News: Problem bei der Anmeldung? Bitte Mail über das Kontaktformular ganz unten! | garten-pur unterstützen mit einer Spende oder über das Partnerprogramm!

Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt? (Gelesen 9642 mal)

Hier bist du richtig, wenn du nicht genau weißt, wohin mit deiner Frage oder deinem Thema!

Moderatoren: Nina, Phalaina, cydorian, partisanengärtner, AndreasR

Antworten
Benutzeravatar
Chica
Beiträge: 6213
Registriert: 23. Aug 2010, 15:20
Kontaktdaten:

Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?

Chica » Antwort #330 am:

hobab hat geschrieben: 15. Aug 2026, 14:27 Machen die das nicht immer? Euonymus ist meist das erste was Laub abwirft. Im
Schatten hat alatus hier seins noch, aber planipes wird schon braun.
Hier ist Euonymus alatus noch völlig grün, der ist das Elend wohl gewöhnt ;D .

Bild

Das sind mehrere Pflanzen, die meine Freunde aus Siegen einmal aus Italien mitgebracht hatten.

Ich habe noch ein Opfer gefunden: Cornus mas 'Variegata'.

Bild

Ich habe überlegt, warum ich nicht so extrem an meinen Pflanzen hänge. Das liegt vermutlich daran, dass ständig irgendetwas ausfällt, entweder durch Frost oder durch Schnecken oder Trockenheit im Sommer. Ich habe jetzt z. B. den dritten Hausbaum gepflanzt, einen Zierapfelsämling, der sich selbst an anderer Stelle etabliert hatte. Außerdem ist alles unübersichtlich weitläufig. Manchmal fällt gar nicht gleich auf, dass etwas fehlt :-X .
Der schönste Garten ist der, der kurz vor dem Verwildern steht.
Dr. med. Daniel Gottlob Moritz Schreber (1808-1861)
Benutzeravatar
hobab
Beiträge: 6000
Registriert: 20. Apr 2008, 17:05
Wohnort: Berlin
Bodenart: Sand
Winterhärtezone: 7b: -14,9 °C bis -12,3 °C

Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?

hobab » Antwort #331 am:

Zum Beitrag von Buddelkönigin:
Was nicht geht, finde ich genauso interessant wie was geht. Wenn einer eine Pflanze als ausgesprochen trockenresistent empfiehlt, dann aber jemand aus einer Gegend die schon länger trocken ist schlechte Erfahrung mit dieser Art gemacht hat, ist das doch eine gute Info: da würde ich eher auf was verzichten was jetzt noch geht, aber in ein paar Jahren vielleicht zu kränkeln beginnt. Umgekehrt sind Semicolons Beiträge hochinteressant, Pflanzen von denen ich zur Zeit kaum träumen würde, die bei ihm aber wachsen. Da würde ich in ein paar Jahren dann auch mit experementieren wollen - sehr spannend.
Berlin, 7b, Sand
Benutzeravatar
Blush
Beiträge: 2837
Registriert: 16. Jun 2022, 22:17
Region: Süd-östliches Schleswig-Holstein
Bodenart: Lehm
Winterhärtezone: 7b: -14,9 °C bis -12,3 °C

Auf der Geest, aber mit wenig Sand auf dem Lehm.

Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?

Blush » Antwort #332 am:

hobab, vielen Dank für Deine vielen Vorschläge! Toll, da habe ich ordentlich zu recherchieren! :D
"Der andere könnte recht haben."
        Frei nach Frank Elster
Benutzeravatar
Jule69
Beiträge: 22203
Registriert: 9. Jan 2008, 15:57
Region: Rheinnähe
Winterhärtezone: 8b: -9,4 °C bis -6,7 °C

Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?

Jule69 » Antwort #333 am:

Ein paar kann ich noch beurteilen...z.B. den ausgepflanzten Ahorn 'Flamingo'. Hier kommt er trotz Vollsonne gut klar, kriegt kaum was ab vom Gießen, ich bin echt erstaunt, zumal er ja sehr hell panaschiert ist....praktisch keine Verbrennungen, während andere schon sehr schwächeln, trotz Sonnenschutz...
Sorry, hab aktuell nur ein Bild von oben...(links ziemlich unten)...
Bild
Liebe Grüße von der Jule
Es genügt nicht, mit den Pflanzen zu sprechen, man muss ihnen auch zuhören.
Benutzeravatar
Drainagefan
Senior Member
Beiträge: 805
Registriert: 19. Jun 2025, 16:18
Region: Grenze Alpen / Alpenvorland
Höhe über NHN: 500m
Bodenart: lehmig
Winterhärtezone: 7b: -14,9 °C bis -12,3 °C

Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?

Drainagefan » Antwort #334 am:

Bei den Palmen muss man gut überlegen, was mit wenig Wasser auskommt. Das Klischee Palme, Hitze und kein Regen stimmt gar nicht.

Die Nadelpalme ist gar keine Empfehlung für den Klimawandel, obwohl sie im WInter mit unter -20° klar kommt. Ich habe die so gut wie nie gegossen und das ist das Ergebnis.


RHAPIDOPHYLLUM HYSTRIX.jpg
RHAPIDOPHYLLUM HYSTRIX


Die wird nicht nachgepflanzt. Ich hatte die Jahre lang im Topf, das war falsch, auch wenn sie sowieso klein bleibt. Heuer im Februar hat ihr der gefrorene Boden den Rest gegeben.


Ähnliches gilt für die Trachycarpus Takil, die vertrocknet vergleichsweise leichter als andere Hanfpalmen.


Trachycarpus fortunei.jpg
Trachycarpus fortunei


Eine große chinesische Glückspalme kommt gut mit Trockenheit und viel Feuchtigkeit klar. Je mehr Wasser im Sommer um so schneller wächst sie. Junge Exemplare sollte man die ersten 5 Jahre deutlich gießen, also nichts für Hitzewellen ohne Gießen.


Mein Empfehlung ist die Trachycarpus wagnerianus:


Trachycarpus wagnerianus.jpg
Trachycarpus wgnerianus


Die wächst viel langsamer als die fortunei, dafür brechen aber die Wedel beim Sturm und Regen nicht so leicht ab. Die ersten Jahre ist Gießen im Sommer Pflicht, aber so schnell gehen sie nicht kaputt. Die gelbe Färberkamille hält auch gut Trockenheit aus.
LG Horst
Hans-Herbert
Beiträge: 2677
Registriert: 13. Feb 2021, 14:11
Wohnort: München
Winterhärtezone: 6b: -20,4 °C bis -17,8 °C

Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?

Hans-Herbert » Antwort #335 am:

Die Hanfpalme hat Stress mit zuviel Sonne und Temperaturen über 30°C.
Dateianhänge
Hanfpalme im Kübel
Hanfpalme im Kübel
Hanfpalme im Kübel
Hanfpalme im Kübel
Benutzeravatar
Drainagefan
Senior Member
Beiträge: 805
Registriert: 19. Jun 2025, 16:18
Region: Grenze Alpen / Alpenvorland
Höhe über NHN: 500m
Bodenart: lehmig
Winterhärtezone: 7b: -14,9 °C bis -12,3 °C

Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?

Drainagefan » Antwort #336 am:

Hans-Herbert hat geschrieben: 15. Aug 2026, 19:04 Die Hanfpalme hat Stress mit zuviel Sonne und Temperaturen über 30°C.
Wundert mich im Topf gar nicht.

Hier ein Foto vor 2 Jahren mit 2 Wagnerianus.


TRACHYCARPUS WAGNERIANUS.jpg
TRACHYCARPUS WAGNERIANUS


Beide wurden zur gleichen Zeit gekauft. Die große wurde vor ca. 10 Jahren in den Garten gesetzt und die kleine dahinter blieb 8 Jahre im Topf, falls die große erfriert. Der Größenunterschied sagt alles. Damals war die Fläche noch ganz anders gestaltet, jetzt sind da Scabiosen, Färberkamille, etc. darum herum. Wagnerianus wachsen aber sowieso sehr langsam. Die große Wagenrianus ist jetzt um die 2m, die gleichzeitig gekaufte Fortunei hat jetzt ca. 6m, dafür aber geknickte Wedel.

Vergleiche mal die Größen der kleinen Trachy mit dem davor geposteten Foto. Der Untreschied ist die Palme im Garten, nicht eingezwängt im Topf. Eine Palme hat bei mir zentral weggehend Wurzeln von 2m. Dieser Platz ist im Topf nicht.

Ich würde sagen Temperaturen bis -15° packen Palmen locker. Bei kleinen Palmen sind Jutesäcke ein guter Schutz. Bei der Fortunei kann ich nicht mehr schützen.

Mach dir Gedanken über gefrorene Erde im Winter, da wird es angeblich ab -4° kritisch. Ich glaube bei mir war es schon kälter, weiß aber nicht, wie stark das Haus strahlt. So ein großer Temperaturunterschied zu München ist das nicht. Da kommt es darauf an das Mikroklima gut zu überlegen, zB Strahlungswärme durch Haus, Mauer, etc.
LG Horst
Benutzeravatar
Veilchen-im-Moose
Beiträge: 3708
Registriert: 6. Feb 2022, 09:41
Kontaktdaten:

Schwerte/Ruhr Winterhärtezone 7b

Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?

Veilchen-im-Moose » Antwort #337 am:

Gerade ging ich mit dem Gedanken an diesen Thread noch mal durch den Garten. Mir fallen immer neue Pflanzen auf, die ganz gut mit der Trockenheit zurecht kommen: Federmohn, Liriope, Akanthus:
P7024556.jpeg
P9192556.jpeg
P7030179.jpeg
Akanthus ist eine Hinterlassenschaft der Vorbesitzer. Ich weiß nicht, welcher das genau ist. Leider steht die Hauptgruppe mittlerweile zu schattig und nicht mehr standfest. Aber ich habe einen Sämling, der jedes Jahr schöner wird.

Die Liriope sind für mich ein wirklicher Schattenschatz. Neulich musste ich zwei umsetzen, weil die von großen Nachbarstauden völlig überwachsen wurden... das war Ende Juli oder Anfang August - also mitten in der schlimmsten Dürre. Rundherum macht alles schlapp und die stehen frisch und aufrecht da. Außerdem blühen Liriope toll - sie gehören zu den wenigen Spätsommerblühern in meinen Schattenbeeten. Die und die Begonia suhterlandii und grandis... müsste ich glatt mal zusammen pflanzen - sind bestimmt ein schönes Paar.
Es gibt überall Blumen für den, der sie sehen will
Henri Matisse
Antworten