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Eichenprozessionsspinner (Gelesen 620 mal)

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oile
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Re: Eichenprozessionsspinner

oile » Antwort #15 am:

Könntest Du mir bitte eine Quelle nennen dafür, dass Eulenraupen nicht empfindlich sind? Ich weiß, dass es keine Zulassung für Eulenraupen gibt, aber das ist ja etwas anderes.
Bis jetzt ist es gut gegangen, sagte der Mann, als er am 13. Stockwerk vorbei fiel.

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Rokko21
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Re: Eichenprozessionsspinner

Rokko21 » Antwort #16 am:

Es gibt drei gängige Mittel:
Bacillus thuringiensis dies Mittel wird immer als harmlos dargestellt. Es tötet jedoch fast alle Raupen aller Schmetterlinge

Margosa Extrakt (Neem Baum) für fast alle Insektenarten toxisch

Phyrethroide extrem toxisch für alle Insektenarten.

Es gibt kein Mittel, welches selektiv wirkt

Besonders problematisch ist die Ausbringung per Helikopter oder Sprühkanonen, da die Mittel dann auch weiter verweht werden
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oile
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Re: Eichenprozessionsspinner

oile » Antwort #17 am:

Meine Rede. Skylla und Charybdis.
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Sandkeks
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Re: Eichenprozessionsspinner

Sandkeks » Antwort #18 am:

Ich meine mich zu erinnern, dass die größeren Larvenstadien auch nicht mehr so empfindlich auf die Mittel regieren. Ich habe gerade nicht die Zeit, das nochmal zu recherchieren. Man spritzt eigentlich vor dem 3. Larvenstadium. Natürlich auch, weil ab dem 3. Larvalstadium die Larven Brennhaare haben.

Wir hatten schon ein paar Mal an unserer Eiche Prozessionsspinner. Einmal wollte ich motiviert gleich morgens vor dem Frühstück das Nest entfernen und stand schon in voller Montur vor dem Baum. Die Larven waren aber noch in einer schönen Prozession dabei von ihrem Fraßplatz ins Nest zu prozessieren. Ich habe dann die Aktion nach einem gemütlichen Frühstück durchgeführt (nach 9 Uhr). Das war jahreszeitlich wenige Wochen früher, hoffentlich sind morgen die Tiere schon um 6 im Nest.
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Sandkeks
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Re: Eichenprozessionsspinner

Sandkeks » Antwort #19 am:

Noch als Tipp, falls jemand selber Nester entfernen möchte. Auf jeden Fall die Kleidung vor dem Ausziehen mit Wasser (hoher Druck) abspülen.
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thuja thujon
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Re: Eichenprozessionsspinner

thuja thujon » Antwort #20 am:

Rokko21 hat geschrieben: 29. Jun 2026, 14:11Bacillus thuringiensis dies Mittel wird immer als harmlos dargestellt. Es tötet jedoch fast alle Raupen aller Schmetterlinge
Kommt auf den Strain an. Es gibt hunderte bzw tausende Strains von diesem Bodenbakterium, jeder ist für sich recht selektiv. Wenn man hunderte Strains als solches zusammenmischen und verkaufen würde, käme vielleicht wirklich ein unselektives Insektizid dabei heraus. Dies tut nur niemand, es gibt das also nicht in der Realität. Wenn man den Punkt nicht beachtet, kommt man falschpositiv zu dem Schluss, BT würde gegen alle Schmetterlinge wirken. Viel mehr sollte man aber nur den Strain des jeweiligen Mittels betrachten. Für das Mittel Foray 76 B ist es zB Bacillus thuringiensis subspecies kurstaki Stamm ABTS-351 (Stamm HD-1)
Margosa Extrakt (Neem Baum) für fast alle Insektenarten toxisch
Chemisch handelt es sich um Azadirachtin, die Aussage stimmt so nicht wirklich und prinzipiell wirkt es nur auf frühe Entwicklungsstadien der Insekten.
Phyrethroide extrem toxisch für alle Insektenarten.
Das war einmal, mittlerweile sind verbreitet Resistenzen bekannt und die Wirkung bricht ein. Das betrifft sowohl natürliche Pyretrhoide als auch künstlich optimierte.
Es gibt kein Mittel, welches selektiv wirkt
Siehe oben, das sind schon 2 Beispiele für selektive Mittel.
Besonders problematisch ist die Ausbringung per Helikopter oder Sprühkanonen, da die Mittel dann auch weiter verweht werden
Ich weiß gar nicht ob Helikopter noch so großräumig eingesetzt werden, mittlerweile gibt es zugelassene Applikationsdrohnen, bei denen die Abdrift gut untersucht und ein Risiko ausgeschlossen werden konnte.

Oile, wenn dir die Ausführungen zu den Strains/Stämmen nicht ausreichen, in welcher Form möchtest du die Quelle aufbereitet haben?
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oile
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Re: Eichenprozessionsspinner

oile » Antwort #21 am:

??? Ich kann lesen.
Der Hinweis auf die Wirksamkeit in frühen Stadien überzeugt mich jedenfalls nicht. Die Raupen unterschiedlicher Schmetterlinge sprechen sich ja nicht ab, wann welche Art in welches Stadium eintritt. In BB wurde dieses Jahr in Wäldern (oder einem Wald) aus der Luft gesprüht.
.
Die Absaugung wurde wegen der gleichzeitig stattfindenden Müllabfuhr auf Mittwoch verschoben.
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Re: Eichenprozessionsspinner

Staudo » Antwort #22 am:

Dass die bt-Mittel mittlerweile so spezifisch selektiert wurden, war auch mir unbekannt.
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Re: Eichenprozessionsspinner

Sandkeks » Antwort #23 am:

Im privaten Bereich kommen nur mechanische Bekämpfungsmaßnahmen in Frage. Nur in Wäldern bzw. Waldrändern wurde über Helikopter ausgebracht. Das wurde vor ein paar Jahren verboten. Ich bin mir nicht sicher, ob es wieder eine Zulassung gibt. Für Wälder gibt es aber noch andere Ausbringungsverfahren.
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Re: Eichenprozessionsspinner

ringelnatz » Antwort #24 am:

nur den ganzen Hals voller Pusteln, an den Händen war komischerweise fast nichts.
ganz interessant. Denke nicht, dass das Zufall war. Staudo schrieb schon, dass v.a. Ellenbeugen und Dekolleté betroffen sind. Hat u.U. mit der Hautdicke, insbesondere der verhornten Schicht zu tun.
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Re: Eichenprozessionsspinner

Sandkeks » Antwort #25 am:

Korrekt. Hinzu kommt, dass sich die Hautdicke, und damit die Empfindlichkeit gegenüber den Brennhaaren, zwischen Personen unterscheidet.
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Re: Eichenprozessionsspinner

thuja thujon » Antwort #26 am:

für oile, für das gesamte Paper auf den Link klicken.
https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC10019718/ hat geschrieben:Despite the wide variety of Bt-based bioinsecticides, they are often ineffective against certain pests, due to the very high specificity of Bt insecticidal toxins, among other possible reasons. Even closely related species (i.e., representing the same genus) can show different level of sensitivity to a given Bt protein. For example, Cry1Ca, which is highly active against Spodoptera exigua, has been proven ineffective against S. frugiperda [34]. Therefore, the results cannot be extrapolated between different species and bioassays are always required to determine the exact specificity and insecticidal potency of a given Bt Cry/Vip protein.
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Re: Eichenprozessionsspinner

hobab » Antwort #27 am:

Tatsächlich wirken die Mittel nicht nur nicht bei allen Raupen, sondern sind dazu meistens auch so schwach dosiert, dass sie nicht bis zum Erdboden kommen beziehungsweise kaum. Der Schaden für die Insekten ist, wie thuja sagt, beträchtlich höher wenn die Eichen sterben, als wenn eine Generation Raupen kaputtgeht.

Helikoptereinsatz ist zugelassen, das ist aber Ländersache, also nicht überall gleich. Bei dem heftigem Befall dieses Jahr bleibt einem aber auch nichts anderes übrig, der Wald leidet auch so genug.
Und aus der Praxis: wenn ich beispielsweise Xentari, auch ein Bacillus thuringensis Mittel, nehme, funktioniert das bei den Zünslern, aber bei ganz viel anderen Raupen nicht. Schön wärs wenns so wäre, aber leider muss ich nur allzu oft auf klassische Insektizide zurückgreifen, weil der Bacillus nicht die geringste Wirkung zeigt..
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