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Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt? (Gelesen 8491 mal)

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thuja thujon
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Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?

thuja thujon » Antwort #270 am:

Hier nicht keine, aber wenige Tropfen, 0,5mm im August, 8,8 im Juli.

Kräuterrasen mit Nutzung im Schatten, das war noch Ende Juli, seitdem nur brauner werdend, es staubt mittlerweile:
Rasen 121 20260727.jpeg

Zierrasen in der Sonne, vertrocknet durch aus Rasensicht unpassende Pflege. Hier ist keine kühlende Erfrischung, sondern Brandlast vorhanden.
Rasen 99 20260809.jpeg
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Tempel-Hof-Gärtner
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Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?

Tempel-Hof-Gärtner » Antwort #271 am:

Hmm,
jetzt wird's echt interessant: Schatten- versus Sonnen-Kräuterrasen, beide auf eher lehmigem Untergrund - und dennoch SO deutliche Unterschiede.
Könnte hier ein Vergleich der Jahresniederschlagsmengen (oder zumindest der Mengen der letzten vier Wochen) das Rätsel der Lösung näher bringen...?
Hilfsweise noch ein bisserl die Temperaturfrage, wenn auch aus der auf dieser offenbar schmalen Grenzlinie zwischen noch okay und tendenziell knuspernd noch Erkenntnis-Honig zu saugen ist... ???
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thuja thujon
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Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?

thuja thujon » Antwort #272 am:

Naja, wie schon wo anders erwähnt: Bäume brauchen Wasser, Schatten unter Bäumen kann auch mal trocken sein. Ist ja kein Schlagschatten von einem Gebäude, aber auch da knusperts mittlerweile.

Ansonsten, das Wasserdefizit summiert sich stetig. Der Regen von Anfang Juni ist aufgebraucht, 11mm halten im Sommer keine 10 Wochen.
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Querkopf
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Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?

Querkopf » Antwort #273 am:

Mit "kein Tropfen" weiter oben hatte ich Bewässerung gemeint. Die gab's für den Rasen nicht, nie & nirgends.
.
Ein paar Gewitterschauer gab's, das ja. Aber die sind ja gleichmäßig überm gesamten Gärtchen niedergegangen, die Unterschiede zwischen "verbrannt" und "noch grün" erklären sie nicht. Viel war's auch nicht. In Anbetracht der Tatsache, dass wir vom 18.-28. Juni elf Tage am Stück mit Temperaturen von 35°C oder drüber hatten, danach nur wenige Tage mit Temperaturen unter 30°C und durchweg viele Sonnenstunden, war das Gewitterwasser für'n hohlen Zahn.
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thuja thujon
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Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?

thuja thujon » Antwort #274 am:

Die Gewittergüsse hätte ich gerne gehabt, die blieben hier aus. Aber das ist Dürrgejammer, hier gehts ja um was gepflanzt werden soll.
Kräuterrasen meiner Meinung nach nicht.

Hier kacken unbewässert aber auch gerade die Artischocken ab.
Edit: und Kakteen wollen hier auch bewässert werden, wegen der Frühjahrstrockenheit.
Zuletzt geändert von thuja thujon am 14. Aug 2026, 15:20, insgesamt 1-mal geändert.
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Drainagefan
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Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?

Drainagefan » Antwort #275 am:

thuja thujon hat geschrieben: 14. Aug 2026, 11:10 Kräuterrasen, im Schatten von Bäumen,
Entschuldigt die naive Frage. Was ist ein Kräuterrasen? Ich habe keinen Rasen, sondern bezeichne das als Wiese. Da kommt alles mögliche vor, verschiedene Gräser, eine Menge Löwenzahn, alles was die Natur so gebracht hat.

Bei mir gibt es alles im Bereich der Wiese, von total vertrocknet bis schön grün und ich frage mich warum manche Bereiche vertrocknet sind. Die Anzahl der Sonnenstunden ist ein Indiz. Die Ausläufer der Fichtenwurzeln, die saugen, sehe ich auch noch als Erklärung. Die Palmen saufen eigentlich auch was sie können, aber da ist es nicht so schlimm. Es müsste da minimaler Schatten von "Kleinigkeiten" auch eine Rolle spielen.

Mich schafft zur Zeit eine Potentilla. Der reicht es nicht mehr, wenn sie alle 2 Tage gegossen wird.

POTENTILLA X CULTORUM ARC-EN-CIEL 1.jpg
POTENTILLA X CULTORUM ARC-EN-CIEL


So sollte sie aussehen. Die ist im 1. Jahr und ist ein Pfahlwurzler.


So sah sie aus, als sie nach 3 Tagen sehr leichtem Regen, also auch keine pralle Sonne, weitere 3 Tage nicht gegossen wurde.

POTENTILLA X CULTORUM ARC-EN-CIEL 2.jpg
POTENTILLA X CULTORUM ARC-EN-CIEL

Jetzt sah sie nach 2 Tagen ohne Gießen ähnlich vertrocknet aus, es hat um die 30° im Schatten. Wenn man intensiv gießt, dann erholt sie sich.

POTENTILLA X CULTORUM ARC-EN-CIEL 3.jpg
POTENTILLA X CULTORUM ARC-EN-CIEL


Das geht jetzt schon seit Wochen so. Ein etablierter Potentilla Fruticosa ist daneben, vielleicht 70cm entfernt. Der Ist völllig problemlos ohne Gießen. Wegen dem Fruticosa habe ich andere Potentilla gesetzt, da der Fruticosa ja völlig probilemlos an diesem Standort ist. Ca. 1m daneben ist eine Rispenhortensie Bloody Mary in praller Sonne. Die wird gegossen und hält sich ganz gut. Mir ist es unverständlich warm die Arc-en-Ciel so schnell verwelkt. Davor waren dort Kokardenblumen, die sind auch fast vertrocknet. Besonderheit ist dort, Sonne von Sonnenaufgang bis fast Sonnenuntergang.
LG Horst
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Gartenplaner
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Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?

Gartenplaner » Antwort #276 am:

Drainagefan hat geschrieben: 14. Aug 2026, 15:19
thuja thujon hat geschrieben: 14. Aug 2026, 11:10 Kräuterrasen, im Schatten von Bäumen,
Entschuldigt die naive Frage. Was ist ein Kräuterrasen? Ich habe keinen Rasen, sondern bezeichne das als Wiese. Da kommt alles mögliche vor, verschiedene Gräser, eine Menge Löwenzahn, alles was die Natur so gebracht hat. …

Kräuterrasen ist im Prinzip Wiese, die es abkann, wöchentlich gemäht zu werden, also so niedrig wie Rasen zu bleiben.
Die Artzusammensetzung ist eine andere als bei einer 1-2x im Jahr gemähten Wiese.
(Wobei durchaus manche Wiesenblumen, von denen man es nicht erwartet, auch im Kräuterrasen auftauchen können, bei mir z.B. Ackerwitwenblume.
Umgekehrt kommen Gänseblümchen nur im häufig gemähten Kräuterrasen, nicht in der Wiese.)
Drainagefan hat geschrieben: 14. Aug 2026, 15:19
Bei mir gibt es alles im Bereich der Wiese, von total vertrocknet bis schön grün und ich frage mich warum manche Bereiche vertrocknet sind. Die Anzahl der Sonnenstunden ist ein Indiz. Die Ausläufer der Fichtenwurzeln, die saugen, sehe ich auch noch als Erklärung. Die Palmen saufen eigentlich auch was sie können, aber da ist es nicht so schlimm. Es müsste da minimaler Schatten von "Kleinigkeiten" auch eine Rolle spielen. …
Manches spielt ne Rolle.
Mein Garten hat nen Höhenunterschied von 7m vom Haus bis a die Grenze oben an den Bahngleisen, oben war es eher trockener und traten eher Bodenrisse auf als weiter unten beim Haus.
Aber auch im oberen Bereich gibt es kleine Flächen, die noch wesentlich grüner sind als drumherum.
Am besten zu sehen am Rasenweg, der schnurgerade durch die Mitte des Fotos hochläuft, die Wiese rechts und links ist vorletzte Woche gemäht worden und deshalb ziemlich durchgängig blond.
Die 2 grünen Flecken im Rasenweg haben den ganzen Tag ähnlich viel Sonne, das Foto ist vom späten Nachmittag, da wirft die nachbarliche Wildnis links Schatten.

Bild

Bild


Ist mir bisher noch nie so extrem aufgefallen.

Nur eine Stelle auch ganz oben im Garten ist mir schon vor 10 Jahren aufgefallen, weil es dort im Herbst/Winter/Frühjahr regelrecht sumpfig ist, völlig unlogisch für das Geländeniveau.
Deshalb hab ich dort Märzenbecher in die Wiese gepflanzt.
Wer meinen Lern-Garten sehen will - unterm Goldfrosch-Bild den Globus klicken!

Erich Kästner, (1933/46), Ein alter Mann geht vorüber

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semicolon
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Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?

semicolon » Antwort #277 am:

Wurden schon Paeonien positiv erwähnt? Die Strauchigen leiden zwar auch, bleiben aber bei minimaler Bewässerung grün. Eingewachsene Staudenpaeonien tragen es auch mit Würde. Hat mich etwas überrascht.

Und erstaunlicherweise Digitalis, allen voran irgendwelche mehrjährigen Hybriden und Wildarten mit ledrigen Blättern.
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Kranich
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Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?

Kranich » Antwort #278 am:

Semicolon, da stimme ich Dir zu, Paeonien vertragen auch hier die Hitze und Trockenheit gut.
Es gibt hier auch einige Bereiche, die kaum gegossen werden und dort sind die Gewinner Astern, Zinnien, Portulakröschen,- Fette Henne, Bleiwurz und natürlich Rosen.
Dateianhänge
IMG_2822.JPG
Liebe Grüße Kranich
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vanille_71
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Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?

vanille_71 » Antwort #279 am:

🤩
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solosunny
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Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?

solosunny » Antwort #280 am:

Ich war diese Tage mal wieder auf der erfurter Ega und hab gestaunt, die bewässern echt noch alles, wirkt richtig unwirklich. Aber- in dem angeblich so tollen Beet von Frau Pelz unter dem Motto "Was blüht uns morgen?" große Blöcke mit Helenium und vielen anderen Säufern, das finde ich vorsichtig ausgedrückt, naja.
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hobab
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Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?

hobab » Antwort #281 am:

Ziemlich naja, stimmt. Die war immer toll, aber jetzt driftet ihr Softwareimperium ein wenig Richtung Landlust.
Hier leiden Paeonien, Hylotelephium, Astern in Arten und einige vermeintlich harte schon deuchtlich unter der Hitze (dieses Jahr weniger, da vergleichsweise wenig lange Dürreperioden hier).
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Veilchen-im-Moose
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Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?

Veilchen-im-Moose » Antwort #282 am:

Ich habe ja schon geschrieben, dass ich bewässere. Insofern ist nicht ganz einfach zu sagen, was auch mit weniger Wasser noch gut zurecht käme. Aber es gibt einige Pflanzen, die auch vier oder fünf Tage nach der letzten Wassergabe immer noch erstklassig dastehen.

Dazu gehören hier: Kalimeris, Kaukasusgamander, viele Astern, die hohen Fetthennen, Euphorbien, Rosen, Verbena Bonariensis, merkwürdiger Weise Chelone obliqua und Lythrum, die meisten Pfingstrosen, Miscanthus, Calamagrostis Varia, recht viele Farne und eingewachsene Funkien, Telekie, Agastache, Begonia, Bergenien.

Dann gibt es hier ein breites Spektrum von Pflanzen, die Dürrestress zeigen, wenn ich sie zu lange nicht gieße, ansonsten aber durchaus gut aussehen. Das kommt dann auch immer auf den Standort an: Sanguisorba, Helenium, Monarda, Phloxe, Hemerocallis, Rispenhortensien, Veronicastrum und viele, viele mehr.

Und dann gibt es die echten Klimawandelopfer... Astilben, Herbstanemonen, leider an vielen Stellen Sterndolden, Oktobersilberkerzen.

Da ist für mich entscheidend, ob diese Stauden durch einen Sommer wie diesen bleibend geschädigt werden oder im kommenden Jahr unversehrt austreiben. Wenn diese Pflanzen aber in beinahe jedem Sommer wie Elendsgestalten aussehen, dann gebe ich sie auf. Bei manchen fällt mir der Abschied ziemlich schwer und ich probiere es immer wieder, suche nach dem idealen Platz, probiere es mit Topfkultur. Vor zwei Monaten habe ich - wider besseres Wissen - einen Rittersporn Atlantis aus der Staudengärtnerei mitgebracht. Der blüht jetzt in einem Topf zum zweiten Mal und hat mich zumindest diesen einen Sommer wirklich erfreut. Besser und langlebiger und auch noch günstiger als jeder Blumenstrauß.
Es gibt überall Blumen für den, der sie sehen will
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Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?

Buddelkönigin » Antwort #283 am:

@ Veilchen-im-Moose
Ich kann mich Deiner Einordnung bezüglich Trockenstress der Stauden in Deinem Garten voll anschließen. So etwa schätze ich die Situation hier etwa auch ein. Und ja, wir gießen jetzt jeden Abend wenigstens einen Bereich mit dem Fächersprenger für 30- 40 Minuten. Gehölze, Töpfe und besonders gefährdete Stauden gezielt mit der Kanne. :P
Wieder kein Regen mehr in Sicht... die Regen Vorhersage für morgen wurde aktuell verschoben auf Nächte Woche Dienstag. :'(
Zuletzt geändert von Buddelkönigin am 14. Aug 2026, 20:06, insgesamt 1-mal geändert.
Wenn immer der Kluge nachgibt, regieren die Dummen die Welt.🙄
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Immer-grün
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Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?

Immer-grün » Antwort #284 am:

Altbewährt: Iberis.
Ich weiss nicht wie die das machen, Kies auf Vlies, wenig Substrat, kein Wasser von mir, volle Sonne und man sieht ihnen diesen Sommer überhaupt nicht an.
( Vielleicht haben sie ja das Vlies geknackt.;))
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