Ich meine, selbst die heimische Clematis vitalba kommt ja schon mit Rückstrahlwärme zurecht, aber Clematis cirrhosa kann man im Grunde wie einen Kaktus oder eine Euphorbia behandeln. Sie ist wirklich sehr hart im Nehmen: Ich habe sie in rein mineralisches Substrat gesetzt und nie wirklich gegossen. Und das an einem Standort, an dem ich schon einige Verluste hatte, auch bei Pflanzen, die das eigentlich hätten aushalten sollen.
Clematis cirrhosa ist bisher eine sehr positive Erfahrung, und ich bin sehr zufrieden. Ich hoffe nur, dass sie den Winter übersteht, denn das einzige relevante Risiko sehe ich bei dieser Art in Nässe und zu tiefen Temperaturen. Der geschützte Standort gleicht das bisher ziemlich gut aus, und da das Haus beheizt ist, könnte das im Winter einen großen Unterschied machen.
Den ersten Winter hat sie problemlos überstanden, und dieses Jahr blüht sie zum ersten Mal, für eine kleine Pflanze, wie ich finde, ziemlich üppig. Da die Blüten nach unten hängen, nimmt man sie allerdings eigentlich nur wahr, wenn die Pflanze sehr hoch wächst. Deshalb hoffe ich, dass sie noch ein paar Meter hochklettert. Sicherlich ein Profiteur des Klimawandels.
Bei der Winterhärte gibt es verschiedene Angaben plant delights sagt:
0F etwa -18 Grad CelsiusClematis cirrhosa has proven much more winter hardy than many references indicate, taking 0 degrees F with no problem
Quelle: https://www.plantdelights.com/products/ ... s-cirrhosa
Und sagt ist in 7a winterhart.
Tiefste Temperatur dieses Jahr hier im Winter waren -14 grad im Januar, also scheint sie winterhärter zu sein als der RHS behauptet. Aber es gibt auch unterschiedliche Varianten und Herkünfte