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Staudenpflanzung in Sand (Gelesen 12587 mal)
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- oile
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Markgräfin von Pieske, Gierschkultivatorin Brandenburg, zwei Gärten: Nähe Schönefeld und Nähe Fürstenwalde.
Re: Staudenpflanzung in Sand
Ich habe lange mit Split (Grauwacke) gemulcht. Der verschwindet mit der Zeit im Boden. Die Kiesschüttung aus meinen ersten, ahnungslosen, Gartenjahren macht sich auch nur noch als Hindernis bei jedem Grabeversuch bemerkbar.
Bis jetzt ist es gut gegangen, sagte der Mann, als er am 13. Stockwerk vorbei fiel.
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- hobab
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Re: Staudenpflanzung in Sand
Verdichtung wahrscheinlich, oder Lehmschichten weiter unten, wenn Wasser stehen bleibt.
Das Konzept von Sandpflanzungen ist es vor allem in der Anwachsphase Konkurrenz auszuschließen und eben auch Feuchtigkeit zu halten, sie sind nicht für die Dauer gedacht: die Idee ist da eher, das in den ersten Jahren sich die Pflanzung schließt, so dass das Unkraut, das sich auch im Sand irgendwann festsetzt, weniger Chancen hat. Typische Anwendung wäre zum Beispiel das Umwandeln von Rasenfläche: da kann man direkt auf den Rasen 15 cm Sand schütten und einpflanzen.
Bei Sandboden würde ich nicht noch oben drauf mehr Sand schmeißen, sondern eher Split. In dem keimt das Unkrautsaatgut deutlich länger nicht und dazu noch schlechter als im Sand. Und wenn man vorher noch Lehm in den Sand einarbeitet, noch besser.
Was Oile schreibt stimmt: auch Splitt hält nicht ewig, und wenn man nicht die richtige Schichtung macht mit 32/45er, dann 8/16er vermischt mit etwas Boden in die gepflanzt wird und dann noch eine Mulchschicht aus beispielsweise 3/5 er, wandert der Stein nach unten: daher eher nicht gröber als 8/16er Körnung
Das Konzept von Sandpflanzungen ist es vor allem in der Anwachsphase Konkurrenz auszuschließen und eben auch Feuchtigkeit zu halten, sie sind nicht für die Dauer gedacht: die Idee ist da eher, das in den ersten Jahren sich die Pflanzung schließt, so dass das Unkraut, das sich auch im Sand irgendwann festsetzt, weniger Chancen hat. Typische Anwendung wäre zum Beispiel das Umwandeln von Rasenfläche: da kann man direkt auf den Rasen 15 cm Sand schütten und einpflanzen.
Bei Sandboden würde ich nicht noch oben drauf mehr Sand schmeißen, sondern eher Split. In dem keimt das Unkrautsaatgut deutlich länger nicht und dazu noch schlechter als im Sand. Und wenn man vorher noch Lehm in den Sand einarbeitet, noch besser.
Was Oile schreibt stimmt: auch Splitt hält nicht ewig, und wenn man nicht die richtige Schichtung macht mit 32/45er, dann 8/16er vermischt mit etwas Boden in die gepflanzt wird und dann noch eine Mulchschicht aus beispielsweise 3/5 er, wandert der Stein nach unten: daher eher nicht gröber als 8/16er Körnung
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- thuja thujon
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Re: Staudenpflanzung in Sand
Wenn Wasser stehen bleibt: wenns keine Verdichtungen darunter gibt, kommt hydrophober Sand in Frage. Da umhüllt das Bodenleben die Sand- und Humuspartikel mit Wachsen, deshalb wirds Wasserabweisend.
Mit ein Grund, warum der Sand zum abdecken unbedingt humusfrei sein sollte.
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Re: Staudenpflanzung in Sand
Deshalb unbedingt die feine Körnung (ich nehm nur noch die 3-8mm), durch feine Steinchen kann ich mit jedem Spaten und jedem Handschäufelchen einfach durchstechen.
Gröberer Kies verkantet, das bleibt ein ewiges Hinderniss,noch dazu verletzt man sich daran.
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- hobab
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Re: Staudenpflanzung in Sand
Hydrophobber Sand dürfte es immer mehr geben, mulchen wäre da auch ein Mittel gegen - auch Splitt.
Der feine Splitt hat den Nachteil, das da eben doch das Unkraut keimen kann, daher nehme ich lieber 8/16er, stört etwas beim Pflanzen, aber ich leg Beete meist in einem Rutsch an und pflanz nicht so oft nach und nehm das gern in Kauf, wenn es dafür weniger Wildwuchs gibt.
Und grade das Verkanten ist ja ein Grund Splittt zu nehmen, mit der harten Schicht oben haben es Hirse und Franzosenkraut schwer durchzukommen, wenn sie es doch schaffen zu keimen.
Der feine Splitt hat den Nachteil, das da eben doch das Unkraut keimen kann, daher nehme ich lieber 8/16er, stört etwas beim Pflanzen, aber ich leg Beete meist in einem Rutsch an und pflanz nicht so oft nach und nehm das gern in Kauf, wenn es dafür weniger Wildwuchs gibt.
Und grade das Verkanten ist ja ein Grund Splittt zu nehmen, mit der harten Schicht oben haben es Hirse und Franzosenkraut schwer durchzukommen, wenn sie es doch schaffen zu keimen.
Zuletzt geändert von hobab am 4. Aug 2026, 16:09, insgesamt 1-mal geändert.
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- thuja thujon
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Re: Staudenpflanzung in Sand
Die meisten Unkräuter keimen nur aus einer gewissen Tiefe. Die Triebkraft und Vorräte im Samenkorn sind begrenzt, irgendwann zu Ende. Eine Fingerhirse schafft es nicht aus 10cm Tiefe nach oben zu kommen. Die jeweilig relevanten Tiefen kann man in Büchern nachlesen. Meist sind es nicht viel mehr wie 4cm.
Das muss halt abgedeckt werden, dann funktioniert die Geschichte initial. Anfliegende Samenunkräuter wie Löwenzahn oder Kreuzkraut nisten sich dann ein, wenn es mal 4-5 Tage feucht an der Oberfläche vom Split ist. Dauer die Nässe nicht so lange an, keimen die Samen an und vertrocknen, bevor sie Fuß gefasst haben.
Das muss halt abgedeckt werden, dann funktioniert die Geschichte initial. Anfliegende Samenunkräuter wie Löwenzahn oder Kreuzkraut nisten sich dann ein, wenn es mal 4-5 Tage feucht an der Oberfläche vom Split ist. Dauer die Nässe nicht so lange an, keimen die Samen an und vertrocknen, bevor sie Fuß gefasst haben.
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Re: Staudenpflanzung in Sand
Genau - und da sich im feinen 3/5 die Feuchtigkeit besser hält, schaffen sie bei etwas längerer feuchten Witterung zu keimen und findet dann auch tiefer noch Feuchte. Der Vorteil bei Sand ist das sich gekeimtes Zeug leicht rausziehen lässt, nicht so sehr das nichts keimt. Es keimt weniger, aber schon was, bei groben Splitt ist in der Regel ein paar Jahre Ruhe (erkauft natürlich mit der aufwendigeren Vorarbeit)
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Re: Staudenpflanzung in Sand
Ich verwende ja den feinen Kies, also runde Steinchen (3-8 manchmal bis 10mm}
Da kann ich angenehm auf Knien und Händen krabbeln, man könnte sich sogar bequem reinlegen.
Ein haptisch total schönes Erlebnis.
Gekeimtes Unkraut ist leicht entfernt, und es keimen auch die Pflanzen gut, die ich haben will. Für mich ist das win-win
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- oile
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Re: Staudenpflanzung in Sand
Woher stammt der Sand? Ich meine, gelesen zu haben, dass Sand ein sehr begehrtes, weil knappes Gut sei. Das gilt v.a. für Bausand.
Bis jetzt ist es gut gegangen, sagte der Mann, als er am 13. Stockwerk vorbei fiel.
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Re: Staudenpflanzung in Sand
Jedem das seine oder ihre. Ich bevorzuge es gar nicht auf Knien herumzukrabbeln - daher der Splitt und dazu können Ameisen im verkanteten Stein keine Erde nach oben wühlen. Aber klar, manche Aussaaten sind erfreulich und ich hab auch so manchen Caryopteris an den älteren Stellen geerntet. Splitt ist weniger mobil und man muss gut planen, in Kies hat es deutlich mehr Pflege, dafür sind Veränderungen leichter (Zwiebeln…), es sieht auch freundlicher aus.
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Re: Staudenpflanzung in Sand
Sand gibt es ausreichend in bester Qualität. Das Problem ist halt, dass es immer jemanden gibt, den der Abbau berührt. In unserer Region wird Sand massenhaft zwischen Torgau und Riesa rechts und links der Elbe abgebaut. Die Feinanteile, die auch bei der Verwendung als Mulch nur nerven, werden ausgewaschen.
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- oile
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Re: Staudenpflanzung in Sand
Du meinst, die liegen damit falsch?Deutschlandfunk.
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Re: Staudenpflanzung in Sand
Naja, da ich die meisten von mir geplanten Kiesbeete auch selbst pflege, versuche ichs mir so angenehm wie möglich zu machenhobab hat geschrieben: ↑4. Aug 2026, 16:03 Jedem das seine oder ihre. Ich bevorzuge es gar nicht auf Knien herumzukrabbeln - daher der Splitt und dazu können Ameisen im verkanteten Stein keine Erde nach oben wühlen. Aber klar, manche Aussaaten sind erfreulich und ich hab auch so manchen Caryopteris an den älteren Stellen geerntet. Splitt ist weniger mobil und man muss gut planen, in Kies hat es deutlich mehr Pflege, dafür sind Veränderungen leichter (Zwiebeln…), es sieht auch freundlicher aus.
Aber das Thema hier ist ja Sandmulch.
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Re: Staudenpflanzung in Sand
Das ist sicher ein Thema.
Wie bei jeder Ressource ist ein verantwortungsvoller Umgang damit selbstverständlich
Unser Sand kommt vom Kieswerk ums Eck. Mainsand quasi.
Da kommt auch der Feinkies her.
Regional. Gibt sicher auch Bio-zertifizierten aus der Sahara, aber eher nicht mein Ding
Die ganze Mineralmulcherei ist eh was für begrenzte Beete, nicht den ganzen Garten. Normal ist ein einmaliger Aufwand nötig, der viele Jahre hält. Dafür viel Wasser spart.
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- Staudo
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Re: Staudenpflanzung in Sand
Das ist bei uns das Problem. Sand ist massig da, aber man baggert schon jetzt halbe Landschaften weg. Die paar Tonnen, die für ein Sandbeet gebraucht werden, fallen nicht ins Gewicht.und gleichzeitig neue Flächen nicht mehr zur Verfügung stehen, um die Produktion zu erweitern.
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