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Hyla hat geschrieben: ↑11. Aug 2026, 22:17... duftige Fülle...
...gibt es vor allem da, wo Lavendel sich selber ausgesät hat. Nicht im Beet, ach wo. Sondern haarscharf daneben, im Kiesstreifen neben dem Hauseingangsweg (Rheinkies, das gängige Traufstreifenzeuchs, kein Kalkkram). Und in den Ritzen zwischen Weg (Holzbelag) und Kies, wo es so gut wie kein Substrat gibt, nur ein paar angewehte Krümel. No idea, wie die Pflanzen das machen - die Sonne knallt drauf, gegossen wird nicht...
.
Ansonsten hast du natürlich Recht: Grundsätzlich mag auch Lavendel Boden, der gut Wasser hält. Etwas durchlässiger umme Füße hätte er's freilich gerne - aber man kann halt nicht alles haben, auch als Lavendel nicht .
"Eine Gruppe von ökologischen Hühnern beschloss, jenes Huhn zu verbannen, das goldene Eier legte, weil Gold nicht biologisch abbaubar sei." Aus: Luigi Malerba, "Die nachdenklichen Hühner", Nr. 137
"Wer für alles offen ist, kann nicht ganz dicht sein." (NICHT von Kurt Tucholsky)
Das hat man oft, daß Sämlinge oder Pflanzen gut wachsen, wenn sie die Wurzeln irgendwo drunterschieben können. Hausfundamente und Steinplatten z.B. Ich erklär's mir mit fehlender Konkurrenz um Nährstoffe und Wasser plus Verdunstungsschutz nach oben.
Lavendel sät sich hier nicht aus.
Liebe Grüße!
Wenn du denkst, es geht nicht mehr,
kommt irgendwo ein Lichtlein her.
Das ist auch das Geheimnis der Mittelmeerflora. Da wächst nichts im Sand, sondern in gar nicht so schlechter, mineralischer Erde, die aber sehr "skelettreich" ist, sprich voller mehr oder weniger großer Steine, gerne auch verwittert. Da, in den Fugen ist es kühl und hält sich Restfeuchte. Ich habe übrigens seit vielen Jahren eine hohe Rudbeckia, die sich zwischen Gehwegplatten durchquält. Jahr für Jahr. Sie blüht auch. Und ich latsche Jahr für Jahr drüber. Ich gieße aber nie dort, Regen reicht.
Bis jetzt ist es gut gegangen, sagte der Mann, als er am 13. Stockwerk vorbei fiel.
Genau.
Hier ist der Boden steinig/felsig unten drunter. Wenn also z.B. die Zwergflieder diesen Bereich erreicht haben, stehen sie gut da und die Trockenheit ist ihnen egal.
Ebenso Lavendel, der steht hier problemlos udn sät sich auch aus, so Platz für keimende Sämlinge ist, ebenso Phlomis oder Cistus laurifolius, da finde ich auch Sämlinge.
Da der Boden hier aber wenig Nährstoffe hat, muss ich manches eben düngen.
Dieser Sommer ist hier in der Innenstadt mit Abstand der schlimmste seit meiner Aufzeichnung gewesen. Selbst hochgelobte eingewachsene Überlebenskünstler aus dem Mittelmeerraum haben große Probleme. Die Kombination aus extremer Hitze und sehr niedriger Luftfeuchtigkeit ist eben auch für sie suboptimal und unnatürlich. Fast alles, was nicht verholzt ist zumindest kosmetisch keine Option mehr. Für meine Gegend sind kleinblättrige Halbsträucher und Kleingehölze aus dem trockenen amerikanischen Westen (und ich meine Wüsten) die beste Option, sie bringen einen guten Mix aus Winterhärte, gewisse Nässetoleranz bei erhöhter Pflanzung, ungeahnter Hitzebeständigkeit und weitaus höherer Resistenz gegenüber Trockenheit als die meisten europäischen Arten. "Kleiner" Nachteil: Sie sind zum Teil sehr schwer zu bekommen, sodass französischer Versandhandel meistens die einzige Option ist. Trockener (Voll)Schatten ist für mich kein großes Problem weil unsere milden Winter hier Einiges ermöglichen. Ganz schwierig ist Halbschatten und partielle Sonne unter hohen Bäumen: Zu wenig Lichtsumme für Wüstenbewohner, die sich unnatürlich entwickeln, zu heiß bei Sonneneinstrahlung, zu viel Wurzeldruck.
Ein klassischer Staudengarten hat für mich persönlich damit leider ausgedient.
Auf Aussaat habe ich wirklich keine Lust mehr. Zu wenig geeignete Plätze, zu unsicher, zu langsam. Selbstaussaat funktioniert manchmal. Euphorbia characias kommen tatsächlich an mehreren Stellen und dürfen bleiben.
Hier das gesamte Ausmaß trotz gut 1 Kubikmeter Wasser pro Woche auf gerade mal 100 qm. Dieses Jahr ist zwar auch für uns eine (nicht mehr allzu seltene ) Ausnahme, aber sowas hatte ich noch nie und auch keien Lust mehr darauf. Im Detail ist es viel schlimmer.
Ja, das sieht alles sehr suboptimal aus, wenn auch nicht ganz schlecht.
Hosta habe ich nur noch in Töpfen und ein paar auf der Nordseite, wo sich Wasser sammelt wenn es regnet, sämtliche andere sind verschwunden, ebenso wie fast alle Epimedien.
Lou-Thea hat geschrieben: ↑9. Aug 2026, 14:18
Reseda lutea und Nepeta grandiflora (...) halten bisher ungegossen durch.
Alles ist relativ, auch das "Ungegossensein" - und das ist im Alpenvorland ja eigentlich standardmäßig anders definiert...
Ab wieviel (bzw. wie wenig) mm Jahressumme erwirbt man hier eigentlich die Qualifikation zum "Jammern"-Dürfen...?
Hyla hat geschrieben: ↑12. Aug 2026, 10:29
Ihr wässert echt wenig. Ist mir schon in einem Nachbar-Thread aufgefallen.
1m³ die Woche ist hier nichts. Schon gar nicht auf 100m².
Ich wässere. Höchstens einmal/ Woche jede Ecke, dann aber durchdringend. In trockenen Zeiten betrachte ich meine Gärten als Oasen, buchstäblich, für mich und für allerlei Viehzeug. Kübel werden selbstverständlich täglich gegossen.
Bis jetzt ist es gut gegangen, sagte der Mann, als er am 13. Stockwerk vorbei fiel.
RosaRot hat geschrieben: ↑12. Aug 2026, 10:02
Ja, das sieht alles sehr suboptimal aus, wenn auch nicht ganz schlecht.
Hosta habe ich nur noch in Töpfen und ein paar auf der Nordseite, wo sich Wasser sammelt wenn es regnet, sämtliche andere sind verschwunden, ebenso wie fast alle Epimedien.
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Hosta in Töpfen klappt hier wegen Hitze kaum noch, habe daher fast alle abgegeben. Auf der Nordseite des Hauses sind sie aber hart im Nehmen.
Epimedium funktioniert noch ganz gut und wird nicht lästig.
Hyla hat geschrieben: ↑12. Aug 2026, 10:29
Ihr wässert echt wenig. Ist mir schon in einem Nachbar-Thread aufgefallen.
1m³ die Woche ist hier nichts. Schon gar nicht auf 100m².
Ich muss leider mit Leitungswasser vom Hausanschluss gießen und das finde ich anderen Hausbewohnern gegenüber ungerecht auch wenn es sich mit meinen anderen Sparmaßnahmen vermutlich ausgleicht. Aber werde mir trotzdem einen eigenen Anschluss zur Gartenbewässerung zulegen. Trotzdem nicht schön, auf aufbereitetes, kaltes Wasser angewiesen zu sein.
Lou-Thea hat geschrieben: ↑9. Aug 2026, 14:18
Reseda lutea und Nepeta grandiflora (...) halten bisher ungegossen durch.
Alles ist relativ, auch das "Ungegossensein" - und das ist im Alpenvorland ja eigentlich standardmäßig anders definiert...
Ab wieviel (bzw. wie wenig) mm Jahressumme erwirbt man hier eigentlich die Qualifikation zum "Jammern"-Dürfen...?
Einfach mitjammern - es ist sowas wie Teambuilding :-)
Hyla hat geschrieben: ↑12. Aug 2026, 10:29
Ihr wässert echt wenig. Ist mir schon in einem Nachbar-Thread aufgefallen.
1m³ die Woche ist hier nichts. Schon gar nicht auf 100m².
Ich wässere. Höchstens einmal/ Woche jede Ecke, dann aber durchdringend. In trockenen Zeiten betrachte ich meine Gärten als Oasen, buchstäblich, für mich und für allerlei Viehzeug. Kübel werden selbstverständlich täglich gegossen.
Sehe es ähnlich - nur genügt es bei solchen Wetterkapriolen nicht mehr. Und die eine Stunde am Tag würde ich gerne anders nutzen.
Passt irgendwie zum Thema: Ich habe heute ein (abgelegenes sonniges) Staudenbeet abgeräumt, das nie gegossen wurde, d.h. es war seit Anfang Juni praktisch trockengefallen. Nix Lebendiges mehr gab es oberirdisch bei: div. Akeleien, div. Campanulas, Süßdolde, Geißraute, Kugeldisteln (!), Mutterkraut, Pycnanthemum (!), div. Silenen.
Noch (welkendes) Grün gibt es bei Bergminzen, Stachys alpina, Tanacetum macrophyllum, Phlomis samia, Stipa pulcherrima und einer Yucca.
Tempel-Hof-Gärtner hat geschrieben: ↑12. Aug 2026, 14:42
Alles ist relativ, auch das "Ungegossensein" - und das ist im Alpenvorland ja eigentlich standardmäßig anders definiert...
Ab wieviel (bzw. wie wenig) mm Jahressumme erwirbt man hier eigentlich die Qualifikation zum "Jammern"-Dürfen...?
Erstens, wir sind gar nicht im Jammern-thread, es war ein Hinweis auf das was hier noch unbeeindruckt wächst und blüht, während 80% des Restgartens, zumindest Stauden, neue Bäume und kleinere Sträucher ohne Gießen schon 2x tot wären dieses Jahr.
Zweitens, Du erwähntest es bereits, es ist relativ. Wenn in Gegenden mit durchlässigen oder flachen Böden und generell eher wenig Regen viele Pflanzen daran etwas angepasst sind, sieht das hier im Lehm mit bisher insgesamt feuchteren Bedingungen nach über 12 Wochen mit minimal Regen und andauernd über 30 Grad ganz anders aus.
Auch hier in Südbayern ist die Regenverteilung krass unterschiedlich. Während auf unserer Bodenfeuchtekarte (dwd) bis 60cm nur noch Rot-, Braun- und Gelbtöne zu sehen sind gibt es in Alpennähe Regionen, wo sie immernoch durchgehend dunkelblau bis dunkelgrün ist.
Das ist doch kein Wettbewerb, bei wem es schlimm oder weniger schlimm ist.
Wallu, dein Bericht find ich hilfreich, wobei mich dabei nur Echinops und Tanacetum überrascht haben - aber allein das ist definitiv eine nützliche Information. Das Tanacetum macrophyllum Trockenheit so gut abkann, hätte ich nicht erwartet, da ich den bisher nur im Halbschatten verwendet habe. Wo er dann schon viel aushält, ist ja ein Grund den zu pflanzen (rasend attraktiv ist was anderes), aber die Fähigkeit Wassermangel auszuhalten hab ich dem nie bewusst zugeschrieben.