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Hitzeschäden (Gelesen 240 mal)

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goworo
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Hitzeschäden

goworo »

Nach den Extremtemperaturen im Juni, welche hier 40,6 C erreichten und über viele Tage nur knapp darunter lagen, versuche ich mal eine Zwischenbilanz zu ziehen.
Eine vergleichbare Situation hat der Garten in den letzten knapp 50 Jahren noch nie erlebt. Obwohl ich überall im Garten mit fest installierten Regnern und zusätzlichen mobilen Regnern wässere, sind die Schäden immens.
Fast alle Rhododendron haben zum Teil umfangreiche Blattverbrennungen (nur die nicht mit Tomentum). Inwieweit Verluste von 2 Rhododendron durch Phythophthora auf die Rechnung der Extremhitze gehen, kann ich nicht sagen. Besonders erschreckend für mich ist der erste Fall hier von P. ramorum (oder ist es P. kernoviae?) Großblatt-Rhododendron haben einen verkrüppelten Neuaustrieb. Selbst ausreichendes Wässern reicht nicht aus um diese Schäden zu verhindern.
Positiv überrascht war ich von den Großblatt-Magnolien wie M. officinalis, welche keinerlei Schäden aufweisen. Auch schön zu sehen, dass Hydrangea quercifolia und H. paniculata gut mit der Situation klar kommen. Die typischen Sonnenanbeter aus dem mediterranen Raum sind natürlich höchst zufrieden. Aber das kann leider nicht für die Verluste von anderen Pflanzen entschädigen.
Schon seit längerem trage ich mich mit dem Gedanken, die Kultur von Meconopsis aufzugeben. Nachdem von über 100 Sämlingen gerade mal 10% einigermaßen glimpflich über die Runden gekommen sind, werde ich zukünftig schweren Herzens keine weiteren Versuche mehr machen. Vermutlich wird es noch bei vielen weiteren Pflanzen Ausfälle geben, welche jetzt noch gar nicht erkennbar sind.
Wie sieht es bei euch aus?
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hobab
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Re: Hitzeschäden

hobab » Antwort #1 am:

Schwere Verbrennungen bei Rodgersia im lichtem Schatten, mittelschwer bei Aruncus, bei Rhodo hab ich noch keinen Überblick, bisher eher erwartbare Schäden. Deinanthe teils Blätter und Blüten verbrutzelt.
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Miss.Willmott
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Re: Hitzeschäden

Miss.Willmott » Antwort #2 am:

Wir hatten hier bei uns nur 38,5°C, ich habe den Garten ebenfalls beregnet und die Beete gemulcht, aber auch ich habe Hitzeschäden im Garten. Ein paar Dryopteris affinis haben verbrannte Spitzen an den Wedeln, die Hosta 'Striptease' haben ein paar Verbrennungen, viele Blüten beispielsweise von Campanulas waren ruckzuck verblüht. Das wäre alles zu verschmerzen.

Großen Kummer macht mir aber eine meiner vier Kopfplatanen. Sie treibt nur kümmerlich aus, ihre Blätter kräuseln sich. Ob das nun Hitzeschäden sind, weiß ich erst, wenn der Baumpfleger hier bei uns im Garten war und sich den Baum angesehen hat. Ich werde dann schreiben, wenn ich mehr weiß.

Mich interessiert das Thema sehr und ich habe mich schon gewundert, dass es hier im Forum noch keinen Thread zu diesem Thema gibt.

Und ja, ich werde reagieren und meine Beete umgestalten. Es wächst hier ohnehin alles zu dicht und ich muss aussortieren. Die Klimagewinner werden auf jeden Fall bleiben, beispielsweise die Hosta 'Guacomole' und 'Old Glory', anderes wird umgepflanzt oder verschenkt.
Auch ein kleiner Garten ist eine endlose Aufgabe.

Karl Foerster
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Konstantina
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Re: Hitzeschäden

Konstantina » Antwort #3 am:

Bei uns standen die Rhodos gerade in Knospe. Die Knospen sind dann einfach knusprig geworden. Gegossen haben ich. Jetzt schmeißen die Blätter.
Eine Rose, die in vierten Jahr steht, hat gelbe Blätter bekommen. Allerdings habe ich sie nicht gegossen. Nur die neugepflanzten Rosen bekamen Wasser. Alle andere stehen gut da.
Auch bei mir Hosta Striptease hat paar verbrannte Blätter, alle anderen haben keine Schäden.
Eine Echinacea ist verkohlt, Totalschaden.
Rote Hauswurz, der vollsonnig steht, auch gänzlich vertrocknet.
Bei Nachbarhaus ist eine Birke von eine Tag auf andere einfach braun geworden :'(
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monili
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Re: Hitzeschäden

monili » Antwort #4 am:

Könnt Ihr vielleicht auch Fotos einstellen, wie schauen solche Hitzeschäden aus?

Ich habe hier auch knapp 40° gehabt.
Es waren einige Pflanzen mit welken Blättern, vor allem beim Geranium ist mir das aufgefallen.

Doch es stellte sich mir die Preisfrage:
- ist das jetzt ein Hitzeschaden?
- oder hab ich einfach zu viel gegossen?
- habe ich gar zu wenig gegossen?

Bei anderen Pflanzen habe ich gelbstichige Blätter gesehen, da habe ich den Eindruck des Hitzestresses.

lg monili
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Gartenplaner
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Re: Hitzeschäden

Gartenplaner » Antwort #5 am:

Hier hat Saxifraga umbrosa, die Ende Juni etwas Sonne zwischen 11 und 12:30 abbekommt, das erste Mal braune “Verbrennungen” von Sonne plus Hitze vorletzte Woche.
Wer meinen Lern-Garten sehen will - unterm Goldfrosch-Bild den Globus klicken!

Erich Kästner, (1933/46), Ein alter Mann geht vorüber

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Konstantina
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Re: Hitzeschäden

Konstantina » Antwort #6 am:

Wenn bei uns Regen ausbleibt, gieße ich immer ein mal die Woche durchdringend 20-30 Liter/m2. Ich beginne zu gießen, wenn mehrere Pflanzen am Morgen bereits hängen. So hat Mal Lerchenzorn geschrieben und ich halte mich daran. Bis jetzt hat es immer gut funktioniert. Deswegen denke ich, dass es Hitzeschäden sind.
Die Rhodos leiden schon paar Jahren, aber knusprige Knospen habe ich noch nie gehabt. Die Rose hat mich besonders überrascht.
Wenn ich nicht vergesse, mache ich morgen die Fotos
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thuja thujon
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Re: Hitzeschäden

thuja thujon » Antwort #7 am:

goworo hat geschrieben: 6. Jul 2026, 21:06Wie sieht es bei euch aus?
Ich habe den entsprechenden Samstag, 27.6.2026, die aktuellen 5 Minutenwerte kontrolliert und mich darüber gewundert, warum überm eigentlich kühlen Pfälzer Wald, egal ob Trippstadt oder Johanniskreuz oder KL, es dort ein gutes Grad mehr hatte. Hier an der Rheinfront hatten wir zwar auch die 40,6, aber ich habe für die Waldgegend 41 und mehr angezeigt bekommen.
Dazu passt irgendwie auch, dass Tage vorher BZA mit 26° die wärmste Nacht gewonnen hatte. Wobei BZA halt eben genau der Übergang von Wald zu Ebene ist, also passt nicht ganz und deshalb nicht weiter das Thema verfolgt. Ist für mich aber doch etwas ungeklärt diese Hitzeblase. Mich würden auch mal die Jahrhunderte alten Eichen im Millionärsviertel interessieren, was die gerade machen, mit Falllaub darunter.

Wie auch immer, das Wochenende war sowas wie ein Spätfrost. Ein kurzes, aber heftiges Ereignis. Durch die Kürze der Würze kann man bequem dagegen ankämpfen. Also war vorher schon klar, wässern hilft nicht, ab in den Garten, ab 15 Uhr Kühlungsberegnung an und nicht vor 17 Uhr abdrehen. Eben die wärmste Zeit des Tages kühlen.

Alle Schäden hats nicht verhindert. Beispiel Kohl, der mags echt nicht warm. Hier Brokkoli um 19 Uhr am Samstag mit ersten sichtbaren Schäden. Sonnenexponiertes Gewebe totgekocht.
Kohl Hitzeschaden 20260627 19h06min.jpeg
Ein paar Tage später am 5.7., immerhin keine Bakteriellen Fäulniserreger eingefangen, Nekrosen halbwegs abgeschottet, Schäden links oben im Bild beim Brokkoli und unten rechts beim Spitzkohl.
Hitzeschaden Kohl 20260705.jpeg
Im Einsatz war da ein üblicher Teilkreisregner wie RC135 auf Viertelkreis eingestellt mit 5mm Düse, also etwa 1,5m³ pro Stunde mit 12m Wurfweite. Das war zu wenig Kühlleistung für diese Stunden. Dort wo der Regner von einem Kunststoffregner mit etwa gleicher Wassermenge aber höherer Frequenz überlappend betrieben worden ist, gabs kaum bis keine Schäden.
Zuletzt geändert von thuja thujon am 7. Jul 2026, 00:58, insgesamt 2-mal geändert.
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thuja thujon
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Re: Hitzeschäden

thuja thujon » Antwort #8 am:

Bei Tabak ungekühlt sah es so aus.

Samstag, 19Uhr 57, gekocht
Tabak Hitzeschaden 20260627 19h578min.jpeg

Ein Tag danach, Sonntag, 20 Uhr, also 2 Tage Hitze, aber Sonntag kaum noch zusätzliche Schäden, da war es nur knapp über 40°C. Das kritische waren wenige Stunden am Samstag, den 27.6.
Tabak Hitzeschaden 20260628 20h00min.jpeg

Trockenheit hat damit nichts zu tun.
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Starking007
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Im Nordosten Bayerns - kalt und Kalk.

Re: Hitzeschäden

Starking007 » Antwort #9 am:

Tabak wird doch eh erhitzt ;)

Hier viele Kochschäden, vor allem an Hosta, unterschiedlich nach Sorte. Weisse oder glasige Stellen.
Blätter nach den Hitzetagen abgezupft, es wachsen neue, reparieren schafft die Pflanze nicht und kostet doch Kraft.
Dürreschäden sehen anders aus, braun vertrocknete Ränder.
Gruß Arthur
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