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Rindenbrand - diplodia mutila (Gelesen 83244 mal)

Pflanzenstärkung, Krankheiten und physiologische Störungen

Moderator: Nina

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willi2000
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Re: Rindenbrand - diplodia mutila

willi2000 » Antwort #195 am:

Naja,
wer schon in den letzten 10 Jahren mal auf der A5/A67 am Darmstädter Kreuz vorbeigefahren ist konnte sehen wie Rindenbrand selbst der Kiefer massiv zugesetzt hat, die Robinie ist hier wohl der Baum, der mit den Hitzeperioden am besten klarkommt. Apfelanbau kannst du hier vergessen, Pfirsich, Aprikose, Kirsche und Walnuss sind die besseren Alternativen.
Bäume auf M9 würde gar nicht mehr pflanzen, außer ich hab ein Bewässerungssystem. M26 dürfte die bessere Alternative sein.

Schobbe,
Mathilda11
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Re: Rindenbrand - diplodia mutila

Mathilda11 » Antwort #196 am:

und das ganze auch noch so charmant hingeschmissen, die reine Freude..
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hobab
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Re: Rindenbrand - diplodia mutila

hobab » Antwort #197 am:

In der Ecke wachsen wohl ganz
ausgezeichnet Prunus serotina, da soll es ja nen Wald geben, in dem nur noch Neophyten überleben - besonders das Mistzeug.
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cydorian
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Re: Rindenbrand - diplodia mutila

cydorian » Antwort #198 am:

Auch die Region (Elros Baum steht allerdings ganz woanders) rund um Darmstadt war ein historisch bedeutendes Anbaugebiet für Äpfel und andere Obstsorten. Der großflächige Anbau, insbesondere als Streuobstwiesen, prägte die Kulturlandschaft der Region schon seit Jahrhunderten. Es ist durchaus überraschend, wenn das innerhalb weniger Jahre ausgeknipst ist.

Als sich endlich am Ende der Nullerjahre die Vermutungen festigten, wieso nach dem ersten Extremjahr 2003 viele Sorten mit Rindenläsionen sterben, war noch lange nicht klar ob und was da der neue Standard wird. Erst in den Jahren nach 2018, als sich alles massiv beschleunigte war gesichert, was die neue Klimarealität in solchen Gegenden anrichtet.

Hinterher ist es leicht, die Realität zu beschreiben und zu behaupten, es wäre ja alles klar und keine Überraschung. Vorher ist es das keineswegs.

Und M9? In Plantagen, bewässert und je nach Boden auch unbewässert, Hagelschutznetz mit Schattierungswirkung, der übliche Pflanzenschutz ist sie nach wie vor funktionierender Standard. Im Hausgarten war davon schon immer abzuraten, ausser man hat guten Boden, ein Spalier, bewässert dauerhaft und findet Wege für Pflanzenschutz. Es ist die Neigung zu Luftwurzeln, die bezüglich Rindenbrand nun einen weiteren Problemfaktor verursacht, aber das gilt für alle schwachen Unterlagen, je schwächer desto stärker. Auch M26 zeigt eine Neigung dazu, allerdings meist schwächer als M9. Schon die sogenannten Wurzelinitialen sind ein Problem. Die schwache M27 ist noch ausgeprägter wie M9.

Sorten mit starker Golden Genetik, aber auch die mit Cox, Glockenapfel, Goldparmäne drin sind heute die Spitzengruppe der Hochrisikosorten. Ich habe aber auch Ausnahmen in diesen Gruppen, allerdings nur persönliche subjektive Erfahrungen, die kann man noch nicht anpreisen.
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Elro
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Re: Rindenbrand - diplodia mutila

Elro » Antwort #199 am:

cydorian hat geschrieben: 4. Jul 2026, 14:34
Elro hat geschrieben: 1. Jul 2026, 23:36 Heute entdeckt, M9, Sorte Opal, ca. fünf Jahre alt, bekam extra Wasser und nun das.
Die Stelle ist schwierig, die Sorte ist voller ungünstiger Genetik, ich würde zwar auch ausschneiden und desinfizieren, aber schon mal nach einer neuen Sorte suchen.
Stimmt, da steckt viel Golden drin, man könnte fast meinen die Sorte wäre das Original. Wenn der Baum es nicht schafft werde ich diese Sorte nicht erhalten.
Liebe Grüße Elke
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