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Aktuell Wind mit 5m/s und eine Luftfeuchtigkeit zwischen 30 und 40%. Das wird die Verdunstung nochmal hochschrauben. Nichts mehr mit der Entspannung von nur knapp über 5mm Verlust pro Tag die letzten Tage, die nächste Woche wird es eher wieder Werte von 7mm geben.
Die Niederschlagssumme vom ganzen Monat ist noch bei 7,9mm, den Rest des Monats nichts mehr gemeldet. Es bleibt den vierten (bzw fünften) Monat in Folge zu trocken.
Dazu kommen die gestiegenen Sonnenstunden.
Es tut mir sehr leid für Euch! Ich habe die Dürre ab 2018 im trockeneren MV gegärtnert, zudem in einem Regenloch. Das war ein sehr nachhaltig schweres Erlebnis. Für Mufflon: die kleine Braunelle war wunderbar im früheren Garten, besonders schön unter dem Kronenbereich des Walnussbaums. Dort hatte sie einen durchgängigen "Flecken" gebildet, um den wir drumrum gemäht haben, sofern mähen nötig war. Ich muss irgendwann noch einmal dorthin und kann versuchen, Pflanzen für Dich auszustechen. Zu nah an Beete würde ich sie allerdings nicht setzen.
"Der andere könnte recht haben." Frei nach Frank Elster
Chica hat geschrieben: ↑26. Jul 2026, 13:26... Das was ihr jetzt erlebt ist nichts was wir nicht schon hatten. Ich denke es lässt sich ... durch angepasste Bepflanzung verbessern.
Die drei blauen Streifchen in der Grafik, die zu einer kleinen grünen Delle geführt haben, stammen von ungewöhnlich heftigen Gewittern (kurze Weltuntergangs-Gefühle!) mit extremem Starkregen.
Ansonsten: Ääähhmmm - bei uns gab's in der 2. Junihälfte elf (!) Tage am Stück mit Temperaturen von 35°C oder drüber, bis hin zu einem bundesweiten Tagesrekord von 41kommanochwas. DAS hatten wir seit Beginn der Wetteraufzeichnungen in D (1881) noch nie.
"Angepasste" Bepflanzung dafür?? - nuja .
"Eine Gruppe von ökologischen Hühnern beschloss, jenes Huhn zu verbannen, das goldene Eier legte, weil Gold nicht biologisch abbaubar sei." Aus: Luigi Malerba, "Die nachdenklichen Hühner", Nr. 137
"Wer für alles offen ist, kann nicht ganz dicht sein." (NICHT von Kurt Tucholsky)
Das war sowas von klar, dass die 40 Grad-Prognosen von letzter Woche in einigen Rechenläufen diese Woche wohl eintreffen werden und der für heute und morgen evtl. geweissagte Regen ausfällt.
Wennschon Zerstörung, dann richtig.
Hier rüttelt der Wind an den Rollos, die Sonne scheint ungehindert bei 28 Grad. Föhnen vom feinsten.
Bei uns waren am auffallendsten der Verlust an Bäumen, Thuja, Buche, Hainbuchen, Fichten und vor allem Birken, aber auch Kiefern. Die Stauden sind inzwischen nachgekauft, oder durch anderes gesetzt. Helenium, die meisten Monarda, Lobelia etc. werden halt nicht mehr ersetzt.
Früher hab ich aus dem Fenster dutzende Birken gesehen, schöne alte Exemplare. Jetzt gibt es noch eine. Und statt dichtem Baumbestand einen weiten Blick…
Nox hat geschrieben: ↑26. Jul 2026, 15:56... Die Frage ist, welche Gewächse nach solch einem Sommer wieder austreiben können.
Die, die man per Basis-Bewässerung am Leben erhalten hat, wenn auch teilweise nur knapp.
Meinen Weg dazu habe ich hier beschrieben.
Insoweit jammere ich nur leise, weil ich ein bisschen was tun kann.
Lauter jammere ich aber über die Bodenveränderungen, die die Dürre bewirkt. Wenn Lehmboden austrocknet, schrumpft das Porenvolumen, der Boden wird hart - die Verdichtung, gegen die ich über Jahre alle möglichen Bodenverbesserungs-Aktionen unternommen hatte, ist zurück. Auf lange Sicht, denn dieser Prozess ist nicht reversibel, so viel es künftig auch regnen mag.
Und da kann ich halt absolut gar nichts tun.
Jenseits des eigenen Gartens kann man leider eh nichts Ernsthaftes machen. Höchstens mal - als Städter - dem Straßenbaum vor der Haustür eine Kanne Wasser spendieren.
"Eine Gruppe von ökologischen Hühnern beschloss, jenes Huhn zu verbannen, das goldene Eier legte, weil Gold nicht biologisch abbaubar sei." Aus: Luigi Malerba, "Die nachdenklichen Hühner", Nr. 137
"Wer für alles offen ist, kann nicht ganz dicht sein." (NICHT von Kurt Tucholsky)
Mediterraneus hat geschrieben: ↑26. Jul 2026, 15:48
Hier rüttelt der Wind an den Rollos, die Sonne scheint ungehindert bei 28 Grad. Föhnen vom feinsten.
Hier stürmig, es hat den Sonnenschirm und was noch schlimmer ist die Folie von meinem Tomatentunnel zerlegt. Jetzt ist oben alles offen.
Hier ist es so trocken, es knistert beim laufen und durch den Wind bleibt von der Bewässerung nichts. Das gibt dieses Jahr hohe Pflanzenverluste.
Was super wächst sind unerwünschte wilde Brombeeren die ich einfach nicht los werde, Zaunwinde und deren kleine Schwester die Ackerwinde
Querkopf hat geschrieben: ↑26. Jul 2026, 14:16
Ansonsten: Ääähhmmm - bei uns gab's in der 2. Junihälfte elf (!) Tage am Stück mit Temperaturen von 35°C oder drüber, bis hin zu einem bundesweiten Tagesrekord von 41kommanochwas. DAS hatten wir seit Beginn der Wetteraufzeichnungen in D (1881) noch nie.
"Angepasste" Bepflanzung dafür?? - nuja .
Der deutschlandweite Tagesrekord von 41 Grad wurde hier in Brandenburg gemessen . In Verbindung mit unerträglicher Luftfeuchtigkeit habe ich darüber nachgedacht in einem Zimmer eine Klimaanlage einzubauen zu lassen. Wochenlange Trockenheit im Sommer gibt es hier „schon immer“, wahrscheinlich haben sich die Trockenphasen verlängert. Dieses Jahr macht eine eigenartige Ausnahme. Die Bepflanzung ist bei mir angepasst. So wie hobab es schreibt funktioniert es.
Der schönste Garten ist der, der kurz vor dem Verwildern steht. Dr. med. Daniel Gottlob Moritz Schreber (1808-1861)
Chica hat geschrieben: ↑26. Jul 2026, 10:54Ich verstehe nicht warum man Flächen mit Sand oder Splitt “mulcht“ und sie damit von wasserspeichernd und nährstoffreich in wasserdurchlässig und nährstoffarm verwandelt, was das Gärtnern ja erschwert und die möglichen Arten einschränkt. Aber irgend einen Sinn muss das ja haben mit den Gravel Gardens.
Eine ausreichend dicke Schicht Sand hält die Bodenfeuchtigkeit gut zurück, weil die Kapillaren gestört sind. Das Wasser, so es welches gab, verdunstet deutlich langsamer. Auf unsere sandigen Böden noch zusätzlichen Sand auszubringen, verkneife ich mir dann aber doch.
„Am Ende entscheidet die Wirklichkeit.“ Robert Habeck
Aber doch nur, wenn man bindigen Boden drunter hat und selbst da erscheint mir der Gedanke eigenartig. Da würde ich doch lieber mit Rasenschnitt mulchen, so vorhanden. Ich kenne diese Abmagerung nur von den krassen Naturgärtnern. Die haben fruchtbaren Boden und magern den mit Sand ab um Wildpflanzen pflegen zu können. Ich finde das fragwürdig. Ich denke man sollte Hand in Hand mit den vorhandenen Gegebenheiten gärtnern. Ich habe mir gestern „Der Kiesgarten“ von Beth Chatto von *Ute* mitgenommen. Sie hat echt sämtliche Klassiker im Schrank. Nur um mal das Prinzip zu checken.
Der schönste Garten ist der, der kurz vor dem Verwildern steht. Dr. med. Daniel Gottlob Moritz Schreber (1808-1861)
An der Hochschule für Landwirtschaft usw. in Bernburg Sachsen Anhalt hatte ich einmal eine Führung.
Dort experimentieren sie auch mit verschiedenen Möglichkeiten zur Verbesserung der Resilienz gegen Dürre. Eine Methode ist das Sandbeet. Der Sand wird in einer bestimmten Stärke komplett auf dem Mutterboden aufgetragen. Die Pflanzen werden in den Sand gepflanzt. Die Wurzeln wachsen dann in die Mutterbodenschicht ein. Der Bewässerungsaufwand soll sich erheblich reduzieren, Samenunkräuter sind reduziert. Es eignet sich aber nicht jeder Sand.
Ich mulche auf meinem sandig/podsoligem Boden mit den hier vorhandenen Sandsteinen (Sind in allen Größen vorhanden).
Die sammle ich auf und verteile sie schön dicht um alle Neupflanzungen aus dem Garriguebereich, Schwertlilien, Heiden usw. Diese Steinmulcherei mag auch der Dachs nicht. Bei einigen besonderen Pflanzen nehme ich auch Kalksplitt oder auch mal Straßenschotter.
Andere Neupflanzungen, Rosen und junge Bäume auch, mulche ich mit kleingeschnittenen Zweigen von den hier überall wuchernden Kirschpflaumen oder Brombeeren. Deren Grün schnipsle ich sowie häufig gleich vor Ort klein und lasse es liegen. Brutzelt schnell weg. Die Wurzeln werden ausgegraben.
Kurz gesagt: ich passe mich an die vorhandenen Gegebenheiten an und das seit vielen Jahren. Das Gelände zeigt mir, was es kann (und will.)