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Vermehrung von Rosen: Tips und Tricks (Gelesen 183442 mal)

A rose is a rose is - Erfahrungen, Pflege und Schnitt von Rosen
Historische Rosen, Strauchrosen, Kletterrosen, Wildrosen ...

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rocknroller
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Re: Vermehrung von Rosen: Tips und Tricks

rocknroller » Antwort #420 am:

Vermehre seit etlichen Jahren Rosen über Stecklinge, hauptsächlich Rambler und Polyanthas sowie verschiedene Strauchrosen.

Habe mir mit der Zeit ein Konzept ausgedacht, welches sich seit 2 Jahren bewährt hat.

Unser Gartenboden ist leicht (sandig) und damit gut geeignet für eine Stecklingsaufzucht.

Ich lege auf Beetbreite kleine Bretter aus (ca. Maße in cm: 100 x 8 x 2 .Abstände zwischen den Brettern ca. 1-1,5 cm.

Dann steche ich entlang dieser vorgegebenen Steckholzlinie mit einer Grabgabel ca. 8 cm tief in den Boden, fange dazu an einer Seite an und gehe fortlaufend bis an die andere Seite so vor, wobei immer die letzte Einstichstelle der Grabgabel dann wieder die erste Einstichstelle ist, wenn ich weitermache. So habe ich fortlaufend auf die 100 cm die gleichen Stecklingsabstände.

Dann wird noch der Hohlraum zwischen den Bretter (1-1,5 cm) mit Porotonkügelchen aufgefüllt.

Dadurch wird zusätzlich zu den schmalen Bretter, die den Boden zwischen den Stecklingen abdecken, die Verdunstung verringert.

Kennzeichnung erfolgt über Stecketiketten bei jeder Reihe.

Gegossen wird mit der Gießkanne flächig über das Vermehrungsbeet.

Zusätzlich mache ich mir noch eine Skizze, auf der die ganzen Sorten , die ich gesteckt habe aufgezeichnet sind.

Abgedeckt wird grundsätzlich nicht, es gibt auch keinen Winterschutz. Die meisten Stecklinge überstehen den Winter gut.

Anbei ein Bild Anfang November 23, den jetzigen Zustand muss ich morgen mal fotografieren.

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rocknroller
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Re: Vermehrung von Rosen: Tips und Tricks

rocknroller » Antwort #421 am:

So sieht es im Moment aus.


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Konstantina
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Re: Vermehrung von Rosen: Tips und Tricks

Konstantina » Antwort #422 am:

Unglaublich und die blühen :o
Wenn sie so dicht beieinander stehen, wie holst du sie raus? Ohne die Wurzeln kaputt zu machen
rocknroller
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Re: Vermehrung von Rosen: Tips und Tricks

rocknroller » Antwort #423 am:

hat geschrieben: ↑1. Jan 1970, 01:00Wenn sie so dicht beieinander stehen, wie holst du sie raus? Ohne die Wurzeln kaputt zu machen


Die Rosenstecklinge wurden ab September 23 gesteckt, sind also bei einem Verpflanzen im September/Oktober ca. 1 Jahr alt.

Man sieht auf dem aktuellen Foto, dass die Wuchseigenschaften sehr unterschiedlich sind.

Ich verpflanze zuerst die am stärksten wachsenden Rosenstecklinge.

Dazu nehme ich die zwei benachbarten Brettchen von der zu verpflanzenden Rosenreihe weg.

Dann wird rechts und links von der Rosenreihe mit dem Spaten reingestochen und die bewurzelten Stecklinge danach mit dem Spaten
vorsichtig rausgehebelt.
Danach werden die Stecklinge in die bereitstehenden Container gegeben, gefüllt mit einem mineralreichen Substrat,

Vorher werden, wenn erforderlich, die Würzelchen und die oberirdischen Triebe etwas gekürzt und dann abschließend gut angegossen.

Die wurzechten Rosen werden so ca. 3 cm tiefer gesetzt wie vorher im Beet.
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Re: Vermehrung von Rosen: Tips und Tricks

Konstantina » Antwort #424 am:

Danke Rockenroller für ausführliche Antwort :)
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Re: Vermehrung von Rosen: Tips und Tricks

Hero49 » Antwort #425 am:

Wer nur wenige Rosenstecklinge benötigt kann vielleicht meine Methode anwenden.
Auf Gartenreisen sind mir schon oft Rosensorten, die nicht mehr erhältlich sind, aufgefallen.
Nach Nachfrage habe ich mir dann Stecklinge geschnitten, also Sommerstecklinge, die weiche Spitze und alle Blätter bis auf das oberste entfernt und dann in Seramis gesteckt.
Obstschalen aus Plastik mit Löchern unten; Seramis bis halbe Höhe eingefüllt und dann die Stecklinge gesteckt.
Das ganze in einem Zimmergewächshaus mit 1 cm hoch Wasser in den Halbschatten gestellt und regelmäßig gelüftet.
Nach einigen Wochen sieht man die neuen Wurzeln im Seramis. Diese Wurzeln sind kräftig und brechen auch nicht leicht ab.
Dann pflanze ich die Stecklinge in ein Gemisch aus Erde und Seramis, überwintere mit Schutz und im Frühjahr kommen sie an den endgültigen Platz.
Das beste Pflegemittel für Rosen ist eine scharfe Schere!
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Re: Vermehrung von Rosen: Tips und Tricks

Konstantina » Antwort #426 am:

Hero, Danke für deine Beschreibung . Ich werde es probieren.
Habe ich richtig verstanden, dass das Wasser 1 cm über Seramis Oberkante sein soll?
Und wie transportierst du die Stecklinge?
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Re: Vermehrung von Rosen: Tips und Tricks

Hero49 » Antwort #427 am:

Nein, das Wasser darf nur 1 cm hoch in dem Zimmergewächshaus stehen. Durch das Seramis steigt das Wasser hoch, so daß alles feucht und luftig ist.
Die Stecklinge transportiere ich - aus dem Urlaub - in 0,2 l Plastik-Flaschen. Die Stecklinge müssen dann jeden Abend abgespült werden und kommen nass in die Flaschen. So halten sie mehrere Tage durch.
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Re: Vermehrung von Rosen: Tips und Tricks

Konstantina » Antwort #428 am:

Danke dir sehr. Neben unsere Bürogebäude stehen weiß- und üppig blühende Rosen, die immer sehr gesund sind. Eine davon steht auch im Schatten und blüht. Morgen schneide ich die Stecklinge.
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Re: Vermehrung von Rosen: Tips und Tricks

Hyla » Antwort #429 am:

Hat sich schon jemand an R.omeiensis f. pteracantha versucht und sie aus Stecklingen gezogen?
Ich habe mich lange drum herum gedrückt, aber wird Zeit, mal wieder Rosen zu vermehren.
In der Vergangenheit war ich entweder zu erfolgreich oder es ist komplett in die Hose gegangen. ::)
Liebe Grüße!


Wenn du denkst, es geht nicht mehr,
kommt irgendwo ein Lichtlein her.

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Re: Vermehrung von Rosen: Tips und Tricks

Gersemi » Antwort #430 am:

Hab den thread wiedergefunden....abgetrennte Ausläufer zählen ja auch zur Vermehrung, wenn sie anwachsen und Wurzeln bilden. Mit denen war ich immer erfolgreich, habe keinen verloren, weder eigene noch bekommene.
.
Bei Stecklingen sah das in der Vergangenheit anders aus, da gab es nur wenige Erfolge und ich habs gelassen.
Im Sommer schob meine geliebte Lions Rose 2 überlange Triebe, die ich abschnitt, in Stücke teilte, alle Blätter bis aufs oberste entfernte, in tiefe Töpfe mit Erde aus dem Gemüsehochbeet steckte, angoß und schattig stellte. In den folgenden Wochen wurden einige Steckhölzer braun, aber 3 hielten sich wacker, treiben inzwischen aus und die Austriebe wachsen. Ich freu mich drüber und hoffe, ich bring sie über den Winter.
.
Konstantina, was ist aus Deinen Stecklingen geworden ?
.
RocknRoller, Du steckst ja sehr viele Sorten - was machst Du mit den erfolgreich vermehrten, hast Du immer Abnehmer ?
LG
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Re: Vermehrung von Rosen: Tips und Tricks

Konstantina » Antwort #431 am:

Ich habe schon mehrmals versucht, es ist nie was geworden.
Meine Pomponella hat diesen Sommer einen kräftigen Trieb gemacht. Dem will ich noch dieses Jahr versuchen zu vermehren. Wenn nichts wird, dann habe ich nichts verloren.
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Auf der Geest, aber mit wenig Sand auf dem Lehm.

Re: Vermehrung von Rosen: Tips und Tricks

Blush » Antwort #432 am:

Pomponella habe ich auch erst im zweiten Anlauf erfolgreich bewurzeln können. Allerdings hab ich bisher fast immer blühende Triebe im Sommer zum stecken benutzt. Das hat den Vorteil, dass zum Herbst schon Wurzeln da sein können und es besser über den Winter geht. Besonders einfach finde ich Rambler mittels Steckling zu vermehren. Jetzt zum Umzug hab ich viele Rosen vermehrt, in den Jahren vorher aber auch immer welche. Das Material dazu hatte ich mir dann ertauscht. Ich bin nicht rocknroller kann aber berichten, dass ich vom aktuellen Überschuss viel hier bei pur tauschen konnte. Ansonsten bin ich im www tauschgarten.de angemeldet und da werde ich sie immer los und kann an nicht vorhandene Rosen kommen.
"Der andere könnte recht haben."
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Re: Vermehrung von Rosen: Tips und Tricks

Gersemi » Antwort #433 am:

Gute Idee, Blush !
.
Ich hab ja mehrere Steckhölzer in 1 Topf gesteckt - wäre es besser gewesen, sie einzeln zu stecken ?
LG
Gersemi
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Winterrose
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Re: Vermehrung von Rosen: Tips und Tricks

Winterrose » Antwort #434 am:

Wenn bei meinen Rosen mal versehentlich etwas abgebrochen war, habe ich es immer eingepflanzt, entweder direkt ins Beet oder in einen Topf. Ist aber nie was draus geworden. Neben anderen Gründen waren die Stücke wahrscheinlich zu klein, vielleicht auch zu weich, weil sie ja von der Spitze stammten.

Aber die Ausläufer, die ich hier bekommen habe, entwickeln sich gut. Zwei Sorten, die ich gerade noch mal aus den provisorischen in größere Töpfe gepflanzt habe, hatten nach zwei Wochen schon deutliche Wurzelansätze. Daher denke ich, dass die direkt ins Beet gepflanzten sich auch gut entwickeln werden.

Mit gekauften wurzelnackten Rosen hatte ich nicht immer so viel Glück, genau genommen sind 50 % davon eingegangen. Ich dachte, es lag vielleicht am nicht so günstigen Standort, an Bodenmüdigkeit, weil da vorher Brombeeren wuchsen, oder an einer Krankheit. Das ist aber alles nicht so überzeugend, weil andere Rosen unter denselben Bedingungen gedeihen. Inzwischen denke ich eher, dass die lange Lagerung mit Wachsüberzug wohl doch nicht so günstig ist. Sie waren zwar beim Kauf nicht schon tot, aber nach einigen ersten Miniblättchen wurde alles trocken und schwarz. Eine versuchte Rettungsaktion durch Umpflanzen an eine andere Stelle bzw. in einen Topf war auch nicht erfolgreich, dazu hat vielleicht auch der heiße Sommer beigetragen. Die anderen 50 %, die angewachsen sind, hatten beim Kauf schon kleine Triebausschläge, das scheint ein gutes Zeichen zu sein.
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