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Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen) (Gelesen 2821884 mal)

Obstgehölze, Beerensträucher und Wein (Veredlungen, Unterlagen, Schnitte und Selektionen) sowie Staudenobst (Erdbeeren)

Moderator: cydorian

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Starking007
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Re: Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)

Starking007 » Antwort #10635 am:

Der Weinbauprofi schneidet im Winter, nicht wegen der Reben, sondern weil er da Zeit hat.

Ich schneide seit Jahrzehnten im Herbst. Nicht wegen der Reben, sondern weil ich eh das Laub wegräumen muß,
so brauche ich nur einmal aufräumen und häckseln.
Januar und Februar halte ich für schlecht, da treibt der Wein und blutet.
Das heißt er verliert Kraft und unten ist sinnlose Sauerei.

Generell halte ich mich nicht an Sachen "die man macht",
sondern überlege, wie es in der Summe zuerst für mich und dann für die Pflanze am Besten ist,
bei generell minimalem Zeit- und Materialaufwand.
Gruß Arthur
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thuja thujon
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Re: Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)

thuja thujon » Antwort #10636 am:

Der Winzer hat ab jetzt Zeit, weil der Wein im Keller durchgegoren ist. Tropfen tut im Januar oder so aber nichts, erst bei späterem Schnitt, etwa März, Kraft verliert er dadurch aber auch nicht.

Ich schneide frühestens ab Weihnachten, nach dem Laubfall wandern die eingelagerten Stoffe noch eine Weile im Holz weiter nach unten, die nehme ich gerne noch mit. In der Anmachfeuerholzkiste sind sie ohne Nutzen.
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Staudo
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Re: Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)

Staudo » Antwort #10637 am:

Starking007 hat geschrieben: ↑21. Okt 2026, 05:31 Ich schneide seit Jahrzehnten im Herbst. Nicht wegen der Reben, sondern weil ich eh das Laub wegräumen muß,
so brauche ich nur einmal aufräumen und häckseln.
So handhabe ich das auch., Wenn der Garten winterfertig gemacht wird, werden auch gleich die Reben geschnitten.

Eine ganz andere Frage, die wieder zum Threadthema zurückkommt. Ich habe in diesem Herbst bei Bekannten kernlose Weinbeeren gekostet. Die neueren Sorten sind ja wirklich fantastisch gegen die Weinreben, die noch vor 10 - 15 Jahren in den Baumschulen angeboten wurden. Welche neuen Sorten sind prima und verfügbar?
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Re: Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)

thuja thujon » Antwort #10638 am:

Bei mir gibts keinen Winterfertigen Garten, gerade im Winter ist die Arbeit (Gehölzschnitt) kaum zu schaffen.

Probiere mal Zimus: https://www.rebschule-schmidt.de/tafelt ... rnlos.html
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Re: Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)

Staudo » Antwort #10639 am:

Danke. Gefunden habe ich auf der Seite dieses Trio. Da ich die Reben auf eigene Kosten ins öffentliche Grün pflanze, erscheint mit das Angebot verlockend.
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Re: Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)

thuja thujon » Antwort #10640 am:

Die wuchern alle drei. Im öffentlichen grün sollte man da evtl über eine Pergola oder so ranken lassen, dass es nicht ganz so ungepflegt aussieht, wenn man nicht ständig irgendwelche Triebe einkürzen möchte/kann.
Die Sorten sind auch schon ziemlich alt, aber wie cydorian schon öfter geschrieben hat, die amerikanischen, neueren Züchtungen haben mehr Aroma als die Ostblocksorten.

Wenn du sparen willst, schau mal da rein: https://shop.zahradnictvolimbach.sk/de/tafeltrauben
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Re: Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)

Staudo » Antwort #10641 am:

Um's Sparen geht es mir gar nicht so sehr. Beim Hobby guckt man nicht so aufs Geld. Idealerweise möchte ich drei Rebstöcke durch schmackhaftere ersetzen. Der Gipfel war übrigens eine grüne Sorte mit starkem Fuchsaroma, irgendetwas mit Boskoop. Die wuchert wie Knöterich und ist faktisch ungenießbar. ;D
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Re: Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)

cydorian » Antwort #10642 am:

Im öffentlichen Grün würde ich den Grad der Krankheitsresistenz an die erste Stelle setzen. Venus aus dem Trio war mal, ist aber nicht mehr gut, Resistenzdurchbruch. Lakemont ist weiterhin eine gute Wahl, Beeren haben aber blasses Aroma. Einset Seedless würde ich empfehlen, sehr angenehmes Erdbeeraroma und eine der robustesten Kernlosen.
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Re: Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)

Mediterraneus » Antwort #10643 am:

Ich würde bei Pilzfestigkeit die höchste Stufe wählen.
Viele früher gute Sorten sind jetzt nämlich empfindlich, z. B. die superleckere 'Frumoasa Alba' ist die letzten Jahre bei Bekannten nahezu unbrauchbar geworden.

Gibt viele spannende neue Sorten.
Bei mir ist 'Muscat Bleu', Romulus', und 'New York Muscat' übrig geblieben. Ein Kompromiss aus Schönheit (NYM) und Geschmack (MB)

Cydorian war schneller :D
LG aus dem südlichen Main-Viereck
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Andere haben schließlich auch irgendeine Ahnung
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Re: Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)

cydorian » Antwort #10644 am:

Sind nicht kernlos.
Frumoasa Alba war immer schon empfindlich.
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Re: Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)

thuja thujon » Antwort #10645 am:

Frumoasa alba war noch nie besonders robust, kam hier nie ohne Behandlungen aus. Und auch für New York Muskat und Co sollte man mind. 2 Behandlungen mit Schwefel rund um die Blüte einplanen. Piwis ganz ohne Pflanzenschutz ist nicht fachgerecht, da so die Sorten `verloren´ gehen würden. Das ist auch nicht nur meine persönliche Meinung, sondern das was von Amts wegen empfohlen wird bzw zur guten fachlichen Praxis gehört.
Infos auch hier: https://lvwo.landwirtschaft-bw.de/site/ ... 0PIWIs.pdf
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