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Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt? (Gelesen 12931 mal)
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- Mufflon
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Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?
Akebia habe ich, wächst und gedeiht prima.
Clemetis armandii hatte ich auf der anderen Hausseite versucht, die mochte meinen Lehm nicht, ist rückwärts gewachsen und nach 3 Jahren nicht mehr gekommen.
Über Trachelospermum denke ich tatsächlich nach, die könnte da gut passen.
Clemetis armandii hatte ich auf der anderen Hausseite versucht, die mochte meinen Lehm nicht, ist rückwärts gewachsen und nach 3 Jahren nicht mehr gekommen.
Über Trachelospermum denke ich tatsächlich nach, die könnte da gut passen.
„Der Mensch hat viele Fähigkeiten, aber das größte Talent entwickelt er bei der Vernichtung der Natur.“ 🍃
Rumi
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- semicolon
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Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?
Die Getopften saufen brutal, daher stehen meine immer bis zum Stammansatz im Wasser und kommen nur für den Winter raus.Jule69 hat geschrieben: ↑17. Aug 2026, 17:39 Eine Zeitlang hab ich diverse Oleander gehabt, natürlich alle im Kübel, viele haben wirklich schön geblüht, zum Teil sogar geduftet, aber es waren allesamt Säufer. Daher hab ich persönlich in den letzten Jahren immer mehr reduziert und gerade letzten Monat den letzten abgegeben.
Ausgepflanzt und eingewachsen sind die extrem dürreverträglich. Ein weiterer Vorteil bei Auspflanzung ist, dass sie viel weniger verkahlen und deutlich länger blühen. Hier in der Koblenzer Innenstadt steht ein großer Busch direkt an einer großen zugigen Straße im Schotter. Der wird ultimativ vernachlässigt, sieht aber immer top aus.
Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?
Die hatte ich beide schon als Zimmerpflanzen und noch ein paar andere hübsche Arten, würde aber hier bei mir nie darauf kommen die auszupflanzen. Es ist hier zu kalt.
Der schönste Garten ist der, der kurz vor dem Verwildern steht.
Dr. med. Daniel Gottlob Moritz Schreber (1808-1861)
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Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?
Hier stehen ebenfalls L. thunbergii und L. Edo-Shibori mit zweifarbigen Blüten. Beide schneide ich mittlerweile im Frühjahr komplett runter . Sie frieren eh zurück. Der Nachteil ist allerdings, dass sie deswegen ? wirklich erst spät blühen. Im letzten Jahr kamen dann bereits erste Nachtfröste. Das war ziemlich ungünstig, die Blüten haben sich nicht mehr komplett geöffnet. Die Pflanze ist sicher auch in sehr trockenen Regionen einen Versuch wert. Aber sie braucht Platz. Nach meinem Eindruck kann sie in nicht so nährstoffreichen Böden durchaus etwas Dünger vertragen. Das Foto ist vom Oktober 2025.Cryptomeria hat geschrieben: ↑17. Aug 2026, 15:15 Ich habe Lespedeza bicolor ' Summer Beauty ' und L. thunbergii. Beide schön, thunbergii durch die größeren Blüten auffälliger. Bicolor feiner, nicht so " aufdringlich".

Das geht mir genauso. Zumal Klimawandel nicht nur Dürrestress bedeutet. Das hatten wir hier ja auch schon.Buddelkönigin hat geschrieben: ↑17. Aug 2026, 08:56 Spannender ist für mich, was sich unter diesem Dürrestress an Vegetation in unseren heimischen Gärten noch gut behauptet und was eben nicht mehr![]()
Aha, für mich geht das straight forward in die Pleite. Hier liegen die komparativen Vorteile jedenfalls woanders. Aber das sind vermutlich meine konservativen Prägungen...semicolon hat geschrieben: ↑17. Aug 2026, 11:28
Auch Soja aus Deutschland oder Österreich - ist mir persönlich extrem wichtig weil ich Tofu liebe. Überhaupt gehört Hülsenfrüchten die Agrarzukunft - möchte ich hoffen. Für mich sind das zukunftsweisende Projekte und straight forward thinking, was in Deutschland leider immer mehr zu kurz kommt (persönliches Empfinden).
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Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?
Auf konservativem Beton und brachliegendem Hektar lässt sich prima beißen, wenn die Lieferketten reißen.
Deiner selbstabschätzigen Mutmaßung hätte es wahrlich nicht gebraucht.
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Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?
Das sehe ich auch so. Bei mir kann es sein, dass sich 2m weiter eine Pflanze ganz anders verhält.
Geranium sanguineum 'Tiny Monster' ist meine absolute Empfehlung für das heurige Jahr, Dauerblüher in praller Sonne seit dem Frühling ohne Gießem. Die Jahre davor war der Storchschnabel sehr zurückhaltend. Andere jammern, dass Tiny Monster bei ihnen eingeht.
Man kann nur die Erfahrungen anderer im Web vergleichen und versuchen auf den eigenen Standort zu übertragen und eventuell zu probieren.
Es hat jetzt endlich mal ein wenig geregent, mal schauen welche Pflanzen sich erholen.
LG Horst
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Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?
Was soll denn an Soja die Zukunft sein?
Im Frühjahr spät raus, muss in der Frühjahrstrockenheit noch Keimwasser haben, da wird es schon schwierig. Danach kommts ewig nicht aus dem Quark, lange Zeit stehen die offenen Reihen, Erosion maximal begünstigt. Im Sommer brauchts auch Wasser, ohne Beregnung kaum in Trockenregionen anbaubar. Im Herbst dann wenig Ertrag und die hier anbaubaren 00 oder sogar nur 000 Sorten können nicht mit dem Weltmarkt konkurrieren, es zahlt nach Corona nicht jeder mehr den Mehrpreis für das heimische Soja, die Intensivkultur auf dem Acker, die hohe Nitratwerte fürs Grundwasser hinterlässt. Zudem kommt, dass für D angepasste Sorten für Tofugewinnung knapp sind, hatte mal vor paar Jahren welche, die waren unterirdisch vom Ertrag. Mit Sorten für Edamame kann im Intensivgemüsebau bei guten Absatzmöglichkeiten vielleicht noch was rentables rausspringen, maximale Nische, aber Soja ist definitiv keine Kultur, die ich groß kommen sehe in D. Vorher sinds die Erbsen, Ackerbohnen, von mir aus auch Lupine. Sieht man alles kaum.
Im Frühjahr spät raus, muss in der Frühjahrstrockenheit noch Keimwasser haben, da wird es schon schwierig. Danach kommts ewig nicht aus dem Quark, lange Zeit stehen die offenen Reihen, Erosion maximal begünstigt. Im Sommer brauchts auch Wasser, ohne Beregnung kaum in Trockenregionen anbaubar. Im Herbst dann wenig Ertrag und die hier anbaubaren 00 oder sogar nur 000 Sorten können nicht mit dem Weltmarkt konkurrieren, es zahlt nach Corona nicht jeder mehr den Mehrpreis für das heimische Soja, die Intensivkultur auf dem Acker, die hohe Nitratwerte fürs Grundwasser hinterlässt. Zudem kommt, dass für D angepasste Sorten für Tofugewinnung knapp sind, hatte mal vor paar Jahren welche, die waren unterirdisch vom Ertrag. Mit Sorten für Edamame kann im Intensivgemüsebau bei guten Absatzmöglichkeiten vielleicht noch was rentables rausspringen, maximale Nische, aber Soja ist definitiv keine Kultur, die ich groß kommen sehe in D. Vorher sinds die Erbsen, Ackerbohnen, von mir aus auch Lupine. Sieht man alles kaum.
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Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?
Und doch hat sich die Erntemenge in vergangenen 10 Jahren verdreifacht. Ich gebe Dir aber Recht - es gibt sicherlich noch besser geeignetere Kulturen. Das war eine Aufzählungsreihe - soll heißen, ich unterstütze den allgemeinen Trend.thuja thujon hat geschrieben: ↑17. Aug 2026, 23:44 Was soll denn an Soja die Zukunft sein?
Im Frühjahr spät raus, muss in der Frühjahrstrockenheit noch Keimwasser haben, da wird es schon schwierig. Danach kommts ewig nicht aus dem Quark, lange Zeit stehen die offenen Reihen, Erosion maximal begünstigt. Im Sommer brauchts auch Wasser, ohne Beregnung kaum in Trockenregionen anbaubar. Im Herbst dann wenig Ertrag und die hier anbaubaren 00 oder sogar nur 000 Sorten können nicht mit dem Weltmarkt konkurrieren, es zahlt nach Corona nicht jeder mehr den Mehrpreis für das heimische Soja, die Intensivkultur auf dem Acker, die hohe Nitratwerte fürs Grundwasser hinterlässt. Zudem kommt, dass für D angepasste Sorten für Tofugewinnung knapp sind, hatte mal vor paar Jahren welche, die waren unterirdisch vom Ertrag. Mit Sorten für Edamame kann im Intensivgemüsebau bei guten Absatzmöglichkeiten vielleicht noch was rentables rausspringen, maximale Nische, aber Soja ist definitiv keine Kultur, die ich groß kommen sehe in D. Vorher sinds die Erbsen, Ackerbohnen, von mir aus auch Lupine. Sieht man alles kaum.
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Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?
Also hier in der Gegend (thüringer Becken- Erfurt) sieht man in den letzten Jahren sehr oft Ackerbohnen. Nicht umsonst heißen wir ja auch Puffbohnen.
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Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?
Ja, kann ich bestätigen: alle drei sind auch hier sehr dürrefest -
und dieses Jahr ist es auch hier extrem: 3,2mm seit Anfang Juli, Mittlere Höchsttemp. Juli >28°C, davor auch schon 2 Hitzewellen Ende Mai und Ende Juni.
Clematis armandii ist mehrmals oberirdisch weg gewesen in den Jahren nach der Pflanzung, aber immer wieder neu gekommen.
Cotinus ist ebenfalls erstaunlich hart im Nehmen: ich hatte ihn wegen vmtl. Verticillium schon aufgegeben, aber er hält sich wacker ohne Giessen:
Ich habe heute einen Gartenrundgang mit Kamera gemacht, zur Dokumentation der Dürreschäden. Wenn sich etwas wieder berappelt, ist es eine Empfehlung wert.
- RosaRot
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Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?
Und verträgt dort wieviele Minusgrade?semicolon hat geschrieben: ↑17. Aug 2026, 17:53Die Getopften saufen brutal, daher stehen meine immer bis zum Stammansatz im Wasser und kommen nur für den Winter raus.Jule69 hat geschrieben: ↑17. Aug 2026, 17:39 Eine Zeitlang hab ich diverse Oleander gehabt, natürlich alle im Kübel, viele haben wirklich schön geblüht, zum Teil sogar geduftet, aber es waren allesamt Säufer. Daher hab ich persönlich in den letzten Jahren immer mehr reduziert und gerade letzten Monat den letzten abgegeben.
Ausgepflanzt und eingewachsen sind die extrem dürreverträglich. Ein weiterer Vorteil bei Auspflanzung ist, dass sie viel weniger verkahlen und deutlich länger blühen. Hier in der Koblenzer Innenstadt steht ein großer Busch direkt an einer großen zugigen Straße im Schotter. Der wird ultimativ vernachlässigt, sieht aber immer top aus.
Viele Grüße von
RosaRot
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Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?
In Luxemburg hab ich über Jahre hinweg einen ausgepflanzten Oleanderbusch im Grün eines Krankenhauses beobachtet.
Letztes oder vorletztes Jahr war er dann verschwunden - wahrscheinlich im Winter davor hässlich zurück gefroren.
Landwirte, die experimentieren brauchts, wenn die althergebrachten Pflanzen nicht mehr anbaubar werden.
Mal ganz abgesehen davon, dass sich inzwischen Märkte abseits von Fleisch und Milch entwickelt haben.
Letztes oder vorletztes Jahr war er dann verschwunden - wahrscheinlich im Winter davor hässlich zurück gefroren.
Ich ebenfalls.
Landwirte, die experimentieren brauchts, wenn die althergebrachten Pflanzen nicht mehr anbaubar werden.
Mal ganz abgesehen davon, dass sich inzwischen Märkte abseits von Fleisch und Milch entwickelt haben.
Wer meinen Lern-Garten sehen will - unterm Goldfrosch-Bild den Globus klicken!
Erich Kästner, (1933/46), Ein alter Mann geht vorüber
“Frei zu sein bedeutet nicht nur seine eigenen Ketten abzulegen, sondern sein Leben so respektvoll zu leben, dass es die Freiheit anderer steigert.“ Nelson Mandela
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Rokko21
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Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?
Gestern habe ich bei einem Spaziergang am ehemaligen Tagebau die Esparsette blühen sehen. Völlig unbeeindruckt von der Dürre im braunen Gras. Eigentlich attraktiv genug besonders für Naturgärten.
Gilt als einheimische Pflanze. Genauso vital waren viele Exemplare der Wegwarte und der Luzerne.
Die Luzerne wurde besonders stark von Faltern angeflogen. Viel Auswahl hatten die aber auch nicht.
Gilt als einheimische Pflanze. Genauso vital waren viele Exemplare der Wegwarte und der Luzerne.
Die Luzerne wurde besonders stark von Faltern angeflogen. Viel Auswahl hatten die aber auch nicht.
- semicolon
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Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?
Niedrig 2-stellig, aber sehr zugig. Ist aber auch keine explizit winterharte Sorte.RosaRot hat geschrieben: ↑18. Aug 2026, 12:21Und verträgt dort wieviele Minusgrade?semicolon hat geschrieben: ↑17. Aug 2026, 17:53
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Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?
Dazu vor ziemlich genau 4 Jahren:Gartenplaner hat geschrieben: ↑18. Aug 2026, 12:24Ich ebenfalls.
Landwirte, die experimentieren brauchts, wenn die althergebrachten Pflanzen nicht mehr anbaubar werden.
Mal ganz abgesehen davon, dass sich inzwischen Märkte abseits von Fleisch und Milch entwickelt haben.
Wie das Bild im Beitrag zeigt, war der Bestand damals auch schon Mitte August Laublos, Notreife, wie jetzt der Mais.thuja thujon hat geschrieben: ↑19. Aug 2022, 00:21 Mir kommt es vor das Soja sehr früh abreift dieses Jahr. Gibt es mittlerweile frühere Sorten als die bekannten 000 oder liegt es dieses Jahr mehr an der Trockenheit.
Die Anbaufläche wird weiter stark steigen, es gab dieses Jahr auch eine Notfallzulassung in Soja gegen Unkräuter, nach dem Wegfall der bekannten Standards. Unterm Strich wirds in 10 Jahren aber weiter eine Nischenkultur bleiben. Es spricht zu viel dagegen.
Bis mit Oliven Geld verdient wird, wird es auch noch eine Weile dauern. Gepflanzt sind sie längst.
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