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Albizia hat geschrieben: ↑29. Jul 2026, 10:50
Ich habe zwar Wasser für Vögel im Garten aufgestellt, aber die Flüssigkeit im Apfel scheint ihr mehr zu liegen. Da ist dann gleich auch ein bißchen Nahrung mit aufgenommen. Womöglich sind auch grad bei der Dürre Raupen, Blattläuse und Insekten knapp.
Soll sie sich halt bedienen, es sind genug Sommeräfel auf dem Baum.
Hallo Albizia, ja, die Vögel mögen Äpfel, tatsächlich lege ich täglich Apfelhälften aus auf dem Balkon, besonders bei Amseln ist Apfel beliebt. Mama Amsel füttert den Nachwuchs.
Ja, schöne Fotos, hier gibt es kaum noch Amseln. Ich weiß nicht warum. Bei mir haben sie bisher Äpfel abgelehnt.
Hier gab es eine Krähenkatastrophe, die mich immer noch belastet.
Es fing am Dienstag an, ich saß mit meiner Nachbarin auf der Terrasse, irgendwann sprang eine Krähe in meinem riesigen Zierkirschenbaum herum. Krähen sind eigentlich nicht beliebt im Garten, aber diese sprang nur herum und tat sonst nichts, Hund Dana entdeckte sie auch irgendwann und wollte sie vertreiben, kläffte sie wild von unten an und es war echt schwierig Dana davon zu überzeugen, dass sie damit aufhören sollte. Meine Nchbarin sagte zu der Krähe, dass es offenbar ein Jungtier sei und irgendetwas nicht mit ihr zu stimmen schiene. Irgendwann war der Vogel weg, später sah ich sie zusammen mit einem Altvogel auf der Wiese der Nachbarn.
Am Mittwoch dann die Katastrophe, es tat einen Schlag an meiner Terrassentür als ob jemand einen Fußball auf sie geschossern hätte. Dana stand sofort an der Tür und fing wild an zu kläffen. Auf dem Boden die junge Krähe auf dem Rücken liegend, wildes Krähengezeter in dem großen Baum. Ich ging raus um der Krähe zu helfen, Dana blieb drin. Mit einiger Mühe habe ich sie umgedreht, aber sie stand nicht, lag eher auf dem Bauch. So blieb sie, weiter Krähenrufe aus dem Baum, bis sie sich aufraffte und weiter kroch, aber sofort lag sie wieder auf dem Rücken. Ich habe sie wieder umgedreht, diesmal war Dana mit raugekommen, weil ich nicht aufgepasst hatte. Dana wollte sie angreifen, ich habe gebrüllt bis sie abließ und immer Krähengezeter aus dem Baum. Dann kroch die Verletzte in das Staudenbeet an der Terrasse. Ich habe sie in Ruhe gelassen, habe sie später gesucht, weil ich eigentlich gießen, aber sie nicht nass machen wollte. Habe dann nicht gegossen. Später abend sah ich sie wieder, sie lag da, wo sie hineingekrochen war ins Beet. Die Altvögel haben immer wieder nach ihr gerufen, sie hat nicht geantwortet. Spät abends rührte sie sich nicht mehr, auch am Donnerstag Morgen lag sie regungslos. Als ich mittags Platz geschaffen habe um sie rauszuholen, sah ich, sie lebte noch. Ich fand es ganz schrecklich, habe der Tierärztin angerufen, sollte sofort mit ihr im Karton kommen. Das habe ich dann gemacht und war erschrocken als ich sie hochhob, sie war nur Haut und Knochen fast gewichtslos. Als ich sie hochhob krähte sie zum ersten mal und sofort kam Antwort aus dem Baum, die Eltern waren also immer noch präsent und auf der Suche nach ihr. Die Tierärztin hat sie untersucht und dann festgestellt was los war, die Wirbelsäule war gebrochen, das Todesurteil. Sie bekam eine Spritze, wie es ich gehört. Wir beide waren traurig.
Aber das traurigste ist: Warum war sie derart mager. Hier im Umkreis gibt es Obstgärten, Wiesen und Felder, derzeit randvoll mit reifem Raps, in diesem Zustand hätte sie doch den nächsten Winter nicht überlebt. Vielleicht hat dieses schnelle Ende sie vor einem Hungerleben bewahrt.
Oh je, das war ja ein kleines Drama für Dich (und ein großes für die Krähe). Toll, daß Du sie zur Tierärtztin gebracht hast und sie dort erlöst wurde! Vielleicht hatte sie Krankheiten, die sie so abmagern ließen. Armes Ding. Aber Hut ab für Deine tatkräftige Tierliebe!
Gartenlady, dass es dich der Fall immer noch belastet, kann ich sehr gut nachvollziehen.
Die Kleinetiere verlieren sehr schnell an Gewicht, wenn die nicht zum essen und trinken bekommen. Es kann durchaus sein, dass das Tier in diese Zeit, als es verletzt im Beet lag, dehydrierte und viel Gewicht verloren hat.
oh je, das arme Tier!
Hier flog heute eine junge Kohlmeise gegen die Scheibe, total benommem konnte ich sie hochsetzen in das Futterhaus. Erst kippte sie um, ich habe sie wieder auf die Füße gestellt, aber im nach ca. 20 Minuten schaffte sie den Abflug. Ich hoffe, sie überlebt!
Gartenlady, danke für die ausführliche Schilderung mit dem letztendlich traurigen Ausgang. Schön, dass du dich gekümmert hast und wie du gut beobachtet hast, wie die Kräheneltern nach dem Kind riefen. Sicher hatte es Schmerzen und dank der Tierärztin wurde es erlöst.
Welche Krähe das war, weiß ich nicht, kenne mich übeerhaupt nicht aus. Die TA fand es auch sehr traurig, "so ein schönes Tier" sagte sie.
Bei der Krähe war eigentlich sehr schnell klar, dass sie keine Überlebenschance hatte. Ich hatte überlegt, dass ich sie eigentlich erschlagen sollte, aber dazu war ich nicht in der Lage und es wäre auch arg grausam gewesen. Mittwoch nachmittag kein TA, so musste sie sich zu lange quälen
Veilchen-im-Moose hat geschrieben: ↑31. Jul 2026, 15:39
Schon allein deine Erzählung macht traurig. Das arme Tierchen. Ich mag Krähen. Es sind so faszinierende und intelligente Tiere.
Solche und ähnliche Situationen hat wahrscheinlich jeder schon erlebt. Manchmal hasse ich unsere Fensterscheiben und unsere Katzen.
Oh ja, Veilchen, das kann ich nachvollziehen. Wir haben hier sehr viele Dohlen. Sie zu beobachten ist spannend, vor allem wenn es um Futter geht.
Da gebe ich dir recht, jeder hat bestimmt schon mal ein verletztes Tier gefunden und sicher dem Tier, wenn möglich, auch geholfen.
Meine Amseldame ist so zutraulich, weil ich sie im Frühjahr verletzt fand und aufgepäppelt habe: mit Rosinen, Äpfeln, gefetteten Haferflocken, dazu natürlich Wasser und... Regenwürmern.
Gartenlady hat geschrieben: ↑31. Jul 2026, 17:52
Welche Krähe das war, weiß ich nicht, kenne mich übeerhaupt nicht aus. Die TA fand es auch sehr traurig, "so ein schönes Tier" sagte sie.
Bei der Krähe war eigentlich sehr schnell klar, dass sie keine Überlebenschance hatte. Ich hatte überlegt, dass ich sie eigentlich erschlagen sollte, aber dazu war ich nicht in der Lage und es wäre auch arg grausam gewesen. Mittwoch nachmittag kein TA, so musste sie sich zu lange quälen
Uhhhhh, das könnte ich auch nicht.
Danke für Info wegen der Krähenart. Sicher war es ein schönes Tier.
Gartenlady, traurig daß die Krähe es nicht geschafft hat - aber Du hast ihr geholfen und sie musste wenigstens nicht länger leiden. Nicht jeder würde "nur für einen Vogel" zum Tierarzt fahren....und ein so großes Tier (einigermaßen schmerzlos ) zu erschlagen könnte ich wohl auch nicht.