Ha! Irgendwo (vielleicht im Standard) hatte ich mal einen Artikel zur Geschichte des Waldviertler Graumohns gelesen, und dort stand, dass in der Gegend die kleinen Kinder, wenn sie zahnten oder sonst quengelten, einen kleinen, mit Mohnkapseln gefüllten Stoffsack zum drauf Kauen in den Mund gesteckt bekamen, damit sie ruhig wurden. Das ist wohl aus der Mode gekommen
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Ernährungsformen (Gelesen 12216 mal)
Moderator: Nina
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Re: Ernährungsformen
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Re: Ernährungsformen
Danke Euch @ martina2 und Rieke
... für die Links zu calciumhaltiger Ernährung. Man weiß es ja im Prinzip, aber so wird es übersichtlich!
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Wenn immer der Kluge nachgibt, regieren die Dummen die Welt.🙄
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Re: Ernährungsformen
Die von Rieke verlinkte Tabelle hat aber zumindest einen Fehler, Sesamsamen haben einen Calciumgehalt von über 700mg, sie führen die Tabelle an, nicht die Mandeln.
- Nox
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Re: Ernährungsformen
Jetzt weiss ich, warum ich so einen Japp auf Joghurt und Käse habe.Rieke hat geschrieben: ↑28. Sep 2026, 21:22 Hier ist noch eine Liste mit Calciumgehalt von Lebensmitteln:
https://www.osteoporosis.foundation/sit ... German.pdf
Leitungswasser ist übrigens auch eine Calciumquelle mit guter Bioverfügbarkeit. Hartes Leitungswasser enthält rund 100-120 mg/l.
Etwas wurde bei dieser langen und heissen Diskussion noch nicht angesprochen: Der Mensch (und genauso Tiere) werden von klein auf an ihre Nahrung gewöhnt, geprägt. Der Körper hat Sensoren, um den Nährwertgehalt seiner Nahrung zu registrieren und daraufhin Gelüste auf dieses oder jenes Nahrungsmittel zu entwickeln, was er gerade braucht. Jedenfalls, wenn er nicht von klein auf hochverarbeitete und mit vielen Tricks auf Genuss getrimmte Gerichte konsummiert.
Vielleicht erklärt das, warum es so schwierig ist, eine Ernährung völlig umzustellen. Ein gesunder Mensch hat über Jahrzehnte gelernt, welches Essen ihm zuträglich ist. Davon abzurücken bedeutet, statt auf seinen Instinkt zu vertrauen, mit Tabellen und Apps zu arbeiten.
Das ist etwas für Idealisten, wenig tauglich für die Allgemeinheit. Vielleicht erklärt es, warum eine Ernährungsumstellung für die breite - gesunde - Bevölkerung so unrealistisch ist. Mal abgesehen von medizinischer Indikation. Wer krank ist, versucht eher, durch radikale Ernährungsweisen wieder gesund zu werden.
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Re: Ernährungsformen
Ich ernähre mich kohlenhydratarm. Früher auch mal ketogen.semicolon hat geschrieben: ↑27. Sep 2026, 12:31...
Aber back to topic: Ich interessiere mich für ketogene Ernährung - nicht als dauerhafte Ernährungsform, sondern als Kur und nicht in Form von Fasten. Ich hatte deep keto - damals noch nicht rein vegan - über Monate ausprobiert und war verblüfft - wie clean und fit ich mich dabei gefühlt habe nachdem ich meinem "manischen Kohlenhydratgefresse" entsagt hatte
Hier sind ja einige unterwegs, die ihren KH-Konsum einschränken und eventuell auch den Blutzucker überwachen?
Ich rate davon ab, ketogen als Kur zu machen, es ist für den Körper sehr anstrengend, sich umzustellen und sich da etwas im Hirn umstellt, kann dieses Hin und Her starke Kopfschmerzen machen.
Ich habe es damals in einem Forum gemacht, und da war jemand, der über Monate quasi krank war, bis wir herausfanden, dass seine Waage sehr ungenau war und er quasi täglich zwischen keto und nicht keto wechselte.
Blutzucker kontrolliere ich nicht, da ich mein Essen eh tracke, weiß ich, wie viele KH ich zu mir nehme.
Ich weiß, dass ich zwischen 80-100g KH täglich liegen sollte, um mich gut zu fühlen. Irgendwo unter 70g KH wechselt mein Körper zu ketogen, aber es hat sich zu kompliziert auf Dauer für mich herausgestellt. Mein eh schon eingeschränkter Essplan musste dann noch mehr reduziert werden und war dann schon sehr nahe an ungesund. Beim Tracken erreichte ich quasi keinen der Mineralien- oder Vitaminwerte.
Musst Du natürlich selbst wissen, ich fand es schon schwierig, alle Werte dabei optimal zu halten.
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Re: Ernährungsformen
Ich sehe da einen großen Fehler, weil nicht klar wird, auf was sich der Gehalt bezieht. Sesam hat einen Gehalt von 700mg. Auf was, pro Milligramm? Pro Gramm? Pro hundert Gramm? Pro Portion? Wie schwer ist eine Portion?Gartenlady hat geschrieben: ↑29. Sep 2026, 09:33 Die von Rieke verlinkte Tabelle hat aber zumindest einen Fehler, Sesamsamen haben einen Calciumgehalt von über 700mg, sie führen die Tabelle an, nicht die Mandeln.
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Re: Ernährungsformen
Die Tabelle bezieht ihren Calcium-Gehalt auf "Portionen" und das ist verwirrend. Bei Milch und Milchersatz sind das 200 ml, bei Joghurt 150g und dann geht's richtig los: erste Kolonne gibt das Gewicht der Portion an, zweite Kolonne den Calciumgehalt dieser Portion.thuja thujon hat geschrieben: ↑29. Sep 2026, 12:44Ich sehe da einen großen Fehler, weil nicht klar wird, auf was sich der Gehalt bezieht. Sesam hat einen Gehalt von 700mg. Auf was, pro Milligramm? Pro Gramm? Pro hundert Gramm? Pro Portion? Wie schwer ist eine Portion?Gartenlady hat geschrieben: ↑29. Sep 2026, 09:33 Die von Rieke verlinkte Tabelle hat aber zumindest einen Fehler, Sesamsamen haben einen Calciumgehalt von über 700mg, sie führen die Tabelle an, nicht die Mandeln.
Um mal schnell zu überschlagen, wieviel g Calcium man bekommt, wenn man 1 Joghurt, 1 Portion Kartoffeln und 1 Portion Fisch am Tag gegessen hatte, vielleicht praktisch.
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Re: Ernährungsformen
Aber auch nur vielleicht praktisch. Meine Portionsgrößen sind das jedenfalls nicht.
Zum vergleichen, was mehr Gehalt hat, dazu gibts Tabellen, die sich auf zB 100g beziehen. Das ist für den Zweck dann praktisch.
Wenn jemand sein Essen ausrechnet, um auf x Gramm Calcium oder Protein zu kommen, tut er mir leid. Da fällt der Genuss zu oft hinten runter.
Zum vergleichen, was mehr Gehalt hat, dazu gibts Tabellen, die sich auf zB 100g beziehen. Das ist für den Zweck dann praktisch.
Wenn jemand sein Essen ausrechnet, um auf x Gramm Calcium oder Protein zu kommen, tut er mir leid. Da fällt der Genuss zu oft hinten runter.
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Re: Ernährungsformen
Ich hatte es damals als Omni gemacht und hatte für mich ein Ziel von max. 20g KH und min. 180g Protein gesetzt. Das kriegt man logischerweise nur hin, wenn man ganz konsequent auf alles verzichtet, was überhaupt nennenswerte KHs enthält. Sowas wie Obst, Möhren und rote Paprika gab es also nicht, dafür aber reichlich grünes Gemüse, Avocados und viele hochwertige Fette + MCT-Öl. Ist mir nicht schwer gefallen und ich war über Monate durchgehend in tiefer Ketose (gemessen mit Sticks) mit genialem Körpergefühl, gut abgenommen und absolut null Verlangen nach Zucker. Probleme hatte ich erst nach der Unterbrechung bekommen - aber ich habe es auch falsch gemacht und mir im Urlaub einfach die volle Dröhnung KH gegönntMufflon hat geschrieben: ↑29. Sep 2026, 10:50 Ich ernähre mich kohlenhydratarm. Früher auch mal ketogen.
Ich rate davon ab, ketogen als Kur zu machen, es ist für den Körper sehr anstrengend, sich umzustellen und sich da etwas im Hirn umstellt, kann dieses Hin und Her starke Kopfschmerzen machen.
Ich habe es damals in einem Forum gemacht, und da war jemand, der über Monate quasi krank war, bis wir herausfanden, dass seine Waage sehr ungenau war und er quasi täglich zwischen keto und nicht keto wechselte.
Blutzucker kontrolliere ich nicht, da ich mein Essen eh tracke, weiß ich, wie viele KH ich zu mir nehme.
Ich weiß, dass ich zwischen 80-100g KH täglich liegen sollte, um mich gut zu fühlen. Irgendwo unter 70g KH wechselt mein Körper zu ketogen, aber es hat sich zu kompliziert auf Dauer für mich herausgestellt. Mein eh schon eingeschränkter Essplan musste dann noch mehr reduziert werden und war dann schon sehr nahe an ungesund. Beim Tracken erreichte ich quasi keinen der Mineralien- oder Vitaminwerte.
Musst Du natürlich selbst wissen, ich fand es schon schwierig, alle Werte dabei optimal zu halten.
Protein ist mit guten Sojaprodukten machbar, ich würde aber im Zweifelsfall mit Reisprotein nachhelfen wenn ich trainieren gehe. Und ich würde gerne den Blutzucker überwachen weil vegane Proteinquellen tendenziell etwas mehr KH enthalten. Aber ich denke, bis 30g KH/Tag bleibe ich definitiv in Ketose, vor allem wenn ich wieder etwas trainiere. Muss mich mal informieren, ob ich einfach Diabetiker-Equipment verwenden kann.
Wegen Nährstoffe: Ich habe natürlich nicht die Historie wie Du und mit der Versorgung und notfalls natürlicher Supplementierung kein Problem. Aber ich würde keto auch nicht mehr über Monate, sondern eher als Kur sehen um wieder ins Training zu kommen. Max. ein paar Wochen.
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Re: Ernährungsformen
Ich staune, wieviel Zeit man mit Ernährung verbringen kann.
Es mag ja gesund sein, aber diese Art der penibel wissenschaftlichen Beschäftigung damit, das kann auch eine Krankheit sein.
Vorsicht!
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Re: Ernährungsformen
Es gibt auch kein gesundes Essen, wenn man bei der Wissenschaft bleibt.
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Sonnenscheinplatz
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Re: Ernährungsformen
Die Frage ist ja auch, was man sich davon verspricht. Weniger Fett, Zucker und Alkohol ist klar, dicker Bauch schwindet. Aber sonst?
- semicolon
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Re: Ernährungsformen
Keto ist eine der effizientesten Methoden für Verbrennung von Viszeralfett und bringt mir dabei eine enorme Steigerung der Konzentrationsfähigkeit. Meine langjährigen Kopfschmerzen sind in Ketose vollständig verschwunden und es hat lange gedauert, bis sie danach wieder kamen. Und ganz nebenbei hält es den Blutzuckerspiegel niedrig wie keine andere Ernährungsform. Außerdem ist es für den Körper völlig natürlich (richtig gemacht versteht sich, aber das betrifft wohl alles im Leben).Sonnenscheinplatz hat geschrieben: ↑29. Sep 2026, 17:10 Die Frage ist ja auch, was man sich davon verspricht. Weniger Fett, Zucker und Alkohol ist klar, dicker Bauch schwindet. Aber sonst?
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Re: Ernährungsformen
Gönn ich Dir! Und ja - ich habe ehrlich auch Achtung davor wenn sich Menschen an so einen strikten Ernährungsplan halten! Wenn es dann auch noch hilft - top!
...nur, ich hab keine Kopfschmerzen.
...nur, ich hab keine Kopfschmerzen.
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Re: Ernährungsformen
Was sollte man sich denn davon versprechen? Wenn ich jetzt Zucker, Fett, und Alkohol wegließe, wo bleibt denn der Spaß? Da könnte ich mich gleich selber ins Leichentuch einwickeln und mir baldiges Ab- in-den-Jenseits wünschenSonnenscheinplatz hat geschrieben: ↑29. Sep 2026, 17:10 Die Frage ist ja auch, was man sich davon verspricht. Aber sonst?
Kein Thema spaltet die Gemüter so sehr, wie das Essen, denn es geht um ein Grundbedürfins. Von Licht, Luft, Wasser und Liebe können wir nicht leben, so viel steht fest. Zuhause habe ich einen Leisuntgssportler, der ausgesprochen carnivor is(s)t, mal ketogen, mal doch omnivor. Darüber hinaus habe ich eine, die sich mal vegan, mal vegetarisch ernährt. Die Zwei teilen einen Kühlschrank und eine Küche, ohne Streitereien (würde ich auch nicht dulden). Meistens koche ich für alle, kein Widerspruch, oder die Veggie kocht eben etwas nur für sich. Heute zB habe ich Geschnetzteltes mit Steinpilzen, Reis und Salat gemacht. Zwei essen alles, einer isst nur Fleisch und Pilzen, eine – eben nur Pilzreispflanne und Salat, alles nur eine Frage der Organisation. Niemand versucht den anderen zu "bekehren", denn dieses wäre eh sinnlos.
Nicht ich habe hier Streit provoziert, habe auch nicht mit Beleidigungen wild um mich geworfen, aber sei es drum, eh nix neues
Illustrent flagrantes viam pontes
Honi soit qui mal y pense
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