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Vögel im Garten (Gelesen 172673 mal)

Tiere beobachten, schützen und erkennen

Moderator: partisanengärtner

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Cryptomeria
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Re: Vögel im Garten

Cryptomeria » Antwort #1320 am:

Genau. Man muss nur ein bisschen überlegen. Wichtig sind Schlaf- und Nistmöglichkeiten und dann die Nahrung. Überwiegend Insekten für die Brut und später auch Sämereien. In den verwilderten Gärten, in denen es alles gibt, fühlt man sich oft wie in einer Oase inmitten öder Wüste. Und dieses Paradies kann man auch beeinflussen, wenn man einen nicht zu kleinen Garten hat. Man sieht dann oft, wie sich in solchen Gärten alles sammelt.
VG Wolfgang
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Veilchen-im-Moose
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Re: Vögel im Garten

Veilchen-im-Moose » Antwort #1321 am:

Ich habe keine Vergleiche angestellt. Kürzlich habe ich aber mal einfach eine Stunde lang die Vogelstimmenerkennungsapp Merlin Bird auf meinem Handy laufen lassen. Es war früh morgens, piepte und tirilierte überall und Merlin Bird entdeckte 21 Vogelarten. Ich war positiv überrascht. Aber vielleicht wären es vor 20 Jahren noch mehr Arten und Einzeltiere gewesen.

Die Zeit der Stare ist bei uns immer der Mai bis in den frühen Juni. Dann fallen vorübergehend kleine Schwärme von um die 20 Tiere (Eltern mit Nachwuchs) bei uns ein, suchen den Rasen ab und plündern alle Futterspender. Und dann, schwups, ist es wieder vorbei und es kommt höchsten mal ein Einzelstar.
Es gibt überall Blumen für den, der sie sehen will
Henri Matisse
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Roeschen1
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Re: Vögel im Garten

Roeschen1 » Antwort #1322 am:

Da ich 30 Jahre hier wohne, habe ich einen guten Vergleich.
Es ist die Verdichtung, letzte Gärten wurden bebaut, Neubauten ohne Grün, nur Beton und ein paar Alibipflanzen.
Da die Straße in den 70igern bebaut wurde, war vorher Gartenland, kommt jetzt ein Generationenwechsel, was Einfluß auf die Gärten hat. Man möchte möglichst wenig Gartenarbeit, Loungemöbel/Grill sind wichtig.
Keine Obstbäume, Beerensträucher, Blumen usw. mehr, wo sich Insekten tummeln.
Gräser, Glanzmispeln sind beliebt.
Bestes Beispiel neben mir, früher ein verwilderter Garten mit Obstbäumen, riesiger Weide, Wiese.
Jetzt ein paar Buchs, alle Arten von Thuja, Cotoneaster, Glanzmispel, da ist nie ein Vogel.
Vor dem Neubau gab es allein 4 Spechtarten, Igel, Blindschleichen, Kröten und noch viel mehr.
Grün ist die Hoffnung
adiclair
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Re: Vögel im Garten

adiclair » Antwort #1323 am:

Veilchen-im-Moose hat geschrieben: 20. Jun 2026, 16:22Vogelstimmenerkennungsapp Merlin Bird
Diese App habe ich jetzt mal getestet - naja. Wir haben hier ein Elstern-Paar die den ganzen Tag nur Krach machen, aber die App hat die nicht erkannt oder nicht gehört! Und angebliche Mauersegler habe ich auch nicht gesehen...
Mal wieder nichts Halbes und nichts Ganzes diese App (von Dritten)!
Wer kontrolliert die Kontrolleure?
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Veilchen-im-Moose
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Re: Vögel im Garten

Veilchen-im-Moose » Antwort #1324 am:

Da ist meine Erfahrung aber deutlich positiver. Die Vögel, die ich sehe, werden auch angezeigt. Die Vogelstimmen, die ich erkenne, stimmen dann auch mit der Identifikation der App überein. Bei den anderen "Sichtungen" vertraue ich dann der App.
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Hyla
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Re: Vögel im Garten

Hyla » Antwort #1325 am:

Die Häuser stehen aber auch auf immer kleineren Grundstücken.
Von den in den 70er/80er Jahren üblichen 1200m² sind wir inzwischen bei 450 m² angelangt. Im Gegensatz dazu hat aber die Wohnfläche der Häuser ständig zugenommen. ::)
Liebe Grüße!


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Re: Vögel im Garten

_Annette_ » Antwort #1326 am:

Ich benutze Merlin auch regelmäßig. Wenn ich etwas unbekanntes oder überraschendes angezeigt bekomme, suche ich. So habe ich schon viele neue Vögel kennengelernt. Manchmal kennt sie Vögel nicht, oder interpretiert sie falsch. Stare zum Beispiel machen recht variablen Krach. Rabenvögel werden nicht immer perfekt unterschieden, mit Geräuschen von Jungvögeln gibt es Probleme, und auch mit Wasservögeln.
Ich denke, das liegt daran, dass die App von einer amerikanischen Uni stammt, und auch in Nord und Südamerika mehr genutzt wird. Die App lebt davon, dass Menschen richtig zugeordnete Vogelstimmen hochladen. Davon gibt es wohl in den USA mehr.
Und Vögel, die es hier und dort gibt, machen auch sehr unterschiedliche Geräusche in unterschiedlichen Gegenden.
Die in unserer Gegend sehr häufigen Rotmilane wurden auch lange nicht erkannt.
Aber im Großen und Ganzen bin ich von Merlin begeistert. In unserem kleinen Garten (mit riesiger Linde im Nachbargarten) habe ich bereits über 60 Vogelarten über die Jahre identifiziert. Man glaubt gar nicht, was es alles gibt, bevor man anfängt zu suchen!
Und um alles zu dokumentieren, gibt es eBird. Da kann man seine Beobachtungen eintragen. Man kann dort in den Landes- und Bundeslisten für den jeweiligen Monat oder das Jahr sehen, auf welchem Platz man ist, bei der Anzahl der beobachteten Arten. Und man kann erkunden, wo in der Gegend oft Vögel beobachtet werden. Eine Freundin nennt das immer "Pokemon Go für Vögel".
Man sieht, ich mag die App :D
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Re: Vögel im Garten

Rieke » Antwort #1327 am:

Die Sichtschutzzäune müssen beim Blick aus dem Fenster ja auch richtig häßlich sein: nur Rasen, evt. noch ein Trampolin für die Kinder und dann nach ein paar Metern hört die Welt am Zaun auf …

Hier sind gerade 2 Kirschenfresser unterwegs: 2 junge Füchse, die die runtergefallenen Früchte aufgesammelt haben.
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Re: Vögel im Garten

Hyla » Antwort #1328 am:

Hm, ja, das liest sich sicher sehr versnobt von mir, von wegen kleine Grundstücke lalala. Es gab immer kleine Grundstücke, aber eben nicht ausschließlich. Es gab eine gemischte Bebauung mit kleinen und großen Grundstücken, gepflegte, ungepflegte und null Grünflächen. Das hat sich ausgeglichen.
Jetzt haben ganze Siedlungen überpflegte kleine Grundstücke. Da bleibt kein Platz für Tiere.

An der Süßkirsche in Sichtweite von oberen Flurfenster sind noch rote Kirschen dran. Bisher habe ich keine Vögel dran gesehen.
Liebe Grüße!


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Re: Vögel im Garten

Kürbisprinzessin » Antwort #1329 am:

Hyla hat geschrieben: 21. Jun 2026, 22:13 Hm, ja, das liest sich sicher sehr versnobt von mir, von wegen kleine Grundstücke lalala. Es gab immer kleine Grundstücke, aber eben nicht ausschließlich.
Ich glaube, dass da schon was dran ist. Man möchte Familien ermöglichen, dass sie Häuser bauen. Gleichzeitig sollen Städte (Dörfer) nicht noch weiter zersiedelt (Natur zerstört) werden. Also gibt es in ausgewiesenen Neubaugebieten eher viele kleine Grundstücke. Die natürlich trotzdem absurd teuer sind.
Das erlebe ich bei uns jedenfalls auch so.
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