ist neu, Reihe 2 steht schon ein Jahr, Reihe 3 wird gerodet und bleibt dann mehrere Jahre von Rosengewächsen frei (also auch keine Himbeeren oder so). Reihe 3 also weg, eine ganz neue Reihe 0 wird dafür mit Erdbeerjungpflanzen bepflanzt und wird damit zur neuen Reihe 1. So wandern die Reihen durch den ganzen Garten, wie Bockspringen.

Als Nachkultur nach Erdbeeren nehme ich gerne Zwiebelgewächse, z.B. Lauch. Die grossen Plantagen hier pflanzen gerne Spargel, der hat auch mehrere Jahre Standzeit, passt im Direktverkauf sehr gut zu Erdbeeren und hat ähnlichen Maschinen- und Personaleinsatz, nur verschoben, also keine Arbeitsspitzen.

Wenn man im Garten nur Platz für diese drei Reihen hätte, bleibt nur Topfkultur, nachdem die Reihen "verbraucht" sind, wie hier schon erwähnt.

Ist der Garten zu klein, würde ich den Erdbeeranbau reduzieren auf spezielle, besondere Sorten, deren Früchte man nicht kaufen kann. Massenware wie Elsanta, Sonata, Clery, Malvina würde man dann weglassen und mir lieber gute Verkäufer dafür suchen. Spass, Aroma und Wertschöpfung maximieren.
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Re: Pflege der Erdbeeranlage

thuja thujon » Antwort #114 am:

Granate hat geschrieben: 12. Jun 2026, 10:08Ich bräuchte also ein zwei identisch große Beete, die ich alle drei Jahre wechseln kann?
Dabei muss ich dann darauf achten, dass ich in dem „Erdbeer-Pause-Beet“ nichts pflanze, was Erdbeerkrankheiten begünstigt oder die gleichen Nährstoffe, wie Erdbeeren verbrauchen? Also auch keine Starkzehrer, wie Tomate, Kartoffeln, Paprika?
Starkzehrer sind kein Problem, es gibt Dünger zu kaufen oder man nutzt eigenen Kompost und ähnliches. Mit Kartoffeln und Tomaten sollte man allerdings aufpassen, weil sie sich einige Krankheiten wie Verticillium mit Erdbeeren teilen.
Besser als eine dreigliedrige Fruchtfolge ist auch die fünfgliedrige, also nur alle 5 Jahre das gleiche aufs Beet und gerne auch mal eine Winterung einbauen, nicht nur Sachen die erst im Frühjahr gepflanzt werden.

Apfelbäume sollte man auch etwas fernhalten wegen der Lederbeeren/Kragenfäule.
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Re: Pflege der Erdbeeranlage

Granate » Antwort #115 am:

cydorian hat geschrieben: 12. Jun 2026, 10:38 Habe immer drei Reihen Erdbeeren, parallel liegend, nebeneinander. Egal ob man dazu "Beet mit drei Reihen" sagt oder eben nur "drei Reihen". Das ist nur Formsache. Man könnte auch drei Reihen anders im Garten verteilen.

Reihe 1 ist neu, Reihe 2 steht schon ein Jahr, Reihe 3 wird gerodet und bleibt dann mehrere Jahre von Rosengewächsen frei (also auch keine Himbeeren oder so). Reihe 3 also weg, eine ganz neue Reihe 0 wird dafür mit Erdbeerjungpflanzen bepflanzt und wird damit zur neuen Reihe 1. So wandern die Reihen durch den ganzen Garten, wie Bockspringen.

Als Nachkultur nach Erdbeeren nehme ich gerne Zwiebelgewächse, z.B. Lauch. Die grossen Plantagen hier pflanzen gerne Spargel, der hat auch mehrere Jahre Standzeit, passt im Direktverkauf sehr gut zu Erdbeeren und hat ähnlichen Maschinen- und Personaleinsatz, nur verschoben, also keine Arbeitsspitzen.

Wenn man im Garten nur Platz für diese drei Reihen hätte, bleibt nur Topfkultur, nachdem die Reihen "verbraucht" sind, wie hier schon erwähnt.

Ist der Garten zu klein, würde ich den Erdbeeranbau reduzieren auf spezielle, besondere Sorten, deren Früchte man nicht kaufen kann. Massenware wie Elsanta, Sonata, Clery, Malvina würde man dann weglassen und mir lieber gute Verkäufer dafür suchen. Spass, Aroma und Wertschöpfung maximieren.

So werde ich es wohl auch machen müssen. Wird etwas umständlich, aber ich könnte es hinbekommen, dass jede Reihe eine Pause von drei Jahren hat. Fünf wären definitiv nicht möglich.

Erdbeeren anbauen ist uns sehr wichtig, zum einen, weil Bio Erdbeeren sehr teuer sind und zum anderen baue ich größtenteils die einzige Sorte an, die mein Mann als Allergiker verträgt (andere Sorten, ob gekauft oder aus dem Garten, verträgt er nicht).
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