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Gartenarbeit im Oktober (Gelesen 9000 mal)

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Mathilda11
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Re: Gartenarbeit im Oktober

Mathilda11 » Antwort #165 am:

der punkt ist, das ist konsens unter Fachleuten, daß Katzen einer Rattenpopulation nicht beikommen, einzelne Ausnahmen getöteter Tiere ändern daran nichts. Ratten sind sehr wehrhafte, absolut nicht ungefährliche Tiere. Daß es einzelne Katzen gibt, die unvernünftigerweise viel riskieren, kann schon sein..
nur ist das kein Argument für Katzen zur Eindämmung von Rattenpopulationen.
Hier hat fast jeder Haushalt Katzen, er gibt eine Unzahl unkastrierter Streunerkatzen, und trotzdem explodiert die Rattenpopulation, daß man sie schon sieht.
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Winterrose
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Re: Gartenarbeit im Oktober

Winterrose » Antwort #166 am:

Blush hat geschrieben: ↑25. Okt 2026, 17:49 In der Nachbarschaft meiner letzten Mietwohnung hatten sich Ratten bis in die Wohnung einer nicht mehr ganz fitten alten Dame durchgefressen.
War die Wohnung im Erdgeschoss? :o
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Philosophieren tut not - aber wir müssen unseren Garten bestellen.
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Blush
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Re: Gartenarbeit im Oktober

Blush » Antwort #167 am:

Winterrose hat geschrieben: ↑25. Okt 2026, 18:11 War die Wohnung im Erdgeschoss? :o
Ja, Altbau mit Keller drunter. Wobei Ratten hervorragende Kletterer sein sollen. Das war wirklich schlimm. Die Mieterin der Wohnung drüber hatte monatelang Nagegeräusche und Trippeln in den Wänden gehört und immer wieder gemeldet.

matilda, okay. Das liest sich anders als "bei Ratten sind sie nutzlos". Und ja, die sind nicht ungefährlich für Katzen. Ein Teil dessen, was manchmal auch als Spieltrieb angesehen wird, das Hochwerfen der Beute, dient eher dem Schwächen durch den Aufprall.
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IrisLost
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Re: Gartenarbeit im Oktober

IrisLost » Antwort #168 am:

(Zitat:):"... konsens unter Fachleuten, daß Katzen einer Rattenpopulation nicht beikommen..."
- Wir sind hier eigentlich OT, daher bitte ich um Verzeihung dafür, hier (statt in "tiere nerven" oder dem Katzen-thread) darauf zu antworten:

Nachdem bei uns vor 30 Jahren die Glaswolle entfernt war (wurde durch Isofloc ersetzt) haben wir erst den damals massiven Wanderrattenbefall (nach Spurenlage im Schnee 60 bis 100 Tiere) festgestellt: In Glaswolle hört man von ihnen nichts und in´s Haus zu kommen hatten sie wegen Hund und Katzen (Letztere hatten über Nacht Hausarrest) nicht versucht.
Der Schädlingsbekämpfer riet zur Ansiedlung zusätzlicher Katzen auf dem Dachboden, wo unsere schon vorhandenen nicht rauf konnten. Von einer Katzenschutz-Initiative bekamen wir zwei wilde, erwachsene, kastrierte, grau Getigerte (bei denen die Wahrscheinlichkeit, daß sie Ratten fangen höher ist als bei Andersfarbigen). Die Katze kam von einem Industriegelände und der Kater aus einer Schrebergartenanlage (oder umgekehrt? Zu lange her), beides Örtlichkeiten wo mit dem Vorhandensein von Ratten zu rechnen ist.

Die Katze war vorher ein Jahr im Heim eingesperrt, der Kater zwei Jahre. Nach ihrer Ankunft war der Dachboden sofort rattenfrei. Als sie nach einer Eingewöhnungszeit von ca. 6 Wochen raus durften (wir hatten eine Katzenklappe und eine Stiege runter in den Garten installiert) habe ich am ersten Morgen danach beim Blick aus dem Fenster gedacht, ich bin in einem Horrorfilm: Der *gesamte Garten* war mit Ratten übersät, größtenteils in Einzelteilen.
Dieser Kater hatte seiner rasenden Wut auf sie nach über zwei Jahren "Entzug" wieder freien Lauf lassen können: In der Folgezeit gab es bis zu seinem zu frühen Tod mindestens auf unserer Dorfseite *keine einzige* Ratte mehr! Diese Besessenheit hat ihn leider das Leben gekostet denn er mußte den Aktionsradius so weit vergrößern, daß er dafür auf der Suche nach weiteren Ratten wohl ein frisch gespritztes Feld durchquert, den Ortskern also verlassen hatte. Eine Freundin und ich haben ihn noch gesehen, die Symptome waren eindeutig: Stark erweiterte Pupillen und unsichere Bewegungen. Leider konnten wir ihn aber nicht einfangen und trotz intensiver Suche nicht finden als er sich irgendwo zum Sterben verkrochen hatte. Felix, so hieß er, trauere ich immer noch besonders nach...

Flecki, die Katze, war häuslicher, hat aber Zeit ihres Lebens den (recht großen) Dachboden freigehalten. Unsere über Nacht Eingesperrten dazu tagsüber (öfter auch nachts wenn eine entwischt war) den Garten und viele Jahre lang gab es *nicht die Spur einer Ratte* in unserem oder den Nachbargärten!!! - Die kamen erst wieder nachdem der letzte unserer alten Kater eingeschläfert werden mußte und dann nochmal als unsere beiden Pflegekatzen im März wieder vom ursprünglichen Frauchen abgeholt waren. Aber auch da hat es jeweils Wochen bis Monate gedauert bis sie sich wieder hierher getraut haben.

Richtig ist, daß Katzen lernen müssen, wie man Ratten richtig erlegt, entweder von der Mutter oder einem anderen, erahrenen Alttier (bei uns waren das sehr soziale, ältere Kater). Andernfalls verbeißen die Ratten sich im Halsbereich der Katzen, was mindestens zu heftigen Abszessen führt und oft zur Folge hat, daß sie es nicht nochmal versuchen.

Statistisch gesehen geht nur jede vierte Katze Ratten an, bei den Grautigern jede Zweite. Das hatte ich vor Jahrzehnten mal im Katzenbuch eines österreichischen (?) Verhaltensforschers gelesen und meine Erfahrungen bestätigen das. Die Wahrscheinlichkeit ist noch höher, wenn sie in Rattengebieten aufgewachsen sind: Wenn die Mütter ihren Nachwuchs nicht verteidigen/vom Nest fernhalten können werden die Katzenwelpen auf Bauernhöfen, in Reitställen oder Industriegebieten u. a. nämlich ihrerseits von den Ratten gefressen.

Wer also eine wirklich gute Rattenjäger-Katze haben möchte sollte eine erwachsene (!) aufnehmen, die in o. g. Umgebungen aufgewachsen ist. Kuschelkatzen im Haus, die keine Gelegenheit hatten die Rattenjagd zu erlernen, verhindern i. d. R. zumindest, daß Ratten in selbiges eindringen, wilde/halbwilde Grautiger halten auch die Umgebung nachhaltig sauber.
- Dafür muß man sie aber auch gut füttern: Normalerweise fressen Katzen Ratten nicht sondern töten sie nur, Ratten sind für sie also keine Nahrungsquelle (was gut ist wenn in der Umgebung jemand Gift ausgelegt hat). Eine halb verhungerte Katze wird auch keine jagen denn Ratten können in der Tat auch für Katzen gefährlich sein. Nur eine gut ernährte Katze kann diese Aufgabe mittel- und langfristig erfolgreich meistern.

Sorry, aber wenn ich inzwischen zu Themen, bei denen ich einige Erfahrung habe, "interessante Thesen" von "Fachleuten" oder "Experten" lese, kräuseln sich mir oft die Zehennägel...

OT-Ende
Mathilda11
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Re: Gartenarbeit im Oktober

Mathilda11 » Antwort #169 am:

ich find solche persönlichen Erfahrungen auch immer ganz toll.
ein hoch auf die punktevidenz
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IrisLost
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Re: Gartenarbeit im Oktober

IrisLost » Antwort #170 am:

;)
Von manchen "Fachleuten" denke ich eher nicht, daß sie auch tatsächlich "draußen" arbeiten, also tatsächlich langfristige Erfahrungen und Beobachtungen "mit und am Objekt" haben. Das ist aber ein anderes Thema und gehört nicht hierher...

Eine andere"punktevidente" Beobachtung bzgl. Gartenarbeit habe ich heute mal wieder gemacht und wäre interessiert an euren Erfahrungen damit: Wenn ich eigentlich gesundheitlich angeschlagen bin und mich dann trotzdem aufraffe, was im Garten zu machen, geht es mir hinterher meist viel besser. Passiert das bei euch auch und wenn ja, worauf führt ihr das zurück?
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Blush
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Re: Gartenarbeit im Oktober

Blush » Antwort #171 am:

Geht mir auch so. Ablenkung ist zumindest bei Schmerz ein ganz wichtiger Aspekt.
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Konstantina
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Re: Gartenarbeit im Oktober

Konstantina » Antwort #172 am:

Mir geht es auch so. Ich liebe mein Garten und gärtnere sehr gern. Positive Gefüllte helfen einen sich besser zu fühlen und bringen der Genesung bei.
Am Freitag musste ich zu lange arbeiten und es hat bereits gedämmert, als ich Computer zugeklappt habe. Mit Gartenarbeit ist nichts geworden. Ich bin trotzdem zum Garten gelaufen, bin dort ein bisschen geschlendert. Es hat mir so gut getan den ganzen Stress konnte ich verdrängen.
Gestern war kalt und windig. Ich bin rausgegangen und konnte endlich die Pflanzen einpflanzen, die ich am Anfang des Sommers bestellt habe und die in Töpfe ausharrten mussten. Ein bisschen gejätet und dürres abgeschnitten. Nach zwei stunden war ich durchgefroren.
Heute hat es ganze Tag mal mehr, mal weniger geregnet. Ich habe drinnen weiter gegärtnert. Noch letzte Woche geerntete n Laubkompost gedämpft. Die Stecklinge von gespendeten Pelargonien eingetopft. Die überlebte noch am Anfang Sommer ausgesäten Pflänzchen pikiert.
Die letzten nicht winterharten Pflanzen von Balkon eingeräumt. Die Bestellung von Frühlingsblüher abgeschlossen. War ein produktiver Tag.
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Re: Gartenarbeit im Oktober

Mottischa » Antwort #173 am:

Ich freue mich auf nächste Woche, dann soll das Wetter besser werden und ich kann endlich meine neuen Pflanzen im Garten platzieren :) Aber morgen muss ich erstmal zum Osteopathen, damit der Rücken richtig fit ist.
Ich verstehe nicht, wie man an einem Baum vorübergehen kann, ohne dabei glücklich zu sein. (Fjodor Dostojewskij)
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Re: Gartenarbeit im Oktober

Lady Gaga » Antwort #174 am:

Gestern habe ich im 3. Anlauf endlich eine ältere Rose ausgegraben, sie stand schon zu schattig. Der Boden war so trocken, dass ich nicht wirklich graben konnte, habe sie stark gegossen und auf den nächsten Tag gewartet. Gestern gelang es dann, die Rose kam ins Wasser und als ich sie heute pflanzen wollte, begann es zu regnen. :P
Grüße aus dem Burgenland, dem Land der Sonne!
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Re: Gartenarbeit im Oktober

AndreasR » Antwort #175 am:

Mottischa hat geschrieben: ↑25. Okt 2026, 20:24 Aber morgen muss ich erstmal zum Osteopathen, damit der Rücken richtig fit ist.
Wobei Gartenarbeit auch sehr gut gegen Rückenschmerzen helfen kann, wenn man ansonsten soweit gesund ist und die Schmerzen von Verspannungen, Bewegungsmangel und ähnlichen Dingen kommen. Umgekehrt kann man auch Rückenschmerzen von der Gartenarbeit bekommen, es kommt halt sehr darauf an, was man tut, vor allem abwechslungsreiche Tätigkeiten und nicht zu langes Verharren in der gleichen, monotonen Arbeit sind eminent wichtig. Und manchmal tut auch eine Pause von der Gartenarbeit ganz gut. ;)
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Re: Gartenarbeit im Oktober

IrisLost » Antwort #176 am:

Yepp: Ablenkung von Schmerzen - und Sorgen - ist plausibel. Was Rückenschmerzen betrifft, wenn sie nicht zu extrem sind, kann m. E. schonendes Bewegen zusätzlich etwaige Verspannungen lösen bevor sie sich verhärten (da war Andreas schneller).

Positive Gefühle: Ja! Alleine schon die "Erdung" durch direkten Kontakt mit dem Boden und den Pflanzen wirkt m. E. ganz sicher positiv auf das Immunsystem. Wenn man sich intensiv mit Gartenarbeit beschäftigt, kann das auch sehr kontemplativ sein und Gärtner in "eine andere Welt" versetzen. Streß und Sorgen treten in den Hintergrund und sogar das Zeitgefühl ist dann ein anderes: Man will z. B. "nur mal kurz" Petersilie holen, ein Foto machen oder was anschauen und plötzlich sind Stunden vergangen. Dazu fällt mir immer das Zitat ein "Hundert Jahre sind wie ein Tag und ein Tag ist wie hundert Jahre" (oder so).

Was Produktives/Kreatives schaffen: M. E. verbessert das auf jeden Fall die psychische/emotionale und dadurch auch die physische Situation: Man hat z. B. endlich eine Pflanze versorgt/gepflanzt oder eine Arbeit geschafft, bei der das schon länger nötig war. Das ist sehr befriedigend und macht glücklich. Neue (oder vorher suboptimal untergebrachte) Pflanzen in ein vorbereitetes Beet/Eckchen zu setzen ist sowieso das Allergrößte, denn es verhilft zu mehr Vorfreude auf die nächste Saison, also Zukunftshoffnung (woran gesamtgesellschaftlich m. E. ein großer Mangel herrscht). Das gilt natürlich auch für Aussaaten, Einwinterungen, das Ziehen von Stecklingen sowie natürlich Pflanzen-/Saatbestellungen und weitere Gartenplanung überhaupt.

Hinzufügen würde ich noch, daß frische Luft sich auch und grade im Winterhalbjahr sehr positiv aufdie Atemwege auswirkt.
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Re: Gartenarbeit im Oktober

IrisLost » Antwort #177 am:

Andreas, ja, mal Pause zu machen ist auch wichtig und besonders schön wenn man grade wieder was geschafft hat. Sich beim Betrachten dann auf das zu konzentrieren, was grade gelungen oder besonders attraktiv ist, gelingt z. B. mir aber nicht immer. Das noch zu Erledigende zumindest kurzfristig auszublenden und stattdessen auf das schon Erreichte zu fokussieren erfordert Übung und etwas/mehr Disziplin...
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Re: Gartenarbeit im Oktober

Nina » Antwort #178 am:

Diese Gartenarbeit konnte ich nicht selber erledigen. Die Birke ist schon seit letztem Jahr fast to gewesen und wir hatten Sorge, dass sie uns beim Sturm auf den Zaun fällt. Nun ist sie Geschichte und der Blick fällt nicht mehr auf den toten Baum.
Innerhalb einer halben Stunde wurde der Baum gefällt und in handliche Stücke gesägt.
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