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Herbstkrokusse (Gelesen 492226 mal)
Moderatoren: Nina, Phalaina, AndreasR
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Re: Herbstkrokusse
Ganz so schematisch, wie sich das Mendel vorgestellt hat, ist es nicht. Weil er das nicht wissen konnte, hat er nachgeholfen und in seinen Versuchen geschummelt.
Wenn weiße Krokusse mit weißen Krokussen bestäubt werden und ganz überwiegend blaue herauskommen, ist das weiße Merkmal rezessiv vererbbar. Es wird vom Blau überdeckt. Unter den Nachkommen der blauen Krokusse sollten dann auch wieder weiß blühende auftauchen.
„Am Ende entscheidet die Wirklichkeit.“ Robert Habeck
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Hans-Herbert
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Re: Herbstkrokusse
Jetzt ist übrigens ideale Zeit, um die Herbstkrokusse zu verpflanzen bzw. welche zu verschenken, damit sie auch in anderen Gärten blühen.
Die Krokusse machen derzeit Wurzeln. Deshalb gieße ich die frisch verpflanzten Krokusse an.
„Am Ende entscheidet die Wirklichkeit.“ Robert Habeck
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Re: Herbstkrokusse
Wenn weiße Krokusse mit weißen Krokussen bestäubt werden und es blaue Nachkommen gibt, dann ist das blaue Gen rezessiv, weil es in den Eltern nicht sichtbar ist und trotzdem vererbt wird.Staudo hat geschrieben: ↑5. Okt 2026, 15:20 Ganz so schematisch, wie sich das Mendel vorgestellt hat, ist es nicht. Weil er das nicht wissen konnte, hat er nachgeholfen und in seinen Versuchen geschummelt.Wenn weiße Krokusse mit weißen Krokussen bestäubt werden und ganz überwiegend blaue herauskommen, ist das weiße Merkmal rezessiv vererbbar. Es wird vom Blau überdeckt. Unter den Nachkommen der blauen Krokusse sollten dann auch wieder weiß blühende auftauchen.
Oder weiß ist rezessiv, dann muss es blaue Pollenspender geben ...
Oder ein ganz anderer Faktor geht dazwischen, sowas wie Farbintensität ... vielleicht gibt es genetisch blaue Pflanzen, die reinweiß wirken, weil die Farbintensität 0% ist? Und genetisch weiße Pflanzen mit Farbintensitat 100%, und doch optisch immer noch weiß? Das würde das Ergebnis bei Ruksans erklären. Und auch die Existenz der ganzen Farbabstufungen.
Sonnige Grüße, Irene
Re: Herbstkrokusse
Ein Glück dass du jünger bist und ein besseres Gedächtnis hast! ;-) Offensichtlich hat sich die Bezeichnung als Hybride für ´Zephyr´ aber noch nicht überall durchgesetzt, deshalb meine Nachfrage. Auch ist mir nicht ganz klar, ob ´Zephyr´aus einer gezielten Kreuzung entstanden ist oder ein Zufallsämling war.Kasbek hat geschrieben: ↑5. Okt 2026, 12:48Darüber hatten wir uns schon mal den Kopf zerbrochen:
viewtopic.php?p=3771958#p3771958
Wenn Ruksans nur seine weißen Sorten aussät, ist auch die Frage, ob sie gezielt oder offen bestäubt sind. Letzteres ließe ja eine Mehrheit blaublühender Sämling durchaus erwarten.
Übrigens hat ´Zephyr´ bei mir wohl einige Sämlinge von Crocus speciosus so beeinflusst, dass sie weitgehend aussehen wie blaue Crocus speciosus, aber crèmefarbene Staubbeutel haben.
Re: Herbstkrokusse
Ja, ganz so einfach wie bei Mendel beschrieben ist es nicht, da hat Staudo recht. Es gibt auch Gene, die verhindern, dass das Gen für eine Farbe in Erscheinung tritt, obwohl vorhanden.rocambole hat geschrieben: ↑5. Okt 2026, 16:27Wenn weiße Krokusse mit weißen Krokussen bestäubt werden und es blaue Nachkommen gibt, dann ist das blaue Gen rezessiv, weil es in den Eltern nicht sichtbar ist und trotzdem vererbt wird.Staudo hat geschrieben: ↑5. Okt 2026, 15:20 Ganz so schematisch, wie sich das Mendel vorgestellt hat, ist es nicht. Weil er das nicht wissen konnte, hat er nachgeholfen und in seinen Versuchen geschummelt.Wenn weiße Krokusse mit weißen Krokussen bestäubt werden und ganz überwiegend blaue herauskommen, ist das weiße Merkmal rezessiv vererbbar. Es wird vom Blau überdeckt. Unter den Nachkommen der blauen Krokusse sollten dann auch wieder weiß blühende auftauchen.
Oder weiß ist rezessiv, dann muss es blaue Pollenspender geben ...
Oder ein ganz anderer Faktor geht dazwischen, sowas wie Farbintensität ... vielleicht gibt es genetisch blaue Pflanzen, die reinweiß wirken, weil die Farbintensität 0% ist? Und genetisch weiße Pflanzen mit Farbintensitat 100%, und doch optisch immer noch weiß? Das würde das Ergebnis bei Ruksans erklären. Und auch die Existenz der ganzen Farbabstufungen.
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Re: Herbstkrokusse
Die mit cremefarbenen Staubbeuteln gibt es hier auch, sie sind heller als normale C. speciosus und sie haben keine gelbe Mitte wie C.pulchellus ... aber ich habe mal C. spec. Conqueror in meinen Anfangszeiten gekauft, es könnte also eine Fehllieferung von Pöttschke sein. Jedenfalls stehen sie zu weit weg und gleichzeitig zu regelmäßig dicht für durch Ameisen verschleppte Samen, aber wiederum nicht so dicht wie bei üppiger Vermehrung durch Brutzwiebelchen. Solange er nicht so dichte Matten wie Zephyr bildet und keine neueen Zephyr-Ankömmlinge produziert, soll er mir recht sein.
Und ich habe offenbar blaue C. pulchellus, jedenfalls sind die Staubbeutel weiß und die Mitte gelb. Bei C. speciosus ist das ja umgekehrt ... das ist dann wohl der als C. serotinus ssp. kaufmannii erworbene Herbstkrokus. An dem Standort muss ich dann mal auf C. spec. achten und die zu den Artgenossen transferieren
Sonnige Grüße, Irene
Re: Herbstkrokusse
Mit diesem schönen Beitrag werden die Unterschiede zwischen Crocus pulchellus, speciosus und Hybriden in ausgezeichneten Bildern dokumentiert.
https://www.srgc.org.uk/logs/logdir/202 ... G_4121.pdf
https://www.srgc.org.uk/logs/logdir/202 ... G_4121.pdf
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Re: Herbstkrokusse
Danke! (Das Titelbild ist ja schon mal ein Traum
)
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Re: Herbstkrokusse
aha, die Länge der "styles" ist auch ein wichtiges Indiz - bei Zephyr ragen sie deutlich über die weißen Staubbeutel hinaus, was ebenfalls für eine Hybride spricht. Bei den weißen Sämlingen nicht, die schlagen also wieder zurück Richtung pulchellus.
Der hier ist zwar sehr hell und die Staubbeutel nicht so richtig dunkles gelb, aber helle Mitte und lange Griffel deuten sehr Richtung speciosus. Vielleicht ist es einfach nur eine in allen Teilen der Blüte etwas blassere Variante.
Und das hier ist dann kein reiner pulchellus, zu lange und zu verzweigte Griffel. Das ist der als C. serotinus ssp. kaufmannii erworbene. Im www gibt es sehr unterschiedliche Bilder von C. serotinus, aber die haben alle gelbe Staubgefäße.
Der hier ist zwar sehr hell und die Staubbeutel nicht so richtig dunkles gelb, aber helle Mitte und lange Griffel deuten sehr Richtung speciosus. Vielleicht ist es einfach nur eine in allen Teilen der Blüte etwas blassere Variante.
Und das hier ist dann kein reiner pulchellus, zu lange und zu verzweigte Griffel. Das ist der als C. serotinus ssp. kaufmannii erworbene. Im www gibt es sehr unterschiedliche Bilder von C. serotinus, aber die haben alle gelbe Staubgefäße.
Sonnige Grüße, Irene
Re: Herbstkrokusse
Weil sie gerade so gut aussehen.
mathewii & math. 'Pink Princess'.
Ab Donnerstag ist es wohl dann vorbei.
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Re: Herbstkrokusse
toll, die scheinen sich bei Dir gut zu vermehren
Sonnige Grüße, Irene
Re: Herbstkrokusse
Das sind ja richtig prächtige Klumpen!