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Schrebergarten mit Aussicht (Gelesen 171 mal)

Gartengestaltung von Planen, Gelände und Boden über generelle Anlage, Wege, Steine, Zäune, Beete bis hin zu Kunst und Handwerk

Moderatoren: Nina, AndreasR

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Frau P
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Schrebergarten mit Aussicht

Frau P »

Gleich vorneweg: ich bin keine Poetin oder Schriftstellerin, schöne Fotos sind auch eher Zufall... die momentane Arbeitshypothese meines Lebens ist: ich kann von einigem ein bisschen und den Rest pfusche ich halt so hin und manchmal passt es dann... ;D
D.h. wer meine Fotos bearbeiten möchte oder vielleicht einen schmissigen Threadtitel parat hat...oder mir bei meinen "Pfuschereien" einen Hinweis geben will... sehr gerne!

Einen ersten thematischen Thread zum Schrebergärtchen gibt es hier.

Aber fangen wir von vorne an. Wir haben den Schrebergarten Mai 2024 übernommen, er wurde vor der Übergabe noch schnell "saubergemacht", d.h. bis zum Häuschen das knapp mittig steht, wurde alles auf max 10cm abgesenst- ok, der Lavendel und alles was blüht wurde verschont. ;)
Der hintere Teil war komplett verunkrautet- wie hoch Pfefferminze wachsen kann, war mir gar nicht klar! Für die, die es nicht wissen- 1,40m kann sie locker schaffen. Oberirdisch. Unterirdisch sind durchaus auch 1,5 Spatentiefen drin.
Das Schrebergärtchen hat verschiedene Beetstellen: am Eingang, im hinteren seitlichen Bereich die größte Anbaufläche und dann am Außenrand entlang.
Ich hätte den Garten ja sehr anders angelegt, mir den wunderbaren Blick auf die schwäbische Alb nicht mit einem Pflaumenbaum, einem (unbewachsenen) Rosenbogen und einem Wasserhahn zugebaut/zugepflanzt. Ich hätte auch nicht das größte Gemüsebeet in diese Blickrichtung gesetzt. Ich hätte keine schnurgeraden Wege gesetzt und und und.
Aber so ist es nun mal im Schrebergarten. Dafür hatten wir einen Kirschbaum mit sehr leckeren Kirschen, einen Apfelbaum mit wirklich guten Äpfeln, einen Holunder :-* , eine Feige, die sehr früh trug, so dass ich die Ernte in den Sommerferien nicht verpasse. Und erwähnte ich schon den Ausblick?
Ehrlich gesagt, die Kriterien, warum wir diesen Garten nahmen, waren: dieser Ausblick!!! Die tragende Feige! Eine gemauerte Laube! Und ganz profan: kurzer Weg zur Gemeinschaftstoilette! Ein weiterer Grund war vorhanden, bleibt aber privat. ;)

Wo war ich? Ach ja, der Zustand des Gartens!
Also verunkrautet war er. Zugewachsen mit verschiedensten Pflanzen. Der Jüngste (damals 8 und ca. 145cm cm groß) konnte sich mitten hineinstellen und wurde nicht mehr gesehen....
Wie gesagt: Die Blumenrabatten und das Gemüsebeet (Unkraut natürlich) im vorderen Teil waren abgesenst, der Lavendel wurde erkannt und verschont. Sah als erstes dann recht aufgeräumt aus. Im hinteren Teil alles hoch überwachsen.
Der Apfelbaum auf dem Rasen niedrig und schief- irgendwann hatte man ihm die Spitze abgesägt und danach nie wieder geschnitten, so wie es aussah...
Vor dem Haus eine Rabatte mit filzigem Hornkraut, ein paar Margariten und hauptsächlich Unkraut. Daran anschließend eine Stelle mit leckerem weißen Wein, der den Weg zum hinteren Teil des Gartens auf einer Länge von 1m überdachte und bis aufs (und natürlich INS) Dach wuchs.

Dann das Gemüsebeet (wir nennen es in der Familie immer noch "das Pfefferminzbeet") war 4/5 mit Pfefferminze überwuchert, das fehlende 1/5 waren Johannisbeeren, eine Goldjohannisbeere und 2 Jostas und eine kleine Himbeere...

Ein alter doppelter offener Komposter, bei dem ich froh war, dass ich im ersten Jahr die Brille nicht aufhatte als ich ihn anschaute- so kann ich heute noch überzeugt sagen, dass es ein Hase oder Marder gewesen ist, den ich da huschen sah....Ganz fest davon überzeugt!
Wo war ich?
Ja der offene Komposter... den wir heute das Steinebeet nennen- dazu später mehr... Er sollte (so war die Auflage bei der Übernahme) entfernt werden, da er einbetoniert war und das nicht mehr erlaubt ist.
Es gab eine schöne blickdichte Hartriegel-Hecke, die das Wiesenstück mit dem Trompetenbaum, Maulbeerbaum, Rose, Feige, Holunder und die dahinter liegende Terrasse vor Vorbeigängern und deren Blicken schützte. Die Hecke wunderschön grün und wahnsinnig dicht- bestimmt 2m hoch und 3-4m lang. Direkt am Gang gepflanzt- und daher war schnell klar: sie muss weg, denn ich bekam immer Ausschlag, wenn ihre Blätter mich streiften. Schade drum. Aber ich mochte weder die Blüten und den Geruch des Hartriegels. Nur die Blätter finde ich hübsch. Gegenüber der Hecke wuchs (wächst inzwischen stark geschwächt) irgendetwas in bis ca. 170cm Höhe, was nach Beifuß aussah und auch sehr krautig / aromatisch roch.
Neben der Terrasse zum Nachbarn gab es ein Himbeer / Jostabeet und eine verwilderte Ecke aus Lilien, Giersch, Beinwell und Lungenkraut. Sonnenblumen gab es später im Jahr auch noch.
Und das war schon der erste Rundgang.

Fotos folgen...
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Das war wohl der Ursprung des Pfefferminzbeets- zwei Sorten, doppelte Freude!
Das war wohl der Ursprung des Pfefferminzbeets- zwei Sorten, doppelte Freude!
Ich denke heute noch, dass der Rasen von unserem linksseitigen Nachbarn geschnitten wurde. Er liebt es kurz und gelb!
Ich denke heute noch, dass der Rasen von unserem linksseitigen Nachbarn geschnitten wurde. Er liebt es kurz und gelb!
Die vielen Grüntöne haben auch etwas- der Porree zwischendrin... :D
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helga7
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Re: Schrebergarten mit Aussicht

helga7 » Antwort #1 am:

Oh, das wir spannend! :)
Ich freu mich schon auf die Weiterführung deiner Geschichte. :)
Ciao
Helga
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hobab
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Re: Schrebergarten mit Aussicht

hobab » Antwort #2 am:

Schöne und anschauliche Beschreibung - bei genügend Energie ein gutes Projekt. Wär was für die Wanderfolie: Jedes Jahr eine beispielsweise 5x10 m Bändchengewebefolie verlegen und die Fläche nach einem Jahr bepflanzen. Alles zu mähen, fräsen, hacken und danach frei zu krauten - da müsste die Batterie sehr groß und gut geladen sein…
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Frau P
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Re: Schrebergarten mit Aussicht

Frau P » Antwort #3 am:

hobab hat geschrieben: 23. Jun 2026, 08:11 Alles zu mähen, fräsen, hacken und danach frei zu krauten - da müsste die Batterie sehr groß und gut geladen sein…
... oder man hat einen Mann, dem man die Arbeit aufs Auge drückt?
IMG_5248.jpeg
(ehrlicherweise haben wir die Arbeit total unterschätzt)


Wir haben uns die Arbeit etwas geteilt: Er hat das vordere Gemüsebeet von Unkraut befreit, während ich und die 3 Söhne hinten Pfefferminze gerodet haben, zumindest 2 Beete. Zwischendrin durften die Kinder auch Holzfäller spielen und den Pflaumenbaum (keine leckeren Pflaumen und mitten in der Aussicht) anhacken. Das war natürlich das Beste!
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Lady Gaga
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Re: Schrebergarten mit Aussicht

Lady Gaga » Antwort #4 am:

4 Helfer! Das kann nur ein guter Start sein! ;D
Danke für deine Gartengeschichte, da habt ihr einiges erlebt und ich bin gespannt, wie es weitergeht.
Hast die geliebte Aussicht schon wo gezeigt?
Grüße aus dem Burgenland, dem Land der Sonne!
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