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Phänologie Rosen in Zeiten des Klimawandels (Gelesen 1720 mal)

A rose is a rose is - Erfahrungen, Pflege und Schnitt von Rosen
Historische Rosen, Strauchrosen, Kletterrosen, Wildrosen ...

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Loli

Phänologie Rosen in Zeiten des Klimawandels

Loli »

Ich fände interessant, wenn wir mal die Unterschiede der "Erscheinungen" der Gattung Rose zusammentragen könnten, z.B. - so frau und man sich noch erinnert - im Vergleich zu anderen außergewöhnlichen Jahren wie z.B. 2003.Ich fang mal an und berichte hier aus dem niedersten Rheinland (wobei Blumenmaid mit dem tiefergelegten Rheinland selbstverständlich nicht zu schlagen ist ;) ;D).Im laufenden Jahr ist hier bei mir alles "früher", angefangen von den Teerosen bis hin zu den Ramblern. Insgesamt wurde - vorbehaltlich des Vorsprungs von 4-6 Wochen - aber die Reihenfolge eingehalten. Bisher blühten zuerst die Teerosen, gefolgt von den Chinarosen, dann die Noisette-Rosen und die Bourbonen fast gleichzeitig. Die Frühblüher wie Maigold waren eher spät und legten gemeinsam mit den chinablütigen Bourbonen los. Dann begannen und beginnen die Remontant Rosen, gleichzeitig oder etwas später als die Rugosa-Rosen. Remontierende Moosrosen kommen jetzt in die Puschen. Die Albas, echten Damascenerrosen, alten Moos-Centifolien und die Centifolien scheint aber das Klima/Wetter überhaupt nicht zu beeindrucken und sie entwickeln sich entsprechend dem "alten Stiefel". Die Rambler wiederum sind arg "zu" früh. May Queen, Rambling Rector, Francois Foucard und Ayrshire Queen/Ayrshire splendes blühen schon, alle übrigen haben zumindest Knospen.Ich bilde mir nun ein (Sonnenschein, Du bist als Kritikerin angerufen), dass wir bei diesen Klimaunbilden ganz gut die Anteile von rosa chinensis/rosa odorata in den Rosen erkennen können. Z.B. Cros Choux d'Hollande, die sehr viel China-Anteil haben soll, begann mit der Blüte bereits Ende April, d.h. noch vor la reine Victoria und Louise Odier, die sonst immer die Nase vorn haben.Was meint Ihr ??? ::)?LG Loli
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Detlev
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Re:Phänologie Rosen in Zeiten des Klimawandels

Detlev » Antwort #1 am:

Na ja, heute Abend hab ich mal wieder einen kleinen Inspektionsgang gemacht. Chloris blüht bereits heftigst und Maxima hat auch bereit die ersten Blüten offen. Ach ja, Sappho auch. Also so ein paar Albas haben es auch etwas eilig. Aber ansonsten kann ich Deine Beobachtung für das Münsterland bestätigen. Old Blush konnte es gar nicht abwarten, zeitgleich gefolgt von Gloire de Dijon und der MAC. Der Rest kommt jetzt so langsam.Dank des nassen und kälteren Wetters aber deutlich verlangsamt als im April.
Loli

Re:Phänologie Rosen in Zeiten des Klimawandels

Loli » Antwort #2 am:

Schon mal sehr interessant. Die Albas zeigen hier zum Teil erst Farbe an den Knospen. Was ich vergessen hatte, die Portlands sind auch schon alle in voller Blüte.LG Loli
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rorobonn †
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...einfach einmal lachen!

Re:Phänologie Rosen in Zeiten des Klimawandels

rorobonn † » Antwort #3 am:

...ich kann da so schwer mitreden, weil ich in so einem kleinen garten einfach wenig vergleichsobjekte unterbringen kann (leider) 8) und zudem ja seit 2 jahren eh alles umbastel ::)....dass die rosen aber grundsätzlich zur zeit eher früher beginnen zu blühen, dass kann ich bestätigen....abgesehen von den bourbonen aber sind die abstände zu anderen alten rosen in bezug auch auf moderen ths ziemlich gleich...wenn auch früher...dass meine "alten" bereits ende mai verblüht sind, ist glaube ich, neu ::)ansonsten stelle ich einfach fes, dass mein garten seit 2 jahren eigentlich im frühling ziemlich heftige attacken hinnehmen muss...obwohl es dieses jahr noch geht...immerhin wechseln sich sehr frühe und extreme heissperioden im frühling nach meiner erinnerungg mit eher kühleren und sehr regnerischen perioden ab...im verlauf des jahres pendelt sich dann aber alles wieder entsprechend wohl ein...nur der frühling "is futsch" und zum frühsommer mutiert ::)
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sonnenschein
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Re:Phänologie Rosen in Zeiten des Klimawandels

sonnenschein » Antwort #4 am:

Im Prinzip kann ich diese Erfahrung bestätigen!Die Alten Rosen, Albas, Gallicas, Centifolien, Damaszener, werden fast zur normalen Zeit blühen, mit Normalschwankung sozusagen von etwa 2 Wochen Vorsprung vor anderen Jahren.Während die "China-Blut-Rosen" ;) 2 Monate vor dem normalen Termin auszutreiben begannen, teilweise noch mit Trieben und Knospen, die sie im Frühwinter aufgrund der warmen Witterung schon angelegt hatten.Nur die passende Blüte kann ich nicht bieten! Wie ich bei Planten im Faden "Taube Triebe" geschrieben habe, bin ich überzeugt, daß durch Frost verursacht die Triebe in einen Wachstumsschock kamen und nun keine Blütentriebe ausbilden. Denn wir haben recht harte Fröste gehabt, als die Triebe gerade so 1, 15 cm lang waren. Und da kommt auch nichts mehr meistens.Das heißt konkret wohl: erst werden bei mir im ganzen Juni die Alten Rosen blühen, dann hoffentlich gegen Ende des Juni werden die meisten Teehybriden, Remontanten, Floribunden etc. blühen.Es ist tatsächlich so, daß mindestens dreiviertel dieser Rosen keine einzige Blütenknospe behalten haben! Gerade fangen einige an, zögernd wieder aus unteren Augen auszutreiben.Zuerst habe ich versucht das zu verdrängen, aber gerade gestern habe ich den relativ trockenen Vormittag benutzt, möglichst mit Fotos zu dokumentieren, WEN es da erwischt hat und wen nicht. Und auch das kann ich bestätigen: Portlands, diese völlig inhomogene Gruppe ist zur Hälfte etwa voller Knospen, die andere Hälfte ist mit tauben Trieben geschlagen.Ich suche jetzt nach einem Muster, habe auch einige Fälle, wo ich erstaunt über die Blüten bin! Christobel, die manchmal als TH, manchmal als RH angegeben wird, hat beispielsweise Knospen!Falls also jemand etwas findet zu Wachstumsstockungen bei Frost und anderen Streßsituationen (Jedmar?? ::) wär ich sehr glücklich ;).
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sonnenschein
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Re:Phänologie Rosen in Zeiten des Klimawandels

sonnenschein » Antwort #5 am:

Achja... übrigens ist das auch deshalb eine interessante Frage, weil....wenn dies Phänomen (und nicht nur bei mir) durch Frost verursacht wird, muß ich also eher noch härtere Rosen haben. Wenn sie nämlich noch einmal treiben möchten im Frühwinter, weils warm ist und nicht brav abgeschlossen haben und sich frostfest verbarrikadieren, und dann früh wieder anfangen, dann wird dies Phänomen doch öfter auftreten, denn auch wenn die Winter wärmer werden sollten, ohne mindestens minus 10 kommt doch kaum eine Gegend in Deutschland durch...
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bianca
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Re:Phänologie Rosen in Zeiten des Klimawandels

bianca » Antwort #6 am:

Bei mir tritt dieses Phänomen zurzeit auch extrem auf. Aber hier glaube ich nicht an Frostschäden, da man bei uns die Frosttage an einer Hand abzählen kann. Auch meine amerikanischen Stecklinge sind davon betroffen und die standen absolut frostfrei. Es stimmt aber schon, dass die meine Gallicas zum Beispiel kaum betroffen sind. Hin und wieder mal ein tauber Trieb, aber sie konnten genug Knospen bilden. The Prince und Blue River werden erstmal gar nicht blühen, bei anderen Rosen habe ich vielleicht ein oder zwei Knospen :-\.
SWeber

Re:Phänologie Rosen in Zeiten des Klimawandels

SWeber » Antwort #7 am:

Die tauben Triebe treten hier schon immer auf, und zwar eigentlich nur bei den Teehybriden sowie ganz speziell bei fast allen Englischen Rosen. ich habe diese Erscheinung eigentlich auch immer auf Kälte zurückgeführt - Woessner schreibt glaube ich was in dem Sinn.Die Alten Rosen (bes. Gallicas und Albas) haben völlig unbeeindruckt zu ihrer angestammten Zeit ausgetrieben und haben erst kleine Knospen (außer einer im Frühling gepflanzten Gallica, die aus England kam - die wird nächste Woche blühen). Auch die modernen Rosen sind jetzt "in der Zeit", allerdings verfälscht. Sie hatten heuer sehr früh ausgetrieben, dann kam allerdings ein später Wintereinbruch mit 50 cm nassem Schnee, der an allen Rosen sämtliche Triebe an Ansatz abgerissen hat. Am Anfang dachte ich an eine Katastrophe, aber jetzt ist von diesen Schäden gar nichs mehr zu sehen, und der Knospenansatz allgemein gigantisch.R. moyesii und einige Rugosas sind etwa zwei Wochen früher dran als sonst.Zusatzbeobachtung: Mir fällt auf, dass alle Einmalblüher, die ich im letzten Herbst gepflanzt habe, ebenfalls Knospen zeigen - bis jetzt musste ich immer ein Jahr darauf warten! Ob das mit dem warmen Winter zusammenhängt, oder weil ich sie erstmals in Kübel gepflanzt habe und sie keinen Stress mit dem harten Lehmboden haben?Korrektur: Die Rosen sitzen schon in der Erde, aber in Kübeln ohne Boden, mit verbessertem, lockerem Substrat. War vielleicht etwas mißverständlich...
Amelia

Re:Phänologie Rosen in Zeiten des Klimawandels

Amelia » Antwort #8 am:

Zusatzbeobachtung: Mir fällt auf, dass alle Einmalblüher, die ich im letzten Herbst gepflanzt habe, ebenfalls Knospen zeigen - bis jetzt musste ich immer ein Jahr darauf warten! Ob das mit dem warmen Winter zusammenhängt, oder weil ich sie erstmals in Kübel gepflanzt habe und sie keinen Stress mit dem harten Lehmboden haben?
Das ist mir auch aufgefallen. Alle Einmalblühenden im vergangenen Herbst gepflanzt, haben Knospen! :o Bei mir stehen sie aber nicht im Kübel, sondern im Lehmboden ::).
sonnenschein
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Re:Phänologie Rosen in Zeiten des Klimawandels

sonnenschein » Antwort #9 am:

...oder wir sind alle bei so seltenem Zeug angekommen, das seltener nachgefragt wird und die Pflanzen sind alle ein Jahr älter ;D .Das habe ich jedenfalls bei einigen Pflanzen gehabt im letzten Herbst ;) .
Es wird immer wieder Frühling
freiburgbalkon

Re:Phänologie Rosen in Zeiten des Klimawandels

freiburgbalkon » Antwort #10 am:

Zusatzbeobachtung: Mir fällt auf, dass alle Einmalblüher, die ich im letzten Herbst gepflanzt habe, ebenfalls Knospen zeigen - bis jetzt musste ich immer ein Jahr darauf warten! Ob das mit dem warmen Winter zusammenhängt, oder weil ich sie erstmals in Kübel gepflanzt habe und sie keinen Stress mit dem harten Lehmboden haben?
Freut mich, habe also endlich eine Antwort darauf, ob es normal ist, daß mein im Okt.06 gepflanzter Albéric barbier schon Knospen hat... ist also annormal, zumindest unüblich, trotzdem für mich natürlich erfreulich...
SWeber

Re:Phänologie Rosen in Zeiten des Klimawandels

SWeber » Antwort #11 am:

Freut mich, habe also endlich eine Antwort darauf, ob es normal ist, daß mein im Okt.06 gepflanzter Albéric barbier schon Knospen hat... ist also annormal, zumindest unüblich, trotzdem für mich natürlich erfreulich...
Besser als umgekehrt... ;D
Loli

Re:Phänologie Rosen in Zeiten des Klimawandels

Loli » Antwort #12 am:

...oder wir sind alle bei so seltenem Zeug angekommen, das seltener nachgefragt wird und die Pflanzen sind alle ein Jahr älter ;D .Das habe ich jedenfalls bei einigen Pflanzen gehabt im letzten Herbst ;) .
;D ;D ;DAber Spaß beiseite, Deine Frau Meyer hat auch Knospen und so überjährig sah sie beim Einpflanzen eigentlich nicht aus ::).Das mit den Blüten an erst im Herbst bzw. jetzt im Frühjahr ???gepflanzten Einmalblüherinnen kann ich auch bestätigen. Die Sangerhausen-Veredelungen vom Herbst (Remontanten und Th)dagegen halten sich sehr vornehm zurück.Weiter ist mir aufgefallen, dass in diesem Jahr quasi zeitgleich mit dem ersten Blattaustrieb Triebe von ganz unten kamen - quer über alle Rosenklassen. Bei GdD und SdlM cl. schossen die gleich mal 1,80m in die Höhe und setzten auch sogleich Knospen an.LG Loli
sonnenschein
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Registriert: 12. Dez 2003, 23:29

Re:Phänologie Rosen in Zeiten des Klimawandels

sonnenschein » Antwort #13 am:

Frau Meyer ist auch eine Centiflolie und die blühen auch an recht jungem Holz.
Es wird immer wieder Frühling
Loli

Re:Phänologie Rosen in Zeiten des Klimawandels

Loli » Antwort #14 am:

Frau Meyer ist auch eine Centiflolie und die blühen auch an recht jungem Holz.
Wo Du Recht hast, hast Du Recht. Aber es passte so schön ;).LG Loli
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