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Dürregejammer (Gelesen 1110502 mal)
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Re: Dürregejammer
Ich hab mal nen Versuch gemacht mit Zwiebeln, die ich in die Erdrisse versenkt habe, mal schauen, ob das was gibt 
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Erich Kästner, (1933/46), Ein alter Mann geht vorüber
“Frei zu sein bedeutet nicht nur seine eigenen Ketten abzulegen, sondern sein Leben so respektvoll zu leben, dass es die Freiheit anderer steigert.“ Nelson Mandela
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Re: Dürregejammer
wenn sie nicht mehrere Meter tief reinfallen 
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Re: Dürregejammer
Und sich die Risse überhaupt wieder komplett schließen
Wobei ich bei den „bepflanzten“ versucht habe, sie durch mit der Grabegabel daneben einstechen zu zu schieben.
Wobei ich bei den „bepflanzten“ versucht habe, sie durch mit der Grabegabel daneben einstechen zu zu schieben.
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Erich Kästner, (1933/46), Ein alter Mann geht vorüber
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Re: Dürregejammer
Berichte weiter
Zum Thema:
Ja wo hats denn noch gar nicht geregnet, diesen Monat?
Der Mittlere Südwesten ist wieder voll dabei:
https://kachelmannwetter.com/de/regensu ... 0550z.html

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- thuja thujon
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Re: Dürregejammer
Es ist doch aber auch erst der 10te.
Gründüngeraussaaten habe ich trotzdem bewässern müssen.
Durch den Regen Ende August sind jetzt auf den ersten 10cm Boden wieder etwa so viel Feuchtigkeit wie in einer getrockneten Dattel, danach wird es etwas trockener, ähnlich feucht wie Kristallwasserfreier Gips und danach kommt bis in etwas über 60cm Tiefe kein Wasser.
Gründüngeraussaaten habe ich trotzdem bewässern müssen.
Durch den Regen Ende August sind jetzt auf den ersten 10cm Boden wieder etwa so viel Feuchtigkeit wie in einer getrockneten Dattel, danach wird es etwas trockener, ähnlich feucht wie Kristallwasserfreier Gips und danach kommt bis in etwas über 60cm Tiefe kein Wasser.
https://www.dwd.de/DE/leistungen/bodenfeuchte/bodenfeuchte.html hat geschrieben:
gesundes und krankes Gemüse in Amish-Qualität
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Re: Dürregejammer
Ich hab nicht viel Hoffnung, daß die Verteilung des Regens am 30. großartig anders aussehen wird
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- thuja thujon
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Re: Dürregejammer
Wie gesagt, Niederschlagsprognosen interessieren mich meist recht wenig, die sind nur selten und bei bestimmten Wetterlagen interessant, für unsere beiden Regionen wohl nur wenns von Nordost kommt, sonst nicht berechenbar.
Was dieses Jahr meiner Meinung nach gut beobachtbar ist, ist die Geschichte mit der Luftfeuchtigkeit und Strahlung.
Wir bewegen uns hier die sagen wir mal letzten 3 oder 5 Jahre mit außerordentlich hohen Sonneneinstrahlungswerten. Rund 160% vom langjährigen Mittel im Schnitt. Das hat in Verbindung mit den 2-5 Grad mehr zur Folge, dass zB sogar Fließgewässer wie die Mosel Probleme mit Blaualgen bekommen und kippen bzw kippen können. Also ich könnte dir hier von ein paar tausend Kilo verendeten Fischen in den Seen hier deswegen berichten. Ist aber nur ein `kleiner´ Randeffekt. Da gewinnt halt das Photosynthesebetreibende Bakterium, wenn einheimische Arten nicht mehr in der Lage sind, mit den neuen Bedienungen umzugehen. Das ist Natur.
Im Garten sieht man aktuell, es ist nach wie vor seit Mai kein einziger für die Pflanzen verfügbarer Niederschlag gefallen, das nur mal am Rande, dass nach dem Wetterwechsel Ende August, wo die Pflanzen vorher mit Bedienungen kämpfen mussten, Luftfeuchtigkeiten unter 20%, windig, Sonneneinstrahlung 150-180% vom Mittel, Temperaturen 5 Grad drüber, das ist Dörrautomat in groß. Über Wochen/Monate mussten sich die Pflanzen damit auseinandersetzen.
Ich habe in einem Vorbeet Tabak gepflanzt, nach dem pflanzen in gut gesetzten Boden mit Wasseranschluss einmal angegossen für Bodenschluss, mit 0,5l pro Pflanze schwefelsaurem Ammoniak als Startdüngung, seitdem nichts mehr, kein Wasser, kein Dünger. Dort wo Bäume Interzeption generieren, war es bis vor 2 Wochen gerade mal Kniehöhe. Daneben knapp 2m, Tabak kann ja trocken, Bodenschluss war da und das Grundwasser stand im Frühjahr auch recht hoch, etwa 2m unter Bodenkante. Seitdem etwa um 1m gefallen, Tabakwurzeln ziehen dem aber nach, Kapillarnachschub kann aber keine 6mm pro Tag liefern, wie es oben die Atmosphäre bei der trockenen Luft abgezogen hat, deswegen Trockenstress. Konstant, Pflanzen konnten sich anpassen. Kleine Blätter, feste Zellen usw. Die Tageslänge sagt dann auch, wann zu blühen ist, zumindest für die, die so weit waren, dass sie das konnten. Samenreife abgeschlossen, vor 2 Wochen eingetütet, bevor es Ende August höhere Luftfeuchte gab, wie gesagt, kein für Pflanzenwurzeln verfügbarer Niederschlag seit Mai.
Die Reaktion auf die wieder an normale Verhältnisse angepasste Sonneneinstrahlung mit physikalisch tatsächlich beobachtbarer Bewölkung und Luftfeuchtigkeiten über 60% haben dazu geführt, dass der kapillare Wasseraufstieg auf eine an maximale Trockenheit angepasste Pflanze trifft und so wieder eine Situation entsteht, die Ressource statt Mangel generiert und so treiben die Tabakpflanzen hier gerade, nachdem sie mit der Entwicklung zum ausgereiften Samenkorn eigentlich physiologisch schon tot waren, unter den Blütenständen neue Seitentriebe. In unter 2 Wochen 70cm Länge. Beeindruckend, die können suchen und echt trocken. Das ist der neue geile Scheiß, 30cm in die Tiefe wurzeln, innerhalb von 2 Tagen, das brauchts bei dem Wetter, sonst kommts mit der Atmosphäre nicht mehr mit.
Ach ja, die Jahressumme ist heute bei 229mm, das Wasserdefizit bei 623mm. Und ja, wenn man keine Pflanzen hat, ist das ein theoretisches, kaum ein praktisches Defizit. Wenn man noch lebende Pflanzen hat, ists aber ein praktisches, vielleicht durch maximal gestresste und runtergeregelte Pflanzen nur 60 oder 70% vom Idealwert, da könnten wir mal drüber diskutieren, was da pro Art so drin ist, aber wenn man Salat und nicht grünes Rinderfell ernten möchte ist das Wasser mehr oder weniger zu wenigstens nahezu 80% in die Natur zu bringen. Ein Supermarkt würde so ein Produkt allerdings schon nicht mehr annehmen, bei 20% Wasserversorgung unter Bedarf reden wir beim Gemüse nur noch von `Gärtnerqualität´, 75% ist meist nur noch `Komposterwartungsmaterial´.
Was dieses Jahr meiner Meinung nach gut beobachtbar ist, ist die Geschichte mit der Luftfeuchtigkeit und Strahlung.
Wir bewegen uns hier die sagen wir mal letzten 3 oder 5 Jahre mit außerordentlich hohen Sonneneinstrahlungswerten. Rund 160% vom langjährigen Mittel im Schnitt. Das hat in Verbindung mit den 2-5 Grad mehr zur Folge, dass zB sogar Fließgewässer wie die Mosel Probleme mit Blaualgen bekommen und kippen bzw kippen können. Also ich könnte dir hier von ein paar tausend Kilo verendeten Fischen in den Seen hier deswegen berichten. Ist aber nur ein `kleiner´ Randeffekt. Da gewinnt halt das Photosynthesebetreibende Bakterium, wenn einheimische Arten nicht mehr in der Lage sind, mit den neuen Bedienungen umzugehen. Das ist Natur.
Im Garten sieht man aktuell, es ist nach wie vor seit Mai kein einziger für die Pflanzen verfügbarer Niederschlag gefallen, das nur mal am Rande, dass nach dem Wetterwechsel Ende August, wo die Pflanzen vorher mit Bedienungen kämpfen mussten, Luftfeuchtigkeiten unter 20%, windig, Sonneneinstrahlung 150-180% vom Mittel, Temperaturen 5 Grad drüber, das ist Dörrautomat in groß. Über Wochen/Monate mussten sich die Pflanzen damit auseinandersetzen.
Ich habe in einem Vorbeet Tabak gepflanzt, nach dem pflanzen in gut gesetzten Boden mit Wasseranschluss einmal angegossen für Bodenschluss, mit 0,5l pro Pflanze schwefelsaurem Ammoniak als Startdüngung, seitdem nichts mehr, kein Wasser, kein Dünger. Dort wo Bäume Interzeption generieren, war es bis vor 2 Wochen gerade mal Kniehöhe. Daneben knapp 2m, Tabak kann ja trocken, Bodenschluss war da und das Grundwasser stand im Frühjahr auch recht hoch, etwa 2m unter Bodenkante. Seitdem etwa um 1m gefallen, Tabakwurzeln ziehen dem aber nach, Kapillarnachschub kann aber keine 6mm pro Tag liefern, wie es oben die Atmosphäre bei der trockenen Luft abgezogen hat, deswegen Trockenstress. Konstant, Pflanzen konnten sich anpassen. Kleine Blätter, feste Zellen usw. Die Tageslänge sagt dann auch, wann zu blühen ist, zumindest für die, die so weit waren, dass sie das konnten. Samenreife abgeschlossen, vor 2 Wochen eingetütet, bevor es Ende August höhere Luftfeuchte gab, wie gesagt, kein für Pflanzenwurzeln verfügbarer Niederschlag seit Mai.
Die Reaktion auf die wieder an normale Verhältnisse angepasste Sonneneinstrahlung mit physikalisch tatsächlich beobachtbarer Bewölkung und Luftfeuchtigkeiten über 60% haben dazu geführt, dass der kapillare Wasseraufstieg auf eine an maximale Trockenheit angepasste Pflanze trifft und so wieder eine Situation entsteht, die Ressource statt Mangel generiert und so treiben die Tabakpflanzen hier gerade, nachdem sie mit der Entwicklung zum ausgereiften Samenkorn eigentlich physiologisch schon tot waren, unter den Blütenständen neue Seitentriebe. In unter 2 Wochen 70cm Länge. Beeindruckend, die können suchen und echt trocken. Das ist der neue geile Scheiß, 30cm in die Tiefe wurzeln, innerhalb von 2 Tagen, das brauchts bei dem Wetter, sonst kommts mit der Atmosphäre nicht mehr mit.
Ach ja, die Jahressumme ist heute bei 229mm, das Wasserdefizit bei 623mm. Und ja, wenn man keine Pflanzen hat, ist das ein theoretisches, kaum ein praktisches Defizit. Wenn man noch lebende Pflanzen hat, ists aber ein praktisches, vielleicht durch maximal gestresste und runtergeregelte Pflanzen nur 60 oder 70% vom Idealwert, da könnten wir mal drüber diskutieren, was da pro Art so drin ist, aber wenn man Salat und nicht grünes Rinderfell ernten möchte ist das Wasser mehr oder weniger zu wenigstens nahezu 80% in die Natur zu bringen. Ein Supermarkt würde so ein Produkt allerdings schon nicht mehr annehmen, bei 20% Wasserversorgung unter Bedarf reden wir beim Gemüse nur noch von `Gärtnerqualität´, 75% ist meist nur noch `Komposterwartungsmaterial´.
Zuletzt geändert von thuja thujon am 11. Sep 2026, 00:57, insgesamt 1-mal geändert.
gesundes und krankes Gemüse in Amish-Qualität
- thuja thujon
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Re: Dürregejammer
Nachtrag: erstmal sorry für den langen Text. Es möge mir bitte keiner vorwerfen, ich hätte mich mit dem Thema Wasser nicht beschäftigt. Technisch seit 2018 am weiterentwickeln, dieses Jahr mit Gießvertretung zur Hochzeit wohl das rausgeholt, was die Infrastruktur technisch hergibt. Wenn der Druck für die normale Bewässerung nicht reicht, kommen eben die Entnahmearmaturen für den Niederdruckbereich zum Einsatz. Man hat ja nicht nur einen doppelten Satz. Da hat man wie gesagt seit 2018 kontinuierlich aufgerüstet, um praktisch jede Eventualität abdecken zu können.
Und nein, Dürre oder besser Trockenheit, ich mag das Wort Dürre nicht, weil es zu relativ ist, also wie geht man mit Trockenheit um, das ist einfach, man wässert. Trockenheit in Verbindung mit trockener Luft und evtl noch Hitze dazu, eine ganz andere Liga. Hohe Luftfeuchtigkeit bekommt man dauerhaft nicht bewerkstelligt, bei Hitze muss man auch Minutengenau die Pflanzen kühlen und gutgemeinte Ratschläge wie Tropfbewässerung versagen bei so einem Wetter wie heuer, heute wieder live gesehen auf den Profigemüseflächen der Züchter beim Feldtag, unten Tropfbewässerung zB in Petersilie, Basis dauerfeucht weil bei geringen Luftfeuchten die Stängel gestaucht sind, damit ein schlecht durchlüfteter Bestand, Feuchtigkeit kann unten nicht weg, Pilzbefall eine Frage der Zeit, Laub von der Konsistenz maximal derb, schlechte Aromastoffausbildung, zudem oben alles voll mit Trauermücken, im Freiland, ein Bemitleidenswerter Zustand/Bestand. Das ist nicht praktikabel und noch nicht die Zukunft. Wir sollten mehr über Placementselektivität bei der (notwendigen) Bewässerung reden.
Und nein, Dürre oder besser Trockenheit, ich mag das Wort Dürre nicht, weil es zu relativ ist, also wie geht man mit Trockenheit um, das ist einfach, man wässert. Trockenheit in Verbindung mit trockener Luft und evtl noch Hitze dazu, eine ganz andere Liga. Hohe Luftfeuchtigkeit bekommt man dauerhaft nicht bewerkstelligt, bei Hitze muss man auch Minutengenau die Pflanzen kühlen und gutgemeinte Ratschläge wie Tropfbewässerung versagen bei so einem Wetter wie heuer, heute wieder live gesehen auf den Profigemüseflächen der Züchter beim Feldtag, unten Tropfbewässerung zB in Petersilie, Basis dauerfeucht weil bei geringen Luftfeuchten die Stängel gestaucht sind, damit ein schlecht durchlüfteter Bestand, Feuchtigkeit kann unten nicht weg, Pilzbefall eine Frage der Zeit, Laub von der Konsistenz maximal derb, schlechte Aromastoffausbildung, zudem oben alles voll mit Trauermücken, im Freiland, ein Bemitleidenswerter Zustand/Bestand. Das ist nicht praktikabel und noch nicht die Zukunft. Wir sollten mehr über Placementselektivität bei der (notwendigen) Bewässerung reden.
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