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Dürregejammer (Gelesen 1045756 mal)

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Nox
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Re: Dürregejammer

Nox » Antwort #7800 am:

Hier orakeln sie Regen frühestens übernächstes Wochenende. Momentan gerade mal wieder 30°C und vollsonnig.

Ich hatte noch etliches vom Gartenmarkt "vide jardin" übrig, das habe ich in die Rabatten versenkt, denn Töpfchen sind einfach schwieriger zu giessen.
Noch schaffe ich es, meine Pflanzen mit Notwässern über die Runden zu bringen, mal sehen, wie lange noch. Gleichzeitig mache ich mir auch Gedanken, einige zu ersetzen oder zu verpflanzen:

Entlang der Strasse wächst eine alte Rhododendronhecke von den Vorbesitzern, die ist über 2m hoch und ein schöner Sichtschutz. Darin gibt es weiss- und rotblühende Sorten, die hätschel ich. Aber auch den lilanen Rh. ponticum.
Bei Rhododendron ponticum lasse ich nun das Giessen sein. Sie packens - oder nicht. Es gibt zwischen dieser Rhodohecke und der Strasse noch einen bewachsene Wall - darauf haben sich ebendiese lilanen wilden selbst eingewurzelt, zusammen mit einigem, das ich gepflanzt hatte und das sich immernoch wacker schlägt (Arbutus, Pittosporum, Ilex).

Die wilden lilanen auf der Gartenseite des Walles sollen im Herbst Gesellschaft bekommen: Erdbeerbäume sind meine Wahl für's neue Klima. Woimmer sie schon stehen, sehen sie top aus, ganz ohne Giessen. Arbutus unedo in Sorten ist narrensicher, der versamt sich hier schon. Arbutus x andrachnoides und Marina mit ihren wunderschönen Stämmen sind leider etwas empfindlich, 3 sind mir schon verstorben, vermutlich an Wurzelinfektionen.
Noch ein guter Kandidat ist Osmanthus
Ilex ist so eine Sache, bei Winternässe ist mir schon mancher eingegangen, aber in der Hecke halten sie sich gut.

Allerdings ist mir schon klar, dass ich hier in einer wintermilden Gegend gärtnere, in der viele Trockenkünstler aus südlicheren Gefilden funktionnieren, wenn auch einige bei zuviel Nässe ersaufen, leider, wie Ihr auch schon schreibt.
Floris
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Re: Dürregejammer

Floris » Antwort #7801 am:

Chica hat geschrieben: 28. Jul 2026, 14:50 Solidago c a n a d e n s i s 8) , was sagt Dir das ;D ? Ich kann Dir auch die heimische nennen: Solidago virgaurea.
nicht aufregen,
einige Sandbienen sind recht dankbar dafür, dass es anstelle der eher seltenen heimischen Goldrute jetzt durch die Kanadische ein
umfangreicheres Nahrungsangebot gibt
Außerdem gibt es davon eine Gartensorte, die weder Ausläufer macht noch sich aussät und die gönne ich den vielen unspezialisierten Arten (einschießlich der Honigbiene), die diese Pflanzen mögen und die ich bis jetzt nicht gießen mußte.
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thuja thujon
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Re: Dürregejammer

thuja thujon » Antwort #7802 am:

Solidago virgaurea kommt hier im Planquadrat nicht vor. Gebietsfremd sozusagen.
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Chica
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Re: Dürregejammer

Chica » Antwort #7803 am:

Pollen von Solidago canadensis können 9 Wildbienenarten zur Fortpflanzung nutzen, davon sind 4 oligolektisch, vermutlich auf Asteracea spezialisiert, müsste ich genauer lesen. Habe gerade in der Bibel nachgesehen. Ich habe hier auch ein, zwei Horste aber unbeobachtet wachsen lassen kann man die nicht. Andrena denticulata ist die einzige Sandbienenart.
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thuja thujon
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Re: Dürregejammer

thuja thujon » Antwort #7804 am:

Und wie hoch muss die nutzbare Feldkapazität sein, sprich der Wasservorrat im Boden, damit die eine oder die andere Solidago überhaupt verwertbaren Pollen produziert? Steht das auch in der Bibel oder brauchts eine Fortsetzung?
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Gersemi
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Re: Dürregejammer

Gersemi » Antwort #7805 am:

Gersemi hat geschrieben: 27. Jul 2026, 16:45 Ich hatte viele Knautia macedonica, Knautia arvensis und Salbei pratensis sowie Cephalaria gigentea zu den Sedums gepflanzt und genau diese Pflanzen hat über den Winter die mistige Wühlmaus gefressen, alle.
Sie hätten die Dürre bestimmt überstanden und sind mir einen weiteren Versuch wert.
Meine wuchernde Pfefferminze, Mentha x piperita, ist noch da.
Ob ich die erwähnten Pflanzen nochmals setze, weiß ich grad nicht, gestern abend ein neues Wühlmausloch entdeckt.
Diese Dürre und zusätzlich Wühlmäuse ist schon sehr herausfordernd.
LG
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Re: Dürregejammer

Mediterraneus » Antwort #7806 am:

Gersemi hat geschrieben: 29. Jul 2026, 10:11
Gersemi hat geschrieben: 27. Jul 2026, 16:45 Ich hatte viele Knautia macedonica, Knautia arvensis und Salbei pratensis sowie Cephalaria gigentea zu den Sedums gepflanzt und genau diese Pflanzen hat über den Winter die mistige Wühlmaus gefressen, alle.
Sie hätten die Dürre bestimmt überstanden und sind mir einen weiteren Versuch wert.
Meine wuchernde Pfefferminze, Mentha x piperita, ist noch da.
Ob ich die erwähnten Pflanzen nochmals setze, weiß ich grad nicht, gestern abend ein neues Wühlmausloch entdeckt.
Diese Dürre und zusätzlich Wühlmäuse ist schon sehr herausfordernd.
Streue Samen.
Cephalaria gigantea ist ein Monster, glaub ich. Ich habe ihn aus dem Beet wieder entfernt und ihn in die Wiese gepflanzt. Sehr ausbreitungsfreudig.

Bin mal gespannt, wie lange das Wetter noch so weitergeht. Wir bekamen doch tatsächlich von Sonntag auf Montag einen Regen. Nachdem es am Sonntagabend mit viel Wind nur einzelne Tropfen gab, dachte ich, das wars schon.
Nachts um 0.15 wurde ich wach, es rauschte, doch ich konnte kaum bis 5 zählen, da wars vorbei. Straße gerade nass geworden.
Und dann hat es tatsächlich ne halbe Stunde später nochmal geschüttet, unglaublich! Hat für 4 mm gereicht, die Freude des Monats :D
Die 4 mm sind natürlich längst verpufft. Jetzt hoffen wir auf den nächsten Zufall,
LG aus dem südlichen Main-Viereck
Mediterraneus

Andere haben schließlich auch irgendeine Ahnung
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Nox
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Re: Dürregejammer

Nox » Antwort #7807 am:

Gersemi hat geschrieben: 29. Jul 2026, 10:11
Gersemi hat geschrieben: 27. Jul 2026, 16:45 Ich hatte viele Knautia macedonica, Knautia arvensis und Salbei pratensis sowie Cephalaria gigentea zu den Sedums gepflanzt und genau diese Pflanzen hat über den Winter die mistige Wühlmaus gefressen, alle.
Sie hätten die Dürre bestimmt überstanden und sind mir einen weiteren Versuch wert.
Meine wuchernde Pfefferminze, Mentha x piperita, ist noch da.
Ob ich die erwähnten Pflanzen nochmals setze, weiß ich grad nicht, gestern abend ein neues Wühlmausloch entdeckt.
Diese Dürre und zusätzlich Wühlmäuse ist schon sehr herausfordernd.
Doch Gersemi, nicht aufgeben, das ist eine perfekte Besetzung und wie Mediterraneus schon schreibt, leicht auszusäen.
Kannst ja ein paar Mutterpflanzen in Tontöpfe oder Drahtkörbe setzen als Schutz vor Wühlmäusen.
Anstelle von Cephalaria gigantea habe ich Scabiose ochroleuca: gleiche Blütenfarbe, niedriger und geht nie verloren, da sie sich bei mir gesittet aussät.

Ich glaube, dieses Jahr ist es besonders schlimm: erst ein Mastjahr (Teppiche von Eicheln) und jetzt kein Futter mehr für die Wühlmäuse. Wird nicht jedes Jahr so sein.
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Re: Dürregejammer

Nox » Antwort #7808 am:

Ich könnte ein Briefchen mit Samen schicken, gerade geerntet. Und von Scabiosa canescens habe ich auch.
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Auf der Geest, aber mit wenig Sand auf dem Lehm.

Re: Dürregejammer

Blush » Antwort #7809 am:

Bei mir hielt sich das Sämlingsaufkommen von Cephalaria gigantea in Grenzen. Ich habe die vermutlich beim Hacken erwischt. Jedenfalls habe ich gezielt ausgesät und auch mitgenommen. Eine herrliche Staude. Was ebenfalls die Dürrejahre sehr gut mitgemacht hat und fast immer eine Freude war: Linaria purpurea. ( Oder mit Doppel-N ?) Fast immer, weil wenige Exemplare unerklärlichen Kümmerwuchs zeigten. Ansonsten finde ich sie sehr empfehlenswert. Knipst man die ersten Samenstände ab, blüht sie bis zum Herbst und das sowohl in der Sonne als auch im Halbschatten. Versamt sich gut, ist aber leicht zu entfernen, wo sie stört.
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Re: Dürregejammer

hobab » Antwort #7810 am:

Cephalaria gigantea hat sich bei mir noch nie ausgesät, in lehmigeren Eckrn macht sie das aber schon, wenn auch selten. Scabiosa ochroleuca dagegen ist hier eine üble Samenschleuder, definitiv nur was für reine Naturgärten - ich weiß nicht wieviele Jungpflanzen die mich schon gekostet hat….
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Re: Dürregejammer

Nox » Antwort #7811 am:

Dann verhält sie sich bei Dir ganz anders, bei mir ist Scabiosa ochroleuca zahm.

Das ist mir auch aufgefallen in dem Faden "No Go im Garten - nie wieder diese Pflanze". Je nach Gegend wird eine Pflanze als schrecklich invasiv oder als harmlos eingestuft.
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Re: Dürregejammer

Nox » Antwort #7812 am:

. (Doppelposting)
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Re: Dürregejammer

Gersemi » Antwort #7813 am:

Cephalaria gigantea hatte ich viele Jahre, als kleine Sämlingspflänzchen von einer Freundin geschickt bekommen. Sie machte hier im lehmigen Boden ihrerseits auch Sämlinge, jetzt ist halt finito damit.
Ich könnte die angeführten Pflanzen auch gar nicht sofort nachpflanzen, die bekomme ich hier nirgends und müsste bestellen, aber erst, wenn ich W-maus gefangen habe, wär ja sonst Perlen für die Säue.
.
Nox, sehr lieb, Danke, aber ich schätze Post von F nach D ist teuer.
Ich schaue mal bei Vielfalt, was sie an Samen haben.
LG
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hobab
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Re: Dürregejammer

hobab » Antwort #7814 am:

Nox hat geschrieben: 29. Jul 2026, 18:02 Dann verhält sie sich bei Dir ganz anders, bei mir ist Scabiosa ochroleuca zahm.

Das ist mir auch aufgefallen in dem Faden "No Go im Garten - nie wieder diese Pflanze". Je nach Gegend wird eine Pflanze als schrecklich invasiv oder als harmlos eingestuft.
Das macht das Thema ja spannend - was mir hier auf den Keks geht, weiß ich selber. Aber wenn mir jemand aus einer warmen Ecke mit lehmigen Boden von Problemen erzählt mit Pflanzen, mit denen es nie Ärger gab, ist das eine frühe Warnung für Pflanungen in Lehmgärten: in zehn Jahren ist es hier vielleicht so warm, wie heute in Freiburg.
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