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Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen) (Gelesen 2736248 mal)
Moderator: cydorian
- thuja thujon
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Re: Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Reben werden im Laublosen Zustand im Winter geschnitten. Das legt den Grundstock für den Ertrag und die Qualität im nächsten Jahr.
Wenn du im Winter ein Bild hast, können konkrete Tips gegeben werden.
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gesundes und krankes Gemüse in Amish-Qualität
- Starking007
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Re: Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Ich kenne genug Weinstöcke, die wachsen dürfen...........
Die nenne ich dann Spatzenbrutanlagen.
Meist verlieren die Besitzer bald die Lust irgendwas zu schneiden, weil sie den Überblick verloren haben.
Die nenne ich dann Spatzenbrutanlagen.
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Gruß Arthur
- cydorian
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Re: Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Das kann man ruhig probieren. Der Wein verzeiht einfach alles. Will man ihn dann mal irgendwohin führen, braucht man nur das Gewirr kappen und das Ding neu treiben lassen.
Probier das mal bei einer Birne mit verhunzter Krone...
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- thuja thujon
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Re: Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Ja, nichts ist so einfach wie Reben, wenn man es nur tun würde.
5 Jahre gewachsen, die ganze Wand lang, man weiß nicht wo man anfangen soll. 30cm überm Boden die Säge ansetzen, darüber alles weg.
5 Jahre gewachsen, die ganze Wand lang, man weiß nicht wo man anfangen soll. 30cm überm Boden die Säge ansetzen, darüber alles weg.
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Re: Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Dürfen hier auch Weintrauben hin, die als Tafeltraube angebaut werden
?
Hier unsere Siegerrebe, die zugegebenermaßen als Wespenmagnet gilt.
Einmal mit und einmal ohne Organzabeutel.
Bislang wurde noch kein Beutel durchbissen, ich beobachte das aber mit Argusaugen.
Beeindruckend sind die vielen verschiedenen Wespen inkl. der nun auf Wespenjagd gehenden Hornissen.
Größere Sorte bereitet mir der falsche Mehltau, bislang bekomme ich die Reben aber mindestens immer zur Vollreife. Ab dem nächsten Jahr ist soviel Substanz auf der Pergola, dass ich den Weinstock noch luftiger werde schneiden können.
Parallel ziehe ich von der Gegenseite nun eine Suffolk Red hoch, ich bezweifle aber, dass sie geschmacklich soviel Freude macht wie der Siegerrebe.
Hier unsere Siegerrebe, die zugegebenermaßen als Wespenmagnet gilt.
Einmal mit und einmal ohne Organzabeutel.
Bislang wurde noch kein Beutel durchbissen, ich beobachte das aber mit Argusaugen.
Beeindruckend sind die vielen verschiedenen Wespen inkl. der nun auf Wespenjagd gehenden Hornissen.
Größere Sorte bereitet mir der falsche Mehltau, bislang bekomme ich die Reben aber mindestens immer zur Vollreife. Ab dem nächsten Jahr ist soviel Substanz auf der Pergola, dass ich den Weinstock noch luftiger werde schneiden können.
Parallel ziehe ich von der Gegenseite nun eine Suffolk Red hoch, ich bezweifle aber, dass sie geschmacklich soviel Freude macht wie der Siegerrebe.
- Starking007
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Re: Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Venus hat total umgefärbt, nicht eine Wespe, keine Fliege...
Die Beutel stehen einsatzbereit.
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Gruß Arthur
- thuja thujon
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Re: Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Ja, Wespen und Hornissen, plus nochmal die asiatischen Hornissen, man kann sich aktuell nicht zuu lange in der Nähe der Trauben aufhalten. Noch sind es aber mehr die frühen Sorten, die normalreifen Sorten sind noch nicht so betroffen, da bleibt die Reife wegen der Hitze bzw Trockenheit ziemlich stehen.
Ich wundere mich etwas darüber, dass du falschen Mehltau erwähnst. Der war dieses Jahr doch kaum Thema in RLP, musste man suchen. Echter Mehltau gabs, nicht Epidemieartig, aber man konnte ihn wenigstens finden.
Ich wundere mich etwas darüber, dass du falschen Mehltau erwähnst. Der war dieses Jahr doch kaum Thema in RLP, musste man suchen. Echter Mehltau gabs, nicht Epidemieartig, aber man konnte ihn wenigstens finden.
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- thuja thujon
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Re: Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Ich war gestern in der nähe vom Hambacher Schloss bei einer Lese der besonderen Art.
Nicht Traubenlese, sondern Rebenlese. Wein lässt sich bekanntlich nicht mehr kostendeckend produzieren, bleibt noch das Holz.
Nach dem Roden müssen die Reben aufgeladen werden. Zwischenreihe nach links und rechts werfen, dass der Hänger von 2 Seiten beladen werden kann. Rund 600 Stück pro Fuhre hatten dort Platz. Am Montag werden die restlichen Endeisen gezogen, das war mal ein Weinberg und es wird keiner mehr werden.
Nicht Traubenlese, sondern Rebenlese. Wein lässt sich bekanntlich nicht mehr kostendeckend produzieren, bleibt noch das Holz.
Nach dem Roden müssen die Reben aufgeladen werden. Zwischenreihe nach links und rechts werfen, dass der Hänger von 2 Seiten beladen werden kann. Rund 600 Stück pro Fuhre hatten dort Platz. Am Montag werden die restlichen Endeisen gezogen, das war mal ein Weinberg und es wird keiner mehr werden.
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Der Buddler
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Re: Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Velez an der Ostwand sind schon ganz lecker, leicht muskatig und schön süß ohne Kerne.
- cydorian
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Re: Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Freischneiden (Entblättern) der Traubenzone bei Weinreben verbessert die Belüftung und senkt das Fäulnisrisiko. Und wenn sie frei hängen, kriegt man heute das:
Ich entblättere nicht, das sind Trauben, die zu hoch wuchsen, Trieb geht am Führungsdraht entlang und manchmal bleiben Trauben da oben sonnig, Sonnenbrand. Wespen dieses Jahr wenig Probleme, es ist seit Vegetationsbeginn so derart trocken dass es auch keine Läuse gab, wenig Raupen. Seit Wochen ist eh alles tot. Für die Larven im Nest brauchen sie aber Proteine, das bremste.
Die Siegerrebe sieht auch nach Vogelschaden aus, nicht nur Wespen. Vögel hacken in die Beeren, die beschädigten Beeren werden dann von Wespen ausgefressen. Suffolk Red hatte ich lange Jahre, habe ich gerodet. Die Aromatik fand ich gut, aber das war auch ihr einziger Pluspunkt. Das war der Stiellähmekönig und ein Oidiummagnet. Ein Riesending zudem, mit Schnitt kaum zu bändigen, endlos platzbedürftig aber lächerliche Erträge.
Angebot aus Deutschland: Null. Auch sonst scheinen deutsche Winzer unter jeder Menge Verboten zu leiden. Es scheint nicht nur ein Tafeltraubenverbot zu geben, sondern auch ein Weinessigverbot, ein Rosinenverbot, ein Agrestverbot, ein Saftverbot. Nichts davon aus Deutschland jemals im Supermarkt angetroffen.
Die frühen Sorten im Garten liegen mittlerweile nur noch zwei Wochen hinter der ersten Ware aus Sizilien. Ich fürchte, ab Ende September ist wieder alles weg, der dringende Bedarf an späten Sorten bleibt unbefriedigt.
Ich entblättere nicht, das sind Trauben, die zu hoch wuchsen, Trieb geht am Führungsdraht entlang und manchmal bleiben Trauben da oben sonnig, Sonnenbrand. Wespen dieses Jahr wenig Probleme, es ist seit Vegetationsbeginn so derart trocken dass es auch keine Läuse gab, wenig Raupen. Seit Wochen ist eh alles tot. Für die Larven im Nest brauchen sie aber Proteine, das bremste.
Die Siegerrebe sieht auch nach Vogelschaden aus, nicht nur Wespen. Vögel hacken in die Beeren, die beschädigten Beeren werden dann von Wespen ausgefressen. Suffolk Red hatte ich lange Jahre, habe ich gerodet. Die Aromatik fand ich gut, aber das war auch ihr einziger Pluspunkt. Das war der Stiellähmekönig und ein Oidiummagnet. Ein Riesending zudem, mit Schnitt kaum zu bändigen, endlos platzbedürftig aber lächerliche Erträge.
Das waren aber doch keine Tafeltrauben? Sogar hiesige Wassermelonen gibts mittlerweile im Supermarkt und als regional beworben, frisch, geringe Transportwege. Und Tafeltrauben, Sonderangebot bei Aldi, da sieht es so aus:
Angebot aus Deutschland: Null. Auch sonst scheinen deutsche Winzer unter jeder Menge Verboten zu leiden. Es scheint nicht nur ein Tafeltraubenverbot zu geben, sondern auch ein Weinessigverbot, ein Rosinenverbot, ein Agrestverbot, ein Saftverbot. Nichts davon aus Deutschland jemals im Supermarkt angetroffen.
Die frühen Sorten im Garten liegen mittlerweile nur noch zwei Wochen hinter der ersten Ware aus Sizilien. Ich fürchte, ab Ende September ist wieder alles weg, der dringende Bedarf an späten Sorten bleibt unbefriedigt.
- cydorian
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Re: Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Ach, noch was, Ergänzung: Gehts euch auch so? Ich finde, die Aromatik der Sorten hat stark gelitten. Permanent 30-40° blumige Sorten veratmen ihr Aroma offenbar schon, bevor sie ganz reif werden. Erdbeer-, Muskat-, Zitrusaromen - kurz da, dann sofort puff und weg. Zuckergehalte generell hoch bis sehr hoch, aber wenig Aroma, stattdessen auch vollsüsse Beeren von unreifen Tönen begleitet. Oder Stresszeichen. Ich schmecke dieses Jahr beispielsweise auch Gerbstoff in hellen Sorten.
- thuja thujon
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Re: Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Der Bedarf wegen später Ware, mit ein Grund für das Minimalschnittexperiment. Vielleicht sind da 2 Wochen später rauszuholen.
Noch ist da auch die feine Aromatik noch nicht verbrannt. Bei den frühen dieses Jahr nur wieder langkettiges und Petrol für die Nase, wie bei den verbrannten auf deinem Bild neben der Melone, nix fruchtiges mehr übrig.
Velez schmeckt gerade eklig, man möchte keine zweite Beere mehr.
Die Reblese waren keine Tafeltrauben, Grauburgunder, Dornfelder, Chardonnay. Kann man demnächst mit Lamm oder Rind vom Grill genießen, Lammkottelett auf Chardonnay Pflanzjahr 1987 gegrillt, 35 Jahre Sonnenenergie gespeichert. Dazu ein Kartöffelchen aus Frankreich, Knoblauch aus China, Petersilie aus Holland, Chilischote aus Marokko mit einem sprudelndem Wässerchen aus Italien (vegan, ohne Zucker, Glutenfrei).
Noch ist da auch die feine Aromatik noch nicht verbrannt. Bei den frühen dieses Jahr nur wieder langkettiges und Petrol für die Nase, wie bei den verbrannten auf deinem Bild neben der Melone, nix fruchtiges mehr übrig.
Velez schmeckt gerade eklig, man möchte keine zweite Beere mehr.
Die Reblese waren keine Tafeltrauben, Grauburgunder, Dornfelder, Chardonnay. Kann man demnächst mit Lamm oder Rind vom Grill genießen, Lammkottelett auf Chardonnay Pflanzjahr 1987 gegrillt, 35 Jahre Sonnenenergie gespeichert. Dazu ein Kartöffelchen aus Frankreich, Knoblauch aus China, Petersilie aus Holland, Chilischote aus Marokko mit einem sprudelndem Wässerchen aus Italien (vegan, ohne Zucker, Glutenfrei).
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Re: Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Zumindest einzelne Blätter sind meines Erachtens betroffen. Vor allem im unteren Bereich der Pergola. Das Weiße an den Blattadern hätte ich für Schwefelreste gehalten.thuja thujon hat geschrieben: ↑9. Aug 2026, 11:30 Ich wundere mich etwas darüber, dass du falschen Mehltau erwähnst. Der war dieses Jahr doch kaum Thema in RLP, musste man suchen. Echter Mehltau gabs, nicht Epidemieartig, aber man konnte ihn wenigstens finden.
- cydorian
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Re: Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Schön, dass das Zeug weg ist. Sowohl Klone als auch viele der gepflanzen Rebsorten sind seit den späten 1960er Jahren massgeblich von den jeweiligen Weinbauschulen gewählt und gefördert, darunter ist unglaublich viel Schrott und Sackgassen, die tragen Mitverantwortung für die Misere jetzt. Zuckergehalt und Hocherträge, das waren die Hauptziele. Konkurrieren wollte man gerne mit Frankreich, Spanien, Italien. Und was anderes als Wein existierte für die auch nicht mehr.
Nicht ohne Grund haben dieselben "Fachleute" später in Osteuropa und hiesigen Weinbergsresten bemüht angefangen, nach alten Klonen zu suchen, weil sie selber ihre "Züchtung" gegen die Wand gefahren haben und gar nichts mehr hatten, um das zu ändern. Aber das gehört wohl in den Keltertraubenthread.
Heidelbär, ja, das sieht nach falschem Mehltau aus. Scharfe Begrenzung zwischen den Blattadern und Ölflecken auf der Oberseite. Auf der rechten oberen und mittleren Blattfläche sind die charakteristischen, gelblich-aufgehellten, leicht transparenter wirkenden Flecken klar zu erkennen.
Nicht ohne Grund haben dieselben "Fachleute" später in Osteuropa und hiesigen Weinbergsresten bemüht angefangen, nach alten Klonen zu suchen, weil sie selber ihre "Züchtung" gegen die Wand gefahren haben und gar nichts mehr hatten, um das zu ändern. Aber das gehört wohl in den Keltertraubenthread.
Heidelbär, ja, das sieht nach falschem Mehltau aus. Scharfe Begrenzung zwischen den Blattadern und Ölflecken auf der Oberseite. Auf der rechten oberen und mittleren Blattfläche sind die charakteristischen, gelblich-aufgehellten, leicht transparenter wirkenden Flecken klar zu erkennen.
- thuja thujon
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Re: Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
Könnte tatsächlich sein, aber nicht aktiv, wohl abgestorben. Glaube kaum, dass da noch was sporulieren wird, wenn es mal feuchter wird. Da wirds keinen Schaden mehr geben.
Kommt wohl vom gießen, die Blätter sind ja auch nicht nach unten gefaltet, so wie man das hier verbreitet sieht, sieht gerade aus wie in Spanien und Lanzarote.
Beobachtest du auch die totgekochte Aromatik? Was macht die Säure in den Trauben bei dir?
Kommt wohl vom gießen, die Blätter sind ja auch nicht nach unten gefaltet, so wie man das hier verbreitet sieht, sieht gerade aus wie in Spanien und Lanzarote.
Beobachtest du auch die totgekochte Aromatik? Was macht die Säure in den Trauben bei dir?
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