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Dürregejammer (Gelesen 1086798 mal)

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hobab
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Re: Dürregejammer

hobab » Antwort #8430 am:

Chamaecyparis werden in den kommenden Jahren vermutlich auch in deiner Tonne landen, sind etwas zäher als Thuja, werden aber wie Birken auch weniger. Flachwurzler die der zunehmenden Trockenheit wenig entgegen zu setzen haben und sich im Gegensatz zu Betulus nicht in die Vermehrung retten können.
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Hans-Herbert
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Re: Dürregejammer

Hans-Herbert » Antwort #8431 am:

Die Tanne hat Probleme und Schäden mit Hitze und Dürre.Der Thuiabaum hat zusätzlich Sturmschäden.
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Geschädigte Tanne oder Fichte?
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hobab
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Re: Dürregejammer

hobab » Antwort #8432 am:

Sicher das das ne Tanne ist? Die haben eigentlich tiefere Wurzeln als Fichte. Die Thuja würd ich für ne Chamaecyparis halten, auch Flachwurzler. So sah es acht Jahren hier auch aus, inklusive der verdorrenden Birken. Die Umgebung ist jetzt viel lichter, Birken fast weg, Thuja und Chamaes auch ganz oder vieles abgängig.
Zuletzt geändert von hobab am 25. Aug 2026, 07:31, insgesamt 1-mal geändert.
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Alva
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Re: Dürregejammer

Alva » Antwort #8433 am:

So sorry, das ist wirklich schlimm bei Euch :'(

Heute im Standard: Warum sich Bäume schlechter an Trockenheit anpassen als erhofft

Hier hat’s auch kaum geregnet, das Jahr steht bei 283 mm. Die Stadt hat im Juli zum Wassersparen aufgerufen, Poolfüll- oder Gießverbote gabs in Wien aber nicht.

Das Gründach bewässere ich nach wie vor, nachdem das ganze Haus (30 Parteien) an der selben Wasseruhr hängt, entstehen mir auch kaum Kosten. Wasser ist noch billig.

Schlechtes Gewissen habe ich nicht, immerhin kühlt das Gründach im 1. Stock den gesamten Innenhof um ca 5 Grad. Statt der 40 Grad gibts dann 35.

Ich kann das Gründach auch nicht nicht gießen, mir würde alles vertrocknen. Das kann ja dann auch nicht der Zweck von geförderten Gründächern sein, dass man sie im Sommer vertrocknen lässt und im Herbst neu pflanzt?
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hobab
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Re: Dürregejammer

hobab » Antwort #8434 am:

Da sind wir in Deutschland längst weiter, Fichte ist schon seit Jahrzehnten abgeschrieben, die meisten Nadelbäume haben mehr Probleme mit Trockenheit als Laubbäume. Die Hoffnung ist auch weniger auf dem bestehenden Bestand, dass der sich nicht an die Hitze anpassen kann, weiß man ja schon länger, was jetzt nachwächst, wird aber möglicherweise die Gene haben, die es den Pflanzen ermöglichen Trockenheit besser zu ertragen. Und natürlich wird überall versucht, Bäume aus anderen Regionen zu finden, die mit unseren neuen Klimabedingungen klarkommen. Bisher ist außer der Douglasie aber nicht so richtig was tolles dabei, das meiste, was eine Zeit lang als die Lösung gefeiert wurde, hat sich in den langen Versuchen nicht bewährt.
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Jule69
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Re: Dürregejammer

Jule69 » Antwort #8435 am:

Nox:
Deine Verlustliste ist ja heftig! Fühl Dich mal gedrückt.
Aber ganz ehrlich, ich weiß nicht, wie lang meine Liste wäre, wenn ich nicht gegossen hätte. Zum Glück war es hier ja 'noch' möglich.
Liebe Grüße von der Jule
Es genügt nicht, mit den Pflanzen zu sprechen, man muss ihnen auch zuhören.
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Nox
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Re: Dürregejammer

Nox » Antwort #8436 am:

Danke Jule !
Ab morgen sind öfters mal Schauer in Aussicht gestellt, mal schauen ob's etwas wird. Immerhin ist es häufiger bedeckt bei maximal 23°C, das hilft auch schon.
Die Wälder hier leiden beträchtlich: Eschen sind fast überall braun, Birken je nach Standort auch, die wenigen Buchen haben verbranntes Laub dort, wo die Sonne hinkommt. Esskastanien fallen im Wald auf, alle Blätter dürr, auch bei alten Bäumen. Inzwischen habe ich selbst verdorrte Eichen am Waldrand gesehen, die haben bisher jede Trockenperiode ohne Schäden überstanden.
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Re: Dürregejammer

goworo » Antwort #8437 am:

Nach der nicht enden wollenden Hitze- und Dürreperiode gab es hier endlich etwas Abwechslung: In dieser Woche bislang 6,3 mm Niederschlag. In Verbindung mit den nun niedrigeren Temperaturen kann man das Aufatmen der Natur beinahe mit Händen greifen. Künstliche Bewässerung, auch wenn sie noch so umfangreich und aufwendig gestaltet ist, kann den natürlichen Niederschlag einfach nicht ersetzen. :D
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hobab
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Re: Dürregejammer

hobab » Antwort #8438 am:

Kann sie nicht, aber das Sterben verhindern und bei normalen Wetter den Garten deutlich schöner machen kann sie. Oder sagen wir neutraler: üppiger. Hier sind Gärten ohne Regenanlage oder stundenlange Bewässerung mit Schlauch schon lange kaum noch möglich und da immer öfter nur Doppelverdiener sich einen Garten leisten können, ist das per Hand bewässern für viele keine Option mehr.
Aber wenn es dann doch mal regnet, sieht der Rasen und die Bäume auf einmal wieder ganz anders aus, ersetzen kann die Anlage den Regen nicht, aber ohne geht es halt oft auch kaum noch...
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Re: Dürregejammer

thuja thujon » Antwort #8439 am:

Tropfbewässerung ist ganz weit weg von Regen, Bewässerungsanlagen mit Sprinkler sind etwas besser, aber kommen auch nicht richtig in die Nähe. Großflächige Überkronenregner hat kaum einer, dort wo sie installiert sind, geht es aber ganz gut mit Regen simulieren. Ich rede hier aber von Versuchsanlagen wie dieser im Bild, nicht von normalen Erwerbsanlagen. Und simulieren ist nicht ersetzen. Regen inklusive Luftfeuchtigkeit, Bewölkung, Lichtfarbe usw kann nicht wirklich im Freiland ersetzt werden.

Im Garten ist man frei, da könnte man vieles machen, wenn man es nur möchte. Und im übrigen bin ich für so manchen gezielten Guss aus den Überkronenregnern dankbar, weil sie Dürrebegleitende Schädlinge wie Spinnmilben, Rostmilben, Kohlerdflöhe usw noch ganz gut in den Griff bekommen.
Rebanlage Regner  Wasserzuführung.jpeg
PS: der August steht jetzt schon bei 7mm, plus die 4 die nicht in der Station angekommen sind, macht das 11mm. Man sieht wirklich gut, dass die aktuelle Verdunstung mit etwa 4mm pro Tag eine ganz andere ist, wie vor ein paar Tagen oder die letzten Wochen mit 6 und 7mm pro Tag.
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Re: Dürregejammer

Chica » Antwort #8440 am:

hobab hat geschrieben: 25. Aug 2026, 12:38 Hier sind Gärten ohne Regenanlage oder stundenlange Bewässerung mit Schlauch schon lange kaum noch möglich und da immer öfter nur Doppelverdiener sich einen Garten leisten können, ist das per Hand bewässern für viele keine Option mehr.
Das mag für Berlin gelten, hier auf dem platten Land noch weiter östlich hat so gut wie keiner eine Bewässerungsanlage. Hier gibt es überwiegend einfach bepflanzte Gärten ohne anspruchsvolle Exoten. Die Menschen gießen ihre Gemüsebeete mit der Kanne, das war‘s, ein bisschen mit dem Schlauch vielleicht noch ab und an.
Der schönste Garten ist der, der kurz vor dem Verwildern steht.
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Re: Dürregejammer

hobab » Antwort #8441 am:

Naja: auf dem Land haben die Leute oft gar keinen Garten mehr: zuviel Arbeit, Gemüse und Obst gibt’s bei Lidl.
Und findest du Bauernhortensien exotisch? Ich nicht besonders und die oder Phlox - auch nur noch bedingt exotisch - sind in Brandenburg ohne viel Gießerei nicht mehr möglich. Konsequenz: Garten abschaffen, oder Regenanlage.
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Re: Dürregejammer

thuja thujon » Antwort #8442 am:

Hochbeet und Tomate oder Gurke im Kübel ist so das, was viele haben. Die sind auch bei ausreichend Regen am vertrocknen.
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Re: Dürregejammer

hobab » Antwort #8443 am:

Das sind dann die letzten paar Quadratmeter Pseudogarten, der Rest ist Rasen und wenn man auch zum Rasen mähen keine Lust mehr hat, werden halt Knochen verlegt. In den Dörfern die ich etwas kenne hat kaum noch jemand Gemüse, die einzigen Tiere die es gibt, sind Hunde und Katzen, ab und zu mal ein Pferd.
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Re: Dürregejammer

Mediterraneus » Antwort #8444 am:

Wir arbeiten jetzt schon 5 Stunden an einem mm Regen. ::)
Seit 11 Uhr tröpfelt es so dahin, die Strasse hat 2 Stunden gebraucht, um nass auszusehen.
Jetzt scheint es 5 Tropfen mehr zu regnen, soll aber auch gleich durch sein, das Regenband.

Dafür gabs gestern Abend unerwartet 3 Stunden Regen, der doch tatsächlich 3 mm brachte. Die Schnecken wachen langsam auf ::)
LG aus dem südlichen Main-Viereck
Mediterraneus

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