Das ist ein Nachteil beim Schliessmohn und der maschinellen Verarbeitung. Die vollen Kapseln werden zerbrochen und die Mohnkörner abgesiebt. Dabei bleiben Staub und je nach Trennaufwand manchmal kleine alkaloidhaltige Schalenteile übrig. Deshalb werden auch in Mohnsamenpackungen aus dem Supermarkt manchmal erhöhte Alkaloidgehalte gemessen und kritisiert. Bei den Wildlingen mit den offenen Kapseln schüttelt man aus, kein Staub, keine Schalen. Was natürlich eine reine Küchentischmethode ist.thuja thujon hat geschrieben: ↑21. Aug 2026, 01:56 Um Morphin und andere Alkaloide abzuwaschen, die von den grünen Teilen beim Drusch auf die Samenkörner gelangen.
Links zu allerlei Sorten haben wir schon viele, die Frage ging eher Richtung Anbaupraxis, Backmohn-Ertrag. Bezüglich der Anbaubedingungen ist der wenig zimperlich, die Verhältnisse im Link zum Waldviertler Graumohn sind sicher gut, aber nicht ausschliesslich. Er wächst auch in Niedersachsen, England, Dänemark, Australien und in den Tropen. Interessanter Text übrigens, Mohn im Waldviertel ist erst sehr spät nachgewiesen (archäologisch in Mitteleuropa schon prähistorisch, nicht erst im Mittelalter) der Anbau endete wie auch in Deutschland nach dem Krieg komplett. Nur hat er dann eine Generation später wieder begonnen, im Gegensatz zu Verbotsdeutschland. Man kann das also wiederbeleben und sogar eine Marke draus bauen.
- Verpflanzbarkeit: Stimmt, Verpflanzung klappt nicht. Wollte schön aufgelaufene Sämlinge woanders hin setzen, aber das gab nur Mickerpflanzen.
- Düngung: Die seit Jahren selbst versamten Wildlinge wachsen sogar auf Sand, wenn sie Wasser haben. Vermutlich sind die Kultursorten da weit anspruchsvoller, da gehts ja auch um gute Erträge.
- Alle sind unkrautempfindlich und kaum halbschattenverträglich. Es ist als Jungpflanze nicht konkurrenzstark.
- offen bleibt bei allen Samenangeboten die Ertragsstärke und Qualität, Ölgehalt. Er wird mehr als Zierpflanze "gedacht".
- Null Krankheiten. Sehr positiv.