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Ziergräser (Gelesen 11710 mal)
Moderatoren: Nina, Phalaina, AndreasR
- motoguzzi14
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Ziergräser
Hallo,liebe Staudenfans!Ich brauche mal Eure Hilfe! Neben meinem Stein-und Kräutergarten möchte ich mir auch eine Ecke mit verschiedenen Ziergräsern machen,weil ich der Meinung bin,daß die sich eigentlich auch ganz gut mit Steinen vertragen.Leider habe ich auf dem Gebiet bisher noch nichts gemacht,deshalb suche ich hier Rat! Kann mir denn jemand sagen,wie man sowas anlegt,welche Gräser infrage kämen und was dabei zu beachten wäre? Hätte einer vielleicht eine Art "Pflanzplan" für mich für eine Größe von max. 4m² ?? Ich bin für jeden Tip dankar!
Viele Grüße von motoguzzi14
- Staudo
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Re:Ziergräser
Hallo,das alte Thema. Pflanzpläne wird es hier kaum geben können. Vier Quadratmeter sind ja auch nicht so gewaltig. Es kommt drauf an, was Du möchtest: ein klitzekleines Stück Prärie, dann 1-3 hohe Gräser und dazwischen halbhohe, oder eher mehr Steppe, dann 1-3 halbhohe Gräser und dazwischen flache. Total schick (nach meiner Meinung) ist auch eine kleine Fläche mit größeren Mengen Krokussen und Winterlingen zupflastern und dazwischen flächig Hakonechloa zu pflanzen. Der Pflanzenbedarf beträgt übrigens generell so 6-8 Stück je Quadratmeter, abzüglich der Fläche, die die Solitäre beanspruchen. Wenn Du aus der Oberlausitz bist, empfehle ich eine Staudengärtnerei in Pirna-Graupa.Viele GrüßePeter
„Am Ende entscheidet die Wirklichkeit.“ Robert Habeck
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sarastro
Re:Ziergräser
Hakonechloa benötigt Schatten und lehmig-humosen Boden, zumindest bei uns. Im Hohen Norden mag dies anders sein.Eine Kombination aus Festuca vallesiaca, Festuca cinerea und Helictotrichion, mit einem Solitär von Panicum virgatum 'Prairie Sky' käme diesem Eckchen Lebensbereich eher entgegen. Dann wirken auch Krokusse und andere Vorfrühlingsblüher!
- Staudo
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Re:Ziergräser
Hallo,schöne Auswahl, bläulich mit einem Tupfer. Hakonechloa gehört zu meinen Lieblingsgräsern, auch wenn es anfangs ewig nicht aus der Hüfte kommt, sehr langsam loswächst. Ich habe im Halbschatten Hakonechola mit Corydalis flexuosa kombiniert. Wenn man bereit ist, auf die letzten Tage Herbstfärbung beim Gras zu verzichten und es beim Austrieb des Lerchensporns zurückschneidet, hat man einen schönen Wechsel. Dr. Lux aus Dresden hat Hakonechloa mit Krokussen kombiniert, klappt prima. Wenn das Gras endlich austreibt, ziehen die Krokusse gerade ein.Peter
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ma_himba
Re:Ziergräser
@ sarastro@ staudenmanig....hab´ grad mit Interesse Eure Gräser-Vorschläge gelesen - sind die alle winterhart? Wohne in Klein-Sibirien 
- Gartenlady
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Re:Ziergräser
Hakonechloa scheint nicht unbedingt schattig stehen zu müssen, auf diesem Foto stehen die Hakonechloas rechts ziemlich sonnig, während die weiter links (rechts neben der weißen Hortensie ´Annabelle´) sehr viel schattiger stehen.Wie man sieht geht es den sonnig gepflanzten Hakonechloas prächtig, es ist dort allerdings lehmig humos und ziemlich feucht.
- Staudo
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Re:Ziergräser
Na klar, sonst hätten wir die doch nicht vorgeschlagen. Hüte Dich aber bitte unbedingt vor dem „Roten Blutgras“, Imperata 'Red Baron'. Das steht demnächst überall, sieht toll aus und überlebt im Oberland nicht.Viele GrüßePeter....hab´ grad mit Interesse Eure Gräser-Vorschläge gelesen - sind die alle winterhart? Wohne in Klein-Sibirien
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Re:Ziergräser
Dieses Hakonlechoa scheint aber riesige Ausmaße anzunehmen. Beherrschbar? Oder muss man es von Zeit zu Zeit aufnehmen, um den Ballen zu teilen?
- Staudo
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Re:Ziergräser
Es braucht lange zum Wachsen, macht nur ganz kurze Ausläufer und eingentlich ist man froh, wenn es denn endlich prächtig ist. Außerdem steht garantiert in absehbarer Zeit der Nachbar vor der Tür und möchte ein Stück haben. Es droht keine Gefahr.Peter
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Re:Ziergräser
Jepp ... lass Dich durch Gartenladys Prachtexemplaren nicht täuschen ... vermutlich bekommt sie von irgendeinem Hakoncheloa-Massenproduzenten nette Sümmchen überwiesen, damit sie uns mit ihren wunderschönen Riesenhorsten den Mund wässrig macht

Wenn Du einen Schneck behauchst, schrumpft er ins Gehäuse,
Wenn Du ihn in Kognak tauchst, sieht er weiße Mäuse. (Ringelnatz)
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- Gartenlady
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Re:Ziergräser
Ja, ich habe tatsächlich so meine Probleme damit
die Wurzeln sind eisenhart, sehr schwierig etwas davon zu entfernen und - wie man sieht - nimmt es überhand. Das ist aber nicht immer der Fall, wahrscheinlich gibt es viel mehr Gärtner, die wünschen, dass es etwas schneller wächst.Ich habe es übrigens auch auf einem Grab gepflanzt, lehmiger, wenig humoser Grabboden, sonnig und vermutlich auch trocken, es nimmt dort auch überhand.Vielleicht gibt es auch wüchsigere und weniger wüchsige Klone.
- Staudo
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Re:Ziergräser
Hallo,Trockenheit verträgt es in der Tat sehr gut. Bei mir steht es in der Reichweite von Ahornwurzeln. Und lästig ist es wirklich noch nie geworden. Viele GrüßePeter
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Katrin
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Re:Ziergräser
Ich mach nach dreimal Ableben nun den vierten Versuch damit. Es ist so wunderschön, aber es mag meinen Garten nicht. Obwohl es heuer bisher gut ausschaut. Auch das in der grünen Version!
"Ich glaube, viele von uns haben ihre Heimat längst verloren, denn sie haben sie in der Kindheit gelassen, in den staubigen Straßen und an den sonnigen Tagen, als die Welt noch gut war, weil wir nur die Fassade sahen und zu klein waren, die Türen zu öffnen."
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_richard
Re:Ziergräser
Hakonechloa habe ich als Unterpflanzung für einen Ahorn verwendet. Dabei hat sich dieses Gras als sehr anpassungsfähig erwiesen: An diesem Standort ist es sonnig, häufig windig und damit öfters trocken. Diese Kombination steht jetzt im 7. Jahr und die einzige Pflegemassnahme besteht im Freihalten einer Baumscheibe von 1 m Dm; dafür genügt es, zweimal im Jahr Grasausläufer zu Entfernen.