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Frischen Pferdemist bekommen, was nun? (Gelesen 11455 mal)

Lebendiger Boden, natürliche Düngemittel und fruchtbare Mulchwirtschaft
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thuja thujon
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Re: Frischen Pferdemist bekommen, was nun?

thuja thujon » Antwort #45 am:

Die Beiträge haben sich überschnitten.

Mulch ist gut, weil sich darunter eine Schattengare entwickeln kann. Dazu braucht es Feuchtigkeit, sonst arbeiten die Regenwürmer nicht. Für das Bodenleben gibst nichts schlimmeres, wie ausgetrockneten Boden. Das ganze braucht zeit. In manchen Böden 3 Jahre, bis sie die gewünschte Gare unterm Mulch erreicht haben.

Vorher sollte der Boden evtl auch mal grob bearbeitet werden. Also ich würde den Mulch oder Mist nicht auf einen verschlämmten Boden geben, sondern grobschollig bis mittelfein mechanisch lockern, recht flach, vielleicht 5cm tief, wenn wirklich speckig auch 10cm. Wichtig ist, dass er atmen kann, also Gasaustausch stattfinden kann und dass er nicht zu fein bearbeitet wird, damit er nicht gleich wieder verschlämmt.
War der Boden diesen Sommer ausgetrocknet, wird er eher zu fein zerfallen, weil sich die Tonbestandteile voneinander absprengen beim austrocknen. Also vorher auf einen Feuchtezustand bringen, der eine Bearbeitung erlaubt und dann möglichst wenig invasiv eingreifen. Liegt er danach ausreichend grob da, also Feinerde unten und Kluten oben, mulchen. Nutze zwischen den Stauden keinen Rechen/Harke zum andrücken nach dem lockern, sondern zB ein Kreil mit größeren Zinkenabständen.

Die Frage ist auch, was du an Bodenbearbeitungswerkzeugen hast.
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Blush
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Auf der Geest, aber mit wenig Sand auf dem Lehm.

Re: Frischen Pferdemist bekommen, was nun?

Blush » Antwort #46 am:

Auf dem größten Teil der neu angelegten Beete war die "Vorfrucht" Rasen. Mit gefühlt null Organik. Auf einem alten Rosenbeet etwas humoser. Gefühlt kann schnell daneben liegen. Aber, der frühere Boden erschien mir in Teilbereichen ziemlich humos, die professionelle Bodenanalyse ergab aber eine geringe organische Masse.

Schon wieder ;D : auf #45 antworte ich noch. Später.

Danke für Eure Anteilnahme :D , ist gut, Fragen hier diskutieren zu können.
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Hyla
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Re: Frischen Pferdemist bekommen, was nun?

Hyla » Antwort #47 am:

Bei Youtube gibt's ein Video zu Pferdemist https://youtu.be/iMT8EFJcIUI?si=iQTExn2fEwbI_pbe
Ich würde nicht alles genauso machen, andererseits zeigt es aber auch, man kann nicht sehr viel falsch machen. :)
Klein anfangen, bei Erfolg erweitern.
Zuletzt geändert von Hyla am 15. Sep 2026, 15:19, insgesamt 1-mal geändert.
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Blush
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Re: Frischen Pferdemist bekommen, was nun?

Blush » Antwort #48 am:

Die Vorbereitung für die Beete war teilweise sehr schwer. Und ich bin ja nicht vollkommen untrainiert. Habe ich öfter drüber geflucht. Teilweise bin ich auch nur mit einem Rootslayer-Verschnitt vorwärts gekommen. Also spatentief umgegraben, dann habe ich die Schollen mit einem auf 2 Zinken reduzierten Kreil zerkleinert und mit einem Grubber weitergearbeitet. Mit dem "Kreil" habe ich recht grobe Stücke hochgeholt bzw bin noch tiefer als mit dem Spaten hineingekommen. Über den Sommer, auf jeden Fall nach Beregnung, habe ich mehrfach gegrubbert um den Boden zu lockern. Mulch (Rasenschnitt bzw Häcksel) soweit möglich verteilt.

Zur Zeit ist der Boden so feucht, dass jedes Hineintreten zu Verdichtung führt, weswegen ich auf Abtrocknung hoffen und warten wollte. Mit meinem Pseudokreil könnte ich aber zwischen den Stauden arbeiten. Kleine Teilflächen lockern, sofort Pferdeäpfel (kein Stroh, kein Urin) darauf verteilen, bloß keine Wege zweimal oder mehr darauf treten.
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Hyla
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Re: Frischen Pferdemist bekommen, was nun?

Hyla » Antwort #49 am:

Hast du keine alten Bretter, die du als Wege hinlegen kannst?
Ich hatte früher immer Gehwegplatten 30 x 30 vertelt in den Beeten. Sah zwar etwas blöd aus, wenn ich da rumbalanciert bin, hat aber wenig Platz gekostet. Größere Hauptwege habe ich mit Rindenmulch dick bestreut.

Die optimale Bodenstruktur für die Aussaat hat bei mir nur die Frostgare über den Winter gebracht. Alles andere war nicht so feinkrümelig.
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Blush
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Re: Frischen Pferdemist bekommen, was nun?

Blush » Antwort #50 am:

Hyla, gucke ich mir noch an, danke.
Thuja, kannst den Stickstoffverbrauch von holzigem Häcksel eben grob beziffern?
Wenn ich Mist und Häcksel gemischt aufbringe, gleicht sich das ungefähr aus? Wäre das unter gegebenen Umständen nicht das beste?

Hyla, Trittsteine hatte ich früher, zur Zeit noch nicht. Ich muss mir welche besorgen. Gehwegplatten sollten max 30x30 cm groß sein. Trittsteine aus dem Baumarkt sind inzwischen richtig teuer und ich brauche ein paar mehr. Bretter haben wir. Ich habe aber auch eng gepflanzt. ;D Für die Aussaat muss ich nichts vorbereiten. Mohn keimt hoffentlich so und alles andere würde ich sowieso vorziehen um es nicht unter den Hacker zu bekommen.
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Re: Frischen Pferdemist bekommen, was nun?

thuja thujon » Antwort #51 am:

Ich gehe davon aus, dass dein Boden so humos ist, dass Holzhäcksel eher Stickstoff bringt als großartig zu verbrauchen. Gerade bei groben Hackschnitzeln statt feinem Sägemehl bzw Kleintierstreu. Grob wirkt so langsam und verzögert, dass man die Stickstoffsperre kaum praktisch beobachten kann.
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Re: Frischen Pferdemist bekommen, was nun?

Hyla » Antwort #52 am:

Jetzt habe ich doch noch einen Link gefunden, wo die Herangehensweise etwas genauer beschrieben wird:
https://extension.psu.edu/horse-stable- ... management
Unter der Überschrift 'Direct Disposal' wird auf die Inhaltsstoffe von Kot+Urin+Einstreu vs. Kot eingegangen.
Dort steht auch, daß man in dünner Schicht ausbringen soll, um die Vermehrung von Fliegen zu verhindern. Zunächst an der Sammelstelle, aber das gilt auf dem Beet ja ebenso.
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Re: Frischen Pferdemist bekommen, was nun?

Blush » Antwort #53 am:

Danke, Thuja. Das "Gesetz" zum Häckselmulch unbedingt Stickstoff zu streuen ist also nur ein vermeintliches. Ich denke, dass ich vorgehen werde, wie besprochen. Boden lockern, Pferdeäpfel dünn darauf verteilen.

Hyla, für beide links fehlte mir gestern die Zeit. Ich hole es nach. Falls daraus weitere Fragen entstehen, melde ich mich.
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Re: Frischen Pferdemist bekommen, was nun?

hobab » Antwort #54 am:

Das hängt wahrscheinlich von der Körnung ab, Rindenmulch hat sehr verschiedene und damit zersetzen sich die Rindenteile auch unterschiedlich schnell. Der Stickstoffmangel ist durchaus real und erkennbar dann, aber meist wenig dramatisch. Hornspäne, vorher ausgebracht, verhindern das zuverlässig. Allerdings wär ich nicht sicher ob dies bei guten Gartenboden immer nötig ist, wenn genug Stickstoff frei ist - ich mulche ja meist wenig üppige Standorte.
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Re: Frischen Pferdemist bekommen, was nun?

Blush » Antwort #55 am:

Ich werde eine Bodenanalyse machen lassen, das ist mir gestern klar geworden. Wichtigste Nährstoffe und organischer Gehalt. Ich gucke mir das mal an.

Die Pferdehalterin behandelt ihre Weiden nicht, um das auch noch zum Ende zu bringen.
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