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Grünkohl nach Kartoffeln (Gelesen 108 mal)

Wurzelgemüse, Knollengemüse, Blattgemüse, Stielgemüse, Fruchtgemüse, Kohlgemüse
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Gumo
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Grünkohl nach Kartoffeln

Gumo »

Hi zusammen,
meine Kartoffeln fangen an zu welken. Ich hatte meine Freundin Google-KI gefragt, was man nach Kartoffeln machen könnte. Sie sagte, Kartoffeln wären Starzehrer und empfahl mir danach wieder einen Starzehrer, nämlich Grünkohl. Ich müsse nur nach den Kartoffeln leicht den Boden bearbeiten und Kompost einarbeiten (oder NKP-Dünger), wie auch etwas kalken. Sie empfahl kohlensauren Mg-Kalk, also Dolomit. Für das nächste Jahr kämen dann Zucchini oder Hokkaido ud danach Bohnen und Zwiebeln. Danach wieder mit Kartoffeln. Kalkung immer nach den Kartoffeln, also all 4 Jahre. Düngen vor dem Einpflanzen bzw. im Frühjahr.
Frage an die Menschen aus Fleisch und Blut: Ist das ok so?
Ich hätte gesagt, dass nach den Kartoffeln kein Kohl kommt, weil der auch Starkzehrer ist. Bislang hatte ich die Folge Zucchini oder Hokkaido, zweites Jahr Kartoffeln, drittes Jahr meist Unkraut. Aber seit Rentenbeginn will ich da mehr machen.
Boden: saniger Lehm in sonniger Lage, darunter mindelzeitliche Schotter.
Viele Grüße
Michael
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thuja thujon
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Re: Grünkohl nach Kartoffeln

thuja thujon » Antwort #1 am:

Das mit den Starkzehrern sollte man vergessen, wenn man nicht alle 4 Jahre Kleegras als einzigen und alleinigen Dünger anbaut.
Es macht keinen Sinn, darauf Rücksicht zu nehmen.

Kohl nach Kartoffeln ist durchaus ok, weil nach Kartoffeln die Stickstoffwerte hoch sind und deswegen was gepflanzt werden sollte, dass die auch vorm Winter noch aufnehmen kann, um das Grundwasser vor Nitrat zu schützen.
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Gumo
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Re: Grünkohl nach Kartoffeln

Gumo » Antwort #2 am:

Hi,
danke für die schnelle Antwort.
Nachfrage: Warum sind die N-Werte nach Kartoffeln hoch? Sind sie noch hoch, weil man für die Kartoffeln vorher gedüngt hat? oder gibt es noch einen anderen Grund?
KI meinte, ich solle die Kartoffeln zwischendurch, nachem das Kraut groß ist, in die Rinnen zwischen den Reihen mit KP düngen. Unbedingt N-armer Dünger, weil N das Kraut fördert und K die Knollen.
Viele Grüße
Michael
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thuja thujon
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Re: Grünkohl nach Kartoffeln

thuja thujon » Antwort #3 am:

Keine Ahnung wo die KI die Daten her hat oder ob der Prompt falsch formuliert wurde, aber Kartoffeln zwischen die Reihen düngen macht nie Sinn, da sind keine Wurzeln. K und P gibt man ohnehin vor dem legen, also Kopfdüngung ist da auch unüblich und P ist in den meisten Gartenböden gar nicht notwendig.

Kartoffeln hinterlassen viel N, weil sie auch wegen dem kleinen Wurzelsystem ein schlechtes Aneignungsvermögen für N haben, zudem wird der Boden bei der Ernte bewegt, was enorme Mengen N aus dem Humus freisetzt.
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Gumo
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Re: Grünkohl nach Kartoffeln

Gumo » Antwort #4 am:

Hi,
super, genau die Info brauchte ich.

Ich denke, das P kommt mit, da Kalium immer ein negatives Gegen-Ion im Salz braucht. KCl wäre wegen dem Cchlorid vielleicht schlecht. Kaliumnitrat ginge, aber es sollte ja das KN-Verhältnis stimmen. Ich vermute Phosphat ist am problemlosesten, weil der Überschuss einfach an Tonmineralien absorbiert wird.

Viele Grüße
Michael
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Re: Grünkohl nach Kartoffeln

thuja thujon » Antwort #5 am:

Naja, Problem ist eher, dass historisch zu viel P gedüngt wurde (weil die Dünger zu viel enthielten) und übertrieben viel Kompost und Mist eingesetzt wird. Daher die Überdüngung mit P.
Gegen Patentkali, Kaliumsulfat mit Magnesium, spricht nichts.
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