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Feigen Ficus Carica: Sorten, Erfahrungen, Winterhärte (Gelesen 5329081 mal)
Moderator: cydorian
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blackforestfigs
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Re: Feigen Ficus Carica: Sorten, Erfahrungen, Winterhärte
Rein vom Laub her könnte das bei meiner von Karibikpalmen dann schon passen.
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Der Buddler
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Re: Feigen Ficus Carica: Sorten, Erfahrungen, Winterhärte
Blastophaga wurde am Bodensee, Oberrhein, in Würzburg und in NRW nachgewiesen. Man kann davon ausgehen, dass sie in den Weinbaugebieten überall vorkommt oder vorkommen kann. Hier gehen seit Jahren wilde Feigen aus herabgefallenen Feigen auf. Eigentlich wie Unkraut.
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blackforestfigs
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Re: Feigen Ficus Carica: Sorten, Erfahrungen, Winterhärte
In Saarbrücken ebenfalls schon - vom Nordsaarland wusste ich es noch nicht. Wenn dort San Pedros ausreifen, muss sie aber inzwischen auch da vorkommen. Hier (71263) in einem Nachbarort hat jemand ausgereifte Desert King Herbst feigen. Wenn El Niño uns tatsächlich einen milden Winter bringt, wird sie nächstes Jahr hoffentlich flächendeckend in Deutschlands Südhälfte vorkommenDer Buddler hat geschrieben: ↑26. Sep 2026, 11:32 Blastophaga wurde am Bodensee, Oberrhein, in Würzburg und in NRW nachgewiesen. Man kann davon ausgehen, dass sie in den Weinbaugebieten überall vorkommt oder vorkommen kann. Hier gehen seit Jahren wilde Feigen aus herabgefallenen Feigen auf. Eigentlich wie Unkraut.
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Re: Feigen Ficus Carica: Sorten, Erfahrungen, Winterhärte
Dafür muss es ausreichend meistens nicht essbare Bocksfeigen (männlich) geben, sonst können die Feigengallwespen nicht überwintern bzw. ihre Existenz sichern.
KI-generiert:
„Die Bocksfeige (Ficus carica var. caprificus, auch Caprifig genannt) nimmt im biologischen System der Feigen eine Sonderrolle ein. Sie funktioniert im Wesentlichen als der männliche Part in einer faszinierten Symbiose, die auf die gemeinsame Evolution mit Insekten angewiesen ist.
1. Die Rolle und Biologie der Bocksfeige
Im Gegensatz zu den süßen Kulturfeigen sind die Früchte der Bocksfeige holzig, trocken und für den Menschen ungenießbar. Ihre biologische Bestimmung ist es nicht, als Nahrungsquelle zu dienen, sondern als exklusive Kinderstube und Überwinterungsquartier für die Feigengallwespe (Blastophaga psenes) zu fungieren.
2. Der innere Aufbau: Wie männliche Blüten entstehen
In den fleischigen Hohlkörpern (Syconien) einer Bocksfeige wachsen zwei unterschiedliche Blütentypen heran:
* Gallenblüten: Das sind sterile, kurzgrifflige weibliche Blüten, in deren Fruchtknoten die Feigengallwespe ihre Eier ablegt.
* Männliche Blüten: Diese sitzen in unmittelbarer Nähe des Ostiolums (der kleinen Öffnung an der Unterseite der Feige) und produzieren den Blütenpollen.
3. Fortpflanzung und Lebenszyklus (Die Symbiose)
Die Verbreitung der Bocksfeige ist untrennbar an den Lebenszyklus der Feigengallwespe gekoppelt:
* Eiablage: Die Wespe legt ihre Eier in die Gallenblüten der Bocksfeige. Die Larven entwickeln sich geschützt im Inneren.
* Schlupf und Paarung: Die flügellosen Männchen schlüpfen als Erste, befruchten die weiblichen Wespen noch in der Galle und sterben kurz darauf.
* Pollenaufnahme: Die befruchteten, weiblichen Wespen drängen durch das Ostiolum nach draußen. Auf dem Weg durch die Öffnung streifen sie an den dortigen männlichen Blüten vorbei und laden sich voller Pollen.
* Bestäubung: Auf der Suche nach einer neuen Feige zur Ablage ihrer Eier übertragen die Wespen den Pollen – entweder auf eine andere Bocksfeige (womit der Wespen- und Bocksfeigenkreislauf fortbesteht) oder auf eine Kulturfeige (Caprifikation).
4. Natürliche und künstliche Verbreitung
* Generative Vermehrung (über Samen): Wenn Wespen die Blüten von kultivierten Feigen mit Bocksfeigen-Pollen befruchten, entstehen fertile Samen. Vögel und andere Tiere fressen diese Früchte und scheiden die Samen unversehrt aus, wodurch neue Wildfeigen keimen. Aus diesen Sämlingen entsteht genetisch bedingt etwa zur Hälfte wieder eine Bocksfeige.
* Vegetative Vermehrung: In der Praxis (oder im kommerziellen Anbau) lassen sich Bocksfeigen unkompliziert über Stecklinge oder Steckholz vermehren, um sie gezielt als Pollenspender (Caprifikation) in Plantagen einzusetzen. In Mitteleuropa ist dieser Kreislauf allerdings kaum verbreitet, da die Gallwespe hier meist fehlt und stattdessen parthenokarpe (jungfernfrüchtige) Sorten angebaut werden.“
KI-generiert:
„Die Bocksfeige (Ficus carica var. caprificus, auch Caprifig genannt) nimmt im biologischen System der Feigen eine Sonderrolle ein. Sie funktioniert im Wesentlichen als der männliche Part in einer faszinierten Symbiose, die auf die gemeinsame Evolution mit Insekten angewiesen ist.
1. Die Rolle und Biologie der Bocksfeige
Im Gegensatz zu den süßen Kulturfeigen sind die Früchte der Bocksfeige holzig, trocken und für den Menschen ungenießbar. Ihre biologische Bestimmung ist es nicht, als Nahrungsquelle zu dienen, sondern als exklusive Kinderstube und Überwinterungsquartier für die Feigengallwespe (Blastophaga psenes) zu fungieren.
2. Der innere Aufbau: Wie männliche Blüten entstehen
In den fleischigen Hohlkörpern (Syconien) einer Bocksfeige wachsen zwei unterschiedliche Blütentypen heran:
* Gallenblüten: Das sind sterile, kurzgrifflige weibliche Blüten, in deren Fruchtknoten die Feigengallwespe ihre Eier ablegt.
* Männliche Blüten: Diese sitzen in unmittelbarer Nähe des Ostiolums (der kleinen Öffnung an der Unterseite der Feige) und produzieren den Blütenpollen.
3. Fortpflanzung und Lebenszyklus (Die Symbiose)
Die Verbreitung der Bocksfeige ist untrennbar an den Lebenszyklus der Feigengallwespe gekoppelt:
* Eiablage: Die Wespe legt ihre Eier in die Gallenblüten der Bocksfeige. Die Larven entwickeln sich geschützt im Inneren.
* Schlupf und Paarung: Die flügellosen Männchen schlüpfen als Erste, befruchten die weiblichen Wespen noch in der Galle und sterben kurz darauf.
* Pollenaufnahme: Die befruchteten, weiblichen Wespen drängen durch das Ostiolum nach draußen. Auf dem Weg durch die Öffnung streifen sie an den dortigen männlichen Blüten vorbei und laden sich voller Pollen.
* Bestäubung: Auf der Suche nach einer neuen Feige zur Ablage ihrer Eier übertragen die Wespen den Pollen – entweder auf eine andere Bocksfeige (womit der Wespen- und Bocksfeigenkreislauf fortbesteht) oder auf eine Kulturfeige (Caprifikation).
4. Natürliche und künstliche Verbreitung
* Generative Vermehrung (über Samen): Wenn Wespen die Blüten von kultivierten Feigen mit Bocksfeigen-Pollen befruchten, entstehen fertile Samen. Vögel und andere Tiere fressen diese Früchte und scheiden die Samen unversehrt aus, wodurch neue Wildfeigen keimen. Aus diesen Sämlingen entsteht genetisch bedingt etwa zur Hälfte wieder eine Bocksfeige.
* Vegetative Vermehrung: In der Praxis (oder im kommerziellen Anbau) lassen sich Bocksfeigen unkompliziert über Stecklinge oder Steckholz vermehren, um sie gezielt als Pollenspender (Caprifikation) in Plantagen einzusetzen. In Mitteleuropa ist dieser Kreislauf allerdings kaum verbreitet, da die Gallwespe hier meist fehlt und stattdessen parthenokarpe (jungfernfrüchtige) Sorten angebaut werden.“
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Re: Feigen Ficus Carica: Sorten, Erfahrungen, Winterhärte
@Arnie
Hm, Sultane sieht schon anders aus als meine...aber wer weiß. Wurde die da mal runtergeschnitten oder fror ab ? Eindruck : zu niedrig für die Breite. Können natürlich auch Bodentriebe sein und dann immer wieder radikaler Schnitt.
Ach ja, Sultana ist nicht Sultane wird aber oft als diese bezeichnet. Dialekte machen es noch schwerer : "Sull-da-n.." und dann folgt vielleicht noch irgendein verschluckter Vokal und schwupps ist es passiert.
Hm, Sultane sieht schon anders aus als meine...aber wer weiß. Wurde die da mal runtergeschnitten oder fror ab ? Eindruck : zu niedrig für die Breite. Können natürlich auch Bodentriebe sein und dann immer wieder radikaler Schnitt.
Ach ja, Sultana ist nicht Sultane wird aber oft als diese bezeichnet. Dialekte machen es noch schwerer : "Sull-da-n.." und dann folgt vielleicht noch irgendein verschluckter Vokal und schwupps ist es passiert.
Zuletzt geändert von husar2003 am 26. Sep 2026, 13:26, insgesamt 4-mal geändert.
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blackforestfigs
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Re: Feigen Ficus Carica: Sorten, Erfahrungen, Winterhärte
Leider gibt es halt nicht "die Bocksfeige", sondern hinsichtlich Fruchtfolge sehr unterschiedliche. Anhand der immer wieder auftauchenden Fragen in Facebookgruppen ("Warum werden meine Feigen nicht reif?") und dazugehöriger eindeutiger Fotos von Capris, lässt sich allerdings vermuten, dass da ein recht großer genetischer Pool in deutschen Gärten vorhanden ist. Ich habe inzwischen auch angefangen, welche zu sammeln.Arni99 hat geschrieben: ↑26. Sep 2026, 11:53 Dafür muss es ausreichend meistens nicht essbare Bocksfeigen (männlich) geben, sonst können die Feigengallwespen nicht überwintern bzw. ihre Existenz sichern.
KI-generiert:
„Die Bocksfeige (Ficus carica var. caprificus, auch Caprifig genannt) nimmt im biologischen System der Feigen eine Sonderrolle ein. Sie funktioniert im Wesentlichen als der männliche Part in einer faszinierten Symbiose, die auf die gemeinsame Evolution mit Insekten angewiesen ist.
1. Die Rolle und Biologie der Bocksfeige
Im Gegensatz zu den süßen Kulturfeigen sind die Früchte der Bocksfeige holzig, trocken und für den Menschen ungenießbar. Ihre biologische Bestimmung ist es nicht, als Nahrungsquelle zu dienen, sondern als exklusive Kinderstube und Überwinterungsquartier für die Feigengallwespe (Blastophaga psenes) zu fungieren.
2. Der innere Aufbau: Wie männliche Blüten entstehen
In den fleischigen Hohlkörpern (Syconien) einer Bocksfeige wachsen zwei unterschiedliche Blütentypen heran:
* Gallenblüten: Das sind sterile, kurzgrifflige weibliche Blüten, in deren Fruchtknoten die Feigengallwespe ihre Eier ablegt.
* Männliche Blüten: Diese sitzen in unmittelbarer Nähe des Ostiolums (der kleinen Öffnung an der Unterseite der Feige) und produzieren den Blütenpollen.
3. Fortpflanzung und Lebenszyklus (Die Symbiose)
Die Verbreitung der Bocksfeige ist untrennbar an den Lebenszyklus der Feigengallwespe gekoppelt:
* Eiablage: Die Wespe legt ihre Eier in die Gallenblüten der Bocksfeige. Die Larven entwickeln sich geschützt im Inneren.
* Schlupf und Paarung: Die flügellosen Männchen schlüpfen als Erste, befruchten die weiblichen Wespen noch in der Galle und sterben kurz darauf.
* Pollenaufnahme: Die befruchteten, weiblichen Wespen drängen durch das Ostiolum nach draußen. Auf dem Weg durch die Öffnung streifen sie an den dortigen männlichen Blüten vorbei und laden sich voller Pollen.
* Bestäubung: Auf der Suche nach einer neuen Feige zur Ablage ihrer Eier übertragen die Wespen den Pollen – entweder auf eine andere Bocksfeige (womit der Wespen- und Bocksfeigenkreislauf fortbesteht) oder auf eine Kulturfeige (Caprifikation).
4. Natürliche und künstliche Verbreitung
* Generative Vermehrung (über Samen): Wenn Wespen die Blüten von kultivierten Feigen mit Bocksfeigen-Pollen befruchten, entstehen fertile Samen. Vögel und andere Tiere fressen diese Früchte und scheiden die Samen unversehrt aus, wodurch neue Wildfeigen keimen. Aus diesen Sämlingen entsteht genetisch bedingt etwa zur Hälfte wieder eine Bocksfeige.
* Vegetative Vermehrung: In der Praxis (oder im kommerziellen Anbau) lassen sich Bocksfeigen unkompliziert über Stecklinge oder Steckholz vermehren, um sie gezielt als Pollenspender (Caprifikation) in Plantagen einzusetzen. In Mitteleuropa ist dieser Kreislauf allerdings kaum verbreitet, da die Gallwespe hier meist fehlt und stattdessen parthenokarpe (jungfernfrüchtige) Sorten angebaut werden.“
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Re: Feigen Ficus Carica: Sorten, Erfahrungen, Winterhärte
Gehen sehr häufig auf Urlaubsmitbringel zurück.
Re: Feigen Ficus Carica: Sorten, Erfahrungen, Winterhärte
Mit Spannung habe ich dem Reifen von zwei Herbstfeigen der Desert King von Lokalrunde geduldig zugesehen. Am Wochenende wollte ich pflücken. Leider war jemand schneller. Eine halbe hat das Tier allerdings übrig gelassen. Jetzt die Frage. Sieht so eine unbefruchtete DK aus? Ich habe nochmal großzügig abgeschnitten und probiert und sie war garnicht mal schlecht. Süß, wenn auch etwas wässrig und mild. Ca 12 kerne konnte ich mich retten wovon einer untergegangen ist. Nicht sehr aussagekräftig. Wespe habe im Südwesten von NRW 52... Noch nicht gesichtet. Kann die DK trotz fehlender Wespe denn überhaupt ausreifen?
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Re: Feigen Ficus Carica: Sorten, Erfahrungen, Winterhärte
Nein - DK Herbstfeigen reifen nur befruchtet ausKarlAC hat geschrieben: ↑26. Sep 2026, 13:48 Mit Spannung habe ich dem Reifen von zwei Herbstfeigen der Desert King von Lokalrunde geduldig zugesehen. Am Wochenende wollte ich pflücken. Leider war jemand schneller. Eine halbe hat das Tier allerdings übrig gelassen. Jetzt die Frage. Sieht so eine unbefruchtete DK aus? Ich habe nochmal großzügig abgeschnitten und probiert und sie war garnicht mal schlecht. Süß, wenn auch etwas wässrig und mild. Ca 12 kerne konnte ich mich retten wovon einer untergegangen ist. Nicht sehr aussagekräftig. Wespe habe im Südwesten von NRW 52... Noch nicht gesichtet. Kann die DK trotz fehlender Wespe denn überhaupt ausreifen?
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