News: Problem bei der Anmeldung? Bitte Mail über das Kontaktformular ganz unten! | garten-pur unterstützen mit einer Spende oder über das Partnerprogramm!
Obstbaumveredler-Adepten-Fragen (Gelesen 530116 mal)
Moderator: cydorian
Re: Obstbaumveredler-Adepten-Fragen
Wenn man die Verzwergung und die Trockenheitsverträglichkeit (was für Wörter) in die Waagschale wirft,
so sollte man auch die verkürzte Lebensdauer durch Unverträglichkeiten, die Knubbelbildung,sowie die dornigen Austriebe (daher wird empfohlen, möglichst bodennah zu veredeln) und vor allem die Feuerbrandanfälligkeit von Weißdorn mitberücksichtigen.
Nachtrag: Feuerbrandanfälligkeit bedeutet hier, dass crataegus unter Umständen Wirt für das Bakterium Erwinia amylovora ist, ohne selbst Anzeichen der Krankheit zu zeigen, aber das Transplantat infizieren kann.
so sollte man auch die verkürzte Lebensdauer durch Unverträglichkeiten, die Knubbelbildung,sowie die dornigen Austriebe (daher wird empfohlen, möglichst bodennah zu veredeln) und vor allem die Feuerbrandanfälligkeit von Weißdorn mitberücksichtigen.
Nachtrag: Feuerbrandanfälligkeit bedeutet hier, dass crataegus unter Umständen Wirt für das Bakterium Erwinia amylovora ist, ohne selbst Anzeichen der Krankheit zu zeigen, aber das Transplantat infizieren kann.
Zuletzt geändert von mybee am 4. Mai 2026, 15:56, insgesamt 1-mal geändert.
- Rib-2BW
- Beiträge: 6508
- Registriert: 5. Dez 2014, 17:19
- Region: Mittelgebirge
- Höhe über NHN: 340
- Bodenart: lehmig
- Winterhärtezone: 6b: -20,4 °C bis -17,8 °C
Re: Obstbaumveredler-Adepten-Fragen
Feuerbrandanfälligkeit von Weißdorn wird oft erwähnt, dennoch kaum gesehen und noch weniger juckt es der Wildpopulation. Häufiger findet man es auf Quitte. Da rät aber keiner von ab.
Die Unterlagsaustriebe sind in einem kontrollierten Garten kein Problem. Junge Triebe einfach früh ausbrechen. Das war bei mir im April bei der Mispel nötig. Arbeitsaufwand pro Jahr pro Baum: keine 3 Minuten.
Die Unterlagsaustriebe sind in einem kontrollierten Garten kein Problem. Junge Triebe einfach früh ausbrechen. Das war bei mir im April bei der Mispel nötig. Arbeitsaufwand pro Jahr pro Baum: keine 3 Minuten.
-
Wild Obst
- Beiträge: 3131
- Registriert: 25. Aug 2014, 19:35
- Region: Heckengäu am Schwarzwaldrand
- Höhe über NHN: rund 570m
- Bodenart: (toniger) Schluff, Pararendzina? Muschelkalk
- Winterhärtezone: 7a: -17,7 °C bis -15,0 °C
- Kontaktdaten:
Re: Obstbaumveredler-Adepten-Fragen
Naja, der Katzenkopf auf Weißdorn ist vielleicht maximal 1m lang nach 4 Jahren. Wird wohl sehr früh vergreisen, wenn der jetzt noch blüht und fruchtet.
Aber ist jetzt nur auf meinem Testweißdorn, nix, was mich extrem stört, aber für einen Baum von dem ich Ertrag wollte, sicher nichts gutes.
Aber ist jetzt nur auf meinem Testweißdorn, nix, was mich extrem stört, aber für einen Baum von dem ich Ertrag wollte, sicher nichts gutes.
- Obstliebhaber
- Beiträge: 528
- Registriert: 18. Jun 2020, 11:58
- Region: Fränkische Platte
- Höhe über NHN: 238
- Bodenart: schwer, hoher Tonanteil
- Winterhärtezone: 7b: -14,9 °C bis -12,3 °C
Re: Obstbaumveredler-Adepten-Fragen
Bei mir am alten Standort waren überall diese lästigen Weißdornsämlinge aufgegangen an denen ich mich immer wieder aufkratzte. Doch eines Tages beschloss ich mich zu rächen. Ende Juli ein Reis Apfelquitte vom damaligen Kumpel, seines Zeichens studierter Obstbauexperte (er wäre nie auf die Idee gekommen wegen Berufsehre, mangelnder Professionalität etc. ;-), besorgt und druff auf den Weißdorn per Okulation. Vier Jahre später hatte ich einen prächtigen Quittenbaum, der reich fruchtete und um den ich mich fast nie, außer ein bisschen Schnipp-schnapp, kümmerte. Irgendwie war die Quitte jedoch so ein Alte-Leute-Obst — ich hatte sie seinerzeit nicht wirklich geschätzt, die komplette Ernte ging zu den Schwiegereltern. Heute als alter Knochen wäre man froh man hätte sowas im GartenRib-2BW hat geschrieben: ↑4. Mai 2026, 11:26 Feuerbrandanfälligkeit von Weißdorn wird oft erwähnt, dennoch kaum gesehen und noch weniger juckt es der Wildpopulation. Häufiger findet man es auf Quitte. Da rät aber keiner von ab.
Die Unterlagsaustriebe sind in einem kontrollierten Garten kein Problem. Junge Triebe einfach früh ausbrechen. Das war bei mir im April bei der Mispel nötig. Arbeitsaufwand pro Jahr pro Baum: keine 3 Minuten.
- Obstliebhaber
- Beiträge: 528
- Registriert: 18. Jun 2020, 11:58
- Region: Fränkische Platte
- Höhe über NHN: 238
- Bodenart: schwer, hoher Tonanteil
- Winterhärtezone: 7b: -14,9 °C bis -12,3 °C
Re: Obstbaumveredler-Adepten-Fragen
Warum so bescheiden, machs doch so:
Misoo83's little link farm
Misoo83's little link farm
- Obstliebhaber
- Beiträge: 528
- Registriert: 18. Jun 2020, 11:58
- Region: Fränkische Platte
- Höhe über NHN: 238
- Bodenart: schwer, hoher Tonanteil
- Winterhärtezone: 7b: -14,9 °C bis -12,3 °C
Re: Obstbaumveredler-Adepten-Fragen
thx for inspiration, balder
Falls es interessiert, hier noch das Video
https://www.facebook.com/reel/1264050921999736
- thuja thujon
- Beiträge: 24219
- Registriert: 28. Apr 2016, 21:50
- Region: Gemüsegarten Vorderpfalz
- Höhe über NHN: 90
- Winterhärtezone: 8b: -9,4 °C bis -6,7 °C
Re: Obstbaumveredler-Adepten-Fragen
Die vor längerem veredelten Reben sind noch nicht tot. Treiben zögerlich aus, 20°C im Keller sind einfach zu kalt.
Jetzt stehen sie (in gespannter Luft) auf dem Balkon mit demnächst 30°C.
In einer guten Woche kontrolliere ich, ob erste Wurzeln da sind.
Jetzt stehen sie (in gespannter Luft) auf dem Balkon mit demnächst 30°C.
In einer guten Woche kontrolliere ich, ob erste Wurzeln da sind.
gesundes und krankes Gemüse in Amish-Qualität
Re: Obstbaumveredler-Adepten-Fragen
Kirschpfropfung auf Sauerkirschunterlage; im Video können Sie die Pfropfung sehen und wie der gleiche Sämling mit Früchten aussieht.
https://youtu.be/muiCeJynEcw
https://youtu.be/muiCeJynEcw
- Obstliebhaber
- Beiträge: 528
- Registriert: 18. Jun 2020, 11:58
- Region: Fränkische Platte
- Höhe über NHN: 238
- Bodenart: schwer, hoher Tonanteil
- Winterhärtezone: 7b: -14,9 °C bis -12,3 °C
Re: Obstbaumveredler-Adepten-Fragen
Ob es sinnvoll ist hier Links zu platzieren um die Leserschaft aus dem Forum weg woanders hin zu lotsen sei jetzt mal dahingestellt.
- Obstliebhaber
- Beiträge: 528
- Registriert: 18. Jun 2020, 11:58
- Region: Fränkische Platte
- Höhe über NHN: 238
- Bodenart: schwer, hoher Tonanteil
- Winterhärtezone: 7b: -14,9 °C bis -12,3 °C
Re: Obstbaumveredler-Adepten-Fragen
Sechs Wochen später am 16.6.2026 sieht die Sache so aus, doppel-veredelt wurde am 12.4.2026Obstliebhaber hat geschrieben: ↑1. Mai 2026, 12:42 Zweifach-Kopulation mit Gegenzungen: BA29—Gellerts—Williams*
______
* Erstversuch, heute vor 19 Tagen zusammengepfriemelt. Scheinbar haben mich die anwesenden Experten erfolgreich von der Idee des Chippens im Frühjahr abgebracht. ;-)
.
. .
. Recht willig treibt die Willi durch und hat vorläufig noch nicht mit dem Triebwachstum abgeschlossen. So gefällt mir das.
Die Willi im Garten auf Pyrodwarf, Direktveredelung, ist dagegen um Längen abgeschlagen.
Wiederum fallen mir bei Williams die relativ klein bleibenden Blätter auf.
Ist das immer so?
- Obstliebhaber
- Beiträge: 528
- Registriert: 18. Jun 2020, 11:58
- Region: Fränkische Platte
- Höhe über NHN: 238
- Bodenart: schwer, hoher Tonanteil
- Winterhärtezone: 7b: -14,9 °C bis -12,3 °C
Re: Obstbaumveredler-Adepten-Fragen
Bei dieser Williams möchte ich die erste Verzweigung in 70 cm Höhe haben, der Seitentrieb auf dem Bild soll erst nächstes Jahr weg. Vielleicht aber lass ich ihn auch fruchten wenn sich das Bäumchen bis dahin weiter so gut entwickelt und auch eine Blütenknospe ansetzt. Ich möchte jetzt Blattmasse und Dickenwachstum. Augenblicklich hat sie knapp einen Meter über Erdniveau. Komme ich meinem Ziel näher wenn ich jetzt pinziere oder wäre es besser sie jetzt in Ruhe machen zu lassen (womöglich wächst sie noch 20 bis 40 cm weiter) um nächstes Jahr die Terminalknospe zu entfernen oder mit der Schere gar noch tiefer ansetzen?
. . .
.
.
Und dann ist da ja noch die Sache mit dem Pflanzschnitt, den ich bisher immer machte wobei ich bei Kernobst den Mitteltrieb um 1/3 einkürzte.
War das denn richtig oder ist es überflüssig / zu radikal. Jedenfalls soll sie im Oktober raus in de Gadde.
. . .
.
.
Und dann ist da ja noch die Sache mit dem Pflanzschnitt, den ich bisher immer machte wobei ich bei Kernobst den Mitteltrieb um 1/3 einkürzte.
War das denn richtig oder ist es überflüssig / zu radikal. Jedenfalls soll sie im Oktober raus in de Gadde.
Zuletzt geändert von Obstliebhaber am 28. Jun 2026, 18:57, insgesamt 1-mal geändert.
Re: Obstbaumveredler-Adepten-Fragen
Ich würde erstmal etwas gute Erde auffüllen und dann alle Seitentriebe abschneiden, daß die Wunden bald verheilen können.
Im März die Stammhöhe anschneiden.
Im März die Stammhöhe anschneiden.
Gruß aus Karl-Chemnitz-Murx
- Obstliebhaber
- Beiträge: 528
- Registriert: 18. Jun 2020, 11:58
- Region: Fränkische Platte
- Höhe über NHN: 238
- Bodenart: schwer, hoher Tonanteil
- Winterhärtezone: 7b: -14,9 °C bis -12,3 °C
Re: Obstbaumveredler-Adepten-Fragen
Nebenbei: auf die selbst angemixte Erdmischung schwör ich, sonst wäre das Ding nicht so abgegangen.
Aber du hast schon recht, da schauen ein paar Wurzelansätze von der Quitte raus die man noch bedecken könnte.