News: Problem bei der Anmeldung? Bitte Mail über das Kontaktformular ganz unten! | garten-pur unterstützen mit einer Spende oder über das Partnerprogramm!
Knollensellerie, Anbautechnik, Erfolge, Misserfolge (Gelesen 2653 mal)
- cydorian
- Garten-pur Team
- Beiträge: 13256
- Registriert: 19. Nov 2005, 14:29
- Höhe über NHN: 190
- Bodenart: 30cm toniger Lehm auf Muschelkalk
- Kontaktdaten:
Re: Knollensellerie, Anbautechnik, Erfolge, Misserfolge
In Mist wird der bei mir eine wunderschöne, grosse Pflanze mit hohem Grünertrag. Leider ohne brauchbare Knolle. Und Dünger... gut versorgter Boden ist eh Pflicht bei Sellerie, ist ja Starkzehrer. Damit vermeidet man ein Problem, kann aber die anderen Probleme nicht kompensieren.
- Staudo
- Beiträge: 36300
- Registriert: 7. Jul 2007, 08:39
- Wohnort: Südbrandenburg
- Höhe über NHN: 84
- Winterhärtezone: 7a: -17,7 °C bis -15,0 °C
Re: Knollensellerie, Anbautechnik, Erfolge, Misserfolge
Auch unser Sellerie ist im Herbst noch einmal ordentlich gewachsen. Ich habe ihn mitsamt Wurzelballen und Grün geerntet und in den Lagerraum geschafft.
„Am Ende entscheidet die Wirklichkeit.“ Robert Habeck
- cydorian
- Garten-pur Team
- Beiträge: 13256
- Registriert: 19. Nov 2005, 14:29
- Höhe über NHN: 190
- Bodenart: 30cm toniger Lehm auf Muschelkalk
- Kontaktdaten:
Re: Knollensellerie, Anbautechnik, Erfolge, Misserfolge
Und wieder nix mit Sellerie. Von gestern:
Klein, klein, klein und wird auch nix mehr. Das neue Muster ist: Er überlebt den heissen Sommer zwar, aber wenn er im Herbst wieder anfängt zu wachsen, gibts einfach keine brauchbaren Knollen mehr. Ich habe zwar bewässert, beregnet, viele Arten schaffte es dadurch so mehr oder weniger durch Sommer, aber für Sellerie reicht das Wasser nie, da müsste man sehr viel mehr Wasser raushauen.
Andere Wurzeln klappen damit. Pastinaken gehen, gelbe Rüben gehen (abgesehen von den üblichen Grundproblemen in schwerem Boden), rote Rüben gehen sehr gut, Haferwurzeln gehen sogar mit weniger Wasser, aber Sellerie - nix ischs. Nur in naturfeuchten Jahren.
Klein, klein, klein und wird auch nix mehr. Das neue Muster ist: Er überlebt den heissen Sommer zwar, aber wenn er im Herbst wieder anfängt zu wachsen, gibts einfach keine brauchbaren Knollen mehr. Ich habe zwar bewässert, beregnet, viele Arten schaffte es dadurch so mehr oder weniger durch Sommer, aber für Sellerie reicht das Wasser nie, da müsste man sehr viel mehr Wasser raushauen.
Andere Wurzeln klappen damit. Pastinaken gehen, gelbe Rüben gehen (abgesehen von den üblichen Grundproblemen in schwerem Boden), rote Rüben gehen sehr gut, Haferwurzeln gehen sogar mit weniger Wasser, aber Sellerie - nix ischs. Nur in naturfeuchten Jahren.
-
ringelnatz
- Beiträge: 2859
- Registriert: 29. Okt 2019, 12:23
- Kontaktdaten:
Re: Knollensellerie, Anbautechnik, Erfolge, Misserfolge
ab wann ist denn brauchbar?
- cydorian
- Garten-pur Team
- Beiträge: 13256
- Registriert: 19. Nov 2005, 14:29
- Höhe über NHN: 190
- Bodenart: 30cm toniger Lehm auf Muschelkalk
- Kontaktdaten:
Re: Knollensellerie, Anbautechnik, Erfolge, Misserfolge
3cm Durchmesser ohne Dreck. Dann gibts wenigstens Suppe. Als es noch Sommer mit Regen gab, waren 7cm der alten Sorten der Durchschnitt.
- Apfelbaeuerin
- Beiträge: 6766
- Registriert: 10. Nov 2015, 12:24
- Region: Oberpfälzer Jura
- Höhe über NHN: ca. 300 m Höhe
- Bodenart: Lehmboden
- Winterhärtezone: 7a: -17,7 °C bis -15,0 °C
-
Nordbayern, Winterhärtezone 7a
Re: Knollensellerie, Anbautechnik, Erfolge, Misserfolge
Letztes Jahr hatte ich richtig große, weit mehr als 7 cm. Dieses Jahr sind sie trotz Nachdüngung so klein, dass ich sie noch gar nicht ernten mag. Vielleicht legen sie noch etwas zu.
Liebe Grüße von der Apfelbäuerin
Das Schöne zieht einen Teil seines Zaubers aus der Vergangenheit.
Hermann Hesse
Das Schöne zieht einen Teil seines Zaubers aus der Vergangenheit.
Hermann Hesse
- thuja thujon
- Beiträge: 25206
- Registriert: 28. Apr 2016, 21:50
- Region: Gemüsegarten Vorderpfalz
- Höhe über NHN: 90
- Winterhärtezone: 8b: -9,4 °C bis -6,7 °C
Re: Knollensellerie, Anbautechnik, Erfolge, Misserfolge
Ich bin mittlerweile der Meinung, dass Sellerie schon sehr früh in der Jugend entscheidet, ob was aus ihm wird oder nicht. Irgendwo als Jungpflanze, vielleicht wenn er mit den ersten Wurzeln am Topf aneckt oder so, könnte ein Punkt sein, an dem der Groschen fällt. Der ist dann auch nicht mehr rückgängig zu machen, egal wie viel Mühe man in die Pflege reinsteckt.
Jedenfalls sind alle Jungpflanzen, die weit entwickelt oder überständig waren, nie was geworden. Rekord liegt dort bei 8-9cm. Weit weg von 14 oder 15cm.
Ich weiß nicht wie im Vergleich zum Knollensellerie Stangensellerie normal wächst, der wurde dieses Jahr relativ jung gepflanzt, er scheint halbwegs was zu werden. Zwar mit Trockenpause im Sommer, aber er wächst.
Für nächstes Jahr also mal Knollensellerie nicht zu früh vorziehen und jung pflanzen, nicht erst mit 3-4 Blättern. Irgendwie muss das ja gehen. Auf dem Acker klappts ja auch, und die pflanzen junge Jungpflanzen.
Jedenfalls sind alle Jungpflanzen, die weit entwickelt oder überständig waren, nie was geworden. Rekord liegt dort bei 8-9cm. Weit weg von 14 oder 15cm.
Ich weiß nicht wie im Vergleich zum Knollensellerie Stangensellerie normal wächst, der wurde dieses Jahr relativ jung gepflanzt, er scheint halbwegs was zu werden. Zwar mit Trockenpause im Sommer, aber er wächst.
Für nächstes Jahr also mal Knollensellerie nicht zu früh vorziehen und jung pflanzen, nicht erst mit 3-4 Blättern. Irgendwie muss das ja gehen. Auf dem Acker klappts ja auch, und die pflanzen junge Jungpflanzen.
gesundes und krankes Gemüse in Amish-Qualität
- cydorian
- Garten-pur Team
- Beiträge: 13256
- Registriert: 19. Nov 2005, 14:29
- Höhe über NHN: 190
- Bodenart: 30cm toniger Lehm auf Muschelkalk
- Kontaktdaten:
Re: Knollensellerie, Anbautechnik, Erfolge, Misserfolge
Der ist eine harte Nuss, meine aber, dass Wasser im Sommer der grösste Faktor ist. Jungpflanzen kaufe ich (die sind über 4-Blatt Stadium hinaus) und ziehe selbst welche an, weil die alten Sorten massiv besser schmecken. Kaum ein Gemüse ist im kommerziellen Anbau mit heutigen Sorten so dermassen ausgelaugt und aromaarm geworden wie Sellerie. Das ist sehr traurig.
Jedenfalls pflanze ich kleine Jungpflanzen und wenn was nach dem Hauptbeet übrig bleibt, kommen die irgendwann auch noch raus. Signifikante Unterschiede bei der nachfolgenden Knollenentwicklung sind da nicht zu sehen, läuft in (den nun üblichen) schlechten Jahren gleichschlecht und in Regenjahren besser.
Auspflanzen eine Woche nach diesem Stadium:
Vorher noch mit mehr Licht draussen abhärten. Aber gerade kleine Jungpflanzen verbrennen Anfang Juni bei über 30° und kein Regen mehr, was leider sehr häufig geworden ist. Früh sehen, mehr Wasser im Boden, gut, dann wieder Frost, Vernalisation. Irgendwie hilft nichts mehr, eingeklemmt in einem Klima wie dieses Jahr, das Ende Mai am Boden auf 0° runtergeht und eine Woche später alles verbrennt was nicht geschützt ist. Und auch das stundenlange Überkopfberegnen mit hochgepumpten Grundwasser geht nicht.
Nächstes Jahr probiere ich es nochmal mit wesentlich mehr Wasser pro Quadratmeter auf einer kleinen Beetfläche. Das sollte für 2qm möglich sein und klären, was mit Wasser zu erreichen ist. Gemässigter wird der Sommer wohl nicht mehr.
Jedenfalls pflanze ich kleine Jungpflanzen und wenn was nach dem Hauptbeet übrig bleibt, kommen die irgendwann auch noch raus. Signifikante Unterschiede bei der nachfolgenden Knollenentwicklung sind da nicht zu sehen, läuft in (den nun üblichen) schlechten Jahren gleichschlecht und in Regenjahren besser.
Auspflanzen eine Woche nach diesem Stadium:
Vorher noch mit mehr Licht draussen abhärten. Aber gerade kleine Jungpflanzen verbrennen Anfang Juni bei über 30° und kein Regen mehr, was leider sehr häufig geworden ist. Früh sehen, mehr Wasser im Boden, gut, dann wieder Frost, Vernalisation. Irgendwie hilft nichts mehr, eingeklemmt in einem Klima wie dieses Jahr, das Ende Mai am Boden auf 0° runtergeht und eine Woche später alles verbrennt was nicht geschützt ist. Und auch das stundenlange Überkopfberegnen mit hochgepumpten Grundwasser geht nicht.
Nächstes Jahr probiere ich es nochmal mit wesentlich mehr Wasser pro Quadratmeter auf einer kleinen Beetfläche. Das sollte für 2qm möglich sein und klären, was mit Wasser zu erreichen ist. Gemässigter wird der Sommer wohl nicht mehr.