hobab hat geschrieben: ↑21. Jul 2026, 14:27
Mit Regenanlage - mehr oder weniger ein Muss für Doppelverdiener in Berlin - wachsen leider ca 80% der Sämlinge weiter, d.h, das wir teilweise Hundertausende Sämlinge aus u.a. Bodendeckerrosen holen müssen. Also ca. 15 Minuten Arbeit pro Quadratmeter, statt 0,5 - das sind dann schnell mal über 700.- nur für einen kleinen Vorgarten. Also Danke für die Arbeitsbeschaffung durch Acer platanoides Pflanzung vom Grünflächenamt, oder für Eichen - fast noch schlimmer durch die langen Wurzeln und fast jährlichen Mastjahren. Bäume in der Stadt gerne - aber wenn möglich keine Ahorn, Eichen oder Linden (die saugen Gärten gradezu leer und ich muss das Gejammer der Rasenbesitzer ertragen).
Danke.
Sowas bekommt man halt nicht mit, wenn man tagsüber im klimatisierten Planungsbüro sitzt. Irgendwelche Studien empfehlen Acer plat. als Klimabaum und in D sitzen dann hunderte von Planern und Naturschutzbehörden und pflanzen das Ding.
Eine Mega-Verbreitung von wenigen Baumarten,die Stadtklima abkönnen.
Daß das in empfindlichen Bereichen Ausbreitungs- und Artverdrängungsschleudern sind, egal. Hauptsache ein Baum.
Wenn man jedes Jahr die paar grösseren Sämlinge aus seiner Hecke zieht, geht das.
Aber wer macht das in den Schlehenhecken in der Landschaft oder beim 80 jährigen Nachbarn?
Leerstehende Grundstücke und wenig genutzte Flächen wachsen ganz schnell ein, früher wuchs dort erst Holunder und Brennnesseln, jetzt ist gleich der Ahorn da.
Ich verbringe bestimmt einen ganzen Tag im Jahr damit, meine betreuten Beete und Flächen im öffentlichen Raum von Ahorn freizukriegen.
Einmal im Zaun oder am Fundament einer Scheune zu gross geworden, kriege ich ihn nicht mehr raus.