20mm pro Woche ist schon reichlich, 80 Liter Kompost auch.
Die Beschattung bzw Konkurrenz in der Jugendphase bei den kleineren Knolle, das ist ähnlich wie das was ich meinte, Probleme in der Jugend ziehen sich bis zur Ernte durch.
Aber schön, dass es auch Gärten gibt, wo Sellerie mal was wird.
Das mit der Verteilgenauigkeit ist ein großes Thema für sich. Da an diesem Wendepunkt der Viereckregner der Windeinfluss am größten ist, lässt sich das aber nicht genau für jede Bewässerungsaktion sagen. Ich für meinen Teil empfinde die Viereckregner, egal welches Modell, als unbrauchbar. Sie geben auch zu langsam Wasser ab, als dass man damit Gemüse sinnvoll bewässern könnte. Sie liegen ungenutzt rum. Ich nutze eigentlich ausschließlich Teilkreisregner oder eben Schlauch und Kanne.
News: Problem bei der Anmeldung? Bitte Mail über das Kontaktformular ganz unten! | garten-pur unterstützen mit einer Spende oder über das Partnerprogramm!
Knollensellerie, Anbautechnik, Erfolge, Misserfolge (Gelesen 3185 mal)
- thuja thujon
- Beiträge: 25231
- Registriert: 28. Apr 2016, 21:50
- Region: Gemüsegarten Vorderpfalz
- Höhe über NHN: 90
- Winterhärtezone: 8b: -9,4 °C bis -6,7 °C
Re: Knollensellerie, Anbautechnik, Erfolge, Misserfolge
gesundes und krankes Gemüse in Amish-Qualität
- cydorian
- Garten-pur Team
- Beiträge: 13279
- Registriert: 19. Nov 2005, 14:29
- Höhe über NHN: 190
- Bodenart: 30cm toniger Lehm auf Muschelkalk
- Kontaktdaten:
Re: Knollensellerie, Anbautechnik, Erfolge, Misserfolge
Langsame Wasserabgabe stört mich weniger bei Sellerie (weil der sowieso wenig Blattfeuchtekrankheiten hat, unter längerer Bewässerung also nicht leidet), im Gegenteil, das verschlämmt auch weniger. Das grössere Problem ist, dass mehr Wasser gleich wieder im Sommerwetter verdunstet wie bei Beregnung, die mehr Fluss liefert.
Meine Kompost- und (alter) Pferdemisterfahrungen mit Sellerie bringen schöne, grosse Blätter, bei der Knollengrösse haut das weniger durch. Stickstoff hast du mit dem Horndünger ja auch zugeführt, das bringt die Kilo. Dazu noch Leguminose als Vorkultur. Dein Beitrag hat mir das Thema Mulch nochmal nahegebracht, das ist sicher auch ein wichtiger Faktor, schon allein weil der die Verdunstung der oberen Bodenschicht bremst. Leider hab ich keinen Grasschnitt.
Zu den Sorten: Intensiveres Aroma unter den noch bekannten Sorten haben z.B. Wiener Riesen. In der Züchtung ging man immer auf die sehr weissen Sorten, vernachlässigte aber das Aroma zugunsten von Verarbeitkarkeit, Kiloerträgen und Optik. Die alten Sorten kann man roh kaum essen, sie haben dann fast stechenden Geschmack, angenehme Bitterkeit, einen erdigen Grundton, Liebstöckel, Kräuterwürze, keine natürliche Süsse. Sowas in der Suppe oder Bratgemüse ist herrlich.
Meine Kompost- und (alter) Pferdemisterfahrungen mit Sellerie bringen schöne, grosse Blätter, bei der Knollengrösse haut das weniger durch. Stickstoff hast du mit dem Horndünger ja auch zugeführt, das bringt die Kilo. Dazu noch Leguminose als Vorkultur. Dein Beitrag hat mir das Thema Mulch nochmal nahegebracht, das ist sicher auch ein wichtiger Faktor, schon allein weil der die Verdunstung der oberen Bodenschicht bremst. Leider hab ich keinen Grasschnitt.
Zu den Sorten: Intensiveres Aroma unter den noch bekannten Sorten haben z.B. Wiener Riesen. In der Züchtung ging man immer auf die sehr weissen Sorten, vernachlässigte aber das Aroma zugunsten von Verarbeitkarkeit, Kiloerträgen und Optik. Die alten Sorten kann man roh kaum essen, sie haben dann fast stechenden Geschmack, angenehme Bitterkeit, einen erdigen Grundton, Liebstöckel, Kräuterwürze, keine natürliche Süsse. Sowas in der Suppe oder Bratgemüse ist herrlich.
Re: Knollensellerie, Anbautechnik, Erfolge, Misserfolge
Interessant finde ich auch, dass der späte Pflanzzeitpunkt nach der Kältephase im Mai kein Nachteil gewesen zu sein scheint.
@Thuja: 5,3mm Kompost findest du viel? Auch beim N-Dünger fand ich mich eher knauserig.
@Cydorian: Ja, sehr ungleichmäßige Wasserverteilung ergibt sich hier auch durch einen Rechteckverbund von Kreisregnern. Da ist der Abstand nicht gut abgestimmt. Wegen unzureichender Dimensionierung des Wasseranschlusses brauch ich für die 20mm 5 Stunden. Blattkrankheiten waren aber auch bei anderen Kulturen kein Problem in diesem Jahr.
Geschmacklich bessere Sorten wären toll, aber mich schreckt die Anzucht.
@Thuja: 5,3mm Kompost findest du viel? Auch beim N-Dünger fand ich mich eher knauserig.
@Cydorian: Ja, sehr ungleichmäßige Wasserverteilung ergibt sich hier auch durch einen Rechteckverbund von Kreisregnern. Da ist der Abstand nicht gut abgestimmt. Wegen unzureichender Dimensionierung des Wasseranschlusses brauch ich für die 20mm 5 Stunden. Blattkrankheiten waren aber auch bei anderen Kulturen kein Problem in diesem Jahr.
Geschmacklich bessere Sorten wären toll, aber mich schreckt die Anzucht.
Waldrand, Nordhang, vierhundert Meter:
Hier blüht alles drei Wochen später.
Hier blüht alles drei Wochen später.