Ich bin heute für die Beobachung der Sonnenfinsternis extra auf den nahegelegenen Heimberg gewandert, weil die Sonne hier im Tal mittlerweile schon wieder gegen 18:00 Uhr hinter den Bäumen verschwindet. Dort oben ist die Landschaft sehr mediterran, und man hat eine großartige Aussicht auf das Naheland. Anfangs dachte ich, dass ich mutterseelenalleine bin, aber nach und nach fanden sich dann doch eine Handvoll Wanderer und Fahrradfahrer ein, die das Schauspiel bewundern wollten. Neben meiner Sonnenfinsternisbrille hatte ich auch mein Fernglas samt Sonnenfilter, mein Stativ, und die Kamera mit 300 mm Teleobjektiv dabei, natürlich auch mit Sonnenfilter ausgestattet.
Als ich einen schönen Platz mit freier Sicht gefunden hatte, war der Mond bereits ein Stück vor die Sonne gewandert, in Abständen von ein paar Minuten habe ich Fotos gemacht, als die Sonne noch höher stand und die Atmosphäre nicht so störte, konnte man sogar ein paar Sonnenflecken erkennen. Nach und nach wurde es immer dunkler, so ein seltsames Zwielicht, das ich auch noch von der totalen Sonnenfinsternis 1999 kenne. Nach einer Stunde war dann nur noch eine schmale Sichel erkennbar, die Sonnenscheibe färbte sich zunehmend rötlicher, die Schatten wurden immer härter, bis die Landschaft richtig golden aufleuchtete.
Nach wenigen Minuten wurde es dann wieder heller, als der Mond die Sonnenscheibe langsam wieder freigab. Allerdings näherte sich die Sonne dann zunehmend dem Horizont, so dass ich Stativ samt Kamera wieder abbaute und mich langsam auf den Heimweg machte, nicht ohne noch einmal die herrlichen Aussichten auf die nun Stück für Stück von der Dämmerung verschluckten Landschaft zu genießen. Die Landschaftsfotos musste ich diesmal mit dem Handy machen, da die Kamera ja für die Sonnenfotografie herhalten musste, die schönsten Aufnahmen habe ich
in meine Online-Bildergalerie hochgeladen.
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