Vor manchen Ackerkulturen flüchtet die Begleitflora (hier Ackerkamille und Kornblume) in den Wegesaum.
Sehr gelungen fand ich die Randgestaltung mit Pestwurz.
Natternkopf gab es hier früher eher selten, inzwischen werden wohl überall wo Erde bewegt wird anschließend die Samen hingeworfen, hier farblich passend zur Bebauung.
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Am Wegesrand (Gelesen 84421 mal)
- cydora
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Re: Am Wegesrand
Ich bin ja absoluter Fan vom Fingerhut. Auf meinen letzten Spaziergängen im Taunus habe ich Hunderte gesehen. Sooo schön 
Am meisten begeistert mich die Kombi mit der Drahtschmiele
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Liebe Grüße - Cydora
- cydora
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Re: Am Wegesrand
Die Drahtschmiele liebe ich auch. Bezaubernd, wenn sich ihre Halme im Wind wiegen.
Liebe Grüße - Cydora
- Kürbisprinzessin
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Re: Am Wegesrand
Ich liebe Natternkopf und Fingerhut! 
- sempervirens
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Re: Am Wegesrand
Finde sie auch toll erweise sehr schöne Pionier Pflanzen hier teils zusammen:
- hobab
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Re: Am Wegesrand
Ungewöhnlich, da Fingerhut es sauer und Echium es lieber basisch mag. So hab ich das jedenfalls noch nie gesehen - aber schön ist es!
Berlin, 7b, Sand
- Staudo
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Re: Am Wegesrand
Da wurde der gepflügte Feldsaum nicht mitgespritzt.
„Am Ende entscheidet die Wirklichkeit.“ Robert Habeck
- sempervirens
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Re: Am Wegesrand
Da ich es an anderer Stelle erklärt habe:
Ja genau, das ist eine seltene Kombination aus einer Kalamitätsfläche, einer Baustelle und einer relativ artenreichen Weide, die sich in der Nähe befindet. Die Kalamitätsfläche war vorher von Fingerhut, Ginster und Besenheide dominiert. Da diese Flächen jetzt aber zunehmend mit Birke, Faulbaum und Co. verbuschen, weichen die Pionierarten auf die Baustelle aus. Man sieht auf den Bildern auch oben das Echium vorallem am des Weges dominiert.
Gleichzeitig wurde hier aufgrund einer Großbaustelle massiv Gestein abgetragen. Dabei scheint auch einiges aus der Samenbank im Boden freigesetzt worden zu sein: Die Humusschicht aus der Nadelstreu des früheren Forstbestandes (die eigentlich das Wachstum von monodominanten Beständen wie Fingerhut, Heide und Ginster begünstigt hat) wurde nämlich durch die Bauarbeiten und das ständige Umwälzen und Vermischen der Erde zerstört. Dadurch konnten plötzlich auch ganz andere Arten neben Fingerhut und Co. vorkommen – wie etwa die Färberkamille, die hier im Wald an den Wegrändern ab und zu mal wächst, oder auch Margeriten und Co., die von der artenreichen Weide direkt nebenan stammen.
Das Ganze läuft jetzt schon seit fünf Jahren. Der Boden wurde immer wieder massiv verschoben und gestört, und es wurde immer mal wieder fremde Erde angekarrt. Teils war das fetter Ackerboden mit Ackerwildkräutern wie Sherardia und Mohn, teils aber auch Kalkschotter mit Dost und vermutlich auch dem Natternkopf.
Daraus hat sich über die Jahre eine sehr interessante, untypische Ruderalflur entwickelt. Also ja: Eine natürliche Wiese ist das nicht, aber es war auch nie eine Wiese, sondern immer eher eine Ruderalflur. Durch den menschlichen Einfluss trifft hier saures Gestein auf Kalkschotter, und bedingt durch die Umgebung sowie das Herankarren von Erde konnten völlig unterschiedliche Arten eine Pionierrolle einnehmen.
Dort wo man die Baumstümpfe der Fichten noch sehen kann dominiert der Fingerhut: Dort ist auch der Grasanteil schon deutlich höher, was zeigt das dort weniger Störung stattgefunden hat. An den Stellen wo die Baumstümpfe und somit auch viel Oberboden entfernt worden sind ist der Echium dominnater: Und andere Ruderalisierungszeiger wie die Nickende Distel ist auch dabei: